Der Hund, der nur Englisch sprach

Der Hund, der nur Englisch sprach

Hardback
3.78

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Description

Linus Reichlin liefert in seinem Roman ein grandioses Vexierspiel über die Grenzen unserer Wirklichkeitswahrnehmung. Die Begegnung mit einem Hund wird zum Auslöser eines turbulenten Abenteuers zwischen Einbildung und Realität. Extrem schräg und mit hohem Suchtfaktor.

Felix Sell hat eine eher pragmatische Sicht aufs Älterwerden. Wenn er sich ein neues Bücherregal kauft, schätzt er zum Beispiel vorher ein, ob das Preis-Leistungs-Lebenserwartungs-Verhältnis gewahrt ist. Und wenn er in seiner Plattensammlung auf einen uralten LSD-Trip stößt, probiert er ihn natürlich aus, er hat schließlich nichts zu verlieren.

Doch als kurz darauf ein kleiner Hund vor seiner Tür steht und fluchend reinkommen will, gerät Felix Sells entspannte Perspektive auf das Dasein ins Wanken. Denn bevor er herausfinden kann, ob der englisch sprechende Hund real oder eine Erfindung seines frisch berauschten (oder zu alten?) Gehirns ist, dringen zwei (offenbar echte?) Verfolger in seine Wohnung ein.

Felix bleibt nichts übrig, als erstmal das Naheliegende zu tun: den Hund in Sicherheit bringen und Indizien dafür sammeln, ob er existiert oder nicht. Was er nicht ahnt: Dies ist der Anfang eines Geschehens, das ihn für immer aus seinem festgefahrenen (Rest-)Leben beamen wird.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
320
Price
23.70 €

Author Description

Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für sein Debüt Die Sehnsucht der Atome erhielt er 2009 den Deutschen Krimipreis. Der Roman Der Assistent der Sterne wurde zum "Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 (Sparte Unterhaltung)" gewählt. Es folgten die Romane Das Leuchten in der Ferne (2012), In einem anderen Leben (2014), Keiths Probleme im Jenseits (2019) und zuletzt Señor Herreras blühende Intuition (2021).

Posts

4
All
4.5

Gelungene Auseinandersetzung mit den Grenzen der Realität und den unbegrenzten Möglichkeiten der Fantasie!

An einem einsamen Abend möchte Felix sein neues Regal einräumen. Dabei findet er zwei 40 Jahre alte LSD-Tabletten, die er kurzerhand einnimmt. Plötzlich steht Hobo, ein kleiner, sprechender Jack Russel Terrier in seiner Wohnung. Hobo berichtet entführt worden zu sein und bittet Felix um Hilfe. Er spricht allerdings nur englisch. Gemeinsam starteb Felix und der Terrier in ein gemeinsames Abenteuer. Ich finde den Schreibstil des Autors sehr angenehm. Auch die kurzen Kapitel sprachen mich an. Die Grenzen zwischen Realität und Halluzinationen verschwimmen, der sprechende Hobo bleibt jedoch an Felix Seite. Der Autor hat sich gekonnt mit den Grenzen der Realität und den unbegrenzten Möglichkeiten der Fantasie auseinandergesetzt.

4

Wieder einmal eine gute Idee, die zum Ende hin verpufft.

Gutes Buch, gut geschrieben, allerdings habe ich wie bei anderen Büchern das Gefühl, der Autor habe eine tolle, einmalige Idee gehabt (hier: ein Hund, der nur in Gegenwart des Protagonisten spricht, und zwar englisch), aber zum Ende hin wird dieser Plot nicht richtig erklärt, nicht zu Ende gebracht. Es gibt hier sogar zwei Versionen des Endes, dazu noch Erklärungen des Autors. Ist okay, kann man aber besser machen. Trotzdem lesenswert, weil Protagonist und Hund einfach ein tolles Team sind.

4

Außergewöhnliches Leseerlebnis!

In einem Anfall von Melancholie wirft sich Felix zwei 40 Jahre alte LSD Tabletten ein. Als plötzlich der englisch sprechende Jack Russell Terrier „Hobo“ in seinem Wohnzimmer steht und von ihm verlangt, dass er ihn vor seinen Entführern rettet und nach Florida zurückbringt, hält Felix das für einen LSD Trip. Doch der Hund verschwindet einfach nicht mehr und für Felix beginnt eine wirklich schräge Zeit… Um „Der Hund, der nur Englisch sprach“ von Linus Reichlin bin ich lange herumgeschlichen…da wir einen Jack Russell Terrier haben, kam ich aber letztlich nicht drumherum das Buch zu kaufen. Es ist gar nicht mal so leicht diesen Roman in Worte zu fassen, denn ehrlicherweise liest er sich tatsächlich so, als würde jemand einen LSD Trip beschreiben. Andererseits ist es eine herrlich schräge, total irrwitzige und an den Haaren herbeigezogene Story, so dass man nicht aufhören kann zu lesen. Das Nachwort des Autors ist mindestens genauso gut wie der Roman selber! Das Buch ist richtig toll geschrieben, es erlaubt seinen Lesern einfach mal von der Realität wegzugehen und sich auf vollkommene Hirngespinste einzulassen und sich darüber zu amüsieren. Dadurch wird der Roman sehr besonders und ich kann ihn tatsächlich empfehlen. Allerdings niemandem, der politisch zu 100% korrekt ist und die Dinge sehr eng sieht. Ein bisschen Spaß am Unsinn muss man hier schon mitbringen. Am Ende bleiben viele Fragen offen - mein No-Go bei Romanen und ich finde, der spezielle Charakter der Jack Russell Terrier wird nicht ausgiebig dargestellt. Sie sind unglaublich spezielle Hunde, was dem Roman zuträglich gewesen wäre. Aber dennoch würde ich das Buch jederzeit wieder lesen. Das war ein aussergewöhnliches Lese-Erlebnis mit hohem Unterhaltungswert! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

3

Spannend, kurzweilig, philosophisch

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