Der unsichtbare Elefant
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Description
Book Information
Posts
Wer nicht denken will fliegt raus
In Max A. Edelmanns Roman „Der unsichtbare Elefant“ wirft der dramatische Tod des Düsseldorfer Rechtsanwalts Thomas Siebenmorgen, bei ganz unterschiedlichen Menschen, die gleichen Fragen auf. Was hat ihn so verzweifeln lassen, dass er sich ausgerechnet an seinem Arbeitsplatz, vor den Augen seiner Kollegin, in den Tod stürzt? Welche Rolle spielte die Vergangenheit in Thomas Gegenwart und rief den unsichtbaren Elefanten auf den Plan? Trotz der Schwere und Tiefgründigkeit der im Buch aufgegriffenen, unerwarteten Themen, schafft es der Autor durch seinen direkten und teils auch philosophischen Schreibstil, sie auf eine ganz eigene Weise, unkompliziert zu vermitteln. Traurig, bedrückend und leicht zugleich. Die Kapitel sind bewusst kurz gehalten und erinnern dadurch an Filmsequenzen, die ein Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, was in dem Zusammenhang ein ganz eigenes Tempo erzeugt. Obwohl die Story vielleicht nicht „die“ Spannung enthält, die der Klappentext verspricht, so ist es dennoch überaus spannend den drei „Ermittlern“, denen der Suizid keine Ruhe lässt, und auch den Eltern von Thomas, zu folgen. Nicht nur in die Gegenwart, sondern insbesondere auch in die Vergangenheit, wo bei allen Beteiligten sehr viel Schmerz, vor allen Dingen aber Unausgesprochenes und Verdrängtes zu finden ist. Während des gesamten Buches ist Mitdenken gefragt, weshalb das im Buch aufgegriffene Ausspruch von Beuys „Wer nicht denken will fliegt raus“ hier den Nagel auf den Kopf trifft. Fazit: Ich hätte mir vielleicht ein etwas „aufklärenderes“ Ende gewünscht, das mich nicht ganz so ratlos und mit meinen eigenen Überlegungen alleine zurücklässt, bin vom Gesamtwerk aber durchaus angetan. Besonders die Hinweise auf Kunst, Musik und auch Märchen haben mir sehr gut gefallen. Der durchsichtige Elefant ist ein wirklich sehr eindringliches und nachhallendes Buch, in dem man selbst bei wiederholtem Lesen sicher noch einiges Neues entdeckt. Klare Leseempfehlung!
Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag: dem Sturz des Rechtsanwalts Thomas in die Tiefe des Kanzleigebäudes. Seine Kollegin Maria wurde Augenzeugin, ohne dass sie den Sturz verhindern konnte. Thomas ist in Selbstmordabsicht hochgeklettert, hat sich dann wohl entschieden, den Freitod nicht zu vollenden, ist aber abgerutscht und in den Tod gestürzt. Nicht nur Maria, sondern auch Viktor, Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, und Simon, mit der Ermittlung der Todesumstände beauftragter Mitarbeiter der Kanzlei bemühen sich darum, Thomas' Motivlage zu erforschen. Führen erste Erkenntnisse in das gnadenlose und intrigante Arbeitsumfeld in der Kanzlei, rückt nach und nach der bis in die Nazi-Zeit zurückreichende familiäre Hintergrund in ihren Fokus. Die Geschichte kommt unspektakulär, ja langatmig daher. Viele Nebenaspekte werden breitgetreten, ohne dass der Bezug zum Todesunfall erkennbar wird. Der Autor verzettelt sich hier. Auch gelingt es ihm nicht, den Fall einem schlüssigen Ende zuzuführen. Ich habe zwar bis zum Ende durchgehalten, kann aber keine Leseempfehlung abgeben. Zur Erklärung des Titels wie auch der Quintessenz des Buchs dient dieses Zitat: „Dieser unsichtbare Elefant aus unterdrückter Scham, verdrängtem Schmerz und unerträglicher Selbstgerechtigkeit mitten im Wohnzimmer. Dieses Ungetüm, das sich von der Unfähigkeit zu trauern ernährte. Das allgegenwärtig und doch nie zu greifen war.“
Einfühlsam und wichtig
„Der unsichtbare Elefant“ von Max A. Edelmann hat mich tief bewegt. Es ist kein lautes Buch, kein reißerischer Bericht, sondern ein leiser, ehrlicher und sehr persönlicher Einblick in das Leben mit Depressionen. Gerade diese Zurückhaltung macht es so eindrucksvoll. Ich bin Anfang 20 und finde es wichtig, dass psychische Gesundheit endlich ernst genommen wird, ohne Stigma, ohne Klischees. Edelmann gelingt es, Gefühle in Worte zu fassen, die viele Betroffene nur schwer beschreiben können. Seine Sprache ist klar und ungekünstelt, oft traurig, manchmal hoffnungsvoll, immer menschlich. Was mir besonders gefallen hat: Er stellt keine Patentlösungen in Aussicht. Stattdessen zeigt er, wie viel Mut es braucht, einfach weiterzumachen. Das Buch macht aufmerksam, ohne zu belehren. Es gibt Raum für Verständnis, auch für Leser*innen, die selbst nicht betroffen sind. Ein starkes, eindringliches Buch, das ich sehr empfehlen kann, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass „etwas nicht stimmt“ oder einfach verstehen möchte, wie sich psychische Erkrankungen wirklich anfühlen.
Auf der Suche nach dem Warum
Maria erlebt mit, wie sich ihr Kollege Thomas das Leben nimmt. Sie will ihm noch helfen und es scheint auch so, dass er den Selbstmordversuch aufgibt, aber dann stürzt er doch ab. Von nun an quälen Maria die Erinnerungen an Begegnungen, an Vorzeichen, dass man vielleicht hätte aufmerksamer sein können, dass man etwas hätte merken müssen. Maria lassen all diese Fragen keine Ruhe und sie fängt an nach dem Warum zu suchen. Simon, einem anderen Kollegen und Victor vom Kriseninterventionsteam geht es genauso. Alle Drei lässt dieser Selbstmordversuch nicht mehr los. Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil ist spannend und Max A. Edelmann hat interessante Gedanken zu Selbstmord, Verantwortung und Schuld. Die ganze Geschichte lebt durch die überzeugenden Charaktere und eine sehr feinsinnige Herangehensweisen an ein sensibeles Thema.
Krimi mit Tiefgang
<Kostenloses Rezensionsexemplar> Ich durfte der „Der unsichtbare Elefant“ mit Begleitung durch Max A. Edelmann lesen. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Thomas Siebenmorgen und wirft einige Fragen auf. Wollte er sterben? War es ein Unfall? Seine Kollegin Marìa und Viktor, der Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, suchen nach Antworten. Auch Simon, ein aufstrebender Anwalt der Kanzlei wird damit beauftragt, interne Ermittlungen vorzunehmen, um den Ruf der Kanzlei zu sichern. Bereits im Klappentext wird auf die Vergangenheit hingewiesen und wie sie die Gegenwart beeinflusst. Max A. Edelmann ist es gelungen, eine spannende Geschichte um die Frage zu spinnen, wie weit die Spuren aus der Vergangenheit unser heutiges Leben beeinflussen und wie unterschiedlich die Auswirkung auf unser Leben hat. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber trotzdem ein Denkanstoß. Wer neben der reinen Geschichte des Romans auch Interesse an Musik, Kunst und Märchen/Mythen hat, findet zudem viele Anregungen, sich damit zu beschäftigen. Mir hat dieser Aspekt sehr viel Spaß gemacht.
Der „unsichtbare Elefant“ steht für all das, was wir sehen und doch nicht wahrhaben wollen
Mit „Der unsichtbare Elefant“ hat Max Edelmann ein Werk geschaffen, das lange nachhallt. Leise, eindringlich und von einer fast schmerzhaften Wahrhaftigkeit. Dieses Buch ist keine laute Anklage und kein moralischer Zeigefinger. Es ist vielmehr ein stilles, literarisches Beben. Die kurzen Kapitel wirken wie Mosaiksteine. Einzelne Gedanken, Erinnerungen und Momentaufnahmen fügen sich allmählich zu einem Gesamtbild zusammen. Rückblicke in die Vergangenheit zeigen, wie prägende Erfahrungen, unausgesprochene Konflikte und alte Verletzungen das Selbstbild des Protagonisten formen. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr das Umfeld mit eigenen Deutungen, Unsicherheiten und blinden Flecken ringt. Der Suizid steht dabei nicht als isoliertes Ereignis im Mittelpunkt, sondern als tragischer Endpunkt eines langen, oft übersehenen Prozesses. Die Vergangenheit, familiäre Prägungen, alte Verletzungen und unausgesprochene Konflikte, ziehen sich wie ein feines, aber unentrinnbares Netz durch die Gegenwart der Figuren. Der Autor zeigt, wie sehr uns das formt, was wir erlebt haben und wie schwer es ist, sich davon zu lösen.
Krimi mit Denkanstoß
<Kostenloses Rezensionsexemplar> Ich durfte der „Der unsichtbare Elefant“ mit Begleitung durch Max A. Edelmann lesen. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Thomas Siebenmorgen und wirft einige Fragen auf. Wollte er sterben? War es ein Unfall? Seine Kollegin Marìa und Viktor, der Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, suchen nach Antworten. Auch Simon, ein aufstrebender Anwalt der Kanzlei wird damit beauftragt, interne Ermittlungen vorzunehmen, um den Ruf der Kanzlei zu sichern. Bereits im Klappentext wird auf die Vergangenheit hingewiesen und wie sie die Gegenwart beeinflusst. Max A. Edelmann ist es gelungen, eine spannende Geschichte um die Frage zu spinnen, wie weit die Spuren aus der Vergangenheit unser heutiges Leben beeinflussen und wie unterschiedlich die Auswirkung auf unser Leben hat. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber trotzdem ein Denkanstoß. Wer neben der reinen Geschichte des Romans auch Interesse an Musik, Kunst und Märchen/Mythen hat, findet zudem viele Anregungen, sich damit zu beschäftigen. Mir hat dieser Aspekt sehr viel Spaß gemacht.
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Book Information
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Wer nicht denken will fliegt raus
In Max A. Edelmanns Roman „Der unsichtbare Elefant“ wirft der dramatische Tod des Düsseldorfer Rechtsanwalts Thomas Siebenmorgen, bei ganz unterschiedlichen Menschen, die gleichen Fragen auf. Was hat ihn so verzweifeln lassen, dass er sich ausgerechnet an seinem Arbeitsplatz, vor den Augen seiner Kollegin, in den Tod stürzt? Welche Rolle spielte die Vergangenheit in Thomas Gegenwart und rief den unsichtbaren Elefanten auf den Plan? Trotz der Schwere und Tiefgründigkeit der im Buch aufgegriffenen, unerwarteten Themen, schafft es der Autor durch seinen direkten und teils auch philosophischen Schreibstil, sie auf eine ganz eigene Weise, unkompliziert zu vermitteln. Traurig, bedrückend und leicht zugleich. Die Kapitel sind bewusst kurz gehalten und erinnern dadurch an Filmsequenzen, die ein Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, was in dem Zusammenhang ein ganz eigenes Tempo erzeugt. Obwohl die Story vielleicht nicht „die“ Spannung enthält, die der Klappentext verspricht, so ist es dennoch überaus spannend den drei „Ermittlern“, denen der Suizid keine Ruhe lässt, und auch den Eltern von Thomas, zu folgen. Nicht nur in die Gegenwart, sondern insbesondere auch in die Vergangenheit, wo bei allen Beteiligten sehr viel Schmerz, vor allen Dingen aber Unausgesprochenes und Verdrängtes zu finden ist. Während des gesamten Buches ist Mitdenken gefragt, weshalb das im Buch aufgegriffene Ausspruch von Beuys „Wer nicht denken will fliegt raus“ hier den Nagel auf den Kopf trifft. Fazit: Ich hätte mir vielleicht ein etwas „aufklärenderes“ Ende gewünscht, das mich nicht ganz so ratlos und mit meinen eigenen Überlegungen alleine zurücklässt, bin vom Gesamtwerk aber durchaus angetan. Besonders die Hinweise auf Kunst, Musik und auch Märchen haben mir sehr gut gefallen. Der durchsichtige Elefant ist ein wirklich sehr eindringliches und nachhallendes Buch, in dem man selbst bei wiederholtem Lesen sicher noch einiges Neues entdeckt. Klare Leseempfehlung!
Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag: dem Sturz des Rechtsanwalts Thomas in die Tiefe des Kanzleigebäudes. Seine Kollegin Maria wurde Augenzeugin, ohne dass sie den Sturz verhindern konnte. Thomas ist in Selbstmordabsicht hochgeklettert, hat sich dann wohl entschieden, den Freitod nicht zu vollenden, ist aber abgerutscht und in den Tod gestürzt. Nicht nur Maria, sondern auch Viktor, Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, und Simon, mit der Ermittlung der Todesumstände beauftragter Mitarbeiter der Kanzlei bemühen sich darum, Thomas' Motivlage zu erforschen. Führen erste Erkenntnisse in das gnadenlose und intrigante Arbeitsumfeld in der Kanzlei, rückt nach und nach der bis in die Nazi-Zeit zurückreichende familiäre Hintergrund in ihren Fokus. Die Geschichte kommt unspektakulär, ja langatmig daher. Viele Nebenaspekte werden breitgetreten, ohne dass der Bezug zum Todesunfall erkennbar wird. Der Autor verzettelt sich hier. Auch gelingt es ihm nicht, den Fall einem schlüssigen Ende zuzuführen. Ich habe zwar bis zum Ende durchgehalten, kann aber keine Leseempfehlung abgeben. Zur Erklärung des Titels wie auch der Quintessenz des Buchs dient dieses Zitat: „Dieser unsichtbare Elefant aus unterdrückter Scham, verdrängtem Schmerz und unerträglicher Selbstgerechtigkeit mitten im Wohnzimmer. Dieses Ungetüm, das sich von der Unfähigkeit zu trauern ernährte. Das allgegenwärtig und doch nie zu greifen war.“
Einfühlsam und wichtig
„Der unsichtbare Elefant“ von Max A. Edelmann hat mich tief bewegt. Es ist kein lautes Buch, kein reißerischer Bericht, sondern ein leiser, ehrlicher und sehr persönlicher Einblick in das Leben mit Depressionen. Gerade diese Zurückhaltung macht es so eindrucksvoll. Ich bin Anfang 20 und finde es wichtig, dass psychische Gesundheit endlich ernst genommen wird, ohne Stigma, ohne Klischees. Edelmann gelingt es, Gefühle in Worte zu fassen, die viele Betroffene nur schwer beschreiben können. Seine Sprache ist klar und ungekünstelt, oft traurig, manchmal hoffnungsvoll, immer menschlich. Was mir besonders gefallen hat: Er stellt keine Patentlösungen in Aussicht. Stattdessen zeigt er, wie viel Mut es braucht, einfach weiterzumachen. Das Buch macht aufmerksam, ohne zu belehren. Es gibt Raum für Verständnis, auch für Leser*innen, die selbst nicht betroffen sind. Ein starkes, eindringliches Buch, das ich sehr empfehlen kann, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass „etwas nicht stimmt“ oder einfach verstehen möchte, wie sich psychische Erkrankungen wirklich anfühlen.
Auf der Suche nach dem Warum
Maria erlebt mit, wie sich ihr Kollege Thomas das Leben nimmt. Sie will ihm noch helfen und es scheint auch so, dass er den Selbstmordversuch aufgibt, aber dann stürzt er doch ab. Von nun an quälen Maria die Erinnerungen an Begegnungen, an Vorzeichen, dass man vielleicht hätte aufmerksamer sein können, dass man etwas hätte merken müssen. Maria lassen all diese Fragen keine Ruhe und sie fängt an nach dem Warum zu suchen. Simon, einem anderen Kollegen und Victor vom Kriseninterventionsteam geht es genauso. Alle Drei lässt dieser Selbstmordversuch nicht mehr los. Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil ist spannend und Max A. Edelmann hat interessante Gedanken zu Selbstmord, Verantwortung und Schuld. Die ganze Geschichte lebt durch die überzeugenden Charaktere und eine sehr feinsinnige Herangehensweisen an ein sensibeles Thema.
Krimi mit Tiefgang
<Kostenloses Rezensionsexemplar> Ich durfte der „Der unsichtbare Elefant“ mit Begleitung durch Max A. Edelmann lesen. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Thomas Siebenmorgen und wirft einige Fragen auf. Wollte er sterben? War es ein Unfall? Seine Kollegin Marìa und Viktor, der Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, suchen nach Antworten. Auch Simon, ein aufstrebender Anwalt der Kanzlei wird damit beauftragt, interne Ermittlungen vorzunehmen, um den Ruf der Kanzlei zu sichern. Bereits im Klappentext wird auf die Vergangenheit hingewiesen und wie sie die Gegenwart beeinflusst. Max A. Edelmann ist es gelungen, eine spannende Geschichte um die Frage zu spinnen, wie weit die Spuren aus der Vergangenheit unser heutiges Leben beeinflussen und wie unterschiedlich die Auswirkung auf unser Leben hat. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber trotzdem ein Denkanstoß. Wer neben der reinen Geschichte des Romans auch Interesse an Musik, Kunst und Märchen/Mythen hat, findet zudem viele Anregungen, sich damit zu beschäftigen. Mir hat dieser Aspekt sehr viel Spaß gemacht.
Der „unsichtbare Elefant“ steht für all das, was wir sehen und doch nicht wahrhaben wollen
Mit „Der unsichtbare Elefant“ hat Max Edelmann ein Werk geschaffen, das lange nachhallt. Leise, eindringlich und von einer fast schmerzhaften Wahrhaftigkeit. Dieses Buch ist keine laute Anklage und kein moralischer Zeigefinger. Es ist vielmehr ein stilles, literarisches Beben. Die kurzen Kapitel wirken wie Mosaiksteine. Einzelne Gedanken, Erinnerungen und Momentaufnahmen fügen sich allmählich zu einem Gesamtbild zusammen. Rückblicke in die Vergangenheit zeigen, wie prägende Erfahrungen, unausgesprochene Konflikte und alte Verletzungen das Selbstbild des Protagonisten formen. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr das Umfeld mit eigenen Deutungen, Unsicherheiten und blinden Flecken ringt. Der Suizid steht dabei nicht als isoliertes Ereignis im Mittelpunkt, sondern als tragischer Endpunkt eines langen, oft übersehenen Prozesses. Die Vergangenheit, familiäre Prägungen, alte Verletzungen und unausgesprochene Konflikte, ziehen sich wie ein feines, aber unentrinnbares Netz durch die Gegenwart der Figuren. Der Autor zeigt, wie sehr uns das formt, was wir erlebt haben und wie schwer es ist, sich davon zu lösen.
Krimi mit Denkanstoß
<Kostenloses Rezensionsexemplar> Ich durfte der „Der unsichtbare Elefant“ mit Begleitung durch Max A. Edelmann lesen. Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Thomas Siebenmorgen und wirft einige Fragen auf. Wollte er sterben? War es ein Unfall? Seine Kollegin Marìa und Viktor, der Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, suchen nach Antworten. Auch Simon, ein aufstrebender Anwalt der Kanzlei wird damit beauftragt, interne Ermittlungen vorzunehmen, um den Ruf der Kanzlei zu sichern. Bereits im Klappentext wird auf die Vergangenheit hingewiesen und wie sie die Gegenwart beeinflusst. Max A. Edelmann ist es gelungen, eine spannende Geschichte um die Frage zu spinnen, wie weit die Spuren aus der Vergangenheit unser heutiges Leben beeinflussen und wie unterschiedlich die Auswirkung auf unser Leben hat. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber trotzdem ein Denkanstoß. Wer neben der reinen Geschichte des Romans auch Interesse an Musik, Kunst und Märchen/Mythen hat, findet zudem viele Anregungen, sich damit zu beschäftigen. Mir hat dieser Aspekt sehr viel Spaß gemacht.









