Der Duft des Sommers
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Description
Book Information
Author Description
Joyce Maynard war Reporterin bei der New York Times und arbeitet noch heute als freie Journalistin für verschiedene große Magazine. Ihre Kolumnen und Artikel erscheinen in zahlreichen US-Zeitschriften. Mit ihren Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit dem Schriftsteller J.D. Salinger schrieb sie einen internationalen Bestseller. Die Autorin ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt in Kalifornien und Lake Atitlan, Guatemala.
Posts
Nach ihrer Scheidung verlässt Henrys Mutter kaum noch das Haus. Beide hausen wie zwei Einsiedler und ernähren sich vorwiegend von Dosensuppen und Fertiggerichten. Einmal in der Woche sieht Henry seinen Vater und dessen Zweitfamilie, aber bei diesen Treffen fühlt er sich zunehmend unwohl. Zum einen hat er das Gefühl, sein Vater liebt seinen sportbegeisterten Stiefbruder mehr als ihn und zum anderen, dass die neue Frau seine Mutter nicht ausstehen kann. Bei einem der raren Einkaufsbummel mit seiner Mutter, bittet Frank sie um Hilfe. Er ist ein entflohener Gefangener und sucht einen Unterschlupf. Frank scheint genau das zu sein, was die beiden gebraucht haben. Seine Mutter blüht auf und Henry hat endlich ein männliches Vorbild. Für ein langes Wochenende werden die drei eine ganz normale Familie. Dieses Wochenende prägt Henry und seine Mutter für ein ganzes Leben. Eine nette Geschichte, die sich durchaus zu lesen lohnt, mich jetzt aber nicht überwältigt hat. Der Leser sitzt in der ersten Reihe, wenn es um die Gedankenwelt von Henry geht und das war mir eine Spur zuviel Sex. Was ganz natürlich ist, für die Pubertät, aber ich brauche kein Buch das mir erzählt, dass ein 13 jähriger sich vorrangig damit beschäftigt, wie Mädchen nackt aussehen oder wie sich Brüste anfühlen. Dass er im Bett nebenan seine Mutter beim Sex hören kann, wurde mir auch einmal zu oft erzählt, ein bisschen weniger hätte es auch getan. Gelungen an der Story ist das Portrait einer Scheidungsfamilie und die Konflikte die daraus erwachsen. Ein Sohn der hin und her schwankt, zwischen dem Wunsch eine männliche Vaterfigur zu haben, zu der er aufschauen kann und der Loyalität gegenüber seiner Mutter. Einer Frau, die eine Abtreibung und mehrer Fehlgeburten nicht verarbeitet hat und in ihrer eigenen Realität verhaftet ist. Die Rettung die als selbst hilfsbedürftiger Mörder naht und der Widerspruch, dass ein gewalttätiger Straftäter, beide zu neuem Lebensmut verhilft. Hätte die Autorin noch ein bisschen von dem Sex weggelassen und den Fokus noch stärker auf die Charaktere und ihre Befindlichkeiten gerichtet, dann hätte ich der Geschichte mehr Sterne verpasst, aber so war mir die Sicht durch zuviel pubertärem Denken auf die Figuren versperrt.
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Joyce Maynard war Reporterin bei der New York Times und arbeitet noch heute als freie Journalistin für verschiedene große Magazine. Ihre Kolumnen und Artikel erscheinen in zahlreichen US-Zeitschriften. Mit ihren Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit dem Schriftsteller J.D. Salinger schrieb sie einen internationalen Bestseller. Die Autorin ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt in Kalifornien und Lake Atitlan, Guatemala.
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Nach ihrer Scheidung verlässt Henrys Mutter kaum noch das Haus. Beide hausen wie zwei Einsiedler und ernähren sich vorwiegend von Dosensuppen und Fertiggerichten. Einmal in der Woche sieht Henry seinen Vater und dessen Zweitfamilie, aber bei diesen Treffen fühlt er sich zunehmend unwohl. Zum einen hat er das Gefühl, sein Vater liebt seinen sportbegeisterten Stiefbruder mehr als ihn und zum anderen, dass die neue Frau seine Mutter nicht ausstehen kann. Bei einem der raren Einkaufsbummel mit seiner Mutter, bittet Frank sie um Hilfe. Er ist ein entflohener Gefangener und sucht einen Unterschlupf. Frank scheint genau das zu sein, was die beiden gebraucht haben. Seine Mutter blüht auf und Henry hat endlich ein männliches Vorbild. Für ein langes Wochenende werden die drei eine ganz normale Familie. Dieses Wochenende prägt Henry und seine Mutter für ein ganzes Leben. Eine nette Geschichte, die sich durchaus zu lesen lohnt, mich jetzt aber nicht überwältigt hat. Der Leser sitzt in der ersten Reihe, wenn es um die Gedankenwelt von Henry geht und das war mir eine Spur zuviel Sex. Was ganz natürlich ist, für die Pubertät, aber ich brauche kein Buch das mir erzählt, dass ein 13 jähriger sich vorrangig damit beschäftigt, wie Mädchen nackt aussehen oder wie sich Brüste anfühlen. Dass er im Bett nebenan seine Mutter beim Sex hören kann, wurde mir auch einmal zu oft erzählt, ein bisschen weniger hätte es auch getan. Gelungen an der Story ist das Portrait einer Scheidungsfamilie und die Konflikte die daraus erwachsen. Ein Sohn der hin und her schwankt, zwischen dem Wunsch eine männliche Vaterfigur zu haben, zu der er aufschauen kann und der Loyalität gegenüber seiner Mutter. Einer Frau, die eine Abtreibung und mehrer Fehlgeburten nicht verarbeitet hat und in ihrer eigenen Realität verhaftet ist. Die Rettung die als selbst hilfsbedürftiger Mörder naht und der Widerspruch, dass ein gewalttätiger Straftäter, beide zu neuem Lebensmut verhilft. Hätte die Autorin noch ein bisschen von dem Sex weggelassen und den Fokus noch stärker auf die Charaktere und ihre Befindlichkeiten gerichtet, dann hätte ich der Geschichte mehr Sterne verpasst, aber so war mir die Sicht durch zuviel pubertärem Denken auf die Figuren versperrt.






