Der vierte Mond
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Description
Book Information
Author Description
Kathleen Weise, geboren 1978 in Leipzig, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig mit den Schwerpunkten Prosa und Dramatik/Neue Medien. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin und Lektorin in Leipzig und war außerdem viele Jahre ehrenamtlich für das Literaturbüro Leipzig e.V. tätig, wo sie Textwerkstätten, Schullesungen und Workshops organisierte und durchführte. Ihre Veröffentlichungen umfassen Romane für Jugendliche und Erwachsene.
Posts
Keine Spannung und Langeweile
Der Klappentext klingt super interessant, man sollte sich davon aber nicht täuschen lassen. Denn gefühlt ist das nur eine Nebenhandlung, es passiert einfach nicht viel, 90% des ersten viertels spielen nur auf der Erde und nicht auf Kallisto. Von der Handlung wird immer wieder abgedriftet in irrelevante Sachen, die ich null interessant fande. Das hat dazu geführt, dass ich es nach einen guten viertel abgebrochen habe, da gibt es deutlich spannendere Sci-Fi Bücher, dieses hat sich nicht nach Sci-Fi angefühlt.
Spannung wurde versprochen, ähnelte aber ehr einer Gutenachtgeschichte
Achtung, dieser Text kann Spoiler enthalten! Ich habe mir wirklich, wirklich viel von diesem Buch versprochen. Die Story an sich hätte so viel Potential gehabt, auch auf dem Jupitermond, auf den Raumstationen usw. Am Ende war es aber leider eine reine Aneinanderreihungen von politischen Gesprächen, nervigem hin und her und langweiligen Einzelheiten, habe ich das Buch zum Ende hin nur noch überflogen. Am Ende war es eine reine Kostenrechnung und der ganze Spannungsbogen blieb für mich leider aus. Auch fand ich das Ende alles andere als passend und zu erzwungen, als das ich diesem Buch noch lange nachhing, auch wenn der Stil wirklich gut war.
☝️ Aaaalso … eine kurze Warnung vorab: Der Klappentext ist leider ein bisschen eine Falle.
👉 Es erwartet Euch kein HardSF, auch keine SpaceOpera und (hört, hört) kein Auftakt zu einer Reihe. Nachdem Erwartungshaltung und Inhalt nicht so ganz zusammenpassen wollten, habe ich mich doch gefragt: Ist das eine Empfehlung? 🧐 Und ja, es ist eine. Nicht für den harten Kern der Sci-Fi Liebhaber, es ist eher eine Einstiegslektüre."Sci-Fi für Menschen, die vor Sci-Fi ein bisschen Bammel haben". Ok, das hätte ich Euch vielleicht vor 🪺 Ostern schreiben sollen - da wäre vielleicht das ein oder andere Geschenk herausgesprungen. Die deutsche Autorin Kathleen Weise schreibt viel YA und auch mal 'nen Krimi - und das zeigt sich hier positiv. Der Thriller-Plot nimmt Fans des Genres mit und die Figuren haben ausreichend Tiefe, ohne die Handlung zu verkopfen. Trotzdem laden die Charaktere die Story gut auf. Insgesamt würde ich mal sagen: Strand-Sci-Fi. Und das ist bei dem schönen Wetter momentan ja nicht verkehrt. 📚 Bibliographisches: Kathleen Weise Der vierte Mond Heyne (448 Seiten, TB Ausgabe) Klappentext? Naturgemäß ja: "Als der Orbiter Eurybia auf dem Jupitermond Kallisto abstürzt und die Mitglieder der Mondstation an einem unerklärlichen Fieber erkranken, steht die vierte bemannte Jupitermission kurz vor dem Scheitern. Auf der Erde wird eine Bergungsmission zusammengestellt, die herausfinden soll, was auf Kallisto geschehen ist. Doch niemand ahnt, was der eisige Mond tatsächlich verbirgt und was die drei toten Geschäftsleute auf der Erde damit zu tun haben …"

Als ich die Geschehnisse nach dem Lesen im Kopf nochmal zusammengefasst habe, kamen mir einige Aspekte ein wenig überflüssig vor. Grund dafür waren die zwei Handlungsstränge. Einer spielte im All und einer auf der Erde. Ohne zu viel zu sagen, hätte ich mir den auf der Erde etwas kürzer, beziehungsweise anders gewichtet gewünscht. So wirkt es im Rückblick teilweise mehr wie unnötig in die Länge gezogen, als zielführend erzählt. Aufgrund der subtilen Spannung fliegt man aber trotz der wenigen Längen gut durch das Buch. Das Glossar am Ende ist teilweise hilfreich, hätte meiner Meinung nach aber auch deutlich kürzer sein können. Alles in Allem gebe ich dem Buch 4/5 Sternen
Science Fiction ist ein schwieriges Genre. Wobei, nein, eigentlich nicht. Es gibt viele besonders gute und innovative Umsetzungen dieses Genres. Leider hat mich "Der vierte Mond" enttäuscht, weshalb ich nach der Hälfte abgebrochen habe. Zu stark lag mir der Fokus auf den Charakteren, die auf der Erde leben. Nicht die Besatzung der besagten Mission. Wir begleiten ehemalige oder aktuelle Spaceworker des Unternehmens Space Rocks und deren Geschäfts- und PR-Leute, sehen, wie die Fäden gezogen werden, um eine Katastrophe globalen Ausmaßes in Form einer unbekannten, gefährlichen Krankheit zu verhindern. Jede Figur hängt mit Space Rocks und dem Weltraumunglück irgendwie zusammen. Ein Drittel Science Fiction, der Rest eher Polit- oder Wirtschaftsthriller, so würde ich den von mir gelesenen Teil zusammenfassen. Etwas vorhersehbar vielleicht, schließlich möchte jeder seine Hände in Unschuld waschen. Hinzu kommen Storysprünge nach jedem Kapitel, zwar mit Länderverweis, um die Namen der Charaktere schneller zuordnen zu können, jedoch bleiben diese Charaktere nur blasse Figuren vor meinem inneren Auge. Ich konnte keinerlei Beziehung zu ihnen aufbauen. Die angedeutete Beschreibung der mysteriösen Krankheit und ihre Entdeckung ließen mich etwas sauer aufstoßen, konnte ich (vermutlich in meiner eigenen Interpretation) Parallelen zum Corona-Virus erkennen. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Keine wüsten Beschimpfungen, keine Gefühlsausbrüche der unnatürlichen Art. Die Sprachmelodie und der Ton haben mir hier sehr gut gefallen.
Der SiFy Roman „Der vierte Mond“ von Kathleen Weise ist mein erster Sify Roman. Der Roman spielt in dem Jahre 2104. Die Menschheit hat es geschafft Ressourcen auf anderen Planeten zu finden und somit auch sich weiter im All fortzubewegen. Die Handlungen des Buches spielen zum Teil auf der Erde und auf dem Jupitermond Kallisto. Eine Gruppe von Spaceworkern soll dort anfangen alles Bereit zu machen, damit auch in der Zukunft wissenschaftliche Reisen dorthin möglich sind. Doch es läuft nicht alles wie geplant, denn der Orbiter Eurybia stürzt mit einem Crew Mitglied ab und der Rest der Crew, die sich auf der Basis befinden, unterliegt einem mysteriösen Fieber. Durch diese Umstände ist das Unternehmen Space Rocks gezwungen eine Bergungsmission zusammen zu stellen. Der Roman hat eine Erzählerperspektive und es wird sich auf mehrere Charaktere bezogen, womit es keinen eindeutigen Hauptcharakter gibt. Die Geschichte erzählt von den Spaceworkern die sich auf dem Jupitermond befinden, dem CEO von Space Rocks und von ehemaligen Spaceworkern. Das Konzept dieses Buches fand ich sehr vielversprechend. Ich fand die Situation von Sam sehr faszinierend und hätte mir an sich etwas mehr Einsicht in seinen Kopf gewünscht. Ich glaube man kann sich nur schwer vorstellen in seiner Position auf Kallisto zu sein. Der Roman zeigt wunderbar auf, dass die Großen Firmen oftmals weniger die Mitarbeiter als viel mehr das Geld und das Image der Firma im Auge haben. Gerade aus diesem Punkt kann ich die Entscheidungen die am Ende des Buches getroffen wurden sehr gut nachvollziehen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich an SiFy einmal herantrauen will. Leider hätte ich mir mehr Zeit im All gewünscht. Das erste Drittel des Buches hat sich für mich leicht gezogen, da ich die Charaktere noch nicht ganz auseinanderhalten konnte. Wobei ich auch hier sagen muss, dass das Glossar am Ende des Buches sehr hilfreich ist um durchzusteigen. Alle Kapitel die auf dem Jupitermond gespielt haben, habe ich jedoch direkt verschlungen, weswegen mir das Buch trotz der Startschwierigkeiten sehr gut gefällt.
Der vierte Mond von Kathleen Weise wird als Sci-Fi-Thriller verkauft, hat meiner Meinung nach dann im Endeffekt nicht ganz so viel Thriller Elemente beinhaltet. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, da von einem merkwürdigen Fieber auf einer Raummission die Rede ist und dass man rausfinden möchte warum es ausgebrochen ist. Der Inhalt der Story verläuft aber leicht anders. Der Schwerpunkt wird auf die wirtschaftlichen Interessen und verschiedenen Charaktere gelegt, die mit der Raumfahrt und dem Leben im All in Verbindung stehen. Die Charakterarbeit hat mir hier sehr gut gefallen. Ich fand es sehr interessant zu erfahren was ehemalige und praktizierende Astronauten körperlich und psychisch alles mitmachen müssen. Es war sehr durchdacht und tiefgründig. Man merkt was es bedeutet im „Schoß“ gewesen zu sein. Die Mission rauszufinden, warum und was für ein Fieber das ist, wird nur nebensächlich behandelt. Die ersten 200 Seiten empfand ich auch eher als ziehend. Erst danach hat mich die Geschichte wirklich bekommen und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn wir mal wieder auf Kallisto waren. Der Hauptteil der Story spielt nämlich auf der Erde, was ich gar nicht schlimm fand, sondern einfach nicht erwartet hätte. Die Welt, die nur 80 Jahre in der Zukunft liegt, wirkt allerdings weiter weg. Alles in allem fand ich das Buch echt gut, bin allerdings mit der Erwartung von mehr Thrillerelementen rangegangen und wurde dahingehend etwas enttäuscht. Der Tiefgang der Protagonisten fand ich super und die meisten Handlungsstränge haben mir gefallen. Manche von diesen haben mir leider etwas abrupt geendet.
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Kathleen Weise, geboren 1978 in Leipzig, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig mit den Schwerpunkten Prosa und Dramatik/Neue Medien. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin und Lektorin in Leipzig und war außerdem viele Jahre ehrenamtlich für das Literaturbüro Leipzig e.V. tätig, wo sie Textwerkstätten, Schullesungen und Workshops organisierte und durchführte. Ihre Veröffentlichungen umfassen Romane für Jugendliche und Erwachsene.
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Keine Spannung und Langeweile
Der Klappentext klingt super interessant, man sollte sich davon aber nicht täuschen lassen. Denn gefühlt ist das nur eine Nebenhandlung, es passiert einfach nicht viel, 90% des ersten viertels spielen nur auf der Erde und nicht auf Kallisto. Von der Handlung wird immer wieder abgedriftet in irrelevante Sachen, die ich null interessant fande. Das hat dazu geführt, dass ich es nach einen guten viertel abgebrochen habe, da gibt es deutlich spannendere Sci-Fi Bücher, dieses hat sich nicht nach Sci-Fi angefühlt.
Spannung wurde versprochen, ähnelte aber ehr einer Gutenachtgeschichte
Achtung, dieser Text kann Spoiler enthalten! Ich habe mir wirklich, wirklich viel von diesem Buch versprochen. Die Story an sich hätte so viel Potential gehabt, auch auf dem Jupitermond, auf den Raumstationen usw. Am Ende war es aber leider eine reine Aneinanderreihungen von politischen Gesprächen, nervigem hin und her und langweiligen Einzelheiten, habe ich das Buch zum Ende hin nur noch überflogen. Am Ende war es eine reine Kostenrechnung und der ganze Spannungsbogen blieb für mich leider aus. Auch fand ich das Ende alles andere als passend und zu erzwungen, als das ich diesem Buch noch lange nachhing, auch wenn der Stil wirklich gut war.
☝️ Aaaalso … eine kurze Warnung vorab: Der Klappentext ist leider ein bisschen eine Falle.
👉 Es erwartet Euch kein HardSF, auch keine SpaceOpera und (hört, hört) kein Auftakt zu einer Reihe. Nachdem Erwartungshaltung und Inhalt nicht so ganz zusammenpassen wollten, habe ich mich doch gefragt: Ist das eine Empfehlung? 🧐 Und ja, es ist eine. Nicht für den harten Kern der Sci-Fi Liebhaber, es ist eher eine Einstiegslektüre."Sci-Fi für Menschen, die vor Sci-Fi ein bisschen Bammel haben". Ok, das hätte ich Euch vielleicht vor 🪺 Ostern schreiben sollen - da wäre vielleicht das ein oder andere Geschenk herausgesprungen. Die deutsche Autorin Kathleen Weise schreibt viel YA und auch mal 'nen Krimi - und das zeigt sich hier positiv. Der Thriller-Plot nimmt Fans des Genres mit und die Figuren haben ausreichend Tiefe, ohne die Handlung zu verkopfen. Trotzdem laden die Charaktere die Story gut auf. Insgesamt würde ich mal sagen: Strand-Sci-Fi. Und das ist bei dem schönen Wetter momentan ja nicht verkehrt. 📚 Bibliographisches: Kathleen Weise Der vierte Mond Heyne (448 Seiten, TB Ausgabe) Klappentext? Naturgemäß ja: "Als der Orbiter Eurybia auf dem Jupitermond Kallisto abstürzt und die Mitglieder der Mondstation an einem unerklärlichen Fieber erkranken, steht die vierte bemannte Jupitermission kurz vor dem Scheitern. Auf der Erde wird eine Bergungsmission zusammengestellt, die herausfinden soll, was auf Kallisto geschehen ist. Doch niemand ahnt, was der eisige Mond tatsächlich verbirgt und was die drei toten Geschäftsleute auf der Erde damit zu tun haben …"

Als ich die Geschehnisse nach dem Lesen im Kopf nochmal zusammengefasst habe, kamen mir einige Aspekte ein wenig überflüssig vor. Grund dafür waren die zwei Handlungsstränge. Einer spielte im All und einer auf der Erde. Ohne zu viel zu sagen, hätte ich mir den auf der Erde etwas kürzer, beziehungsweise anders gewichtet gewünscht. So wirkt es im Rückblick teilweise mehr wie unnötig in die Länge gezogen, als zielführend erzählt. Aufgrund der subtilen Spannung fliegt man aber trotz der wenigen Längen gut durch das Buch. Das Glossar am Ende ist teilweise hilfreich, hätte meiner Meinung nach aber auch deutlich kürzer sein können. Alles in Allem gebe ich dem Buch 4/5 Sternen
Science Fiction ist ein schwieriges Genre. Wobei, nein, eigentlich nicht. Es gibt viele besonders gute und innovative Umsetzungen dieses Genres. Leider hat mich "Der vierte Mond" enttäuscht, weshalb ich nach der Hälfte abgebrochen habe. Zu stark lag mir der Fokus auf den Charakteren, die auf der Erde leben. Nicht die Besatzung der besagten Mission. Wir begleiten ehemalige oder aktuelle Spaceworker des Unternehmens Space Rocks und deren Geschäfts- und PR-Leute, sehen, wie die Fäden gezogen werden, um eine Katastrophe globalen Ausmaßes in Form einer unbekannten, gefährlichen Krankheit zu verhindern. Jede Figur hängt mit Space Rocks und dem Weltraumunglück irgendwie zusammen. Ein Drittel Science Fiction, der Rest eher Polit- oder Wirtschaftsthriller, so würde ich den von mir gelesenen Teil zusammenfassen. Etwas vorhersehbar vielleicht, schließlich möchte jeder seine Hände in Unschuld waschen. Hinzu kommen Storysprünge nach jedem Kapitel, zwar mit Länderverweis, um die Namen der Charaktere schneller zuordnen zu können, jedoch bleiben diese Charaktere nur blasse Figuren vor meinem inneren Auge. Ich konnte keinerlei Beziehung zu ihnen aufbauen. Die angedeutete Beschreibung der mysteriösen Krankheit und ihre Entdeckung ließen mich etwas sauer aufstoßen, konnte ich (vermutlich in meiner eigenen Interpretation) Parallelen zum Corona-Virus erkennen. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Keine wüsten Beschimpfungen, keine Gefühlsausbrüche der unnatürlichen Art. Die Sprachmelodie und der Ton haben mir hier sehr gut gefallen.
Der SiFy Roman „Der vierte Mond“ von Kathleen Weise ist mein erster Sify Roman. Der Roman spielt in dem Jahre 2104. Die Menschheit hat es geschafft Ressourcen auf anderen Planeten zu finden und somit auch sich weiter im All fortzubewegen. Die Handlungen des Buches spielen zum Teil auf der Erde und auf dem Jupitermond Kallisto. Eine Gruppe von Spaceworkern soll dort anfangen alles Bereit zu machen, damit auch in der Zukunft wissenschaftliche Reisen dorthin möglich sind. Doch es läuft nicht alles wie geplant, denn der Orbiter Eurybia stürzt mit einem Crew Mitglied ab und der Rest der Crew, die sich auf der Basis befinden, unterliegt einem mysteriösen Fieber. Durch diese Umstände ist das Unternehmen Space Rocks gezwungen eine Bergungsmission zusammen zu stellen. Der Roman hat eine Erzählerperspektive und es wird sich auf mehrere Charaktere bezogen, womit es keinen eindeutigen Hauptcharakter gibt. Die Geschichte erzählt von den Spaceworkern die sich auf dem Jupitermond befinden, dem CEO von Space Rocks und von ehemaligen Spaceworkern. Das Konzept dieses Buches fand ich sehr vielversprechend. Ich fand die Situation von Sam sehr faszinierend und hätte mir an sich etwas mehr Einsicht in seinen Kopf gewünscht. Ich glaube man kann sich nur schwer vorstellen in seiner Position auf Kallisto zu sein. Der Roman zeigt wunderbar auf, dass die Großen Firmen oftmals weniger die Mitarbeiter als viel mehr das Geld und das Image der Firma im Auge haben. Gerade aus diesem Punkt kann ich die Entscheidungen die am Ende des Buches getroffen wurden sehr gut nachvollziehen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich an SiFy einmal herantrauen will. Leider hätte ich mir mehr Zeit im All gewünscht. Das erste Drittel des Buches hat sich für mich leicht gezogen, da ich die Charaktere noch nicht ganz auseinanderhalten konnte. Wobei ich auch hier sagen muss, dass das Glossar am Ende des Buches sehr hilfreich ist um durchzusteigen. Alle Kapitel die auf dem Jupitermond gespielt haben, habe ich jedoch direkt verschlungen, weswegen mir das Buch trotz der Startschwierigkeiten sehr gut gefällt.
Der vierte Mond von Kathleen Weise wird als Sci-Fi-Thriller verkauft, hat meiner Meinung nach dann im Endeffekt nicht ganz so viel Thriller Elemente beinhaltet. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, da von einem merkwürdigen Fieber auf einer Raummission die Rede ist und dass man rausfinden möchte warum es ausgebrochen ist. Der Inhalt der Story verläuft aber leicht anders. Der Schwerpunkt wird auf die wirtschaftlichen Interessen und verschiedenen Charaktere gelegt, die mit der Raumfahrt und dem Leben im All in Verbindung stehen. Die Charakterarbeit hat mir hier sehr gut gefallen. Ich fand es sehr interessant zu erfahren was ehemalige und praktizierende Astronauten körperlich und psychisch alles mitmachen müssen. Es war sehr durchdacht und tiefgründig. Man merkt was es bedeutet im „Schoß“ gewesen zu sein. Die Mission rauszufinden, warum und was für ein Fieber das ist, wird nur nebensächlich behandelt. Die ersten 200 Seiten empfand ich auch eher als ziehend. Erst danach hat mich die Geschichte wirklich bekommen und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn wir mal wieder auf Kallisto waren. Der Hauptteil der Story spielt nämlich auf der Erde, was ich gar nicht schlimm fand, sondern einfach nicht erwartet hätte. Die Welt, die nur 80 Jahre in der Zukunft liegt, wirkt allerdings weiter weg. Alles in allem fand ich das Buch echt gut, bin allerdings mit der Erwartung von mehr Thrillerelementen rangegangen und wurde dahingehend etwas enttäuscht. Der Tiefgang der Protagonisten fand ich super und die meisten Handlungsstränge haben mir gefallen. Manche von diesen haben mir leider etwas abrupt geendet.













