Der Schattenbringer
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Description
Book Information
Posts
Nein das war eine echte Enttäuschung
Das Buch weckte durch den Klappentext meine Neugier, besonders da ich in den Herbst- und Wintermonaten gerne Thriller lese. Der Einstieg war vielversprechend und die ersten Seiten konnten mich fesseln. Für mich war dies jedoch das erste Werk des Autors, und da es sich um Band 20 einer Reihe handelt, fiel es mir schwer, die komplexen Beziehungen zwischen den Ermittlern vollständig zu erfassen. Leider bot das Buch selbst keine Erklärung oder Rückblenden, weshalb es wohl sinnvoller gewesen wäre, die Reihenfolge einzuhalten. Die Geschichte dreht sich um ein Ermittlerteam, das brutale Gewaltverbrechen, speziell Morde in der Influencer-Szene, aufklärt. Was viel Potenzial für Spannung versprach, entwickelte sich für mich zur Enttäuschung. Besonders negativ aufgefallen ist mir die Sprache des Buches: Häufige und ermüdende Wiederholungen wie „…sagte Sommer, …sagte Decker“ störten den Lesefluss massiv. Während solche Phrasen in Maßen durchaus Sinn ergeben, war die übermäßige Wiederholung schlicht nervenaufreibend. Auch die Ermittlungsarbeit im Roman enttäuschte mich. Die Charaktere schienen planlos durch die Handlung zu hetzen, mit unzähligen Fehlinterpretationen, Ermittlungsfehlern und unglaubwürdigen Szenen. Beispiele hierfür sind das unprofessionelle Ausplaudern von ermittlungssensiblen Informationen, das zu klischeehaften Reaktionen führte, sowie das übermäßige Aufgreifen von Stereotypen: etwa der afrikanischen Reinigungskraft mit Niedriglohn oder der sizilianischen Freundin mit Mafia-Verbindungen. Auch der Täter erfüllte alle vorhersehbaren Klischees. Besonders problematisch empfand ich die Dialoge. Der Versuch, den Sprachstil junger Mode- und Fitness-Influencer authentisch darzustellen, scheiterte kläglich. Aussagen wie „Was für ein Glück, ich habe mich mit dir zu vereinigen“ wirken unzeitgemäß und künstlich. Gleichzeitig werden Polizisten flächendeckend als „Bullen“ bezeichnet, was deplatziert wirkte. Der Versuch, die Sprache hochtrabend wirken zu lassen, führt zu unpassenden Kontrasten, beispielsweise bei einem kaum deutsch sprechenden afrikanischen Reinigungskraft-Charakter. Insgesamt war das Buch für mich eine Enttäuschung. Die Handlung war klischeebehaftet, die Ermittlungsarbeit unprofessionell und die Dialoge wenig überzeugend. Für mich verdient das Buch daher maximal zwei Sterne.
Das Buch „Der Schattenbringer“ ist ein weiterer Teil von Marcus Hünnebecks „Drosten & Sommer“ - Reihe und verspricht wieder ordentlich Spannung. Dieses Mal führt es die KEG Ermittler nach Hamburg und an den Bodensee, um Morde an Influencerinnen aufzuklären. Der Schreibstil des Autors ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Der Einstieg in die Story fiel mir sehr leicht, dafür sorgte die spannungsgeladene Atmosphäre und eine Handlung ohne unnötige Längen. Marcus Hünnebeck versteht es sehr Spannung durch kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und ein hohes Erzähltempo aufzubauen. Kaum hat man ein Kapitel beendet, möchte man sofort wissen, wie es weitergeht und das Buch liest sich fast schon von allein. Die Charaktere wurden vom Autor gut beschrieben. Vor allem das Ermittlerteam rund um Robert Drosten, Lukas Sommer und Vera Kraft hat mir sehr gefallen. In ihrer Handlung wirkten sie glaubwürdig und sympathisch und das Zusammenspiel innerhalb des Teams mochte ich sehr. Untereinander herrscht ein starkes gegenseitiges Vertrauen, was sie auch zu dem tollen und erfolgreichen Team macht. Auch wenn es die ein oder andere Unstimmigkeit mit anderen Polizeibehörden gab, so waren die Handlungen und Ermittlungen sehr professionell. Ob es den dreien aber gelingt den Täter zu überführen, bevor er das nächste Mal zuschlägt, das müsst ihr selbst lesen. Mir hat „Der Schattenbringer“ gut gefallen. Das Buch ist ein spannender und temporeicher Thriller mit einem sympathischen Ermittlerteam, einzig die Auflösung des Täters war für mich zu vorhersehbar, hier hätte ich mir noch eine überraschende Wendung erhofft. Für mich überwiegen aber klar die positiven Aspekte, daher vergebe ich insgesamt vier Sterne und kann diesen Thriller nur sehr empfehlen.
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Nein das war eine echte Enttäuschung
Das Buch weckte durch den Klappentext meine Neugier, besonders da ich in den Herbst- und Wintermonaten gerne Thriller lese. Der Einstieg war vielversprechend und die ersten Seiten konnten mich fesseln. Für mich war dies jedoch das erste Werk des Autors, und da es sich um Band 20 einer Reihe handelt, fiel es mir schwer, die komplexen Beziehungen zwischen den Ermittlern vollständig zu erfassen. Leider bot das Buch selbst keine Erklärung oder Rückblenden, weshalb es wohl sinnvoller gewesen wäre, die Reihenfolge einzuhalten. Die Geschichte dreht sich um ein Ermittlerteam, das brutale Gewaltverbrechen, speziell Morde in der Influencer-Szene, aufklärt. Was viel Potenzial für Spannung versprach, entwickelte sich für mich zur Enttäuschung. Besonders negativ aufgefallen ist mir die Sprache des Buches: Häufige und ermüdende Wiederholungen wie „…sagte Sommer, …sagte Decker“ störten den Lesefluss massiv. Während solche Phrasen in Maßen durchaus Sinn ergeben, war die übermäßige Wiederholung schlicht nervenaufreibend. Auch die Ermittlungsarbeit im Roman enttäuschte mich. Die Charaktere schienen planlos durch die Handlung zu hetzen, mit unzähligen Fehlinterpretationen, Ermittlungsfehlern und unglaubwürdigen Szenen. Beispiele hierfür sind das unprofessionelle Ausplaudern von ermittlungssensiblen Informationen, das zu klischeehaften Reaktionen führte, sowie das übermäßige Aufgreifen von Stereotypen: etwa der afrikanischen Reinigungskraft mit Niedriglohn oder der sizilianischen Freundin mit Mafia-Verbindungen. Auch der Täter erfüllte alle vorhersehbaren Klischees. Besonders problematisch empfand ich die Dialoge. Der Versuch, den Sprachstil junger Mode- und Fitness-Influencer authentisch darzustellen, scheiterte kläglich. Aussagen wie „Was für ein Glück, ich habe mich mit dir zu vereinigen“ wirken unzeitgemäß und künstlich. Gleichzeitig werden Polizisten flächendeckend als „Bullen“ bezeichnet, was deplatziert wirkte. Der Versuch, die Sprache hochtrabend wirken zu lassen, führt zu unpassenden Kontrasten, beispielsweise bei einem kaum deutsch sprechenden afrikanischen Reinigungskraft-Charakter. Insgesamt war das Buch für mich eine Enttäuschung. Die Handlung war klischeebehaftet, die Ermittlungsarbeit unprofessionell und die Dialoge wenig überzeugend. Für mich verdient das Buch daher maximal zwei Sterne.
Das Buch „Der Schattenbringer“ ist ein weiterer Teil von Marcus Hünnebecks „Drosten & Sommer“ - Reihe und verspricht wieder ordentlich Spannung. Dieses Mal führt es die KEG Ermittler nach Hamburg und an den Bodensee, um Morde an Influencerinnen aufzuklären. Der Schreibstil des Autors ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Der Einstieg in die Story fiel mir sehr leicht, dafür sorgte die spannungsgeladene Atmosphäre und eine Handlung ohne unnötige Längen. Marcus Hünnebeck versteht es sehr Spannung durch kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und ein hohes Erzähltempo aufzubauen. Kaum hat man ein Kapitel beendet, möchte man sofort wissen, wie es weitergeht und das Buch liest sich fast schon von allein. Die Charaktere wurden vom Autor gut beschrieben. Vor allem das Ermittlerteam rund um Robert Drosten, Lukas Sommer und Vera Kraft hat mir sehr gefallen. In ihrer Handlung wirkten sie glaubwürdig und sympathisch und das Zusammenspiel innerhalb des Teams mochte ich sehr. Untereinander herrscht ein starkes gegenseitiges Vertrauen, was sie auch zu dem tollen und erfolgreichen Team macht. Auch wenn es die ein oder andere Unstimmigkeit mit anderen Polizeibehörden gab, so waren die Handlungen und Ermittlungen sehr professionell. Ob es den dreien aber gelingt den Täter zu überführen, bevor er das nächste Mal zuschlägt, das müsst ihr selbst lesen. Mir hat „Der Schattenbringer“ gut gefallen. Das Buch ist ein spannender und temporeicher Thriller mit einem sympathischen Ermittlerteam, einzig die Auflösung des Täters war für mich zu vorhersehbar, hier hätte ich mir noch eine überraschende Wendung erhofft. Für mich überwiegen aber klar die positiven Aspekte, daher vergebe ich insgesamt vier Sterne und kann diesen Thriller nur sehr empfehlen.





