Der etwa vierzigjährige Mann
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Book Information
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Hartmut Lange, geboren 1937 in Berlin-Spandau, studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie. Für seine Dramen, Essays und Prosa wurde er vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm der Novellenband ›Am Osloer Fjord oder der Fremde‹ (2022). Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
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Novellen mit Nachhall – Kopfkino der anderen Art
Also, ich hab’s versucht, wirklich. Ich dachte: „Na komm, ein paar Novellen, bisschen Philosophie, bisschen Wahnsinn – was soll schon schiefgehen?“ Tja, jetzt sitze ich hier, gucke aus dem Fenster, und bin mir nicht mal mehr sicher, ob ich wirklich existiere oder nur Teil einer allegorischen Kurzgeschichte bin. Hartmut Lange zieht einen in seine Welt wie ein charmant-verrückter Hypnotiseur mit Germanistikabschluss. Der Mann hat’s drauf, existenzielle Fragen so in Sätze zu packen, dass man erst zwei Seiten später merkt, dass einem gerade der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Die Geschichten sind alles andere als gefällig. Sie sind leise, langsam und irgendwie geisterhaft – aber nicht im Gruselkabinett-Stil, sondern eher wie ein verstohlener Blick in einen Spiegel, der zurückdenkt. Mal rennt jemand der Schönheit hinterher, als wär sie ein entlaufener Dackel. Mal verliebt sich wer so tief, dass er am Ende ganz woanders rauskommt. Und irgendwo dazwischen schaut ein anderer einfach zu lange in den Abgrund, bis der Abgrund zurückzwinkert. Man muss ein bisschen schräg drauf sein, um das hier zu mögen – aber ich bin’s, also passt das. Der Stil ist hochliterarisch, aber nie angeberisch. Eher wie ein smarter Freund, der nie lauter wird, aber trotzdem alle zum Schweigen bringt. Ich gebe vier Sterne, weil ich manchmal echt dachte: Jetzt ein bisschen mehr Tempo oder ein Satz, der nicht gleich die Seele sezieren will, wär schon nett. Aber hey, das hier ist kein Pageturner – das ist Kopfkino mit Abgründen, die keine Pause kennen. Und genau dafür lohnt sich die Reise. Nur mit leichtem Gepäck, versteht sich.

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Hartmut Lange, geboren 1937 in Berlin-Spandau, studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie. Für seine Dramen, Essays und Prosa wurde er vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm der Novellenband ›Am Osloer Fjord oder der Fremde‹ (2022). Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
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Novellen mit Nachhall – Kopfkino der anderen Art
Also, ich hab’s versucht, wirklich. Ich dachte: „Na komm, ein paar Novellen, bisschen Philosophie, bisschen Wahnsinn – was soll schon schiefgehen?“ Tja, jetzt sitze ich hier, gucke aus dem Fenster, und bin mir nicht mal mehr sicher, ob ich wirklich existiere oder nur Teil einer allegorischen Kurzgeschichte bin. Hartmut Lange zieht einen in seine Welt wie ein charmant-verrückter Hypnotiseur mit Germanistikabschluss. Der Mann hat’s drauf, existenzielle Fragen so in Sätze zu packen, dass man erst zwei Seiten später merkt, dass einem gerade der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Die Geschichten sind alles andere als gefällig. Sie sind leise, langsam und irgendwie geisterhaft – aber nicht im Gruselkabinett-Stil, sondern eher wie ein verstohlener Blick in einen Spiegel, der zurückdenkt. Mal rennt jemand der Schönheit hinterher, als wär sie ein entlaufener Dackel. Mal verliebt sich wer so tief, dass er am Ende ganz woanders rauskommt. Und irgendwo dazwischen schaut ein anderer einfach zu lange in den Abgrund, bis der Abgrund zurückzwinkert. Man muss ein bisschen schräg drauf sein, um das hier zu mögen – aber ich bin’s, also passt das. Der Stil ist hochliterarisch, aber nie angeberisch. Eher wie ein smarter Freund, der nie lauter wird, aber trotzdem alle zum Schweigen bringt. Ich gebe vier Sterne, weil ich manchmal echt dachte: Jetzt ein bisschen mehr Tempo oder ein Satz, der nicht gleich die Seele sezieren will, wär schon nett. Aber hey, das hier ist kein Pageturner – das ist Kopfkino mit Abgründen, die keine Pause kennen. Und genau dafür lohnt sich die Reise. Nur mit leichtem Gepäck, versteht sich.






