Der vorletzte Samurai
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Description
Rätsel, Regeln und Rituale – Dennis Gastmann macht sich auf, Japan zu erkunden, ein Land, das noch immer unvergleichlich fremd und geheimnisvoll wirkt. Dabei ist er nicht allein: Natsumi, seine Frau, die aus einer Samurai-Familie stammt, begleitet ihn. Die beiden bereisen den gesamten Inselstaat, von den grünen Gipfeln auf Hokkaidō bis zu den Vulkanen auf Kyūshū, sie pilgern in die Tempelstadt Nikkō und verlieren sich im Lichterrausch der Metropolen. Japan, wie es sich der Westen vorstellt, erlebt Gastmann im Neongewitter eines Tokyoter Roboterrestaurants. In einer Bar in Kagoshima wird er selbst als Fremder bestaunt: „Wir sitzen hier seit dreißig Jahren“, erzählen ihm die Trinkenden, „und noch nie hat sich ein Gaijin hereingetraut.“ Schließlich, in den „sieben Höllen“ von Beppu, das für seine heißen Quellen bekannt ist, sucht er nach Ruhe und begegnet einem ergrauten Herrn im Yukata, der plötzlich rauchend vor ihm sitzt. Ist er der Geist eines Samurai?
Dennis Gastmanns Reiseerzählung ist das faszinierende Porträt eines Landes zwischen Anarchie und Ordnung, Besessenheit und Zen – und ein sehr persönliches Abenteuer: Kann ein „Gaijin“, ein Fremder, eine Kultur verstehen, die ein Fremder gar nicht verstehen kann?
Book Information
Author Description
Dennis Gastmann, Jahrgang 1978, ist Schriftsteller, Filmemacher und Grenzgänger. Als Reporter der ARD-Auslandsmagazine bereiste er alle Kontinente, traf auf Hexer und Heilige, Milliardäre, Mafiosi und den Ku-Klux-Klan («Mit 80.000 Fragen um die Welt»). Seine Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet und dreimal für den Grimme-Preis nominiert. Als Autor wanderte er zu Fuß über die Alpen («Gang nach Canossa»), erkundete den globalen Jetset («Geschlossene Gesellschaft»), Japan («Der vorletzte Samurai») und die letzten verborgenen Orte der Erde («Atlas der unentdeckten Länder»). Gastmann lebt in Hamburg, sein Büro ist die Welt.
Posts
Ich habe den Autor in einer Talksendung gesehen und habe gespannt seinen Beschreibungen Japans und den faszinierenden Geschichten gelauscht. Da war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! Also habe ich allen Mut zusammen genommen und den Verlag gefragt, ob ich wohl ein Rezensionsexemplar bekommen könnte. Und tatsächlich, eine gute Woche später hielt ich das Buch in meinen Händen! Klar, dass es dann nicht sonderlich lange auf dem SuB warten musste, bis ich es endlich lesen würde. Ich finde das Cover total genial. So stellt man sich Japan vor, wenn man noch nie dort war und es nur durch Dokumentationen über J-Pop-Künstler und Mangaka kennt. ;) Japan muss ein sehr schönes Land sein! Ich hoffe, ich kann es eines Tages selbst noch bereisen. Allerdings befürchte ich nach der Lektüre dieses wundervollen Buches, dass ich dafür mehr als ein paar Wörter aus Büchern kennen sollte. Oder ich müsste einen Halbjapaner heiraten, der mir dann dolmetschen könnte. ;=D Ich fürchte, ich kann mit meiner Rezension diesem schönen Buch niemals gerecht werden. Dennis Gastmann erzählt von seiner Hochzeitsreise so leicht und poetisch, dass ich kaum wage, mehr als ein unbeholfenes "Lest es!" zu schreiben. Er berichtet von Treffen mit Verwandten seiner Frau Natsumi, von den Versuchen, sich mit den Einheimischen zu verständigen, die lieber vor ihm flüchten, als ihre Fremdsprachenkenntnisse zu testen. Von Enttäuschungen während der Reise, weil die Sehenswürdigkeiten von Baugerüsten verdeckt werden oder sich in tiefhängenden Wolken verstecken. Von Touristenströmen, die sich die Bergpfade hochbemühen, um dann nachts im Dunkeln einen Blick auf die Stadt der Lichter zu erhaschen. Es ist einfach toll, diese Beschreibungen zu lesen, mal aufgedreht, laut und schrill wie das Roboterrestaurant, dann wieder melancholisch und sehr berührend beim Besuch der Tante, die mit Hingabe verschiedene Sprachen lernt und doch nur "Entenfamilie" sagt, wenn sie deutsch spricht. Und lustig, wenn er nicht nach der Rechnung auf japanisch fragt, sondern eine Freundin bestellt. Dies ist auch eine der Szenen, von der er in einer Talksendung erzählte. Wie gesagt, da war mir klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss! Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen, die sich für die japanische Kultur und ihre Seele interessieren. Man erhält zwar im Grunde nur einen kleinen Einblick, aber dafür einen unverstellten und authentischen Bericht einer abenteuerlichen Reise. Und nebenbei kann man noch ein paar Brocken japanisch lernen. ^.^' Lest es!
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Rätsel, Regeln und Rituale – Dennis Gastmann macht sich auf, Japan zu erkunden, ein Land, das noch immer unvergleichlich fremd und geheimnisvoll wirkt. Dabei ist er nicht allein: Natsumi, seine Frau, die aus einer Samurai-Familie stammt, begleitet ihn. Die beiden bereisen den gesamten Inselstaat, von den grünen Gipfeln auf Hokkaidō bis zu den Vulkanen auf Kyūshū, sie pilgern in die Tempelstadt Nikkō und verlieren sich im Lichterrausch der Metropolen. Japan, wie es sich der Westen vorstellt, erlebt Gastmann im Neongewitter eines Tokyoter Roboterrestaurants. In einer Bar in Kagoshima wird er selbst als Fremder bestaunt: „Wir sitzen hier seit dreißig Jahren“, erzählen ihm die Trinkenden, „und noch nie hat sich ein Gaijin hereingetraut.“ Schließlich, in den „sieben Höllen“ von Beppu, das für seine heißen Quellen bekannt ist, sucht er nach Ruhe und begegnet einem ergrauten Herrn im Yukata, der plötzlich rauchend vor ihm sitzt. Ist er der Geist eines Samurai?
Dennis Gastmanns Reiseerzählung ist das faszinierende Porträt eines Landes zwischen Anarchie und Ordnung, Besessenheit und Zen – und ein sehr persönliches Abenteuer: Kann ein „Gaijin“, ein Fremder, eine Kultur verstehen, die ein Fremder gar nicht verstehen kann?
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Dennis Gastmann, Jahrgang 1978, ist Schriftsteller, Filmemacher und Grenzgänger. Als Reporter der ARD-Auslandsmagazine bereiste er alle Kontinente, traf auf Hexer und Heilige, Milliardäre, Mafiosi und den Ku-Klux-Klan («Mit 80.000 Fragen um die Welt»). Seine Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet und dreimal für den Grimme-Preis nominiert. Als Autor wanderte er zu Fuß über die Alpen («Gang nach Canossa»), erkundete den globalen Jetset («Geschlossene Gesellschaft»), Japan («Der vorletzte Samurai») und die letzten verborgenen Orte der Erde («Atlas der unentdeckten Länder»). Gastmann lebt in Hamburg, sein Büro ist die Welt.
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Ich habe den Autor in einer Talksendung gesehen und habe gespannt seinen Beschreibungen Japans und den faszinierenden Geschichten gelauscht. Da war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! Also habe ich allen Mut zusammen genommen und den Verlag gefragt, ob ich wohl ein Rezensionsexemplar bekommen könnte. Und tatsächlich, eine gute Woche später hielt ich das Buch in meinen Händen! Klar, dass es dann nicht sonderlich lange auf dem SuB warten musste, bis ich es endlich lesen würde. Ich finde das Cover total genial. So stellt man sich Japan vor, wenn man noch nie dort war und es nur durch Dokumentationen über J-Pop-Künstler und Mangaka kennt. ;) Japan muss ein sehr schönes Land sein! Ich hoffe, ich kann es eines Tages selbst noch bereisen. Allerdings befürchte ich nach der Lektüre dieses wundervollen Buches, dass ich dafür mehr als ein paar Wörter aus Büchern kennen sollte. Oder ich müsste einen Halbjapaner heiraten, der mir dann dolmetschen könnte. ;=D Ich fürchte, ich kann mit meiner Rezension diesem schönen Buch niemals gerecht werden. Dennis Gastmann erzählt von seiner Hochzeitsreise so leicht und poetisch, dass ich kaum wage, mehr als ein unbeholfenes "Lest es!" zu schreiben. Er berichtet von Treffen mit Verwandten seiner Frau Natsumi, von den Versuchen, sich mit den Einheimischen zu verständigen, die lieber vor ihm flüchten, als ihre Fremdsprachenkenntnisse zu testen. Von Enttäuschungen während der Reise, weil die Sehenswürdigkeiten von Baugerüsten verdeckt werden oder sich in tiefhängenden Wolken verstecken. Von Touristenströmen, die sich die Bergpfade hochbemühen, um dann nachts im Dunkeln einen Blick auf die Stadt der Lichter zu erhaschen. Es ist einfach toll, diese Beschreibungen zu lesen, mal aufgedreht, laut und schrill wie das Roboterrestaurant, dann wieder melancholisch und sehr berührend beim Besuch der Tante, die mit Hingabe verschiedene Sprachen lernt und doch nur "Entenfamilie" sagt, wenn sie deutsch spricht. Und lustig, wenn er nicht nach der Rechnung auf japanisch fragt, sondern eine Freundin bestellt. Dies ist auch eine der Szenen, von der er in einer Talksendung erzählte. Wie gesagt, da war mir klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss! Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen, die sich für die japanische Kultur und ihre Seele interessieren. Man erhält zwar im Grunde nur einen kleinen Einblick, aber dafür einen unverstellten und authentischen Bericht einer abenteuerlichen Reise. Und nebenbei kann man noch ein paar Brocken japanisch lernen. ^.^' Lest es!




