Der Verräter
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Description
Dickens, ein Vorort von Los Angeles, ist der Schandfleck der amerikanischen Westküste: verarmt, verroht, verloren. Zugleich ist es der ganze Stolz seiner schwarzen Einwohner, eine Bastion gegen die weiße Vorherrschaft. Hier zieht der Erzähler von "Der Verräter" friedlich Wassermelonen und Marihuana. Doch als sein bürgerrechtsbewegter Vater durch Polizeigewalt stirbt und die Gentrifizierung den gesamten Vorort auszuradieren droht, wird er unversehens zum Anführer einer neuen Bewegung: Mit seinem Kompagnon Hominy, alternder Leinwandheld aus "Die kleinen Strolche", führt er Sklaverei und Rassentrennung wieder ein ...
Book Information
Author Description
PAUL BEATTY, 1962 geboren, zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Begonnen hat er als Lyriker, schnell avancierte er zum Star der New Yorker Slam-Poetry-Szene. Seine Romane haben in den USA Kultstatus. Für »Der Verräter« wurde Beatty mit dem National Book Critics Circle Award sowie – als erster Amerikaner – mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Paul Beatty lebt in New York.
Posts
Abgebrochen auf Seite 50
Ich habe The Sellout angefangen, weil es auf der New York Times Bestsellerliste steht und sogar den Man Booker Prize gewonnen hat. Die Grundidee fand ich auch wirklich spannend: Ein Schwarzer Mann in einem heruntergekommenen Stadtteil Kaliforniens beschließt, Rassentrennung wieder einzuführen. Aber: So interessant das Konzept auch ist, der Schreibstil hat mich komplett verloren. Beatty schreibt in extrem langen, verschachtelten Sätzen, mit tausenden Adjektiven und beißendem Sarkasmus. Das ist sicher gewollt, aber für mich war es einfach anstrengend zu lesen. Ich hatte das Gefühl, in jedem Satz zehn Nebensätze und fünf Ironieebenen zu entschlüsseln. Nach etwa 50 Seiten habe ich aufgegeben. Ich bin überzeugt, dass The Sellout literarisch viel zu bieten hat, aber für mich persönlich war es einfach zu verkopft, zu zynisch, zu überladen. Spannende Idee, aber der Stil hat mich nicht abgeholt.

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Dickens, ein Vorort von Los Angeles, ist der Schandfleck der amerikanischen Westküste: verarmt, verroht, verloren. Zugleich ist es der ganze Stolz seiner schwarzen Einwohner, eine Bastion gegen die weiße Vorherrschaft. Hier zieht der Erzähler von "Der Verräter" friedlich Wassermelonen und Marihuana. Doch als sein bürgerrechtsbewegter Vater durch Polizeigewalt stirbt und die Gentrifizierung den gesamten Vorort auszuradieren droht, wird er unversehens zum Anführer einer neuen Bewegung: Mit seinem Kompagnon Hominy, alternder Leinwandheld aus "Die kleinen Strolche", führt er Sklaverei und Rassentrennung wieder ein ...
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PAUL BEATTY, 1962 geboren, zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Begonnen hat er als Lyriker, schnell avancierte er zum Star der New Yorker Slam-Poetry-Szene. Seine Romane haben in den USA Kultstatus. Für »Der Verräter« wurde Beatty mit dem National Book Critics Circle Award sowie – als erster Amerikaner – mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Paul Beatty lebt in New York.
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Abgebrochen auf Seite 50
Ich habe The Sellout angefangen, weil es auf der New York Times Bestsellerliste steht und sogar den Man Booker Prize gewonnen hat. Die Grundidee fand ich auch wirklich spannend: Ein Schwarzer Mann in einem heruntergekommenen Stadtteil Kaliforniens beschließt, Rassentrennung wieder einzuführen. Aber: So interessant das Konzept auch ist, der Schreibstil hat mich komplett verloren. Beatty schreibt in extrem langen, verschachtelten Sätzen, mit tausenden Adjektiven und beißendem Sarkasmus. Das ist sicher gewollt, aber für mich war es einfach anstrengend zu lesen. Ich hatte das Gefühl, in jedem Satz zehn Nebensätze und fünf Ironieebenen zu entschlüsseln. Nach etwa 50 Seiten habe ich aufgegeben. Ich bin überzeugt, dass The Sellout literarisch viel zu bieten hat, aber für mich persönlich war es einfach zu verkopft, zu zynisch, zu überladen. Spannende Idee, aber der Stil hat mich nicht abgeholt.





