Der Musterknabe
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Description
Book Information
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Ich sehe „Der Musterknabe“ als einen wirklich starken Psychothriller, der mich vor allem durch seine vielschichtigen Charaktere und das völlig unvorhersehbare Ende beeindruckt hat. Zwar zieht sich die Geschichte an einigen Stellen etwas, weil der Autor sehr weit ins Detail geht, aber sobald ich erst einmal richtig verstanden hatte, wer welche Rolle einnimmt, ließ sich das Buch flüssig und spannend weglesen. Für mich ist dieser Roman eine klare Empfehlung für jeden, der auf psychologischen Tiefgang und eine bedrückende Atmosphäre steht.
Bedrückendes Psychodrama Unterschwellige Spannung in einem leisen Drama Patrick Redmond liefert in „Der Musterknabe“ ein psychologisches Drama in fünf Akten und einem Prolog, der mit der unehelichen Geburt des Jungen Ronald „Ronnie“ beginnt. In den ersten vier Kapiteln werden dann abwechselnd die Kindheit von Ronnie und dem Mädchen Susie beschrieben. Beide haben sehr liebevolle Eltern und könnten eine gute Kindheit haben. Doch die ersten vier Kapitel führen dann erbarmungslos vor, wie verschiedene Schicksalsschläge die Psyche der beiden Kindervergiften und zerstören. Als beide sich schließlich kennenlernen und ineinander verlieben, nimmt die Tragödie ihren Lauf. Patrick Redmond beschreibt in einen einfachen Stil verschiedene Szenen im Leben der beiden Kinder. Ohne große Effekte, quasi zwischen den Zeilen lässt er beim Leser ein beklemmendes Gefühl aufkommen, was hinter der Maske der beiden Kinder vorgeht. Die Lebenswege von Susie und Ronnie beginnen dabei sich langsam zu verweben. Die Charaktere und ihre Motive zu handeln bleiben dabei nachvollziehbar, auch wenn sie teilweise schmerzhaft sind. Dies gelingt nicht nur bei den Hauptcharakteren, sondern auch die Nebencharaktere, die für die Entwicklung wichtig sind, sind treffend gezeichnet. Definitiv ärgerlich ist die Vermarktung des Buches durch den Verlag: Die im Klappentext beschriebene dramatische Beziehung zwischen Ronnie und Susie findet erst im letzten Drittel statt, auch handelt es sich um keinen rasanten Thriller Marke Fitzek, Chris Carter oder Andreas Gruber, sondern der Schwerpunkt liegt klar auf dem psychologischen Drama. Warum der Verlag, dies nach über 10 Jahren immer noch nicht ändert, erschließt sich mir nicht, da es genügend Leser gibt, die den Roman so als Mogelpackung empfinden. Schade, denn so entgeht einem ein raffiniertes Psychodrama
eine Geschichte die Zeit braucht, interessante psychologische Aspekte
Da ich vom ersten Buch dieses Autors begeistert war, habe ich mich nun auch an einem seiner anderen Werke versucht. Bei diesem bin ich allerdings ziemlich zwiegespalten, einerseits war die Geschichte an vielen Stellen recht interessant, an anderen wiederum relativ langwierig gestaltet. Die psychologische Manipulation wurde gut in der gesamten Story verpackt, ebenso wie das falsche Moralempfinden verschiedener Charaktere. Es ist faszinierend zu sehen, wieso manche Menschen so sind sie sind und wie sich dieses Gesamtbild entwickelt hat. Trotzdem konnte der Spannungsbogen einfach nicht kontinuierlich gehalten werden. Alles in allem eine Geschichte die Zeit braucht und raffinierte Wendungen beinhaltet, der aber das gewisse Etwas fehlt.
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Ich sehe „Der Musterknabe“ als einen wirklich starken Psychothriller, der mich vor allem durch seine vielschichtigen Charaktere und das völlig unvorhersehbare Ende beeindruckt hat. Zwar zieht sich die Geschichte an einigen Stellen etwas, weil der Autor sehr weit ins Detail geht, aber sobald ich erst einmal richtig verstanden hatte, wer welche Rolle einnimmt, ließ sich das Buch flüssig und spannend weglesen. Für mich ist dieser Roman eine klare Empfehlung für jeden, der auf psychologischen Tiefgang und eine bedrückende Atmosphäre steht.
Bedrückendes Psychodrama Unterschwellige Spannung in einem leisen Drama Patrick Redmond liefert in „Der Musterknabe“ ein psychologisches Drama in fünf Akten und einem Prolog, der mit der unehelichen Geburt des Jungen Ronald „Ronnie“ beginnt. In den ersten vier Kapiteln werden dann abwechselnd die Kindheit von Ronnie und dem Mädchen Susie beschrieben. Beide haben sehr liebevolle Eltern und könnten eine gute Kindheit haben. Doch die ersten vier Kapitel führen dann erbarmungslos vor, wie verschiedene Schicksalsschläge die Psyche der beiden Kindervergiften und zerstören. Als beide sich schließlich kennenlernen und ineinander verlieben, nimmt die Tragödie ihren Lauf. Patrick Redmond beschreibt in einen einfachen Stil verschiedene Szenen im Leben der beiden Kinder. Ohne große Effekte, quasi zwischen den Zeilen lässt er beim Leser ein beklemmendes Gefühl aufkommen, was hinter der Maske der beiden Kinder vorgeht. Die Lebenswege von Susie und Ronnie beginnen dabei sich langsam zu verweben. Die Charaktere und ihre Motive zu handeln bleiben dabei nachvollziehbar, auch wenn sie teilweise schmerzhaft sind. Dies gelingt nicht nur bei den Hauptcharakteren, sondern auch die Nebencharaktere, die für die Entwicklung wichtig sind, sind treffend gezeichnet. Definitiv ärgerlich ist die Vermarktung des Buches durch den Verlag: Die im Klappentext beschriebene dramatische Beziehung zwischen Ronnie und Susie findet erst im letzten Drittel statt, auch handelt es sich um keinen rasanten Thriller Marke Fitzek, Chris Carter oder Andreas Gruber, sondern der Schwerpunkt liegt klar auf dem psychologischen Drama. Warum der Verlag, dies nach über 10 Jahren immer noch nicht ändert, erschließt sich mir nicht, da es genügend Leser gibt, die den Roman so als Mogelpackung empfinden. Schade, denn so entgeht einem ein raffiniertes Psychodrama
eine Geschichte die Zeit braucht, interessante psychologische Aspekte
Da ich vom ersten Buch dieses Autors begeistert war, habe ich mich nun auch an einem seiner anderen Werke versucht. Bei diesem bin ich allerdings ziemlich zwiegespalten, einerseits war die Geschichte an vielen Stellen recht interessant, an anderen wiederum relativ langwierig gestaltet. Die psychologische Manipulation wurde gut in der gesamten Story verpackt, ebenso wie das falsche Moralempfinden verschiedener Charaktere. Es ist faszinierend zu sehen, wieso manche Menschen so sind sie sind und wie sich dieses Gesamtbild entwickelt hat. Trotzdem konnte der Spannungsbogen einfach nicht kontinuierlich gehalten werden. Alles in allem eine Geschichte die Zeit braucht und raffinierte Wendungen beinhaltet, der aber das gewisse Etwas fehlt.






