Der letzte Mensch - Vollständige Ausgabe in einem Band

Der letzte Mensch - Vollständige Ausgabe in einem Band

Softcover
3.01

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Description

Erstmals ungekürzt ins Deutsche übertragen. Mary Shelleys apokalyptischer Roman "Der letzte Mensch" erzählt vom Niedergang der menschlichen Zivilisation im späten 21. Jahrhundert. Ausgelöst durch eine Pestepidemie, die sich in der gesamten Welt ausbreitet, vermindert sich die Bevölkerung trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kontinuierlich. Die unaufhaltsame Katastrophe wird vom Erzähler Lionel Verney anhand seines persönlichen Schicksals dramatisch und sprachgewaltig dargestellt.

Book Information

Main Genre
Sci-Fi
Sub Genre
Apocalypse
Format
Softcover
Pages
532
Price
32.90 €

Author Description

Mary Shelley, Tochter eines mit dem Anarchismus sympathisierende Sozialphilosophen und einer Frauenrechtlerin, und somit quasi von Haus aus literarisch und politisch vorbelastet, verliebte sich siebzehnjährig in den damals noch mit seiner ersten Frau verheirateten Dichter Percy Bysshe Shelley. Nach einer überstürzten Europareise, auf der die beiden Liebenden von Marys Stiefschwester begleitet wurden (die Ehefrau Percys verblieb in England,) kehrte Mary schwanger zurück. Die nachfolgende wilde Ehe der beiden war ein Skandal. Die Hochzeit erfolgte schließlich, allerdings erst zwei Jahre später, nach dem Selbstmord von Percy Shelley erster Ehefrau. Nachdem sie 1815 ihre erste Tochter bald nach der Geburt verloren hatten, und Mary ein weiteres Kind, einen Sohn, zur Welt gebracht hatte, reiste das Paar im Jahr 1816 nach Genf. Lord Byron, ein enger Freund Percy Shelleys, stieß bald darauf zu ihnen. Dieser unterhielt zum damaligen Zeitpunkt eine Affäre mit Marys Stiefschwester Claire Clairmont, aus der ein Kind hervorging. In Lord Byrons gemieteter Villa Diodati verbrachten die Freunde einen nassen, unfreundlichen Sommer. Dort entstand während vieler Mußestunden die Idee, dass jeder der Anwesenden eine Gruselgeschichte schreiben sollte - hierauf verfasste Mary Shelley, mit gerade einmal neunzehn Jahren, ihr bekanntestes Werk Frankenstein, das 1818 veröffentlicht wurde. In den wenigen ihnen vergönnten gemeinsamen Jahren bereisten Mary und Percy Shelley Europa. Zunächst reisten sie 1814, wildromantisch mit der Kutsche, auf Eseln und zu Fuß durch das kriegsgebeutelte Frankreich bis in die Schweiz, wovon Mary später rückblickend schrieb "Es war, als lebten wir einen Roman, eine gelebte Romanze."

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Beschreibung Der junge Engländer Lionel Verney ist politisch interessiert und sieht sich im 21. Jahrhundert mit seiner Schwester, seiner Familie und seinen Freunden der Pest, einer tödlichen Pandemie gegenüber, die sich weltweit ausbreitet und die Menschheit in eine Krise stürzt. Schon bald herrschen in dem organisierten Land verheerende Zustände und den Überlebenden bleibt nur die Flucht in eine ungewisse Zukunft… Meine Meinung Mary Shelley ist heute vor allen Dingen für ihren Roman »Frankenstein« bekannt, doch im Hinblick auf die andauernde Corona-Pandemie erregt auch ein weiteres Werk der Autorin Aufmerksamkeit, welches sie selbst für eines ihrer wichtigsten erachtete. »Der letzte Mensch« wurde von Shelley 1826 publiziert und gilt als allererste Dystopie der Weltliteratur, denn in diesem Roman wirft die Autorin einen Blick auf das 21. Jahrhundert und zeichnet ein Bild, dass durch die katastrophalen Folgen der neuartigen Pest geprägt ist. Doch ansonsten wirkt der Roman nicht wie ein Zukunftsroman, denn die Lebensverhältnisse gleichen denen des 19. Jahrhunderts und weisen keinen Fortschritt in Technik oder Gesellschaft auf. In drei Abschnitten berichtet der Ich-Erzähler Lionel Verney von seiner apokalyptischen Geschichte als letzter Mensch auf Erden, wobei sich der Roman viel mehr als ein Beziehungsroman lesen lässt als man darin eine Dystopie erahnen könnte. Dennoch setzt sich Mary Shelley mit vielen philosophischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen, die im Anblick einer weltweiten Pandemie an Wichtigkeit gewinnen, genauestens auseinander und führt diese in einem ausschweifenden Stil aus. Der blumige und gefühlsbetonte Erzählstil, der zuweilen durchaus schwülstig daherkommt, versetzte mich direkt in Mary Shelleys Zeit und entfaltete eine beeindruckende Poesie. Allerdings hatte ich einfach etwas anderes von diesem Roman erwartet und mir eine genauere Auseinandersetzung mit der Pest, eine noch deutlichere Einsetzung von Elementen der Schauerliteratur und etwas mehr Zukunftsfantasie erhofft. Wer sich genauer mit Mary Shelleys Biographie befasst hat, wird wohl auch tiefgehend fündig werden, denn wie man im Nachwort des Romans erfahren kann wurden Lionel Verney nach dem Vorbild ihres früh verstorbenen Ehemanns Percy Shelley und Adrian nach dem Vorbild ihres engen Freundes Lord Byron entworfen. »Der letzte Mensch« ist ein düsterer Roman über Freundschaft, Politik und die Menschheit im Angesicht einer alles verzehrenden Krankheit, die vor keinem Stand und keinem Alter halt macht. Fazit Ein erzählerisches Kleinod, doch inhaltlich hatte ich etwas mehr Dystopie und Apokalypse erwartet. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 12.04.2021

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