Der Koffer
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Description
»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.
Book Information
Author Description
Robin Roe hat an der Cornell Universität studiert und ihren Abschluss in Harvard gemacht. Sie war in Boston in der Jugendberatung tätig, bevor sie nach Dallas zog, um sogenannte Risiko-Jugendliche zu betreuen. »Der Koffer« ist ihr Debütroman.
Posts
Vielschichtig, erschütternd und ergreifend. Ich wusste, dass ich in "Der Koffer" ein besonderes und lebensveränderndes Buch finden würde und trotzdem konnte mich nichts auf die Tiefe und Gefühlsgewalt dieser Geschichte vorbereiten. Dieses Buch ist keine leichte Kost, definitiv nicht, aber wenn ihr es lesen könnt, lohnt es sich wirklich! Robin Roe erzählt diese Geschichte einfühlsam, anrührend und ehrlich. Ihre Worte nahmen mich voll und ganz von sich ein und trafen mich tief. Sie sind voller Bedeutung, Schmerz und Wahrhaftigkeit. Die beschriebenen Themen sind sensibel und komplex. Die Wahrheit bahnt sich mehr oder weniger leise an und trifft schließlich messerscharf. Kindesmisshandlung gehört für mich persönlich zu den am schwersten zu lesenden Themen und das wird sich wohl auch nie ändern. Ich hatte beim Lesen permanent Gänsehaut am ganzen Körper, spürte die Beklemmung überdeutlich und konnte Julian's Angst förmlich mit meinen eigenen Händen greifen. Mir war übel, ich war wütend und tiefe Trauer überrollte mich. Die Darstellungen der Autorin sind ehrlich, rau und unbeschönigt, auch wenn hier längst nicht alles ausgeschrieben und auserzählt wurde, die Ausführungen blieben stets altersgerecht. Nahe gingen sie mir in jedem Fall. Es war für mich ein hoch emotionales, intensives und erschütterndes Leseerlebnis, das alle Worte dieser Welt nicht zu beschreiben vermögen. Die Charaktere sind nahbar und ließen mich mitfühlen und mitleiden. Die Geschichte wird aus der Sicht von Julian und Adam in der ersten Person Singular erzählt, wodurch ich mich in beide, sehr gegensätzliche Figuren gut hineinversetzen konnte. Ich mochte die Beziehungen der beiden Jungen unheimlich gerne, sie hat sich natürlich angefühlt und ging in die Tiefe. Ein paar Punkte waren vielleicht nicht ganz authentisch bzw. realistisch, gerade was die finalen Entwicklungen der Geschichte anbelangt, aber das machte dieses Buch in seiner Gesamtheit kein bisschen weniger wundervoll. "Der Koffer" hallt nach und erzählt von Charakteren, die nicht mehr loslassen. 4,5/ 5 Sterne ⭐️

„Der Koffer“ ist das Debüt der Autorin Robin Roe und wie ich finde ein sehr besonderes Buch. Schon zu Beginn versinkt man förmlich in Julians Melancholie und erlebt seine Gefühle, sein ganzes Wesen hautnah mit. Er hat in seinem jungen Leben bereits viel erleben und mitmachen müssen und ich denke jeder würde ihm einfach nur gutes wünschen wollen. Doch wie das Leben eben manchmal so ist, spielt das Schicksal einem immer und immer wieder die dunklen Wege zu, die das Leben alles andere als glücklich und leicht machen. Doch dann ist da Adam, ein Lichtblick, der für Julian kaum zu fassen ist … Mich hat das Buch emotional sehr ergriffen und nicht zuletzt auch sehr traurig gemacht. Doch die Hoffnung, der Mut und die tiefe freundschaftliche Verbindung in dieser Geschichte lassen einen letztlich mit einem kleinen Lächeln zurück. Denn dort wo Dunkelheit herrscht lohnt es sich für den kleinen Lichtschimmer zu kämpfen... Fazit: Eine ganz besondere Geschichte, die ans Herz geht. Meiner Meinung nach sehr lesenswert!
Da ich die Blogtour zu den aktuellen Königs Kindern verfolgt habe, hatte ich schon eine grobe Ahnung, um was es in dem Buch geht, aber trotzdem hat es mich dann völlig umgehauen. Ich sitze nun schon eine Weile vor dem Computer und weiß gar nicht recht was ich schreiben soll. Es gibt Bücher, da fällt einem eine Besprechung schwer. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil man nicht weiß, ob man mit seinen Worten der Geschichte gerecht werden kann. Und dies ist so eine Geschichte für mich. Der Schreibstil von Robin Roe ist sehr flüssig und sie erzählt die Geschichte von Julian und Adam spannend und fesselnd. Ich habe das Buch an einem Sonntag ausgelesen. Musste es aber immer wieder weglegen, um das gelesene erst mal Sacken zu lassen. Und um darüber nachzudenken. Mich hat die Geschichte sehr aufgewühlt und auf der Gefühlsebene voll getroffen. Öfters wäre ich am Liebsten in das Buch hinein gesprungen und hätte Julian beschützt. Julian ist zwar schon 14 Jahre alt, erinnert einen aber eher an einen 10 jährigen Jungen, warum dies vermutlich so ist, erfährt man im Verlauf der Handlung, bzw. man schließt seine eigenen Rückschlüsse. Julian ist ein sehr ruhiger Junge, der Probleme mit dem Lesen, Schreiben und dem Sprechen hat. Mich als Legasthenikerin, die früher starke Probleme mit dem Sprechen hatte, hat dies natürlich gleich noch mal mehr aufgewühlt, da er mich unweigerlich an mich selbst erinnert hat. Und da ich genau weiß, wie es ist, tat er mir so Leid. Im Verlauf der Handlung passieren noch so einige Dinge, sodass mein Mitleid für ihn immer mehr wuchs und ich auch mal ein paar Tränchen in den Augen hatte. Adam ist ein toller Charakter, er ist schon 17 Jahre alt und immer auf dem Sprung. Alle scheinen ihn zu mögen und er hat so eine Art, die alle aufmuntert. Sein strahlen geht in andere über. Außerdem leidet er an ADHS. Seine Mutter ist auch toll, eine richtige Löwen Mutter. Seinen Freund Charlie fand ich sehr erheiternd, er hat die Atmosphäre gerade zu Beginn sehr aufgelockert. Es gab so einige Szenen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Nicht nur einmal konnte ich nur den Kopf schütteln. Die Mitarbeiter an der Schule, auf die Adam und Julian gehen sind mir allesamt bitter aufgestoßen und hier fällt es mir, vielleicht bin ich da auch zu naiv, schwer zu glauben, dass so viele inkompetente Menschen es an eine Arbeitsstelle schaffen.Gegen Ende gab es eine dramatische Szene, die ich etwas gestellt fand. Da mussten so einige Zufälle zusammenspielen. Aber davon abgesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wobei dies nicht die richtige Bezeichnung ist, den es erscheint mir irgendwie falsch zu sagen, so eine Geschichte hat mir gefallen. Fazit: Ein Buch, welches mich noch lange beschäftigen wird. Zu sagen, ich fand es schön, erscheint mir falsch, den an der Geschichte von Julian ist so einiges unschön. Doch finde ich sie wertvoll und lesenswert. Emotional und aufwühlend. Schockierend. Macht nachdenklich. Klare Leseempfehlung. 4,5 Sterne
Rezension | Der Koffer von Robin Roe Beschreibung Seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind wohnt der 14-jährige Julian bei seinem Onkel. Die Schule fällt ihm schwer, er schreibt schlechte Noten und findet keinen Anschluss unter seinen Mitschülern. Julian ist von seinen schönen Erinnerungen an die guten Tage mit seinen Eltern nichts geblieben außer ein Koffer und die geheimnisvollen Notizen seiner Mutter. Als es in der Schule immer schlechter läuft wird Julian zur Schulpsychologin geschickt. Zufällig begegnet Julian seinem ehemaligen, vier Jahre älteren, Pflegebruder Adam. Der hilfsbereite, nette und etwas tölpelhafte Adam ist Hilfskraft der Schulpsychologin und freundet sich nun wieder mit Julian an. Nach und nach gewinnt Adam das Vertrauen seines schüchternen Schützlings. Doch je näher er Julian kommt, desto näher kommt er einem schrecklichen Geheimnis. Meine Meinung "Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich mich unempfindlich gegen Schmerzen machen." (Seite 76) Robin Roe hat mit ihrem Jugendroman „Der Koffer“ ein grandioses Debüt hingelegt. Die Sprache ist recht einfach gehalten, was auch sehr gut zur Geschichte passt, trotzdem schafft es die Autorin eine Tiefe und Emotionalität zu erzeugen die mir eine richtige Gänsehaut bereitete. Die Geschichte ist geschickt konstruiert, denn obwohl man schon einiges ahnt, zieht sich durch das ganze Buch eine subtile Spannung. Zudem verleiten die Kapitel durch knackige Kürze geradezu das ganze Buch am Stück zu verschlingen. "Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist." (Seite 216) Robin Roe lässt den Leser in zwei sehr unterschiedliche Protagonisten eintauchen, indem sie die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des 14-jährigen Julian und des 18-jährigen Adam erzählt. Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und haben mir durch ihre Authentizität ausgesprochen gut gefallen. Julian ist ein introvertierter Junge und mag für sein Alter noch zu kindlich erscheinen, doch je weiter man im Buch vorankommt desto ersichtlicher werden die Gründe dafür. Adam ist das komplette Gegenteil, er ist trotz seiner Tollpatschigkeit sehr beliebt unter den Mitschülern und sagt/tut immer das Richtige. Doch einmal musste ich etwas stutzen, da eine Handlung von ihm einfach nicht zu seinem verantwortungsvollen Charakter passt. "Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch." (Seite 256) Ich möchte euch nicht zuviel von der Handlung verraten. Deshalb nur soviel: Diese Geschichte geht ans Gemüt (mag es noch so stark sein), ruft tiefe Emotionen hervor (am besten stellt man zum Lesen eine Taschentuch-Box bereit) und lässt die Gedanken auch nach dem lesen nicht mehr so schnell los! Außerdem möchte ich noch betonen, dass ich die Altersempfehlung des Verlags für dieses Jugendbuch, die „ab 16 Jahren“ liegt, dick unterstreichen möchte und das Buch auf keinen Fall einer jüngeren Person in die Hand drücken würde. "»…wer so lächelt, hat eine große Seele….manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.«" (Seite 407) Fazit Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft!
I've read this in one sitting and I'm absolutely broken. So many feelings, it was beautiful and heartwrenching at the same time. Too sad to be true, but fact is that this can happen in our world, everyday. And so many eyes are closed, ignoring that there are some sweet souls, silently crying for help.
Rezension | Der Koffer von Robin Roe Beschreibung Seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind wohnt der 14-jährige Julian bei seinem Onkel. Die Schule fällt ihm schwer, er schreibt schlechte Noten und findet keinen Anschluss unter seinen Mitschülern. Julian ist von seinen schönen Erinnerungen an die guten Tage mit seinen Eltern nichts geblieben außer ein Koffer und die geheimnisvollen Notizen seiner Mutter. Als es in der Schule immer schlechter läuft wird Julian zur Schulpsychologin geschickt. Zufällig begegnet Julian seinem ehemaligen, vier Jahre älteren, Pflegebruder Adam. Der hilfsbereite, nette und etwas tölpelhafte Adam ist Hilfskraft der Schulpsychologin und freundet sich nun wieder mit Julian an. Nach und nach gewinnt Adam das Vertrauen seines schüchternen Schützlings. Doch je näher er Julian kommt, desto näher kommt er einem schrecklichen Geheimnis. Meine Meinung "Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich mich unempfindlich gegen Schmerzen machen." (Seite 76) Robin Roe hat mit ihrem Jugendroman „Der Koffer“ ein grandioses Debüt hingelegt. Die Sprache ist recht einfach gehalten, was auch sehr gut zur Geschichte passt, trotzdem schafft es die Autorin eine Tiefe und Emotionalität zu erzeugen die mir eine richtige Gänsehaut bereitete. Die Geschichte ist geschickt konstruiert, denn obwohl man schon einiges ahnt, zieht sich durch das ganze Buch eine subtile Spannung. Zudem verleiten die Kapitel durch knackige Kürze geradezu das ganze Buch am Stück zu verschlingen. "Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist." (Seite 216) Robin Roe lässt den Leser in zwei sehr unterschiedliche Protagonisten eintauchen, indem sie die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des 14-jährigen Julian und des 18-jährigen Adam erzählt. Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und haben mir durch ihre Authentizität ausgesprochen gut gefallen. Julian ist ein introvertierter Junge und mag für sein Alter noch zu kindlich erscheinen, doch je weiter man im Buch vorankommt desto ersichtlicher werden die Gründe dafür. Adam ist das komplette Gegenteil, er ist trotz seiner Tollpatschigkeit sehr beliebt unter den Mitschülern und sagt/tut immer das Richtige. Doch einmal musste ich etwas stutzen, da eine Handlung von ihm einfach nicht zu seinem verantwortungsvollen Charakter passt. "Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch." (Seite 256) Ich möchte euch nicht zuviel von der Handlung verraten. Deshalb nur soviel: Diese Geschichte geht ans Gemüt (mag es noch so stark sein), ruft tiefe Emotionen hervor (am besten stellt man zum Lesen eine Taschentuch-Box bereit) und lässt die Gedanken auch nach dem lesen nicht mehr so schnell los! Außerdem möchte ich noch betonen, dass ich die Altersempfehlung des Verlags für dieses Jugendbuch, die „ab 16 Jahren“ liegt, dick unterstreichen möchte und das Buch auf keinen Fall einer jüngeren Person in die Hand drücken würde. "»…wer so lächelt, hat eine große Seele….manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.«" (Seite 407) Fazit Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft!
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»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.
Book Information
Author Description
Robin Roe hat an der Cornell Universität studiert und ihren Abschluss in Harvard gemacht. Sie war in Boston in der Jugendberatung tätig, bevor sie nach Dallas zog, um sogenannte Risiko-Jugendliche zu betreuen. »Der Koffer« ist ihr Debütroman.
Posts
Vielschichtig, erschütternd und ergreifend. Ich wusste, dass ich in "Der Koffer" ein besonderes und lebensveränderndes Buch finden würde und trotzdem konnte mich nichts auf die Tiefe und Gefühlsgewalt dieser Geschichte vorbereiten. Dieses Buch ist keine leichte Kost, definitiv nicht, aber wenn ihr es lesen könnt, lohnt es sich wirklich! Robin Roe erzählt diese Geschichte einfühlsam, anrührend und ehrlich. Ihre Worte nahmen mich voll und ganz von sich ein und trafen mich tief. Sie sind voller Bedeutung, Schmerz und Wahrhaftigkeit. Die beschriebenen Themen sind sensibel und komplex. Die Wahrheit bahnt sich mehr oder weniger leise an und trifft schließlich messerscharf. Kindesmisshandlung gehört für mich persönlich zu den am schwersten zu lesenden Themen und das wird sich wohl auch nie ändern. Ich hatte beim Lesen permanent Gänsehaut am ganzen Körper, spürte die Beklemmung überdeutlich und konnte Julian's Angst förmlich mit meinen eigenen Händen greifen. Mir war übel, ich war wütend und tiefe Trauer überrollte mich. Die Darstellungen der Autorin sind ehrlich, rau und unbeschönigt, auch wenn hier längst nicht alles ausgeschrieben und auserzählt wurde, die Ausführungen blieben stets altersgerecht. Nahe gingen sie mir in jedem Fall. Es war für mich ein hoch emotionales, intensives und erschütterndes Leseerlebnis, das alle Worte dieser Welt nicht zu beschreiben vermögen. Die Charaktere sind nahbar und ließen mich mitfühlen und mitleiden. Die Geschichte wird aus der Sicht von Julian und Adam in der ersten Person Singular erzählt, wodurch ich mich in beide, sehr gegensätzliche Figuren gut hineinversetzen konnte. Ich mochte die Beziehungen der beiden Jungen unheimlich gerne, sie hat sich natürlich angefühlt und ging in die Tiefe. Ein paar Punkte waren vielleicht nicht ganz authentisch bzw. realistisch, gerade was die finalen Entwicklungen der Geschichte anbelangt, aber das machte dieses Buch in seiner Gesamtheit kein bisschen weniger wundervoll. "Der Koffer" hallt nach und erzählt von Charakteren, die nicht mehr loslassen. 4,5/ 5 Sterne ⭐️

„Der Koffer“ ist das Debüt der Autorin Robin Roe und wie ich finde ein sehr besonderes Buch. Schon zu Beginn versinkt man förmlich in Julians Melancholie und erlebt seine Gefühle, sein ganzes Wesen hautnah mit. Er hat in seinem jungen Leben bereits viel erleben und mitmachen müssen und ich denke jeder würde ihm einfach nur gutes wünschen wollen. Doch wie das Leben eben manchmal so ist, spielt das Schicksal einem immer und immer wieder die dunklen Wege zu, die das Leben alles andere als glücklich und leicht machen. Doch dann ist da Adam, ein Lichtblick, der für Julian kaum zu fassen ist … Mich hat das Buch emotional sehr ergriffen und nicht zuletzt auch sehr traurig gemacht. Doch die Hoffnung, der Mut und die tiefe freundschaftliche Verbindung in dieser Geschichte lassen einen letztlich mit einem kleinen Lächeln zurück. Denn dort wo Dunkelheit herrscht lohnt es sich für den kleinen Lichtschimmer zu kämpfen... Fazit: Eine ganz besondere Geschichte, die ans Herz geht. Meiner Meinung nach sehr lesenswert!
Da ich die Blogtour zu den aktuellen Königs Kindern verfolgt habe, hatte ich schon eine grobe Ahnung, um was es in dem Buch geht, aber trotzdem hat es mich dann völlig umgehauen. Ich sitze nun schon eine Weile vor dem Computer und weiß gar nicht recht was ich schreiben soll. Es gibt Bücher, da fällt einem eine Besprechung schwer. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil man nicht weiß, ob man mit seinen Worten der Geschichte gerecht werden kann. Und dies ist so eine Geschichte für mich. Der Schreibstil von Robin Roe ist sehr flüssig und sie erzählt die Geschichte von Julian und Adam spannend und fesselnd. Ich habe das Buch an einem Sonntag ausgelesen. Musste es aber immer wieder weglegen, um das gelesene erst mal Sacken zu lassen. Und um darüber nachzudenken. Mich hat die Geschichte sehr aufgewühlt und auf der Gefühlsebene voll getroffen. Öfters wäre ich am Liebsten in das Buch hinein gesprungen und hätte Julian beschützt. Julian ist zwar schon 14 Jahre alt, erinnert einen aber eher an einen 10 jährigen Jungen, warum dies vermutlich so ist, erfährt man im Verlauf der Handlung, bzw. man schließt seine eigenen Rückschlüsse. Julian ist ein sehr ruhiger Junge, der Probleme mit dem Lesen, Schreiben und dem Sprechen hat. Mich als Legasthenikerin, die früher starke Probleme mit dem Sprechen hatte, hat dies natürlich gleich noch mal mehr aufgewühlt, da er mich unweigerlich an mich selbst erinnert hat. Und da ich genau weiß, wie es ist, tat er mir so Leid. Im Verlauf der Handlung passieren noch so einige Dinge, sodass mein Mitleid für ihn immer mehr wuchs und ich auch mal ein paar Tränchen in den Augen hatte. Adam ist ein toller Charakter, er ist schon 17 Jahre alt und immer auf dem Sprung. Alle scheinen ihn zu mögen und er hat so eine Art, die alle aufmuntert. Sein strahlen geht in andere über. Außerdem leidet er an ADHS. Seine Mutter ist auch toll, eine richtige Löwen Mutter. Seinen Freund Charlie fand ich sehr erheiternd, er hat die Atmosphäre gerade zu Beginn sehr aufgelockert. Es gab so einige Szenen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Nicht nur einmal konnte ich nur den Kopf schütteln. Die Mitarbeiter an der Schule, auf die Adam und Julian gehen sind mir allesamt bitter aufgestoßen und hier fällt es mir, vielleicht bin ich da auch zu naiv, schwer zu glauben, dass so viele inkompetente Menschen es an eine Arbeitsstelle schaffen.Gegen Ende gab es eine dramatische Szene, die ich etwas gestellt fand. Da mussten so einige Zufälle zusammenspielen. Aber davon abgesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wobei dies nicht die richtige Bezeichnung ist, den es erscheint mir irgendwie falsch zu sagen, so eine Geschichte hat mir gefallen. Fazit: Ein Buch, welches mich noch lange beschäftigen wird. Zu sagen, ich fand es schön, erscheint mir falsch, den an der Geschichte von Julian ist so einiges unschön. Doch finde ich sie wertvoll und lesenswert. Emotional und aufwühlend. Schockierend. Macht nachdenklich. Klare Leseempfehlung. 4,5 Sterne
Rezension | Der Koffer von Robin Roe Beschreibung Seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind wohnt der 14-jährige Julian bei seinem Onkel. Die Schule fällt ihm schwer, er schreibt schlechte Noten und findet keinen Anschluss unter seinen Mitschülern. Julian ist von seinen schönen Erinnerungen an die guten Tage mit seinen Eltern nichts geblieben außer ein Koffer und die geheimnisvollen Notizen seiner Mutter. Als es in der Schule immer schlechter läuft wird Julian zur Schulpsychologin geschickt. Zufällig begegnet Julian seinem ehemaligen, vier Jahre älteren, Pflegebruder Adam. Der hilfsbereite, nette und etwas tölpelhafte Adam ist Hilfskraft der Schulpsychologin und freundet sich nun wieder mit Julian an. Nach und nach gewinnt Adam das Vertrauen seines schüchternen Schützlings. Doch je näher er Julian kommt, desto näher kommt er einem schrecklichen Geheimnis. Meine Meinung "Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich mich unempfindlich gegen Schmerzen machen." (Seite 76) Robin Roe hat mit ihrem Jugendroman „Der Koffer“ ein grandioses Debüt hingelegt. Die Sprache ist recht einfach gehalten, was auch sehr gut zur Geschichte passt, trotzdem schafft es die Autorin eine Tiefe und Emotionalität zu erzeugen die mir eine richtige Gänsehaut bereitete. Die Geschichte ist geschickt konstruiert, denn obwohl man schon einiges ahnt, zieht sich durch das ganze Buch eine subtile Spannung. Zudem verleiten die Kapitel durch knackige Kürze geradezu das ganze Buch am Stück zu verschlingen. "Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist." (Seite 216) Robin Roe lässt den Leser in zwei sehr unterschiedliche Protagonisten eintauchen, indem sie die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des 14-jährigen Julian und des 18-jährigen Adam erzählt. Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und haben mir durch ihre Authentizität ausgesprochen gut gefallen. Julian ist ein introvertierter Junge und mag für sein Alter noch zu kindlich erscheinen, doch je weiter man im Buch vorankommt desto ersichtlicher werden die Gründe dafür. Adam ist das komplette Gegenteil, er ist trotz seiner Tollpatschigkeit sehr beliebt unter den Mitschülern und sagt/tut immer das Richtige. Doch einmal musste ich etwas stutzen, da eine Handlung von ihm einfach nicht zu seinem verantwortungsvollen Charakter passt. "Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch." (Seite 256) Ich möchte euch nicht zuviel von der Handlung verraten. Deshalb nur soviel: Diese Geschichte geht ans Gemüt (mag es noch so stark sein), ruft tiefe Emotionen hervor (am besten stellt man zum Lesen eine Taschentuch-Box bereit) und lässt die Gedanken auch nach dem lesen nicht mehr so schnell los! Außerdem möchte ich noch betonen, dass ich die Altersempfehlung des Verlags für dieses Jugendbuch, die „ab 16 Jahren“ liegt, dick unterstreichen möchte und das Buch auf keinen Fall einer jüngeren Person in die Hand drücken würde. "»…wer so lächelt, hat eine große Seele….manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.«" (Seite 407) Fazit Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft!
I've read this in one sitting and I'm absolutely broken. So many feelings, it was beautiful and heartwrenching at the same time. Too sad to be true, but fact is that this can happen in our world, everyday. And so many eyes are closed, ignoring that there are some sweet souls, silently crying for help.
Rezension | Der Koffer von Robin Roe Beschreibung Seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind wohnt der 14-jährige Julian bei seinem Onkel. Die Schule fällt ihm schwer, er schreibt schlechte Noten und findet keinen Anschluss unter seinen Mitschülern. Julian ist von seinen schönen Erinnerungen an die guten Tage mit seinen Eltern nichts geblieben außer ein Koffer und die geheimnisvollen Notizen seiner Mutter. Als es in der Schule immer schlechter läuft wird Julian zur Schulpsychologin geschickt. Zufällig begegnet Julian seinem ehemaligen, vier Jahre älteren, Pflegebruder Adam. Der hilfsbereite, nette und etwas tölpelhafte Adam ist Hilfskraft der Schulpsychologin und freundet sich nun wieder mit Julian an. Nach und nach gewinnt Adam das Vertrauen seines schüchternen Schützlings. Doch je näher er Julian kommt, desto näher kommt er einem schrecklichen Geheimnis. Meine Meinung "Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich mich unempfindlich gegen Schmerzen machen." (Seite 76) Robin Roe hat mit ihrem Jugendroman „Der Koffer“ ein grandioses Debüt hingelegt. Die Sprache ist recht einfach gehalten, was auch sehr gut zur Geschichte passt, trotzdem schafft es die Autorin eine Tiefe und Emotionalität zu erzeugen die mir eine richtige Gänsehaut bereitete. Die Geschichte ist geschickt konstruiert, denn obwohl man schon einiges ahnt, zieht sich durch das ganze Buch eine subtile Spannung. Zudem verleiten die Kapitel durch knackige Kürze geradezu das ganze Buch am Stück zu verschlingen. "Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist." (Seite 216) Robin Roe lässt den Leser in zwei sehr unterschiedliche Protagonisten eintauchen, indem sie die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des 14-jährigen Julian und des 18-jährigen Adam erzählt. Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und haben mir durch ihre Authentizität ausgesprochen gut gefallen. Julian ist ein introvertierter Junge und mag für sein Alter noch zu kindlich erscheinen, doch je weiter man im Buch vorankommt desto ersichtlicher werden die Gründe dafür. Adam ist das komplette Gegenteil, er ist trotz seiner Tollpatschigkeit sehr beliebt unter den Mitschülern und sagt/tut immer das Richtige. Doch einmal musste ich etwas stutzen, da eine Handlung von ihm einfach nicht zu seinem verantwortungsvollen Charakter passt. "Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch." (Seite 256) Ich möchte euch nicht zuviel von der Handlung verraten. Deshalb nur soviel: Diese Geschichte geht ans Gemüt (mag es noch so stark sein), ruft tiefe Emotionen hervor (am besten stellt man zum Lesen eine Taschentuch-Box bereit) und lässt die Gedanken auch nach dem lesen nicht mehr so schnell los! Außerdem möchte ich noch betonen, dass ich die Altersempfehlung des Verlags für dieses Jugendbuch, die „ab 16 Jahren“ liegt, dick unterstreichen möchte und das Buch auf keinen Fall einer jüngeren Person in die Hand drücken würde. "»…wer so lächelt, hat eine große Seele….manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.«" (Seite 407) Fazit Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft!










