Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
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Description
In dem kleinen spanischen Ort Porvenir zieht der Winter mit einer schlechten Nachricht ein: Das über hundert Jahre alte Postamt soll geschlossen werden. Eine Hiobsbotschaft für Sara, die rothaarige Postbotin und alleinerziehende Mutter, die nun nach Madrid versetzt werden soll. Und eine Katastrophe für die achtzigjährige Rosa, die in der sympathischen Frau und ihren drei kleinen Kindern eine Familie gefunden hat.
Doch dann hat die alte Dame eine Idee, die alles vielleicht noch retten könnte: Sie schreibt einen Brief, der ihr schon seit Jahrzehnten auf der Seele brennt, und eröffnet damit einen Reigen außergewöhnlicher Briefe, die alle auf dem Postamt von Porvenir landen.
An ihrem vierzigsten Geburtstag erhält die vollkommen überraschte Sara neununddreißig Briefe mit Zitaten aus den schönsten Liebesbriefen der Weltliteratur. Der vierzigste Brief aber ist von dem Mann, der sie heimlich liebt …
Book Information
Author Description
Ángeles Doñate, geboren 1971 in Barcelona, liebt Worte und alles, was damit zu tun hat. Seit ihrer Kindheit ist sie eine begeisterte Leserin und begann schon früh, Notizbücher mit ihren Ideen und Geschichten zu füllen. Sie arbeitete erfolgreich als Journalistin, bevor ihr Bestseller Der schönste Grund, Briefe zu schreiben um die Welt ging. Ángeles Doñate hat in Mexiko, Chile und den Vereinigten Staaten gelebt und viele Länder in Ost und West bereist. Geschichten, die man sich bei einer Tasse Tee erzählt, sind für sie die besten Inspirationsquellen.
Posts
„Der schönste Grund Briefe zu schreiben“ von Ángeles Doñate Darum geht es: Im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll die Postfiliale geschlossen werden. Der Postbotin Sara wird ein Job in der Stadt angeboten – fern von ihrer Heimat und den Menschen, die sie liebt. Das aber kann Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, keinesfalls zulassen: Briefe müssen her, also beginnt sie zu schreiben und bittet den Empfänger, dasselbe zu tun. Schon bald zieht sich eine Briefkette durch ganz Porvenir, enthüllt Schicksale und Leidenschaften – und füllt die Postfiliale. So erhält Sara zu ihrem 40. Geburtstag nicht nur per Post die Nachricht, dass sie ihre Stelle behalten darf, sondern auch einen ganz besonderen Brief von ihrem Jugendfreund Fernando. Das Postamt von Porvenir darf nicht geschlossen werden, also startet Rose eine Briefkette mit einfacher Bedingung: Man schreibt einen Brief an einen Empfänger, den man nicht persönlich kennt und der Brief darf auch aus nur einer Zeile bestehen – Hauptsache, die Kette durch fortgeführt. Die Kette kommt in Schwung, und plötzlich schreiben sich die Menschen was von der Seele, was sie schon lange bewegt. Wir, die Leser der Geschichte, erfahren so viel über die Personen, über ihr Innenleben, ihre Träume und auch über ihre Vergangenheit. Durch die Briefe wird die Geschichte vorangetragen, und auch eine gewisse Spannung erzeugt: wer macht alles mit, wie lange läuft der Kettenbrief noch? Können sie ihr Ziel erreichen und Sara und das Postamt retten? Ich fand es schön zu sehen, welche Kreise die Briefe ziehen und wie die Bewohner über sich damit unbewusst näherkommen. Sie fühlen sich wieder wahrgenommen, geliebt, gebraucht, wertgeschätzt; genau das braucht man einfach manchmal als Bestätigung. Aus Belanglosigkeiten entwickeln sich tiefe Freundschaften und sogar Liebe. Manchmal ist es einfacher, sich jemand Aussenstehendem, weiter Entfernten anzuvertrauen, auch weil der eine völlig andere Perspektive auf das Geschehen hat. Der schönste Grund, Briefe zu schreiben ist ein sehr ruhiges, fast schon intimes Buch. Die Handlung ist wie ein träger Sommertag entschleunigt und trotzdem verheißungsvoll. Eigentlich war ich auch recht angetan von der Geschichte und den Schreibstil, aber ich war vermutlich nicht in der richtigen Stimmung für dieses Buch oder der Stimmung, die mit der Geschichte einher ging. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, obwohl ich nur 3 von 5 Sterne geben. *Unbezahlte Reklame* wegen Markennennung und Verlinkung – das Buch habe ich selber gekauft | Cover- und Klappentextrechte lieben bei @knaurverlag
In diesem Buch geht es um den kleinen Ort Porvenir. Sara die örtliche Briefträgerin bekommt die Mitteilung das das Postamt geschlossen werden soll weil keine Briefe mehr verschickt werden. Sie selbst soll nach Madrid versetzt werden. Ihre Nachbarin Rosa verliert dadurch eine ihrer einzigen Freundinnen. Sie hat die Idee eine Briefkette zu starten um damit die Postfiliale zu retten. Der Sinn der Briefkette ist es das jeder der den Brief bekommt einen eigenen Brief an eine andere Person in Porvenir schickt. Dabei ist es egal ob der Brief lang oder kurz ist. Hauptsache ist das die Kette nicht abreißt. Natürlich bleibt die Briefkette und der Inhalt der Briefe geheim. Mir hat das Buch bzw. die Idee der Geschichte ganz gut gefallen. Auch die Liebesgeschichten die sich außerhalb der Hauptstory entwickelt haben haben mir gut gefallen. Die Umgebung, die Charaktere und wie sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verbunden haben mochte ich auch. Vor allem die Briefe waren zum Teil mit emotionalen Themen gestaltet. Jedoch ist der berühmte letzte Funke der mich komplett in die Geschichte gezogen hat nicht übergesprungen. Ich weiß selbst nicht genau was mir gefehlt hat um die Geschichte voll genießen zu können. Vielleicht lag es nicht mal an der Geschichte selbst. Ich bin trotzdem froh das ich sie gelesen habe. Jeder der lockerleichte Geschichten ohne viel Stress mag kann beruhigt zu diesem Buch greifen.
Meine Meinung Allgemein Der Anfang hat mich zunächst überrascht. Den ich hatte angenommen, dass das Buch nur aus wenigen Sichtweisen besteht. Doch da hatte ich mich getäuscht - zum Glück. Sara soll das Dorf verlassen. Es besteht die Überlegung, dass das Postamt in dem sie arbeitet geschlossen werden soll und sie muss mit der Versetzung leben. Doch das will sie gar nicht und ebenso ihre Freunde. Daraufhin beschließt ihre engste Freundin Rosa eine Briefkette zu starten und das alles beginnt tief in der Vergangenheit verborgen. Doch jeder Mensch besitzt diese Erinnerung aus der Vergangenheit, die ihn einfach nicht loslässt. Den Drang etwas zu verändern, den Drang sich zu öffnen, sich jemandem mitzuteilen. Und so kommt es, dass eine Menge an Briefen geschickt werden, um Sara zu retten. Hierbei wird jedem Briefeschreiber ein Kapitel gewidmet. Natürlich gibt es nicht nur ein Kapitel über eine Person. Nach dem ersten Viertel des Buches wiederholen sich die Sichtweisen und man merkt, wie die Briefe anfangen Wirkung zu zeigen. Wie sich die Menschen ändern, wie es ihnen leicht ums Herz wird, wie sie Leben und Hoffnung schöpfen. Schon am Anfang dachte ich mir "An der Autorin ist eine Dichterin verloren gegangen." Sie schreibt poetisch, tiefgründig und mitreißend. Jede Geschichte ihrer Charaktere sind einzigartig und nicht alle nett und fröhlich. Positiv aufgefallen ist mir, dass ich persönlich die Lebensart im Dorf und das Briefe schreiben als etwas altertümlich empfinde. Doch die Autorin wirft immer wieder Dinge ein, durch die man in die heutige Zeit zurückgeworfen wird und zurück zu dem Sinn des Buches gelangt: Zu vermitteln, dass auch heute nicht alles digital laufen muss. Das letzte Viertel des Buches hatte es dann nochmal richtig in sich. Angefangen hat es mit wunderschönen Zitaten und für jedes habe ich mir Zeit genommen, um darüber nachzudenken. Das Buch regt im Allgemein an, sich Zeit zu nehmen und das Leben in einem tieferen Sinn zu sehen. Weiter ging das Buch etwas trauriger. Durch das kleine Zitat am Kapitelanfang wusste man schon, was geschehen würde. Trotzdem hat mich der Teil tief mitgenommen und nicht selten hatte ich Wasser in den Augen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir, dass die Liebesgeschichte in diesem Buch sich nicht in den Vordergrund drängelt. Es geht oft um dieses Thema, doch kam mir dies eher nebensächlich vor. Trotzdem habe ich auch die Passagen gerne gelesen und genossen. Selten passiert es, dass es mir so schwer fällt mich von einem Buch zu verabschieden. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und am liebsten würde ich ein paar davon im richtigen Leben kennen. Das Ende war perfekt und vor allem: Der Abschlusssatz! Auch das passiert mir eher selten: Ich lesen den letzten Satz im Buch und denke, genau so hat es Enden müssen, jeder andere Satz wäre falsch. Zudem geht das letzte Kapitel noch einmal auf den Anfang ein und rundet das Buch somit wunderbar ab. Charaktere Durch die Briefkette gibt es eine Menge an Charaktere in diesem Buch und jeder hat seine eigenen Macken und Charakterzüge. Seine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und doch verbindet sie alle dieselbe Sache: Wünsche. Selbst Charaktere, die ich nicht auf Anhieb mochte, wuchsen mir im Laufe des Buches ans Herz, den man lernt ihre Gründe kennen. Gründe, die sie zu dem machten, was sie heute sind. Ihre Gedankenwelt. Am liebsten jedoch mochte ich Álex. Einfach, weil er den meisten Tiefgang hatte und ich ihn am Besten verstanden habe. Er träumt groß und lebt klein. Weiß die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und behandelt die Menschen in seinem Leben so, wie er es auch selbst gewollt hätte. Schreibstil & Sichtweise Der Schreibstil ist poetisch, tiefgründig und mitreißend. Die Autorin schafft es, jedem Charakter eine Persönlichkeit zu verleihen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man jedes Schicksal weiter verfolgen möchte. Geschrieben wurde aus der Sicht von mehreren Leuten, die an der Briefkette beteiligt waren, in der dritten Person. Insgesamt umfasst das Buch sieben Sichtweisen. Cover & Titel Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt, durch die Radfahrerin, etwas dörflich, doch Porvenir ist ja auch ein Dorf. Der verlorene Brief zeigt das Thema des Buches und lässt darauf schließen, dass die Person auf dem Fahrrad ein Briefträger ist. Auch das ist sehr stimmig. Die Farben harmonisieren gut. Der Titel regt ebenfalls zum Nachdenken an. Den direkt wird der schönste Grund nicht genannt, denn jeder hat seinen eigenen schönsten Grund. Im Allgemein würde ich sagen "sich mitzuteilen." Besonderheit Am Anfang eines jeden Kapitels steht ein Zitat, welches sich auf den Kapitelinhalt bezieht. Zitat " > Einen Brief zu schreiben ist ein guter Weg, um irgendwohin zu reisen, ohne etwas zu bewegen außer dem Herzen.< " - Seite 263 Fazit Ein tief berührendes Buch, welches mich ständig zu Pausen anregen konnte, in denen ich über das gelesen nachdachte. Die Charaktere sind wahre Persönlichkeiten, die einem schnell ans Herz wachsen und das Ende war für mich regelrecht perfekt.
Oh, was für ein schönes Buch! Das war mal wieder eine Entdeckung über Tinettes Fünf am Freitag, zum Thema "Neuanfang". Die Geschichte hat mich richtig "eingesogen": Die Figuren sind sehr sympathisch, die Liebesgeschichten glaubhaft, die Idee mit der Briefkette originell. Da bekomme ich richtig Lust, auch mal wieder einen Brief so richtig mit der Hand zu schreiben! Ich hatte als Teenager, so von 13 bis 23, eine Brieffreundin (Hallo Karin!), mit der ich mir regelmässig so 2-3x pro Monat recht lange Briefe geschrieben habe. Irgendwie ist das dann eingeschlafen, und ich schreibe jetzt maximal noch Weihnachtskarten respektive so eine Art "Jahresrückblick". Ich glaube, die Sache mit dem Briefeschreiben behalte ich mal im Kopf. Aber zurück zum Buch: Wirf unbedingt mal einen Blick hinein!
Mir wurde das Buch von einer Kollegin empfohlen und ich dachte „warum nicht?“. Als es dann auf meiner Leseliste an oberster Stelle stand, hatte ich eigentlich gar keine Lust drauf, viel lieber wollte ich was spannenderes lesen. Weil ich dem Buch wenigstens eine Chance geben wollte, dachte ich mir, ich lese wenigstens die ersten 3-4 Seiten, werde dann feststellen wie langweilig es ist und kann es einfach ungelesen zurückgeben. Aus den 3-4 Seiten waren dann plötzlich 20 geworden und ich wollte es weiter und zu Ende lesen. Eine wunderschöne Geschichte, die sich in einem kleinen spanischen Dorf ereignet, in der die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen verknüpft werden, wo sich ohne die Liebe einer 80 jährigen Dame zu einer 40 jährigen Frau, die für sie wie eine Tochter ist, manche Menschen niemals kennengelernt hätten und Freundschaften geknüpft hätten. Über Träume, die Vergangenheit und viel Poesie. Ich bin allerdings kein großer Fan von Gedichten oder schnulzigen Liedern, die Texte habe ich immer überflogen, deswegen 1 Punkt Abzug. Trotzdem ist es ein wunderschönes Buch, das ich sehr mochte, genauso wie die Charaktere, die durch ihre Briefe Tiefe gewonnen haben.
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In dem kleinen spanischen Ort Porvenir zieht der Winter mit einer schlechten Nachricht ein: Das über hundert Jahre alte Postamt soll geschlossen werden. Eine Hiobsbotschaft für Sara, die rothaarige Postbotin und alleinerziehende Mutter, die nun nach Madrid versetzt werden soll. Und eine Katastrophe für die achtzigjährige Rosa, die in der sympathischen Frau und ihren drei kleinen Kindern eine Familie gefunden hat.
Doch dann hat die alte Dame eine Idee, die alles vielleicht noch retten könnte: Sie schreibt einen Brief, der ihr schon seit Jahrzehnten auf der Seele brennt, und eröffnet damit einen Reigen außergewöhnlicher Briefe, die alle auf dem Postamt von Porvenir landen.
An ihrem vierzigsten Geburtstag erhält die vollkommen überraschte Sara neununddreißig Briefe mit Zitaten aus den schönsten Liebesbriefen der Weltliteratur. Der vierzigste Brief aber ist von dem Mann, der sie heimlich liebt …
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Ángeles Doñate, geboren 1971 in Barcelona, liebt Worte und alles, was damit zu tun hat. Seit ihrer Kindheit ist sie eine begeisterte Leserin und begann schon früh, Notizbücher mit ihren Ideen und Geschichten zu füllen. Sie arbeitete erfolgreich als Journalistin, bevor ihr Bestseller Der schönste Grund, Briefe zu schreiben um die Welt ging. Ángeles Doñate hat in Mexiko, Chile und den Vereinigten Staaten gelebt und viele Länder in Ost und West bereist. Geschichten, die man sich bei einer Tasse Tee erzählt, sind für sie die besten Inspirationsquellen.
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„Der schönste Grund Briefe zu schreiben“ von Ángeles Doñate Darum geht es: Im kleinen spanischen Dorf Porvenir soll die Postfiliale geschlossen werden. Der Postbotin Sara wird ein Job in der Stadt angeboten – fern von ihrer Heimat und den Menschen, die sie liebt. Das aber kann Saras Nachbarin, die 80-jährige Rosa, keinesfalls zulassen: Briefe müssen her, also beginnt sie zu schreiben und bittet den Empfänger, dasselbe zu tun. Schon bald zieht sich eine Briefkette durch ganz Porvenir, enthüllt Schicksale und Leidenschaften – und füllt die Postfiliale. So erhält Sara zu ihrem 40. Geburtstag nicht nur per Post die Nachricht, dass sie ihre Stelle behalten darf, sondern auch einen ganz besonderen Brief von ihrem Jugendfreund Fernando. Das Postamt von Porvenir darf nicht geschlossen werden, also startet Rose eine Briefkette mit einfacher Bedingung: Man schreibt einen Brief an einen Empfänger, den man nicht persönlich kennt und der Brief darf auch aus nur einer Zeile bestehen – Hauptsache, die Kette durch fortgeführt. Die Kette kommt in Schwung, und plötzlich schreiben sich die Menschen was von der Seele, was sie schon lange bewegt. Wir, die Leser der Geschichte, erfahren so viel über die Personen, über ihr Innenleben, ihre Träume und auch über ihre Vergangenheit. Durch die Briefe wird die Geschichte vorangetragen, und auch eine gewisse Spannung erzeugt: wer macht alles mit, wie lange läuft der Kettenbrief noch? Können sie ihr Ziel erreichen und Sara und das Postamt retten? Ich fand es schön zu sehen, welche Kreise die Briefe ziehen und wie die Bewohner über sich damit unbewusst näherkommen. Sie fühlen sich wieder wahrgenommen, geliebt, gebraucht, wertgeschätzt; genau das braucht man einfach manchmal als Bestätigung. Aus Belanglosigkeiten entwickeln sich tiefe Freundschaften und sogar Liebe. Manchmal ist es einfacher, sich jemand Aussenstehendem, weiter Entfernten anzuvertrauen, auch weil der eine völlig andere Perspektive auf das Geschehen hat. Der schönste Grund, Briefe zu schreiben ist ein sehr ruhiges, fast schon intimes Buch. Die Handlung ist wie ein träger Sommertag entschleunigt und trotzdem verheißungsvoll. Eigentlich war ich auch recht angetan von der Geschichte und den Schreibstil, aber ich war vermutlich nicht in der richtigen Stimmung für dieses Buch oder der Stimmung, die mit der Geschichte einher ging. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, obwohl ich nur 3 von 5 Sterne geben. *Unbezahlte Reklame* wegen Markennennung und Verlinkung – das Buch habe ich selber gekauft | Cover- und Klappentextrechte lieben bei @knaurverlag
In diesem Buch geht es um den kleinen Ort Porvenir. Sara die örtliche Briefträgerin bekommt die Mitteilung das das Postamt geschlossen werden soll weil keine Briefe mehr verschickt werden. Sie selbst soll nach Madrid versetzt werden. Ihre Nachbarin Rosa verliert dadurch eine ihrer einzigen Freundinnen. Sie hat die Idee eine Briefkette zu starten um damit die Postfiliale zu retten. Der Sinn der Briefkette ist es das jeder der den Brief bekommt einen eigenen Brief an eine andere Person in Porvenir schickt. Dabei ist es egal ob der Brief lang oder kurz ist. Hauptsache ist das die Kette nicht abreißt. Natürlich bleibt die Briefkette und der Inhalt der Briefe geheim. Mir hat das Buch bzw. die Idee der Geschichte ganz gut gefallen. Auch die Liebesgeschichten die sich außerhalb der Hauptstory entwickelt haben haben mir gut gefallen. Die Umgebung, die Charaktere und wie sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verbunden haben mochte ich auch. Vor allem die Briefe waren zum Teil mit emotionalen Themen gestaltet. Jedoch ist der berühmte letzte Funke der mich komplett in die Geschichte gezogen hat nicht übergesprungen. Ich weiß selbst nicht genau was mir gefehlt hat um die Geschichte voll genießen zu können. Vielleicht lag es nicht mal an der Geschichte selbst. Ich bin trotzdem froh das ich sie gelesen habe. Jeder der lockerleichte Geschichten ohne viel Stress mag kann beruhigt zu diesem Buch greifen.
Meine Meinung Allgemein Der Anfang hat mich zunächst überrascht. Den ich hatte angenommen, dass das Buch nur aus wenigen Sichtweisen besteht. Doch da hatte ich mich getäuscht - zum Glück. Sara soll das Dorf verlassen. Es besteht die Überlegung, dass das Postamt in dem sie arbeitet geschlossen werden soll und sie muss mit der Versetzung leben. Doch das will sie gar nicht und ebenso ihre Freunde. Daraufhin beschließt ihre engste Freundin Rosa eine Briefkette zu starten und das alles beginnt tief in der Vergangenheit verborgen. Doch jeder Mensch besitzt diese Erinnerung aus der Vergangenheit, die ihn einfach nicht loslässt. Den Drang etwas zu verändern, den Drang sich zu öffnen, sich jemandem mitzuteilen. Und so kommt es, dass eine Menge an Briefen geschickt werden, um Sara zu retten. Hierbei wird jedem Briefeschreiber ein Kapitel gewidmet. Natürlich gibt es nicht nur ein Kapitel über eine Person. Nach dem ersten Viertel des Buches wiederholen sich die Sichtweisen und man merkt, wie die Briefe anfangen Wirkung zu zeigen. Wie sich die Menschen ändern, wie es ihnen leicht ums Herz wird, wie sie Leben und Hoffnung schöpfen. Schon am Anfang dachte ich mir "An der Autorin ist eine Dichterin verloren gegangen." Sie schreibt poetisch, tiefgründig und mitreißend. Jede Geschichte ihrer Charaktere sind einzigartig und nicht alle nett und fröhlich. Positiv aufgefallen ist mir, dass ich persönlich die Lebensart im Dorf und das Briefe schreiben als etwas altertümlich empfinde. Doch die Autorin wirft immer wieder Dinge ein, durch die man in die heutige Zeit zurückgeworfen wird und zurück zu dem Sinn des Buches gelangt: Zu vermitteln, dass auch heute nicht alles digital laufen muss. Das letzte Viertel des Buches hatte es dann nochmal richtig in sich. Angefangen hat es mit wunderschönen Zitaten und für jedes habe ich mir Zeit genommen, um darüber nachzudenken. Das Buch regt im Allgemein an, sich Zeit zu nehmen und das Leben in einem tieferen Sinn zu sehen. Weiter ging das Buch etwas trauriger. Durch das kleine Zitat am Kapitelanfang wusste man schon, was geschehen würde. Trotzdem hat mich der Teil tief mitgenommen und nicht selten hatte ich Wasser in den Augen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir, dass die Liebesgeschichte in diesem Buch sich nicht in den Vordergrund drängelt. Es geht oft um dieses Thema, doch kam mir dies eher nebensächlich vor. Trotzdem habe ich auch die Passagen gerne gelesen und genossen. Selten passiert es, dass es mir so schwer fällt mich von einem Buch zu verabschieden. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und am liebsten würde ich ein paar davon im richtigen Leben kennen. Das Ende war perfekt und vor allem: Der Abschlusssatz! Auch das passiert mir eher selten: Ich lesen den letzten Satz im Buch und denke, genau so hat es Enden müssen, jeder andere Satz wäre falsch. Zudem geht das letzte Kapitel noch einmal auf den Anfang ein und rundet das Buch somit wunderbar ab. Charaktere Durch die Briefkette gibt es eine Menge an Charaktere in diesem Buch und jeder hat seine eigenen Macken und Charakterzüge. Seine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und doch verbindet sie alle dieselbe Sache: Wünsche. Selbst Charaktere, die ich nicht auf Anhieb mochte, wuchsen mir im Laufe des Buches ans Herz, den man lernt ihre Gründe kennen. Gründe, die sie zu dem machten, was sie heute sind. Ihre Gedankenwelt. Am liebsten jedoch mochte ich Álex. Einfach, weil er den meisten Tiefgang hatte und ich ihn am Besten verstanden habe. Er träumt groß und lebt klein. Weiß die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und behandelt die Menschen in seinem Leben so, wie er es auch selbst gewollt hätte. Schreibstil & Sichtweise Der Schreibstil ist poetisch, tiefgründig und mitreißend. Die Autorin schafft es, jedem Charakter eine Persönlichkeit zu verleihen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man jedes Schicksal weiter verfolgen möchte. Geschrieben wurde aus der Sicht von mehreren Leuten, die an der Briefkette beteiligt waren, in der dritten Person. Insgesamt umfasst das Buch sieben Sichtweisen. Cover & Titel Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt, durch die Radfahrerin, etwas dörflich, doch Porvenir ist ja auch ein Dorf. Der verlorene Brief zeigt das Thema des Buches und lässt darauf schließen, dass die Person auf dem Fahrrad ein Briefträger ist. Auch das ist sehr stimmig. Die Farben harmonisieren gut. Der Titel regt ebenfalls zum Nachdenken an. Den direkt wird der schönste Grund nicht genannt, denn jeder hat seinen eigenen schönsten Grund. Im Allgemein würde ich sagen "sich mitzuteilen." Besonderheit Am Anfang eines jeden Kapitels steht ein Zitat, welches sich auf den Kapitelinhalt bezieht. Zitat " > Einen Brief zu schreiben ist ein guter Weg, um irgendwohin zu reisen, ohne etwas zu bewegen außer dem Herzen.< " - Seite 263 Fazit Ein tief berührendes Buch, welches mich ständig zu Pausen anregen konnte, in denen ich über das gelesen nachdachte. Die Charaktere sind wahre Persönlichkeiten, die einem schnell ans Herz wachsen und das Ende war für mich regelrecht perfekt.
Oh, was für ein schönes Buch! Das war mal wieder eine Entdeckung über Tinettes Fünf am Freitag, zum Thema "Neuanfang". Die Geschichte hat mich richtig "eingesogen": Die Figuren sind sehr sympathisch, die Liebesgeschichten glaubhaft, die Idee mit der Briefkette originell. Da bekomme ich richtig Lust, auch mal wieder einen Brief so richtig mit der Hand zu schreiben! Ich hatte als Teenager, so von 13 bis 23, eine Brieffreundin (Hallo Karin!), mit der ich mir regelmässig so 2-3x pro Monat recht lange Briefe geschrieben habe. Irgendwie ist das dann eingeschlafen, und ich schreibe jetzt maximal noch Weihnachtskarten respektive so eine Art "Jahresrückblick". Ich glaube, die Sache mit dem Briefeschreiben behalte ich mal im Kopf. Aber zurück zum Buch: Wirf unbedingt mal einen Blick hinein!
Mir wurde das Buch von einer Kollegin empfohlen und ich dachte „warum nicht?“. Als es dann auf meiner Leseliste an oberster Stelle stand, hatte ich eigentlich gar keine Lust drauf, viel lieber wollte ich was spannenderes lesen. Weil ich dem Buch wenigstens eine Chance geben wollte, dachte ich mir, ich lese wenigstens die ersten 3-4 Seiten, werde dann feststellen wie langweilig es ist und kann es einfach ungelesen zurückgeben. Aus den 3-4 Seiten waren dann plötzlich 20 geworden und ich wollte es weiter und zu Ende lesen. Eine wunderschöne Geschichte, die sich in einem kleinen spanischen Dorf ereignet, in der die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen verknüpft werden, wo sich ohne die Liebe einer 80 jährigen Dame zu einer 40 jährigen Frau, die für sie wie eine Tochter ist, manche Menschen niemals kennengelernt hätten und Freundschaften geknüpft hätten. Über Träume, die Vergangenheit und viel Poesie. Ich bin allerdings kein großer Fan von Gedichten oder schnulzigen Liedern, die Texte habe ich immer überflogen, deswegen 1 Punkt Abzug. Trotzdem ist es ein wunderschönes Buch, das ich sehr mochte, genauso wie die Charaktere, die durch ihre Briefe Tiefe gewonnen haben.









