Der Junge bekommt das Gute zuletzt

Der Junge bekommt das Gute zuletzt

Softcover
4.041
SchuleTragikomödieKindheitGroteske

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Description

Die allertraurigste Geschichte von allen
Claude ist dreizehn, und ganz allein. Seine Eltern haben sich erst getrennt, dann buchstäblich eine Mauer durch die Wohnung gezogen. Irgendwann waren beide weg. Jetzt hat Claude nur noch Taxifahrer Dirko, der ihn täglich in die Schule fährt, wo Claude doch nur von den Reichenkindern vermöbelt wird. Dirko ist Serbe, hat eine Schublade voller falscher Ausweise aus aller Herren Länder und kann Geschichten erzählen wie kein zweiter. Meist haben sie mit Schmerz zu tun.
Dann lernt Claude an seiner neuen Schule auf einem alten Donaufrachtschiff ein Mädchen kennen. Liebe erwacht. Claude und Minako machen sich daran, ihre eigene Familie zu gründen, dabei sind sie beide doch noch so furchtbar jung. Ob das ohne Schmerzen abgeht?

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
224
Price
14.40 €

Author Description

Dirk Stermann, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Fernsehmoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. 2016 erschien sein Roman Der Junge bekommt das Gute zuletzt, und NDR Kultur urteilte: «Ein lustiger deutscher Medienstar, der als österreichischer Romancier sehr ernst genommen werden sollte.» 2019 folgte Der Hammer und 2022 Maksym.Dirk Stermann, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Fernsehmoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. 2016 erschien sein Roman «Der Junge bekommt das Gute zuletzt», 2019 «Der Hammer» und 2022 «Maksym». «Mir geht‘s gut, wenn nicht heute, dann morgen.» erreichte in den österreichischen Bestseller-Charts den Spitzenplatz.

Posts

4
All
4.5

"Vielleicht hilft es, eine Familie zu gründen, Claude. Eine eigene Familie. Vergiss sie nicht, aber gib sie auf. So wie sie dich." Traurig und skurril, aber stellenweise mit feinem Humor. Plötzlich steht der 13jährige Claude alleine da. Die Mutter ist Ethnologin, verlässt die Familie wegen einem peruanischem Straßenmusiker und nimmt auch den Bruder mit. Der sexsüchtige Vater, mäßig erfolgreicher Posaunist und Musiklehrer, erlebt mit einer Blockflöten-Spielerin den zweiten Frühling und wird nochmal Vater. Claude ist beiden auf ihrem Selbstverwirklichungstrip im Weg und wird schrittweise aus ihrem Leben ausradiert. Halt, Hilfe und Unterstützung findet er bei dem Serben Dirko und der 14jährigen Minako, seiner großen Liebe. Ein schrecklich trauriges und verstörendes Buch das inhaltlich fassungslos macht, aber sprachlich absolut überzeugt.

3.5

Ich hätte das Buch so gerne richtig ! gemocht...

Eine unfassbar traurige, skurrile Geschichte, eingebettet in - für meinen Geschmack - zu viel Wortakrobatik und vermeintlicher Wortwitz. Hingerissen war ich von Claude, dem hoffnungslos, beinahe "gewalttätig" von den Eltern allein gelassenen Teenager, der dennoch nicht zerbricht ...dank seiner Freunde, allen voran dem gleichzeitig hemdsärmeligen als auch lebensklugen, an MS erkrankten Taxifahrer Dirko, der eine Art Ersatzvater für ihn wird und der sanften Minako, seiner ersten Liebe. "Wie dumm ich war vor einem Jahr Wie ich gedacht haben konnte, das sei mein Leben. Wie ich so vertrauen konnte. Kindisch. Zu glauben, mein Leben sei an einem sicheren Ort". Fassungslos macht mich die esoterisch angehauchte, egoistische, kalte Mutter. die Verständnis für ihre! Lage einfordert, ohne dem Jungen ein Gefühl von Liebe zu vermitteln. Auch der offenschtlich sexsüchtige Vater ist eine Katastrophe, ebenso wie die fettleibige esssüchtige lieblose " innere Oma". Der 'Gipfel' : sie schenkt Claude und seinem Bruder scheußliche von ihr gemalte Bilder zu Weihnachten , als Revanche für die kindlichen Zeichnungen, die sie jahrelang von ihren Enkeln bekommen hat. :( Das sprachlich oft "gewollt Witzige" hat mich an diesem Roman gestört. Z.B. "Spatzerl", sagte die alte Frau, deren Ballonlippen zum Reißen gespannt waren. In den Mundwinkeln hatte sie getrocknete Speichelfäden. Schaumburg an der Lippe."....- puh ! Wer diese Art von Humor mag, wird das Buch lieben - die Story ist großartig ( und tieftraurig).

Ich hätte das Buch so gerne  richtig ! gemocht...
5

Abgefahren, makaber, traurig, bestürzend und ziemlich komisch

Stell dir vor, du bist 13, heißt Claude (wegen #claudedebussy), deine Mutter ist Ethnologin, hat sich in einen peruanischen Straßenmusiker verliebt und sich nun entschieden, mit diesem und ihrem Zweitgeborenen, weil der seine Mutter mehr „braucht“ als der ältere Sohn, zusammenzuleben. Dein Vater kommentiert dies mit: „Jetzt schau nicht wie ein Narr. Deine Mutter hat uns verlassen. So was passiert. Du hast Glück. Stell dir vor, du wärst Jeside im islamischen Staat oder Jesidin. Sei froh, Claude. Ich mein, es gibt Tunten da unten, die haben Angst vor jedem Stein, der in der Wüste liegt. Dass er aufgehoben wird, und schon fliegt er ihnen an den Schädel. Du wohnst in Wien, du bist weiß, du bist jung, du bist Mitteleuropäer. Du könntest eins von einer Million Flüchtlingskinder in einem Flüchtlingslager in Afrika sein, dem eine Millionen Fliegen im Auge sitzt. Oder du könntest eine der eine Millionen fliegen sein, die sich um einen Platz in der Augenflüssigkeit eines Kindes mit allen anderen Kindern streitet.“ Auf sachlicher Ebene, immer nur alles eine Frage der Perspektive eben. ⠀ Die Story erinnert an #tschick, nur schlimmer. Skurril, traurig, komisch, tragisch und makaber. An elterlichen Gemeinheiten kaum zu überbieten. Vor lauter Entrüstung möchte man das Jugendamt kontaktieren. Wer solche (Groß-)Eltern hat, braucht keine Feinde mehr. Und ganz nach dem Motto #schlimmergehtimmer nimmt die Geschichte ihren Lauf. Wenigstens heuchelt da keiner unnötig herum, wenn das tröstlich erscheint. Ganz schön harter Tobak… Trotzdem komisch! Krasser Literaturstart ins neue Jahr 🎉🍾🥂

2.5

Mir war das Buch zu künstlich. Traurig war es zwar, aber es hat mich nicht bewegt und es waren leider keine neuen Gedanken für mich dabei

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