Des Teufels Alternative
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Description
Über Nacht gerät die Welt an den Rand der Katastrophe. In der Sowjetunion droht eine Hungersnot, und im Politbüro entbrennt ein gnadenloser Machtkampf. Ukrainische Autonomisten kapern in der Nordsee den größten Öltanker der Welt und erpressen Ost und West. Nur einer kennt den Ausweg und wählt des Teufels Alternative.
Book Information
Author Description
Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/Kent, war mit neunzehn Jahren der jüngste Jetpilot der Royal Air Force. Nach seinem Ausscheiden war er als Auslandskorrespondent in verschiedenen europäischen Städten und Ländern tätig, unter anderem in Paris und Ostdeutschland. Ab 1965 arbeitete er als Fernsehreporter der BBC unter anderem in Westafrika. In seinen 2015 erschienenen Memoiren berichtete er zudem, zeitweise dem britischen Geheimdienst zugearbeitet zu haben. Seit seinem ersten Roman, »Der Schakal«, mit dem er weltberühmt wurde, erreichten alle seine Thriller die Spitzen der Bestsellerlisten. Forsyth lebte mit seiner Frau zuletzt bei Beaconsfield in Buckinghamshire, wo er am 9. Juni 2025 im Kreis seiner Familie starb.
Posts
Akribisch recherchiert und politisch fast prophetisch – aber für meinen Geschmack zu langatmig
Mehr Politikvorlesung als Thriller Sommer 1982. Die Sowjetunion steht vor einer katastrophalen Missernte – eine Hungersnot droht. Im Politbüro entbrennt ein gnadenloser Machtkampf zwischen den Falken um Chefideologe Wischnajew, die einen Einmarsch in Westeuropa fordern, um sich Weizenvorräte zu sichern, und den Tauben, die diplomatische Lösungen suchen. Der britische Agent Adam Munro versucht, über eine Geheimnisträgerin Informationen aus dem Kreml zu beschaffen. Parallel dazu plant der Engländer Andrew Drake (alias Andrej Drach) einen Privatkrieg gegen den Kreml. Ukrainische Autonomisten kapern in der Nordsee den größten Öltanker der Welt und erpressen Ost und West gleichermaßen. Während sich die Handlungsstränge zusammenführen, gerät die Welt an den Rand des Abgrunds, und nur einer kennt den Ausweg, der zur titelgebenden „Alternative des Teufels“ wird. Spannender Hinweis: Das Buch wurde 1979 geschrieben – die zentralen Themen Ukraine-Konflikt, russisch-sowjetische Innenpolitik und westeuropäische Energieabhängigkeit klingen heute, fast 50 Jahre später, geradezu prophetisch. Das macht „Des Teufels Alternative“ auf eine fast unheimliche Weise aktuell. Forsyth schreibt sachlich, präzise und mit der Detailtreue eines investigativen Journalisten – der er ja auch war. Sein Stil ähnelt eher einem dokumentarischen Bericht als einem klassischen Roman. Wer das mag, wird hier glücklich. Wer beim Lesen aber auch Atmosphäre, sprachliche Bilder und einen mitreißenden Erzählton sucht, könnte enttäuscht werden. Die deutsche Übersetzung von Wulf Bergner ist solide, kann aber nicht über den grundsätzlich nüchternen Ton hinwegtäuschen. Forsyth schreibt nicht, um zu unterhalten, sondern um zu erklären, und das spürt man auf jeder Seite. Mein Problem: Ich lese Thriller, um mitgerissen zu werden. Bei Forsyth bekam ich oft das Gefühl, ein Sachbuch über die Politik des Kalten Krieges zu lesen. Was ich Forsyth uneingeschränkt zugestehe: Seine Recherche ist beeindruckend. Politische Strukturen im Kreml, Funktionsweisen von Geheimdiensten, technische Details zu Tankerbau und Marineoperationen – alles bis ins Detail richtig recherchiert. Wer Interesse an geopolitischen Mechanismen hat, lernt hier wirklich etwas. Genau diese Tiefe ist aber auch der Stolperstein. Forsyth verliert sich auf vielen Seiten in technischen Beschreibungen, Tankertonnage, Funkprotokollen und diplomatischen Hierarchien, die für die eigentliche Story keinen Mehrwert bringen. Ich habe oft ganze Absätze überflogen, ohne dass mir wichtige Information entgangen wäre. Das ist für einen Thriller schlicht zu viel. Hier liegt für mich der größte Schwachpunkt: das Pacing. Die ersten zwei Drittel des Buches plätschern dahin. Mehrere Handlungsstränge werden parallel aufgebaut, aber lange ohne erkennbare Verbindung. Pläne werden detailliert beschrieben, dann Schritt für Schritt ausgeführt, wenig Raum für Überraschungen, vieles vorhersehbar. Wer auf einen klassischen Sog mit konstanter Spannung hofft, wird hier ausgebremst. Erst im letzten Drittel, wenn die Handlungsstränge zusammenlaufen und die Tankerkaperung beginnt, zieht das Tempo an. Hier zeigt Forsyth, was er kann: dichte Spannung, plötzliche Wendungen, ein bedrückendes Endspiel mit echten Stakes. Aber bis dahin muss man durchhalten. Und das fällt schwer, wenn die ersten 300 Seiten sich anfühlen wie eine Vorlesung in Politikwissenschaft. Forsyth interessiert sich nicht wirklich für seine Figuren als Menschen. Sie sind Schachfiguren auf einem geopolitischen Brett, definiert durch ihre Funktion: britischer Agent, ukrainischer Aktivist, sowjetischer Politiker, US-Präsident. Charaktertiefe, emotionale Innenwelten, persönliche Konflikte abseits der Mission? Fehlanzeige. Adam Munro als britischer Hauptagent ist als Figur zu glatt. Andrew Drake als idealistischer Rebell wird zwar mehr beleuchtet, bleibt aber funktional. Die einzige weibliche Figur ist im Wesentlichen Mittel zum Zweck – das mag der Zeit von 1979 geschuldet sein, wirkt heute aber sehr antiquiert. Wer aus modernen Thrillern komplexe, ambivalente Figuren gewohnt ist, wird hier nichts Vergleichbares finden. Ich will fair sein: Trotz meiner Kritik gibt es Aspekte, die ich anerkennen muss. Der Plot ist ambitioniert und gut konstruiert. Forsyth jongliert souverän mit mehreren Schauplätzen – Kreml, Washington, London, Türkei, Nordsee – und bringt sie am Ende zu einem stimmigen Finale zusammen. Die titelgebende „Alternative des Teufels“ als moralisches Dilemma ist tatsächlich gut ausgespielt. Auch geopolitisch ist das Buch fast unheimlich vorausschauend: Ukraine-Bewegungen, Energie als geopolitisches Druckmittel, sowjetische Innenkämpfe, westeuropäische Abhängigkeiten. Was Forsyth 1979 entwarf, klingt 2026 wie eine Beschreibung der Gegenwart. Allein deshalb ist das Buch historisch und politisch interessant – nur eben nicht zwingend ein guter Thriller. Mein Fazit: „Des Teufels Alternative“ ist ein Buch, vor dem ich Respekt habe, aber das ich nicht genießen konnte. Forsyth ist zweifellos ein brillanter Rechercheur und politisch erstaunlich vorausschauend. Aber sein nüchterner, technischer Stil und die fehlende emotionale Tiefe seiner Figuren haben mich auf 512 Seiten oft an die Grenze meiner Geduld gebracht. Wer dokumentarische Politthriller liebt und für jedes geopolitische Detail dankbar ist, wird hier vermutlich glücklich. Ich habe gemerkt, dass es nicht mein Genre ist. Wahrscheinlich werde ich von Forsyth nichts mehr lesen, aber ich nehme mit: Das Buch hat seinen Klassiker-Status nicht ohne Grund. Empfehlenswert für Fans dokumentarisch geprägter Politthriller im Stil von Tom Clancy, Robert Ludlum oder John le Carré. Für alle, die Spaß an geopolitischen Mechaniken, Spionagedetails und Kalter-Kriegs-Atmosphäre haben. Auch lesenswert für historisch und politisch Interessierte, die nachvollziehen wollen, wie aktuelle Konflikte schon vor 50 Jahren angedacht waren. Eher nichts für Leser:innen, die schnelles Pacing, atmosphärische Beschreibungen und vielschichtige Figuren erwarten oder moderne Thriller mit emotionalen Tiefen und überraschenden Twists gewohnt sind.
Ein politischer Thriller, der von der ersten Minute fesselt! Forsyth versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen – mit überraschenden Wendungen, komplexen Figuren und einem politischen Szenario, das erschreckend real wirkt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war völlig gefesselt. Die dichte Atmosphäre, die detailreiche Handlung und der klug aufgebaute Plot machen es zu einem echten Highlight für alle, die raffinierte Spannung lieben. Ein Klassiker des Spionage-Genres – packend bis zur letzten Minute! 🔥
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Über Nacht gerät die Welt an den Rand der Katastrophe. In der Sowjetunion droht eine Hungersnot, und im Politbüro entbrennt ein gnadenloser Machtkampf. Ukrainische Autonomisten kapern in der Nordsee den größten Öltanker der Welt und erpressen Ost und West. Nur einer kennt den Ausweg und wählt des Teufels Alternative.
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Author Description
Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/Kent, war mit neunzehn Jahren der jüngste Jetpilot der Royal Air Force. Nach seinem Ausscheiden war er als Auslandskorrespondent in verschiedenen europäischen Städten und Ländern tätig, unter anderem in Paris und Ostdeutschland. Ab 1965 arbeitete er als Fernsehreporter der BBC unter anderem in Westafrika. In seinen 2015 erschienenen Memoiren berichtete er zudem, zeitweise dem britischen Geheimdienst zugearbeitet zu haben. Seit seinem ersten Roman, »Der Schakal«, mit dem er weltberühmt wurde, erreichten alle seine Thriller die Spitzen der Bestsellerlisten. Forsyth lebte mit seiner Frau zuletzt bei Beaconsfield in Buckinghamshire, wo er am 9. Juni 2025 im Kreis seiner Familie starb.
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Akribisch recherchiert und politisch fast prophetisch – aber für meinen Geschmack zu langatmig
Mehr Politikvorlesung als Thriller Sommer 1982. Die Sowjetunion steht vor einer katastrophalen Missernte – eine Hungersnot droht. Im Politbüro entbrennt ein gnadenloser Machtkampf zwischen den Falken um Chefideologe Wischnajew, die einen Einmarsch in Westeuropa fordern, um sich Weizenvorräte zu sichern, und den Tauben, die diplomatische Lösungen suchen. Der britische Agent Adam Munro versucht, über eine Geheimnisträgerin Informationen aus dem Kreml zu beschaffen. Parallel dazu plant der Engländer Andrew Drake (alias Andrej Drach) einen Privatkrieg gegen den Kreml. Ukrainische Autonomisten kapern in der Nordsee den größten Öltanker der Welt und erpressen Ost und West gleichermaßen. Während sich die Handlungsstränge zusammenführen, gerät die Welt an den Rand des Abgrunds, und nur einer kennt den Ausweg, der zur titelgebenden „Alternative des Teufels“ wird. Spannender Hinweis: Das Buch wurde 1979 geschrieben – die zentralen Themen Ukraine-Konflikt, russisch-sowjetische Innenpolitik und westeuropäische Energieabhängigkeit klingen heute, fast 50 Jahre später, geradezu prophetisch. Das macht „Des Teufels Alternative“ auf eine fast unheimliche Weise aktuell. Forsyth schreibt sachlich, präzise und mit der Detailtreue eines investigativen Journalisten – der er ja auch war. Sein Stil ähnelt eher einem dokumentarischen Bericht als einem klassischen Roman. Wer das mag, wird hier glücklich. Wer beim Lesen aber auch Atmosphäre, sprachliche Bilder und einen mitreißenden Erzählton sucht, könnte enttäuscht werden. Die deutsche Übersetzung von Wulf Bergner ist solide, kann aber nicht über den grundsätzlich nüchternen Ton hinwegtäuschen. Forsyth schreibt nicht, um zu unterhalten, sondern um zu erklären, und das spürt man auf jeder Seite. Mein Problem: Ich lese Thriller, um mitgerissen zu werden. Bei Forsyth bekam ich oft das Gefühl, ein Sachbuch über die Politik des Kalten Krieges zu lesen. Was ich Forsyth uneingeschränkt zugestehe: Seine Recherche ist beeindruckend. Politische Strukturen im Kreml, Funktionsweisen von Geheimdiensten, technische Details zu Tankerbau und Marineoperationen – alles bis ins Detail richtig recherchiert. Wer Interesse an geopolitischen Mechanismen hat, lernt hier wirklich etwas. Genau diese Tiefe ist aber auch der Stolperstein. Forsyth verliert sich auf vielen Seiten in technischen Beschreibungen, Tankertonnage, Funkprotokollen und diplomatischen Hierarchien, die für die eigentliche Story keinen Mehrwert bringen. Ich habe oft ganze Absätze überflogen, ohne dass mir wichtige Information entgangen wäre. Das ist für einen Thriller schlicht zu viel. Hier liegt für mich der größte Schwachpunkt: das Pacing. Die ersten zwei Drittel des Buches plätschern dahin. Mehrere Handlungsstränge werden parallel aufgebaut, aber lange ohne erkennbare Verbindung. Pläne werden detailliert beschrieben, dann Schritt für Schritt ausgeführt, wenig Raum für Überraschungen, vieles vorhersehbar. Wer auf einen klassischen Sog mit konstanter Spannung hofft, wird hier ausgebremst. Erst im letzten Drittel, wenn die Handlungsstränge zusammenlaufen und die Tankerkaperung beginnt, zieht das Tempo an. Hier zeigt Forsyth, was er kann: dichte Spannung, plötzliche Wendungen, ein bedrückendes Endspiel mit echten Stakes. Aber bis dahin muss man durchhalten. Und das fällt schwer, wenn die ersten 300 Seiten sich anfühlen wie eine Vorlesung in Politikwissenschaft. Forsyth interessiert sich nicht wirklich für seine Figuren als Menschen. Sie sind Schachfiguren auf einem geopolitischen Brett, definiert durch ihre Funktion: britischer Agent, ukrainischer Aktivist, sowjetischer Politiker, US-Präsident. Charaktertiefe, emotionale Innenwelten, persönliche Konflikte abseits der Mission? Fehlanzeige. Adam Munro als britischer Hauptagent ist als Figur zu glatt. Andrew Drake als idealistischer Rebell wird zwar mehr beleuchtet, bleibt aber funktional. Die einzige weibliche Figur ist im Wesentlichen Mittel zum Zweck – das mag der Zeit von 1979 geschuldet sein, wirkt heute aber sehr antiquiert. Wer aus modernen Thrillern komplexe, ambivalente Figuren gewohnt ist, wird hier nichts Vergleichbares finden. Ich will fair sein: Trotz meiner Kritik gibt es Aspekte, die ich anerkennen muss. Der Plot ist ambitioniert und gut konstruiert. Forsyth jongliert souverän mit mehreren Schauplätzen – Kreml, Washington, London, Türkei, Nordsee – und bringt sie am Ende zu einem stimmigen Finale zusammen. Die titelgebende „Alternative des Teufels“ als moralisches Dilemma ist tatsächlich gut ausgespielt. Auch geopolitisch ist das Buch fast unheimlich vorausschauend: Ukraine-Bewegungen, Energie als geopolitisches Druckmittel, sowjetische Innenkämpfe, westeuropäische Abhängigkeiten. Was Forsyth 1979 entwarf, klingt 2026 wie eine Beschreibung der Gegenwart. Allein deshalb ist das Buch historisch und politisch interessant – nur eben nicht zwingend ein guter Thriller. Mein Fazit: „Des Teufels Alternative“ ist ein Buch, vor dem ich Respekt habe, aber das ich nicht genießen konnte. Forsyth ist zweifellos ein brillanter Rechercheur und politisch erstaunlich vorausschauend. Aber sein nüchterner, technischer Stil und die fehlende emotionale Tiefe seiner Figuren haben mich auf 512 Seiten oft an die Grenze meiner Geduld gebracht. Wer dokumentarische Politthriller liebt und für jedes geopolitische Detail dankbar ist, wird hier vermutlich glücklich. Ich habe gemerkt, dass es nicht mein Genre ist. Wahrscheinlich werde ich von Forsyth nichts mehr lesen, aber ich nehme mit: Das Buch hat seinen Klassiker-Status nicht ohne Grund. Empfehlenswert für Fans dokumentarisch geprägter Politthriller im Stil von Tom Clancy, Robert Ludlum oder John le Carré. Für alle, die Spaß an geopolitischen Mechaniken, Spionagedetails und Kalter-Kriegs-Atmosphäre haben. Auch lesenswert für historisch und politisch Interessierte, die nachvollziehen wollen, wie aktuelle Konflikte schon vor 50 Jahren angedacht waren. Eher nichts für Leser:innen, die schnelles Pacing, atmosphärische Beschreibungen und vielschichtige Figuren erwarten oder moderne Thriller mit emotionalen Tiefen und überraschenden Twists gewohnt sind.
Ein politischer Thriller, der von der ersten Minute fesselt! Forsyth versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen – mit überraschenden Wendungen, komplexen Figuren und einem politischen Szenario, das erschreckend real wirkt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war völlig gefesselt. Die dichte Atmosphäre, die detailreiche Handlung und der klug aufgebaute Plot machen es zu einem echten Highlight für alle, die raffinierte Spannung lieben. Ein Klassiker des Spionage-Genres – packend bis zur letzten Minute! 🔥





