Der Junge muss an die frische Luft
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Description
»Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht "berühmt werden"? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste ...« Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.
Book Information
Author Description
Hape Kerkeling, 1964 in Recklinghausen geboren, begann 1984 beim Fernsehen zu arbeiten; berühmt wurde er mit der Rolle »Hannilein«. Es folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und -Serien wie »Känguru«, »Total Normal«, »Hape trifft« und »Let’s Dance«, als Königin Beatrix, Uschi Blum oder Horst Schlämmer. Der Entertainer, Schlagersänger, Schauspieler, Synchronsprecher, Moderator, Kabarettist und Autor wurde vielfach geehrt; u. a. wurde er mit der Goldenen Kamera, dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet. Sein Buch »Ich bin dann mal weg« über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg stand 100 Wochen auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und hat mehr als fünf Millionen Leserinnen und Leser erreicht. Auch seine Kindheitsgeschichte »Der Junge muss an die frische Luft« fand ein Millionenpublikum. Beide Bücher wurden mit großem Erfolg verfilmt.
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Der Junge muss an die frische Luft ist kein Buch über Prominenz, sondern ein Buch über Überleben. Über das Weiterleben eines Kindes, dem viel zu früh das Fundament entzogen wird. Hape Kerkeling erzählt von seiner Kindheit mit einer bemerkenswerten Haltung: nahbar, offen, aber niemals voyeuristisch. Er verurteilt weder seine Mutter noch ihre Krankheit. Gleichzeitig erlaubt er sich – aus der Perspektive des Kindes völlig nachvollziehbar – die Handlung ihres Suizids zu verurteilen. Dieses Spannungsfeld hält das Buch aus, ohne es aufzulösen. Genau darin liegt seine Stärke. Besonders eindrücklich ist die Darstellung der Endgültigkeit: Nicht der Tod als Ereignis steht im Mittelpunkt, sondern das Danach. Die Leere. Die Verschiebung aller Gewichte. Das Buch fragt nicht nach Schuld, sondern danach, wie ein achtjähriges Kind weiterlebt, wenn es eigentlich keinen Halt mehr geben dürfte. Die Mutter erscheint als zutiefst tragische Figur: eine Nachkriegsfrau, überfordert von Care-Arbeit, Isolation, Krankheit und gesellschaftlichem Schweigen. Ihr Leid wird sichtbar, ohne entschuldigt zu werden. Gleichzeitig wird das strukturelle Versagen des Umfelds spürbar – nicht anklagend, sondern erschreckend still. Was dieses Buch jedoch nicht zu einer reinen Trauererzählung macht, sind die Menschen, die bleiben: starke Frauen wie Oma Bertha und Oma Änne, die keine Ersatzmütter sind, sondern Korrektive gegen das Alleinsein. Sie geben Sicherheit, ohne große Worte – und zeigen, wie lebensrettend bloßes Dasein sein kann. Humor zieht sich als leiser Rettungsring durch das Buch. Nicht als Gag, sondern als früh erlernte Überlebensstrategie: der Versuch, eine apathische Welt wieder ins Leben zu holen. Dieser Humor relativiert nichts – er hält aus. Am Ende bleibt man als Leser traurig, erschöpft, aber seltsam gehalten. Nicht, weil das Buch Hoffnung verspricht, sondern weil es zeigt, dass Würde, Mitgefühl und Weiterleben selbst unter unmenschlichen Umständen möglich sind. Ein zutiefst menschliches, ehrliches und tröstliches Buch. Eines, das lange nachhallt – und völlig zu Recht fünf Sterne verdient.
„Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling hat mich tief berührt. Schon im „Vorwort“, mit der Begegnung eines todkranken Kindes, das ihn unbedingt als Horst Schlemmer sehen wollte, zeigt sich, dass Humor bei ihm nie nur Spaß ist, sondern auch Nähe und Trost schenken kann. Damit gibt er dem Buch eine Richtung, die weit über bloße Anekdoten hinausgeht. Die eigentliche Kindheitserzählung beginnt dann leichtfüßig im Ruhrpott, mit all den Eigenheiten von Familie und Umfeld. Doch immer wieder spürt man, wie Verluste das Leben des Jungen prägen: erst Oma Änne, die für ihn ein Anker war, und dann die Veränderung seiner Mutter. Diese Passagen sind bedrückend und traurig, dabei aber nie übertrieben. Kerkeling beschreibt sie schlicht, ehrlich und dadurch umso eindrücklicher. Der Freitod der Mutter ist das Herzstück und der schmerzhafte Einschnitt. Er reißt den Jungen viel zu früh aus seiner Jugend und erklärt, warum in Hapes Humor immer auch ein leiser Schatten mitschwingt. Das Buch ist deshalb keine gewöhnliche Promi-Biografie, sondern eine berührende Erinnerung an eine Kindheit zwischen Lachen und Schmerz – ehrlich, traurig und voller Menschlichkeit.
Bin einfach Fan ⭐️
Was für eine Familiengeschichte…das wird mir noch etwas nachhängen. Wahnsinnig interessante, sympathische und auch tragische Charaktere. Alle haben ihn geprägt und ihn zu dem tollen Menschen gemacht, der er ist. Ich habe - Ich bin dann mal weg! - schon sehr gemocht. Umso schöner auch, dass er das Hörbuch selbst gesprochen hat. Habe es sehr gerne gehört. Empfehlung!
Hape Kerkeling hat eine ganz herrliche Art zu erzählen - man fühlt sich mittendrin und mitdabei. Er nimmt uns mit auf eine Reise durch seine frühen Kindheitstage. Man lernt ganz wunderbare, manchmal etwas skurrile, aber liebevolle Menschen kennen, die Hape in seinen jungen Jahren begleitet und auf die eine oder andere Weise geprägt. Und das haben diese Menschen, meiner Meinung nach, fabelhaft gemacht! Ich finde, Hape Kerkeling ist ein toller, lustiger, ernster, auf den Boden gebliebener Mensch. Beim Lesen hatte ich quasi Hape's Stimme im Ohr - als hätte er mir sein Buch vorgelesen. Bei Gelegenheit werde ich mir auch das Hörbuch anhören. Ich wünsche Hape Kerkeling, dass er weiterhin solche tollen Menschen in seinem Leben hat. Uns wünsche ich, dass wir noch das ein oder andere mit und von Hape miterleben dürfen.
Hape muss an die Luft.
Nachdem ich den Film mochte und das Buch zufällig im Buchschrank fand, dachte ich mir: Warum nicht? Es war eine dieser spontanen Entscheidungen, die sich später als sehr lohnenswert herausstellten. Schon die Vorstellung, dass der Film nur ein kleiner Ausschnitt aus der gesamten Geschichte war, weckte meine Neugierde. Also griff ich zum Buch, und es dauerte nicht lange, bis ich tief in die Erzählung eintauchte. Im Buch begleiten wir Hape Kerkeling auf einer Reise durch seine Kindheit, die von vielen Höhen und Tiefen geprägt ist. Es geht nicht nur um die großen, prägnanten Ereignisse seines Lebens, sondern auch um die kleinen, persönlichen Erlebnisse, die ihn und seine Sicht auf die Welt geprägt haben. Das Buch gibt einen tiefen Einblick in die Entwicklung eines Menschen, der es später schaffte, zu einer bekannten und beliebten Figur in Deutschland zu werden. Wir erfahren von seinen ersten Erlebnissen, seinen Ängsten, seinen Freuden, aber auch von den Herausforderungen, die er bewältigen musste. Besonders gut unterhalten hat mich der Abschnitt, in dem Hapes Großeltern völlig spontan eine ganze Herde Pferde kauften. Es war eine dieser unerwarteten, verrückten Entscheidungen, die einem das Gefühl geben, dass das Leben von Hape immer voller Überraschungen war. Die ganze Szene war so lebendig und humorvoll beschrieben, dass ich förmlich das Lachen und die Verwirrung der Familienmitglieder spüren konnte, als die Großeltern beschlossen, ohne jede Vorwarnung ihre Alltagswelt mit einer solch außergewöhnlichen Handlung zu bereichern. Es war eine der vielen Stellen im Buch, die einen sowohl zum Schmunzeln brachten als auch das Gefühl von Wärme und Nostalgie weckten. Die Mischung aus humorvollen und tiefgründigen Momenten macht das Buch zu einer unterhaltsamen und zugleich reflektierenden Lektüre. Es war eine wunderbare Ergänzung zum Film und gab mir noch mehr Einblick in die faszinierende Persönlichkeit von Hape Kerkeling.
Hape Kerkeling erzählt offen von seiner Kindheit
Dieses Hörbuch ist schon deswegen super, weil Hape es selbst liest. Hape erzählt offen und ehrlich von seiner Kindheit bis ins erwachsen werden. Es ist ungeschminkt alles dabei. Höhen und Tiefen, trotz allem durfte der kleine Junge einfach er sein. Man merkt er hat mit diesem Buch noch abschließend Dinge nochmal Revue passieren lassen und gut damit abgeschlossen. Es ist jedoch auch eine Liebeshommage an seine Familie.
Schönes (Hör-)buch, in dem teilweise traumatische Ereignisse rund um eine suizidale Mutter neutral und ohne die Vorwürfe erzählt, die ein betroffenes Kind durchaus hätte auf den Tisch legen können. Auch wenn das Thema, vor allem die Zeit vor dem beschriebenen Suizid teilweise nur schwer zu ertragen war, hat Hape Kerkeling es geschafft, durch kleine, unbeschwerte Einwürfen mit dem ihm typischen respektvollen Humor, mich als Hörer nicht zu verlieren oder mich emotional zu sehr leiden zu lassen. Trotz allem stand in dem Buch das Positive im Vordergrund, das Lebensbejahende, der Humor und ganz vorne die Liebe. Das er es geschafft hat, aus seiner Lebenslage so stark herauszugehen, finde ich wohl das Beeindruckendste an der ganzen Erzählung. Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte.
✨Bewegend, humorvoll, ehrlich und inspirierend ✨
"Der Junge muss an die frische Luft" ist die autobiographische Erzählung des Komikers Hape Kerkeling, die als Hörbuch persönlich von ihm vorgelesen wird. Kerkeling schildert seine ersten schauspielerischen Versuche, seine Leidenschaft fürs Verkleiden und die Freude daran, andere zum Lachen zu bringen. Er lässt aber ebenso nicht unerwähnt wie schwer seine Kindheit war durch den Tod seiner geliebten Oma und dem Suizid seiner jungen Mutter und denen daraus herausfordernden Zeiten. Sein Humor wird zu einem Überlebensmechanismus, der Kerkeling durch die schwierigsten Phasen seines Lebens trägt. Es ist wirklich bemerkenswert wie er über sein Leben erzählt, humorvolle Anekdoten wechseln plötzlich zu tragischen Momenten, so saß ich oft lachend oder schmunzelnd da und im nächsten Moment musste ich meine Tränen trocknen. Besonders seine beiden Omas finde ich durch ihren eisernen Willen und die Aufopferung der Familie tief inspirierend. Sein Buch hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir besonders im Hinblick auf Trauerbewältigung, Humor als Überlebensstrategie und die Kraft auch in schweren Situationen positiv zu bleiben und nicht den Glauben zu verlieren.
Hape Kerkeling erzählt in seiner autobiografischen Kindheitsschilderung Der Junge muss an die frische Luft mit beeindruckender Offenheit von den prägenden Erlebnissen seiner frühen Jahre. Was zunächst humorvoll und leicht beginnt, entwickelt sich schnell zu einer zutiefst bewegenden Reise durch Verlust, familiäre Herausforderungen und die Suche nach einem Platz im Leben. Kerkeling gelingt dabei etwas, das nur wenige Autoren beherrschen: Er balanciert meisterhaft zwischen herzlichem Witz und schmerzlicher Tragik, ohne je billig zu wirken oder in Kitsch abzurutschen. Sein Humor ist nicht nur unterhaltsam, sondern trägt eine hintergründige, beinahe philosophische Note in sich. Gerade weil das Buch so ehrlich von negativen Erfahrungen erzählt, berührt es umso mehr, zu sehen, wie aus dem Jungen ein offener, positiv denkender Mensch wird, dessen Blick auf die Welt durch Verletzlichkeit, Empathie und Lebenslust geprägt ist. Kerkelings Sprache ist zugleich einfühlsam und direkt, manchmal scharf, dann wieder sanft – und immer authentisch. Dieses Buch ist lustig, traurig, nachdenklich stimmend und erstaunlich hoffnungsvoll. Eine Biografie, die nicht nur Einblicke in ein außergewöhnliches Leben bietet, sondern uns auch viel über das Menschsein erzählt. Eine klare Empfehlung – nicht nur für Fans von Hape Kerkeling, sondern für alle, die Literatur mögen, die gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt. Fazit: Ein bewegendes, humorvolles und tiefgründiges Buch über Kindheit, Verlust, Mut und die heilende Kraft des Humors. Unbedingt lesenswert.
Mich hat dieses Buch tief berührt und ich sehe hinter seinem Lächeln nun einen anderen Menschen.
Klappentext: Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. »Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht “berühmt werden”? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste …« Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte. Erster Satz: Niemand, so behaupte ich, kann so überzeugend harmlos und ungefährlich dreinschauen wie ich. Meine Rezension: Als ich davon las, dass eine Autobiografie von Hape Kerkeling erscheint, war für mich klar, dass ich als riesiger Fan von “Kein Pardon” diese sofort lesen muss. Den Film kenne ich auswendig und kann alle Szenen mitsprechen, selbst nach Jahren noch. Ich hatte vermutet, dass es bei seinem Lebensbericht nur kurz um seine Kindheit und hauptsächlich um seinen Weg ins Showbusiness geht. Doch ich wurde sehr überrascht! Er beschreibt seine Kindheit Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in Gelsenkirchen, wie er einen Großteil seiner Kindheit im Oma Änne’s Laden verbracht und jeden Dorfplausch mitbekommen hat. Dadurch, dass sein Vater beruflich viel durch Europa reiste und nur selten zuhause war und selbst dann nicht viel mit dem kleinen Hans-Peter (wie er zu diesem Namen kam, wird auch erklärt) anfangen konnte, übernahmen seine Tanten und besonders seine Großmütter einen Großteil seiner Erziehung. Seine Beschreibungen fand ich so herzlich und authentisch, man merkt, wie sehr ihm diese Zeit einerseits gefallen hat, andererseits auch sehr geprägt hat. Die Gewalt seiner Mutter ihm gegenüber, ihr Freitod und vorallem die Tipps seiner Großmutter haben ihn zu dem gemacht, den die meisten von uns heute lieben. Seine emotionale Schilderung des Verlustes lässt den Leser aber nicht traurig und bekümmert zurück, sondern sie gibt Kraft. Kraft nach vorne zu blicken. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung von mir! Besser noch: das Hörbuch hören, Hape Kerkeling spricht es selbst. Mich hat dieses Buch tief berührt und ich sehe hinter seinem Lächeln nun einen anderen Menschen.
Super sympathisch geschrieben. Einfach wahnsinn was Hape Kerkeling als Kind erlebt hat und wie er dennoch so geworden ist wie er ist. Mir hat so gut gefallen, wie resilient er ist und sich nicht einmal in der Opferrolle sieht und egal wie schwer es war, es macht einfach Spaß dieses buch zu lesen und man muss oft lachen. Große Leseempfehlung ❤️
Hape Kerkeling kann einfach wunderbar erzählen. Selbst normale Kindheitserinnerungen werden interessant und lebendig. Die Kunst ist vermutlich wie und nicht was erzählt wird. Bis das zentrale Ergebnis dieser Biographie, der Tod seiner Mutter, sein Leben überschattet, ist vieles ziemlich normal. Wenn ich mir nun vorstelle, ich würde über meine Kindheit schreiben, es wäre total langweilig und unlesbar. Hape Kerkeling hingegen schreibt total spannend und reflektiert über seine Kindheit. Ich fand es toll und bin begeistert.
Viel besser als erwartet - ich mag den Erzählstil. Ich glaube, in fiktiven Büchern hätte mich das übermaß an Adjektiven teilweise in den Wahnsinn getrieben, aber wenn ich selber was zu Papier bringe, dann hört sich das manchmal ganz ähnlich an. In Hapes Buch, das ja eine Biographie ist, halte ich den Stil für vollkommen passend. Bevor das Buch erschien, dachte ich es würde lustig, als ich erfuhr, dass es vom Tod der Mutter handelt, befürchtete ich, dass es sehr ernst und traurig würde und machte ich darauf gefasst - Aber dann hab ich mich eigentlich fast die ganze Zeit sehr wohl damit gefühlt. Das Buch ist teils amüsant ohne albern zu sein und teils ernst ohne den Zeigefinger zu erheben. Hapes Verwandtschaft ist ein schöner Querschnitt durch die Menschheit. Manche Onkel und Tanten sind mir sehr vertraut ...und Oma Änne ist der Knaller! ;-) 4/5
Warum bloß habe ich dieses Buch erst jetzt gehört?! Ich hatte damals mitbekommen als es herauskam und auch den Film und trotzdem war es lange nur auf meiner TBR Liste. Doch nun endlich. Und es war so gut. So unterhaltsam, bewegend und interessant. Wie oft musste ich heulen. Ich mag Hape und seine Bücher vor allem als Hörbuch. Nun muss ich aber sein neuestes bald hören!
Hape Kerkeling hat so eine ruhige sanfte Stimme, er könnte mir auch was über Waschmaschinen erzählen und ich würde zu hören. Ich habe dieses Hörbuch genossen. Ich musste oft weinen und gleichzeitig schmunzeln. Ein großes Dankeschön an Hape Kerkeling für dieses gefühlvolle und humorvolle Hörerlebnis.
Ich bin mit Hape Kerkeling aufgewachsen, kannte ihn schon lange vor “Total Normal” und mochte ihn auch immer. “Total Normal” war für mich allerdings schon sein Meisterwerk, im kongenialen Duo mit Achim Hagemann (Hurz!). Als es mir vor einigen Jahren schlecht ging, schenkten mir meine Kollegen in einer Krankmeldungsphase Hapes Buch “Ich bin dann mal weg”, das mir wahnsinnig gut gefallen hat. Dass ich auch dieses Buch lesen wollte, war von vornherein klar. Die Entscheidung für die Hörbuchversion war einfach – kein teures Hardcover und Hape liest selbst. Und das macht er natürlich auf seine unvergleichliche Art, es wäre undenkbar, jemand anderen das Buch lesen zu lassen. Es ist ein sehr, sehr persönliches Buch, in dem Hape nicht nur von seiner Kindheit erzählt, die vom Selbstmord seiner Mutter überschattet war, sondern auch den einen oder anderen prägenden Moment seines späteren Lebens anspricht. Sehr rührend die Episode, die gleich zu Beginn kommt, als er als Horst Schlämmer ein todkrankes Mädchen trifft. Ein wenig gestört hat mich, wie sehr Hape auf das Gutmenschentum pocht, das war mir stellenweise ein bisschen zu viel. Ein paar sehr lustige Anekdoten sind natürlich auch dabei. Ganz viel Anteil an Hapes Leben hatten seine beiden Großmütter und deren wunderbaren Charakter und ihre erstaunliche Toleranz spielen daher in dem Buch eine ganz große Rolle. Richtig schlimm war das Schicksal von Hapes Mutter, die eigentlich eine fröhliche Frau war, bis ihr die Lebensfreude genommen wurde, warum, möchte ich hier nicht sagen, das lest ihr lieber selbst oder hört es euch an. Was Hape da mitgemacht hat, ist nicht zu unterschätzen. Sehr interessant fand ich Hapes These, dass indirekt das Naziregime bis in die siebziger Jahre hinein (und vielleicht noch darüber hinaus?) einen Einfluss auf depressive Menschen hatte, oder besser gesagt darauf, wie mit ihnen umgegangen wurde. So war es undenkbar, jemanden freiwillig in eine psychiatrische Klinik einzuweisen, wo man ihm vielleicht hätte helfen können. Denn wer dort landete, galt eben als “geisteskrank” und wir wissen ja, wie unter den Nazis mit solchen Menschen umgegangen wurde. Gerade, wenn man selbst an einer depressiven Erkrankung leidet, ein wirklich erschreckender Gedanke. Alles in allem eine spannende Biografie, die mir sehr gefallen hat, jedoch nicht ganz an die wunderbare und überraschende Mischung von Humor und Philosophie in “Ich bin dann mal weg” herankommt. Mir ist Hape Kerkeling sehr sympathisch und ich bin gespannt, ob er sein Vorhaben, mit 50 seine Showkarriere endgültig zu beenden, konsequent umsetzt. Falls ja, sollte das jeder respektieren. Er ist nach eigener Aussage kein Mensch, der die Öffentlichkeit braucht, und das glaube ich ihm. Ich bin jedenfalls froh, dass er nicht “Wetten, dass…” übernommen hat, war mir aber auch sicher, dass er das nicht tun würde ;-) Herzlichen Glückwunsch zum baldigen 50., Hape!
Für mich persönlich ist es ein wunderbares Buch. Hape Kerkeling beschreibt hier in seiner gewohnt heiteren, aber auch ernsten Art seine Kindheit und die Erlebnisse, aber vor allem die Menschen, die ihn nachhaltig geprägt haben. In seinen Gedanken dazu habe ich mich wiedererkannt und er hat mich aus seine Weise sehr berührt. Das Buch ist anders als "Ich bin dann mal weg" und das ist gut so. Während ich bei seinem ersten Buch wirklich mit ihm auf eine Reise gegeangen bin, ist es hier so, als würde man tatsächlich mit ihm gemeinsam auf sein Leben zurückblicken. Ganz so als würde man bei einer guten Flasche Wein zusammensitzen, während er erzählt. In gewisser und sehr persönlicher Weise, bin ich ihm dankbar, dass er mich als Leserin so daran hat teilnehmen lassen. Ich hoffe sehr, dass er noch ganz viel zu erzählen hat und nicht aufhört zu schreiben.
Wie immer bei Biographien…
… ist die Meinung über das Buch natürlich davon abhängig, wie sehr man sich für die jeweilige Person interessiert. Ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und vorher keinerlei Bezugspunkte zu Kerkeling gehabt, weswegen ich das Buch zwar unterhaltsam fand, mich aber andere Biographien bisher mehr berührt haben. Dennoch ist es ein unterhaltsames und humorvoll geschriebenes Buch, das ich gerne gelesen habe!
Wow. Ich hab das Buch lange nicht ganz oben auf meiner "Lesen", resp. "Hören will"-Liste gehabt. Ich bin zwar durchaus ein Hape-Fan, aber musste ich deshalb seine - wie man hört eher sehr traurige- Kindheitsgeschichte erfahren? Neeee.... Aber dann wurde mir das Buch zu meinem Biografien-Post nochmal ans Herz gelegt und ich dachte, warum nicht? Was soll ich sagen: Das Buch ist echt der Hammer! Natürlich ist so eine Biografie immer sehr individuell, aber ich habe doch an ganz vielen Stellen meine eigene Familiengeschichte wiedererkannt. Zum Glück ist die nicht halb so dramatisch wie die von Hape. Aber ich bin immerhin nur 5 Jahre jünger und in ein ähnliches katholisches Umfeld hereingeboren, wenn auch nicht im Ruhrpott, sondern im ländlichen Ostwestfalen. Immerhin hatte ich zu Buchhändlerzeiten eine Freundin in Recklinghausen, die irgendwie - wie war das -in der gleichen Schule war wie Hape? Und deren ältere Schwester irgendwie Achim Hagemann kannte? Naja, however, tut nix zur Sache.... Recklinghausen hat mir übrigens immer sehr gut gefallen, viele Fachwerkhäuser da! Und ich war zweimal im September bei besagter Freundin zu Gast, ihre Mutter hat einen formidablen Zwiebelkuchen mit Federweisser für uns gemacht... *schwelg* Wie auch immer, zurück zum Buch: Einen Opa, der nach 10 Jahren aus dem Krieg kam und für seine Kinder ein komplett Fremder war, hatte ich auch. Und auch der hat nie darüber gesprochen, was er da in Jugoslawien alles erlebt hat - besonders schön war das definitiv nicht. Auch ich hatte diverse Tanten und Großtanten und Großonkel, von denen Anektdoten gesammelt wurden (der Zinn40 auf der Hochzeitsfeier...). Auch ich bin zu Verwandten (oder waren es Nachbarn?) gegangen, um in deren FARBfernseher Pippi Langstrumpf oder Biene Maja zu gucken... Danke. Danke, Herr Kerkeling für diese Reise in die Kindheit - in Ihre und in meine. Das Buch inspiriert mich, bei allernächster Gelegenheit mit meinen Eltern über die "alten Zeiten" zu sprechen, und dann vielleicht die ein oder andere Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Ach so, Hape liest das Buch selbst. Und - als erfahrener Schauspieler undSprecher- das macht er das natürlich ganz großartig und deshalb würde ich das Hörbuch dem Selberlesen immer vorziehen.
Habe das Hörbuch gehört & es war einfach nur toll & emotional & alles.. Ich habe soo mitgelitten und gelebt und finde es unfassbar mutig von ihm, seine Geschichte mit der Welt zu teilen. Seine Lebensgeschichte ist wirklich filmreif (welchen es dann später ja auch gab, werde ich mir auch noch anschauen) Ich liebe Hape einfach seit meiner Kindheit, weshalb ich wahrscheinlich hier etwas subjektiv und positiv voreingenommen bewerte( Wobei ich damals Horst Schlämmer für eine reale Person gehalten habe und von Hapes Existenz eigentlich gar nichts wusste, aber egal :D). Danach habe ich direkt seine anderen Bücher mit seiner Vertonung gehört und kann immer noch nicht genug bekommen :p
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»Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht "berühmt werden"? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste ...« Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.
Book Information
Author Description
Hape Kerkeling, 1964 in Recklinghausen geboren, begann 1984 beim Fernsehen zu arbeiten; berühmt wurde er mit der Rolle »Hannilein«. Es folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und -Serien wie »Känguru«, »Total Normal«, »Hape trifft« und »Let’s Dance«, als Königin Beatrix, Uschi Blum oder Horst Schlämmer. Der Entertainer, Schlagersänger, Schauspieler, Synchronsprecher, Moderator, Kabarettist und Autor wurde vielfach geehrt; u. a. wurde er mit der Goldenen Kamera, dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet. Sein Buch »Ich bin dann mal weg« über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg stand 100 Wochen auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und hat mehr als fünf Millionen Leserinnen und Leser erreicht. Auch seine Kindheitsgeschichte »Der Junge muss an die frische Luft« fand ein Millionenpublikum. Beide Bücher wurden mit großem Erfolg verfilmt.
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Der Junge muss an die frische Luft ist kein Buch über Prominenz, sondern ein Buch über Überleben. Über das Weiterleben eines Kindes, dem viel zu früh das Fundament entzogen wird. Hape Kerkeling erzählt von seiner Kindheit mit einer bemerkenswerten Haltung: nahbar, offen, aber niemals voyeuristisch. Er verurteilt weder seine Mutter noch ihre Krankheit. Gleichzeitig erlaubt er sich – aus der Perspektive des Kindes völlig nachvollziehbar – die Handlung ihres Suizids zu verurteilen. Dieses Spannungsfeld hält das Buch aus, ohne es aufzulösen. Genau darin liegt seine Stärke. Besonders eindrücklich ist die Darstellung der Endgültigkeit: Nicht der Tod als Ereignis steht im Mittelpunkt, sondern das Danach. Die Leere. Die Verschiebung aller Gewichte. Das Buch fragt nicht nach Schuld, sondern danach, wie ein achtjähriges Kind weiterlebt, wenn es eigentlich keinen Halt mehr geben dürfte. Die Mutter erscheint als zutiefst tragische Figur: eine Nachkriegsfrau, überfordert von Care-Arbeit, Isolation, Krankheit und gesellschaftlichem Schweigen. Ihr Leid wird sichtbar, ohne entschuldigt zu werden. Gleichzeitig wird das strukturelle Versagen des Umfelds spürbar – nicht anklagend, sondern erschreckend still. Was dieses Buch jedoch nicht zu einer reinen Trauererzählung macht, sind die Menschen, die bleiben: starke Frauen wie Oma Bertha und Oma Änne, die keine Ersatzmütter sind, sondern Korrektive gegen das Alleinsein. Sie geben Sicherheit, ohne große Worte – und zeigen, wie lebensrettend bloßes Dasein sein kann. Humor zieht sich als leiser Rettungsring durch das Buch. Nicht als Gag, sondern als früh erlernte Überlebensstrategie: der Versuch, eine apathische Welt wieder ins Leben zu holen. Dieser Humor relativiert nichts – er hält aus. Am Ende bleibt man als Leser traurig, erschöpft, aber seltsam gehalten. Nicht, weil das Buch Hoffnung verspricht, sondern weil es zeigt, dass Würde, Mitgefühl und Weiterleben selbst unter unmenschlichen Umständen möglich sind. Ein zutiefst menschliches, ehrliches und tröstliches Buch. Eines, das lange nachhallt – und völlig zu Recht fünf Sterne verdient.
„Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling hat mich tief berührt. Schon im „Vorwort“, mit der Begegnung eines todkranken Kindes, das ihn unbedingt als Horst Schlemmer sehen wollte, zeigt sich, dass Humor bei ihm nie nur Spaß ist, sondern auch Nähe und Trost schenken kann. Damit gibt er dem Buch eine Richtung, die weit über bloße Anekdoten hinausgeht. Die eigentliche Kindheitserzählung beginnt dann leichtfüßig im Ruhrpott, mit all den Eigenheiten von Familie und Umfeld. Doch immer wieder spürt man, wie Verluste das Leben des Jungen prägen: erst Oma Änne, die für ihn ein Anker war, und dann die Veränderung seiner Mutter. Diese Passagen sind bedrückend und traurig, dabei aber nie übertrieben. Kerkeling beschreibt sie schlicht, ehrlich und dadurch umso eindrücklicher. Der Freitod der Mutter ist das Herzstück und der schmerzhafte Einschnitt. Er reißt den Jungen viel zu früh aus seiner Jugend und erklärt, warum in Hapes Humor immer auch ein leiser Schatten mitschwingt. Das Buch ist deshalb keine gewöhnliche Promi-Biografie, sondern eine berührende Erinnerung an eine Kindheit zwischen Lachen und Schmerz – ehrlich, traurig und voller Menschlichkeit.
Bin einfach Fan ⭐️
Was für eine Familiengeschichte…das wird mir noch etwas nachhängen. Wahnsinnig interessante, sympathische und auch tragische Charaktere. Alle haben ihn geprägt und ihn zu dem tollen Menschen gemacht, der er ist. Ich habe - Ich bin dann mal weg! - schon sehr gemocht. Umso schöner auch, dass er das Hörbuch selbst gesprochen hat. Habe es sehr gerne gehört. Empfehlung!
Hape Kerkeling hat eine ganz herrliche Art zu erzählen - man fühlt sich mittendrin und mitdabei. Er nimmt uns mit auf eine Reise durch seine frühen Kindheitstage. Man lernt ganz wunderbare, manchmal etwas skurrile, aber liebevolle Menschen kennen, die Hape in seinen jungen Jahren begleitet und auf die eine oder andere Weise geprägt. Und das haben diese Menschen, meiner Meinung nach, fabelhaft gemacht! Ich finde, Hape Kerkeling ist ein toller, lustiger, ernster, auf den Boden gebliebener Mensch. Beim Lesen hatte ich quasi Hape's Stimme im Ohr - als hätte er mir sein Buch vorgelesen. Bei Gelegenheit werde ich mir auch das Hörbuch anhören. Ich wünsche Hape Kerkeling, dass er weiterhin solche tollen Menschen in seinem Leben hat. Uns wünsche ich, dass wir noch das ein oder andere mit und von Hape miterleben dürfen.
Hape muss an die Luft.
Nachdem ich den Film mochte und das Buch zufällig im Buchschrank fand, dachte ich mir: Warum nicht? Es war eine dieser spontanen Entscheidungen, die sich später als sehr lohnenswert herausstellten. Schon die Vorstellung, dass der Film nur ein kleiner Ausschnitt aus der gesamten Geschichte war, weckte meine Neugierde. Also griff ich zum Buch, und es dauerte nicht lange, bis ich tief in die Erzählung eintauchte. Im Buch begleiten wir Hape Kerkeling auf einer Reise durch seine Kindheit, die von vielen Höhen und Tiefen geprägt ist. Es geht nicht nur um die großen, prägnanten Ereignisse seines Lebens, sondern auch um die kleinen, persönlichen Erlebnisse, die ihn und seine Sicht auf die Welt geprägt haben. Das Buch gibt einen tiefen Einblick in die Entwicklung eines Menschen, der es später schaffte, zu einer bekannten und beliebten Figur in Deutschland zu werden. Wir erfahren von seinen ersten Erlebnissen, seinen Ängsten, seinen Freuden, aber auch von den Herausforderungen, die er bewältigen musste. Besonders gut unterhalten hat mich der Abschnitt, in dem Hapes Großeltern völlig spontan eine ganze Herde Pferde kauften. Es war eine dieser unerwarteten, verrückten Entscheidungen, die einem das Gefühl geben, dass das Leben von Hape immer voller Überraschungen war. Die ganze Szene war so lebendig und humorvoll beschrieben, dass ich förmlich das Lachen und die Verwirrung der Familienmitglieder spüren konnte, als die Großeltern beschlossen, ohne jede Vorwarnung ihre Alltagswelt mit einer solch außergewöhnlichen Handlung zu bereichern. Es war eine der vielen Stellen im Buch, die einen sowohl zum Schmunzeln brachten als auch das Gefühl von Wärme und Nostalgie weckten. Die Mischung aus humorvollen und tiefgründigen Momenten macht das Buch zu einer unterhaltsamen und zugleich reflektierenden Lektüre. Es war eine wunderbare Ergänzung zum Film und gab mir noch mehr Einblick in die faszinierende Persönlichkeit von Hape Kerkeling.
Hape Kerkeling erzählt offen von seiner Kindheit
Dieses Hörbuch ist schon deswegen super, weil Hape es selbst liest. Hape erzählt offen und ehrlich von seiner Kindheit bis ins erwachsen werden. Es ist ungeschminkt alles dabei. Höhen und Tiefen, trotz allem durfte der kleine Junge einfach er sein. Man merkt er hat mit diesem Buch noch abschließend Dinge nochmal Revue passieren lassen und gut damit abgeschlossen. Es ist jedoch auch eine Liebeshommage an seine Familie.
Schönes (Hör-)buch, in dem teilweise traumatische Ereignisse rund um eine suizidale Mutter neutral und ohne die Vorwürfe erzählt, die ein betroffenes Kind durchaus hätte auf den Tisch legen können. Auch wenn das Thema, vor allem die Zeit vor dem beschriebenen Suizid teilweise nur schwer zu ertragen war, hat Hape Kerkeling es geschafft, durch kleine, unbeschwerte Einwürfen mit dem ihm typischen respektvollen Humor, mich als Hörer nicht zu verlieren oder mich emotional zu sehr leiden zu lassen. Trotz allem stand in dem Buch das Positive im Vordergrund, das Lebensbejahende, der Humor und ganz vorne die Liebe. Das er es geschafft hat, aus seiner Lebenslage so stark herauszugehen, finde ich wohl das Beeindruckendste an der ganzen Erzählung. Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte.
✨Bewegend, humorvoll, ehrlich und inspirierend ✨
"Der Junge muss an die frische Luft" ist die autobiographische Erzählung des Komikers Hape Kerkeling, die als Hörbuch persönlich von ihm vorgelesen wird. Kerkeling schildert seine ersten schauspielerischen Versuche, seine Leidenschaft fürs Verkleiden und die Freude daran, andere zum Lachen zu bringen. Er lässt aber ebenso nicht unerwähnt wie schwer seine Kindheit war durch den Tod seiner geliebten Oma und dem Suizid seiner jungen Mutter und denen daraus herausfordernden Zeiten. Sein Humor wird zu einem Überlebensmechanismus, der Kerkeling durch die schwierigsten Phasen seines Lebens trägt. Es ist wirklich bemerkenswert wie er über sein Leben erzählt, humorvolle Anekdoten wechseln plötzlich zu tragischen Momenten, so saß ich oft lachend oder schmunzelnd da und im nächsten Moment musste ich meine Tränen trocknen. Besonders seine beiden Omas finde ich durch ihren eisernen Willen und die Aufopferung der Familie tief inspirierend. Sein Buch hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir besonders im Hinblick auf Trauerbewältigung, Humor als Überlebensstrategie und die Kraft auch in schweren Situationen positiv zu bleiben und nicht den Glauben zu verlieren.
Hape Kerkeling erzählt in seiner autobiografischen Kindheitsschilderung Der Junge muss an die frische Luft mit beeindruckender Offenheit von den prägenden Erlebnissen seiner frühen Jahre. Was zunächst humorvoll und leicht beginnt, entwickelt sich schnell zu einer zutiefst bewegenden Reise durch Verlust, familiäre Herausforderungen und die Suche nach einem Platz im Leben. Kerkeling gelingt dabei etwas, das nur wenige Autoren beherrschen: Er balanciert meisterhaft zwischen herzlichem Witz und schmerzlicher Tragik, ohne je billig zu wirken oder in Kitsch abzurutschen. Sein Humor ist nicht nur unterhaltsam, sondern trägt eine hintergründige, beinahe philosophische Note in sich. Gerade weil das Buch so ehrlich von negativen Erfahrungen erzählt, berührt es umso mehr, zu sehen, wie aus dem Jungen ein offener, positiv denkender Mensch wird, dessen Blick auf die Welt durch Verletzlichkeit, Empathie und Lebenslust geprägt ist. Kerkelings Sprache ist zugleich einfühlsam und direkt, manchmal scharf, dann wieder sanft – und immer authentisch. Dieses Buch ist lustig, traurig, nachdenklich stimmend und erstaunlich hoffnungsvoll. Eine Biografie, die nicht nur Einblicke in ein außergewöhnliches Leben bietet, sondern uns auch viel über das Menschsein erzählt. Eine klare Empfehlung – nicht nur für Fans von Hape Kerkeling, sondern für alle, die Literatur mögen, die gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt. Fazit: Ein bewegendes, humorvolles und tiefgründiges Buch über Kindheit, Verlust, Mut und die heilende Kraft des Humors. Unbedingt lesenswert.
Mich hat dieses Buch tief berührt und ich sehe hinter seinem Lächeln nun einen anderen Menschen.
Klappentext: Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. »Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht “berühmt werden”? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste …« Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte. Erster Satz: Niemand, so behaupte ich, kann so überzeugend harmlos und ungefährlich dreinschauen wie ich. Meine Rezension: Als ich davon las, dass eine Autobiografie von Hape Kerkeling erscheint, war für mich klar, dass ich als riesiger Fan von “Kein Pardon” diese sofort lesen muss. Den Film kenne ich auswendig und kann alle Szenen mitsprechen, selbst nach Jahren noch. Ich hatte vermutet, dass es bei seinem Lebensbericht nur kurz um seine Kindheit und hauptsächlich um seinen Weg ins Showbusiness geht. Doch ich wurde sehr überrascht! Er beschreibt seine Kindheit Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in Gelsenkirchen, wie er einen Großteil seiner Kindheit im Oma Änne’s Laden verbracht und jeden Dorfplausch mitbekommen hat. Dadurch, dass sein Vater beruflich viel durch Europa reiste und nur selten zuhause war und selbst dann nicht viel mit dem kleinen Hans-Peter (wie er zu diesem Namen kam, wird auch erklärt) anfangen konnte, übernahmen seine Tanten und besonders seine Großmütter einen Großteil seiner Erziehung. Seine Beschreibungen fand ich so herzlich und authentisch, man merkt, wie sehr ihm diese Zeit einerseits gefallen hat, andererseits auch sehr geprägt hat. Die Gewalt seiner Mutter ihm gegenüber, ihr Freitod und vorallem die Tipps seiner Großmutter haben ihn zu dem gemacht, den die meisten von uns heute lieben. Seine emotionale Schilderung des Verlustes lässt den Leser aber nicht traurig und bekümmert zurück, sondern sie gibt Kraft. Kraft nach vorne zu blicken. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung von mir! Besser noch: das Hörbuch hören, Hape Kerkeling spricht es selbst. Mich hat dieses Buch tief berührt und ich sehe hinter seinem Lächeln nun einen anderen Menschen.
Super sympathisch geschrieben. Einfach wahnsinn was Hape Kerkeling als Kind erlebt hat und wie er dennoch so geworden ist wie er ist. Mir hat so gut gefallen, wie resilient er ist und sich nicht einmal in der Opferrolle sieht und egal wie schwer es war, es macht einfach Spaß dieses buch zu lesen und man muss oft lachen. Große Leseempfehlung ❤️
Hape Kerkeling kann einfach wunderbar erzählen. Selbst normale Kindheitserinnerungen werden interessant und lebendig. Die Kunst ist vermutlich wie und nicht was erzählt wird. Bis das zentrale Ergebnis dieser Biographie, der Tod seiner Mutter, sein Leben überschattet, ist vieles ziemlich normal. Wenn ich mir nun vorstelle, ich würde über meine Kindheit schreiben, es wäre total langweilig und unlesbar. Hape Kerkeling hingegen schreibt total spannend und reflektiert über seine Kindheit. Ich fand es toll und bin begeistert.
Viel besser als erwartet - ich mag den Erzählstil. Ich glaube, in fiktiven Büchern hätte mich das übermaß an Adjektiven teilweise in den Wahnsinn getrieben, aber wenn ich selber was zu Papier bringe, dann hört sich das manchmal ganz ähnlich an. In Hapes Buch, das ja eine Biographie ist, halte ich den Stil für vollkommen passend. Bevor das Buch erschien, dachte ich es würde lustig, als ich erfuhr, dass es vom Tod der Mutter handelt, befürchtete ich, dass es sehr ernst und traurig würde und machte ich darauf gefasst - Aber dann hab ich mich eigentlich fast die ganze Zeit sehr wohl damit gefühlt. Das Buch ist teils amüsant ohne albern zu sein und teils ernst ohne den Zeigefinger zu erheben. Hapes Verwandtschaft ist ein schöner Querschnitt durch die Menschheit. Manche Onkel und Tanten sind mir sehr vertraut ...und Oma Änne ist der Knaller! ;-) 4/5
Warum bloß habe ich dieses Buch erst jetzt gehört?! Ich hatte damals mitbekommen als es herauskam und auch den Film und trotzdem war es lange nur auf meiner TBR Liste. Doch nun endlich. Und es war so gut. So unterhaltsam, bewegend und interessant. Wie oft musste ich heulen. Ich mag Hape und seine Bücher vor allem als Hörbuch. Nun muss ich aber sein neuestes bald hören!
Hape Kerkeling hat so eine ruhige sanfte Stimme, er könnte mir auch was über Waschmaschinen erzählen und ich würde zu hören. Ich habe dieses Hörbuch genossen. Ich musste oft weinen und gleichzeitig schmunzeln. Ein großes Dankeschön an Hape Kerkeling für dieses gefühlvolle und humorvolle Hörerlebnis.
Ich bin mit Hape Kerkeling aufgewachsen, kannte ihn schon lange vor “Total Normal” und mochte ihn auch immer. “Total Normal” war für mich allerdings schon sein Meisterwerk, im kongenialen Duo mit Achim Hagemann (Hurz!). Als es mir vor einigen Jahren schlecht ging, schenkten mir meine Kollegen in einer Krankmeldungsphase Hapes Buch “Ich bin dann mal weg”, das mir wahnsinnig gut gefallen hat. Dass ich auch dieses Buch lesen wollte, war von vornherein klar. Die Entscheidung für die Hörbuchversion war einfach – kein teures Hardcover und Hape liest selbst. Und das macht er natürlich auf seine unvergleichliche Art, es wäre undenkbar, jemand anderen das Buch lesen zu lassen. Es ist ein sehr, sehr persönliches Buch, in dem Hape nicht nur von seiner Kindheit erzählt, die vom Selbstmord seiner Mutter überschattet war, sondern auch den einen oder anderen prägenden Moment seines späteren Lebens anspricht. Sehr rührend die Episode, die gleich zu Beginn kommt, als er als Horst Schlämmer ein todkrankes Mädchen trifft. Ein wenig gestört hat mich, wie sehr Hape auf das Gutmenschentum pocht, das war mir stellenweise ein bisschen zu viel. Ein paar sehr lustige Anekdoten sind natürlich auch dabei. Ganz viel Anteil an Hapes Leben hatten seine beiden Großmütter und deren wunderbaren Charakter und ihre erstaunliche Toleranz spielen daher in dem Buch eine ganz große Rolle. Richtig schlimm war das Schicksal von Hapes Mutter, die eigentlich eine fröhliche Frau war, bis ihr die Lebensfreude genommen wurde, warum, möchte ich hier nicht sagen, das lest ihr lieber selbst oder hört es euch an. Was Hape da mitgemacht hat, ist nicht zu unterschätzen. Sehr interessant fand ich Hapes These, dass indirekt das Naziregime bis in die siebziger Jahre hinein (und vielleicht noch darüber hinaus?) einen Einfluss auf depressive Menschen hatte, oder besser gesagt darauf, wie mit ihnen umgegangen wurde. So war es undenkbar, jemanden freiwillig in eine psychiatrische Klinik einzuweisen, wo man ihm vielleicht hätte helfen können. Denn wer dort landete, galt eben als “geisteskrank” und wir wissen ja, wie unter den Nazis mit solchen Menschen umgegangen wurde. Gerade, wenn man selbst an einer depressiven Erkrankung leidet, ein wirklich erschreckender Gedanke. Alles in allem eine spannende Biografie, die mir sehr gefallen hat, jedoch nicht ganz an die wunderbare und überraschende Mischung von Humor und Philosophie in “Ich bin dann mal weg” herankommt. Mir ist Hape Kerkeling sehr sympathisch und ich bin gespannt, ob er sein Vorhaben, mit 50 seine Showkarriere endgültig zu beenden, konsequent umsetzt. Falls ja, sollte das jeder respektieren. Er ist nach eigener Aussage kein Mensch, der die Öffentlichkeit braucht, und das glaube ich ihm. Ich bin jedenfalls froh, dass er nicht “Wetten, dass…” übernommen hat, war mir aber auch sicher, dass er das nicht tun würde ;-) Herzlichen Glückwunsch zum baldigen 50., Hape!
Für mich persönlich ist es ein wunderbares Buch. Hape Kerkeling beschreibt hier in seiner gewohnt heiteren, aber auch ernsten Art seine Kindheit und die Erlebnisse, aber vor allem die Menschen, die ihn nachhaltig geprägt haben. In seinen Gedanken dazu habe ich mich wiedererkannt und er hat mich aus seine Weise sehr berührt. Das Buch ist anders als "Ich bin dann mal weg" und das ist gut so. Während ich bei seinem ersten Buch wirklich mit ihm auf eine Reise gegeangen bin, ist es hier so, als würde man tatsächlich mit ihm gemeinsam auf sein Leben zurückblicken. Ganz so als würde man bei einer guten Flasche Wein zusammensitzen, während er erzählt. In gewisser und sehr persönlicher Weise, bin ich ihm dankbar, dass er mich als Leserin so daran hat teilnehmen lassen. Ich hoffe sehr, dass er noch ganz viel zu erzählen hat und nicht aufhört zu schreiben.
Wie immer bei Biographien…
… ist die Meinung über das Buch natürlich davon abhängig, wie sehr man sich für die jeweilige Person interessiert. Ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und vorher keinerlei Bezugspunkte zu Kerkeling gehabt, weswegen ich das Buch zwar unterhaltsam fand, mich aber andere Biographien bisher mehr berührt haben. Dennoch ist es ein unterhaltsames und humorvoll geschriebenes Buch, das ich gerne gelesen habe!
Wow. Ich hab das Buch lange nicht ganz oben auf meiner "Lesen", resp. "Hören will"-Liste gehabt. Ich bin zwar durchaus ein Hape-Fan, aber musste ich deshalb seine - wie man hört eher sehr traurige- Kindheitsgeschichte erfahren? Neeee.... Aber dann wurde mir das Buch zu meinem Biografien-Post nochmal ans Herz gelegt und ich dachte, warum nicht? Was soll ich sagen: Das Buch ist echt der Hammer! Natürlich ist so eine Biografie immer sehr individuell, aber ich habe doch an ganz vielen Stellen meine eigene Familiengeschichte wiedererkannt. Zum Glück ist die nicht halb so dramatisch wie die von Hape. Aber ich bin immerhin nur 5 Jahre jünger und in ein ähnliches katholisches Umfeld hereingeboren, wenn auch nicht im Ruhrpott, sondern im ländlichen Ostwestfalen. Immerhin hatte ich zu Buchhändlerzeiten eine Freundin in Recklinghausen, die irgendwie - wie war das -in der gleichen Schule war wie Hape? Und deren ältere Schwester irgendwie Achim Hagemann kannte? Naja, however, tut nix zur Sache.... Recklinghausen hat mir übrigens immer sehr gut gefallen, viele Fachwerkhäuser da! Und ich war zweimal im September bei besagter Freundin zu Gast, ihre Mutter hat einen formidablen Zwiebelkuchen mit Federweisser für uns gemacht... *schwelg* Wie auch immer, zurück zum Buch: Einen Opa, der nach 10 Jahren aus dem Krieg kam und für seine Kinder ein komplett Fremder war, hatte ich auch. Und auch der hat nie darüber gesprochen, was er da in Jugoslawien alles erlebt hat - besonders schön war das definitiv nicht. Auch ich hatte diverse Tanten und Großtanten und Großonkel, von denen Anektdoten gesammelt wurden (der Zinn40 auf der Hochzeitsfeier...). Auch ich bin zu Verwandten (oder waren es Nachbarn?) gegangen, um in deren FARBfernseher Pippi Langstrumpf oder Biene Maja zu gucken... Danke. Danke, Herr Kerkeling für diese Reise in die Kindheit - in Ihre und in meine. Das Buch inspiriert mich, bei allernächster Gelegenheit mit meinen Eltern über die "alten Zeiten" zu sprechen, und dann vielleicht die ein oder andere Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Ach so, Hape liest das Buch selbst. Und - als erfahrener Schauspieler undSprecher- das macht er das natürlich ganz großartig und deshalb würde ich das Hörbuch dem Selberlesen immer vorziehen.
Habe das Hörbuch gehört & es war einfach nur toll & emotional & alles.. Ich habe soo mitgelitten und gelebt und finde es unfassbar mutig von ihm, seine Geschichte mit der Welt zu teilen. Seine Lebensgeschichte ist wirklich filmreif (welchen es dann später ja auch gab, werde ich mir auch noch anschauen) Ich liebe Hape einfach seit meiner Kindheit, weshalb ich wahrscheinlich hier etwas subjektiv und positiv voreingenommen bewerte( Wobei ich damals Horst Schlämmer für eine reale Person gehalten habe und von Hapes Existenz eigentlich gar nichts wusste, aber egal :D). Danach habe ich direkt seine anderen Bücher mit seiner Vertonung gehört und kann immer noch nicht genug bekommen :p















































