Der Retter der Mütter

Der Retter der Mütter

Hardback
3.69

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Description

Ignaz Semmelweis revolutionierte die Medizin. Der junge ungarische Arzt entdeckte im 19. Jahrhundert die Grundlagen der Hygiene, womit er unzähligen Frauen in den Geburtskliniken das Leben rettete. Péter Gárdos wollte einen Film über diesen faszinierenden Mann drehen, doch dieses Unterfangen wurde ihm in seiner Heimat Ungarn untersagt. So schrieb Gárdos diesen Roman, der erstmals die faszinierende Lebensgeschichte eines genialen Mannes erzählt, der zahllosen Müttern das Leben rettete und dabei selbst wie ein Teufel bekämpft wurde. Ein einzigartiges, mitreißendes und bewegendes Buch, das eine ebenso unglaubliche wie wahre Geschichte erzählt.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
352
Price
26.80 €

Author Description

Péter Gárdos, 1948 in Budapest geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Film- und Theaterregisseur. Fieber am Morgen war sein erster Roman, den er selbst verfilmt hat. Der Roman war ein weltweiter Erfolg und erschien in neunundzwanzig Ländern. Der Retter der Mütter ist sein zweiter Roman und hat in Ungarn kontroverse Diskussionen über die historische Person Ignaz Semmelweis ausgelöst.

Posts

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All
5

Tolle Biografie über einen Pionier

"Der Retter der Mütter" von Péter Gárdos hat mich als medizinisch sehr interessierten Mensch fasziniert und entsetzt zugleich! Nicht wegen Semmelweiß, sondern wegen des Umgangs mit ihm. Gárdos beschreibt in seinem Roman sehr eindringlich das Leben von Ignaz Semmelweiß, einem Arzt, der erst posthum von Robert Koch Anerkennung gefunden hat. Ignaz Semmelweiß (1818-1865) hat die Medizin revolutioiniert, sehr zum Missfallen seiner ärztlichen Kollegen. So hat er den Zusammenhang zwischen unhygienischem Umgang besonders mit werdenden und frisch gebackenen Müttern erkannt, ohne jemals etwas von Bakterien gehört zu haben. Er stellt den Zusammenhang her zwischen dem Kindbettfieber, seiner extrem hohen Mortalität in Krankenhäusern und den obduzierenden Ärzten, die sich anschließend direkt aus dem Sektionssaal an die Untersuchung der Mütter machten. Während die ihn verteufelnden Ärzte die Entzündungen als kosmisch und zusammenhängend mit der Wetterlage (!) in Verbindung brachten, blieb Semmelweiß hartnäckig und ließ das Krankenhauspersonal die Hände mit Chlorkalk waschen. Mit Erfolg! Er erntet dafür noch mehr Feindschaft... Diese Roman schildert auf leicht verständliche Weise die großartige Leistung von Semmelweiß, sein Leben bis zu seinem Tod. Die Sprache ist der damaligen Zeit angepasst, so mietet man sich z.B. keine Droschke, sondern eine Komfortable. Gárdos transportiert die Gefühle der im Roman vorkommenden Personen hautnah, die Lesenden sind sofort "mittendrin". Dass Semmelweiß Depressionen bekommen hat, wundert nicht! Den Begriff gab es damals noch nicht, es wurden alle Patienten als Irre bezeichnet. Der Roman hat mich berührt, zumal Semmelweiß kein Einzelfall ist. Pioniere in damaligen Zeiten wurden von den Kollegen angefeindet und wenn möglich ruiniert. Vielen Dank Peter Gárdos für diese Biografie eines herausragenden Mediziners! 5sehr gute Sterne und eine absolute Leseempfehlung für ein Buch das zeigt, wie wichtig Hygiene ist. Nicht nur zu Coronazeiten!

3

Es war jetzt nicht so mein Buch. Was semmelweiss getan hat war Welt bebrechend. Aber die ganze Geschichte rings rum war wirrdend geschrieben. Die einzelnen Szenen waren schlecht getrennt im Kapitel. Oft musste ich zurück und lesen wer jetzt wirklich gemeint war. War nicht so mein Buch.

4

Der Mann, der Leben rettete – und daran zerbrach

Zwischen kalten Klinikfluren, verzweifelten Blicken und diesem einen unbequemen Gedanken – dass Händewaschen Leben retten könnte – entfaltet sich hier eine Geschichte, die gleichzeitig wütend macht und tief berührt. Péter Gárdos erzählt nicht trocken von Medizin und Vergangenheit, sondern zieht einen mitten hinein in den Kampf eines Mannes, der recht hatte, lange bevor andere bereit waren zuzuhören. Ignaz Semmelweis wirkt dabei nicht wie ein fernes Denkmal aus dem Geschichtsbuch, sondern wie ein Mensch aus Fleisch, Zweifel und Trotz. Einer, der gegen Ignoranz anrennt, gegen Eitelkeit, gegen ein System, das lieber sterben lässt, als Fehler zuzugeben. Beim Lesen schleicht sich immer wieder dieser Gedanke ein: Wie viele Wahrheiten werden wohl heute noch belächelt, nur weil sie unbequem sind? Der Roman liest sich überraschend intensiv, fast wie ein stiller Thriller ohne Blut, aber mit umso größerer emotionaler Wucht. Sprachlich klar, dabei warm und voller Mitgefühl – und genau deshalb trifft er so stark. Manche Szenen bleiben hängen wie ein leiser Nachhall im Kopf, lange nachdem das Buch zugeklappt ist. Ganz perfekt fühlt es sich nicht an, weil stellenweise etwas Distanz entsteht und man sich noch tieferes Eintauchen wünschen würde. Trotzdem bleibt am Ende vor allem Bewunderung. Für Semmelweis. Für seinen Mut. Und für diese Erinnerung daran, dass Fortschritt oft einen verdammt hohen Preis hat.

Der Mann, der Leben rettete – und daran zerbrach
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