Der unsichtbare Garten

Der unsichtbare Garten

Softcover
3.516
Achtsamkeit RomanFranzösischer RomanNormandie RomanUnd Jetzt Lass Uns Tanzen

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Description

Vincent wird erblinden. Eine seltene Augenkrankheit zerstört alle Träume, alle Zukunftspläne des jungen Mannes. Rastlos arbeitet er eine Liste an letzten Abenteuern und Wünschen ab. Erst bei einem Besuch auf dem Land findet er wieder zu sich. Er will den verwilderten Gemüsegarten seines Großvaters bestellen, solange er noch sieht. Und während er jätet, gräbt und sät, tritt Nachbarin Coline zwischen seine Cosmeen und Küchenkräuter. Wenn er sich einer Fremden öffnen kann, dann vielleicht auch einer Welt in neuen Farben?

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
304
Price
9.36 €

Author Description

Karine Lambert ist eine belgische Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und der Fähigkeit, sich neu zu erfinden. Die Romane der Bestsellerautorin erscheinen in über 25 Ländern.

Posts

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All
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Es steigert sich!

Ehrlich gesagt hatte ich über die Hälfte des Buches eine maximal 3-Sterne Bewertung in Aussicht. Ab Seite 182 legte sich mein Stirnrunzeln über die mich bisher wahnsinnig werden lassende schlechte Kommunikation zwischen den Charakteren. Danach steigerte es sich, sodass ich auch ein paar Tränen verdrückt hab - die ich dann fast gegen Ende nicht mehr zurückhalten wollte. Der Schreibstil an sich war in Ordnung, gefühlt mehr poetisch, was ich für einen Roman weniger passend finde. Die Story war wie erwähnt lange ein wenig anstrengend, später aber wirklich sehr schön und auch sehr inspirierend.

5

Wer nichts mehr sieht…

…erkennt vieles deutlich klarer! Wiedermal wunderschön und herzerwärmend 🤗🥰

5

>>Wer einen Garten anlegt, glaubt an den nächsten Tag.<>Zwischen Himmel und Erde lachen die Möwen, der Wind zerzaust das Heidekraut, ein normannischer Sprühregen bedeckt sein Gesicht wie zarte Tränen, ...<>Die Nacht hat tausend Farben<< …

3

Meine Meinung Allgemein Nach den ersten paar Seiten bin ich fest davon ausgegangen, dass dieses Buch ein Jahreshighlight wird. Leider ist es nicht so gekommen, doch begeistert lässt es mich dennoch zurück. Berührend und packend war der Schreibstil. Die Kapitel waren kurz und die Sätze knapp und griffig. Ich spürte Vincents Panik, als er von seiner Diagnose erfuhr. Den inneren Konflikt, was er mit seiner nun kurzer Zeit anfangen soll. Dieser Schreibstil sollte meine Begeisterung im Nachhinein jedoch dämmen. Sobald Vincent blind war, blieb der Schreibstil exakt gleich und so wirkte noch immer alles gehetzt. Die Szenen waren oftmals viel zu kurz und ich konnte kein richtiges Gefühl mehr aufbauen. Es kehrte einfach keine Ruhe ein. Es war zwar schön, zu sehen, wie schnell sich Vincent in sein neues Leben einfindet, doch für jemanden, der 35 Jahre seines Lebens sehen konnte, schien alles sehr reibungslos abzulaufen. Vincent wird blind, erst ist alles schrecklich, nach nur wenigen Wochen ist alles schon annehmbar und gut, er hat massig helfende Hände um sich herum und auch sein Happy End. Sein Prozess fehlte im Buch. Viel zu wenige Szenen, wo er effektiv Hilfe brauchte, oder ihm etwas schwer fiel. Es wirkte, als wenn er einmalig Hilfe bräuchte und dann ab dem zweiten Mal schon alles alleine kann. Oder die Probleme einfach nicht mehr auftauchen. Mehr Entwicklung machten tatsächlich all die Nebencharaktere durch. Sie schienen fast im Vordergrund zu stehen. Manche wanden sich ab, manche mussten mit seiner Diagnose kämpfen, doch erhalten nach und nach die Leichtigkeit zurück, anderen machte es von vornherein nichts aus. Schade fand ich auch, dass der Garten überhaupt nicht im Vordergrund stand. Titel, wie Klappentext waren ihm gewidmet, doch einen Platz im Buch, fand dieser erst sehr spät. Ich hatte gehofft, mehr davon mitzubekommen, wie die Natur Vincent hilft. Mittig im Buch will er ihn zum ersten Mal bestellen, kauft auch Samen, doch es ist nicht recht klar… Hat er sie nun gepflanzt, wie war die Arbeit für ihn, was gibt es seiner Seele? Im späteren Verlauf wird er mehr thematisiert und dann auch mit berührenden Momenten versehen. Schwierig waren auch die vielen Fragen, die sich in meinem Kopf anbahnten und die zwar später erklärt wurden, aber erstmal im Raum standen und sich falsch anfühlten. So schrieb Vincent weiterhin Tagebuch und bis zur Auflösung, machte dies kaum Sinn für mich. Dadurch, dass ich privat mit zwei blinden Menschen zu tun habe, wusste ich auch schon einige Lösungen und Herangehensweisen aus dieser Welt und so kam mir gerade dieses „Einfinden“ in den neuen Lebensstil zu kurz. Charaktere Im Vordergrund steht Protagonist Vincent, der mit 35 Jahren erblindet. Er scheint ein toller Kerl zu sein. Natürlich und offen. Er hat ein fest Leben, plant eine Zukunft, bis alles zusammen bricht. Das sind Momente, in denen der Mensch entweder komplett zusammen bricht, oder sein Leben überdenkt. Vincent überdachte sein Leben, fragte sich, was er nun wolle. Dabei schien er offen und ehrlich mit sich selbst zu sein. Phasen, wo er grummelig war, andere anfuhr und aufbrausend wurde, schienen mehr als authentisch. Er stand für sich ein, als jeder wusste, was gut für ihn ist und blieb sich selbst stets treu. Ein toller Charaktere. Viele Charaktere bekommen eine Tiefgründigkeit, ohne explizit im Vordergrund zu stehen. Mit nur wenigen Sätzen arbeitet die Autorin Feinheiten heraus. Positive und negative Eigenschaften. Nichts kam mir vor „wie aus einem Roman“. Schreibstil&Sichtweise Die Sätze waren kurz, die Kapitel noch kürzer. Ein Schreibstil, an den man sich erstmal gewöhnen muss, doch der die Emotionen ziemlich genau auf den Punkt bringt. Der Schreibstil war mein persönliches Highlight in dem Buch und macht mich sehr neugierig auf weitere Bücher der Autorin. Zudem gab es viele Zeitsprünge. Geschrieben wurde das Buch aus der personalen Sichtweise, also in der dritten Person. Cover&Titel Selten bin ich so sehr in ein Cover verliebt! Und ich achte schon sehr auf sowas. Das Buch selbst hat einen blumigen Einband. Sehr farbenfroh. Er ist eine Augenweide. Doch viel schöner finde ich noch, dass er mit einer weißen Schutzfolie umhüllt ist, die den drunterliegenden Blumen einen gewissen Glanz gibt. Es ist im warsten Sinne des Wortes ein unsichtbarer Garten, beziehungsweise aus Vincents Sicht: Ein fast unsichtbarer Garten. Unter der Oberfläche blüht das Leben. Der Titel ist sehr offensichtlich passend. Vincent bestellt den Garten seines Großvaters, doch ist er nunmal blind. So ist der Garten quasi unsichtbar. Doch er bekommt im Laufe der Geschichte eine weitere Bedeutung. Sehr schön. Zitat „In den ersten Jahren probiert man sich aus und hat seinen Platz noch nicht gefunden. Wenn man älter wird, denkt man nach und wird vielleicht ein klein wenig weiser. Ich sage ‚vielleicht‘, weil es niemals absolute Sicherheit gibt, wirklich niemals. Wenn ich noch einmal jung wäre, würde ich mich viel früher der Langsamkeit verschreiben. Beeil dich mit der Langsamkeit.“ – Seite 242 Fazit Eine berührende Geschichte, die in erster Linie durch den sehr individuellen Schreibstil glänzen konnte. Ich durchlebte die Emotionen des Protagonisten und begleitete ihn persönlich auf seiner Reise. Es hat jedoch auch viel Luft nach oben.

3

Der unsichtbare Garten befasst sich mit einem bedrückenden Thema: dem irreversiblen Verlust der Sehkraft und dem Leben mit und nach einer derartigen Diagnose. Um dies zu veranschaulichen, hat die Autorin einen jungen Tennistrainer zu ihrem Protagonisten gemacht, dessen neues Schicksal ohne Augenlicht in einem starken Kontrast zu seinem vorherigen Lebensentwurf steht. Tja...das ist einer dieser Romane, die gut gemeint und auch gar nicht schlecht gemacht sind, die aber trotzdem nicht das Gefühl auf das Papier bringen, das es braucht, um eine Leserschaft zu überzeugen, mitzureißen und mitleiden zu lassen. Die Figur Vincent ist zu Beginn des Romans so in seinem Leid gefangen, dass er überstürzt durch alle möglichen Erlebnisse springt, für die er seine Augen noch nutzen möchte. Der Schreibstil passt sich hier dieser Rastlosigkeit an, der Leser wird fast atemlos zurückgelassen. Es fehlt in diesem Teil jedoch an tiefergehenden Reflexionen über den eigenen - auch mentalen - Zustand. Dies mag man wohlwollend alles auf einer Analyseebene dem bewussten Versuch der Autorin zuschreiben, das Ohnmachtsgefühl und den Negationswillen Vincents transportieren zu wollen. Das Erzähltempo wird erst gedrosselt, als Vincent tatsächlich nicht mehr sehen kann und beginnt, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Hier wird er als Figur auch deutlich nahbarer und der Roman schafft es, den Leser dazu zu bringen, sich zu fragen, wie man selbst mit solch einer Situation umgehen würde. Allerdings herrscht nun auch über weite Strecken Langeweile, da eigentlich kaum noch - außer einem ziemlich abwegigen Anschlag auf Vincent, der im Nachhinein dann auch nicht wirklich wichtig ist, etwas passiert und auch hier keine besonders tiefe Auseinandersetzung mit der Krankheit erfolgt. Jegliche Wucht und Nachwirkung, die der Roman hätte haben können, wird jedoch durch das Ende ausgelöscht. Die letzten zwei-drei Kapitel bieten einfach zu viel Happy End - manchmal ist weniger/kürzer mehr. Insgesamt wirkt der Roman trotz der sicherlich guten Recherche der Autorin über weite Strecken nicht authentisch genug, um emotional zu berühren. Stilistisch durchaus ansprechend und thematisch anspruchsvoll, bleibt der Roman weitestgehend gefällig. Gut gefallen haben mir z.B. die Gartenszenen, aber auch hier bleibt der Eindruck verschenkten Potenzials bestehen. Er liest sich gut, aber er beeindruckt nicht und bleibt an der Oberfläche und ist so eher nette Unterhaltung.

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