Der Detektiv-Roman
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Description
In diesem 1925 abgeschlossenen Text zeigt sich bereits deutlich, was Kracauers ganzes Denken auszeichnet: der Blick des »wunderlichen Realisten« saugt sich gleichsam an den Sachen fest; apokryphe Phänomene, z. B. die banalen Topoi eines literarischen Genres, werden ihm zu geschichtsphilosophischen Allegorien, die Licht werfen auf die gesellschaftliche Wirklichkeit, als deren Ablagerung sie erscheinen.
Book Information
Author Description
Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war Architekt, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Feuilletonisten der Weimarer Republik und leitete von 1930 bis 1933 die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Zeitung. Mit Die Angestellten veröffentlichte Kracauer 1930 die erste empirisch-soziologische Studie in Deutschland. Er wird darüber hinaus zu den Begründern der Filmsoziologe gezählt. 1933 floh Kracauer mit seiner Frau nach Paris und 1941, nach Kriegsbeginn, nach New York. Am 26. November 1966 starb er dort an einer Lungenentzündung. Zu den wichtigsten Werken Kracauers zählen neben Die Angestellten u.a. die Theorie des Films, die Essaysammlung Von Caligari zu Hitler und der Roman Ginster.
Posts
Schwer verständlich, nicht mehr aktuell und voraussetzungvoll.
Als jemand der mit „Colombo“ und dem „Film Noir“ großgeworden ist, habe ich gerade vom Filmtheoretiker Par excellence, wie es Siegfried Kracauer ist, einiges erwartet. Leider wurde ich enttäuscht. Der Essay ist 1925 entstanden, was viele Entwicklungen im Bereich des Krimis nicht mit einbeziehen kann, was zu einer reduzierte Betrachtung führt. Nimmt man nur Arthur Conan Doyles „Holmes“-Romane und ähnliche Werke ins Blickfeld, dann mag Kracauers Analyse zutreffen. Kracauers Schreibstil gleitet leider oft ins literarische und weniger argumentativ analytische ab, was die Lesbarkeit erschwert. Zusätzlich ist der Essay sehr voraussetzungsvoll für heutige Leser. Leider kaum empfehlenswert.
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In diesem 1925 abgeschlossenen Text zeigt sich bereits deutlich, was Kracauers ganzes Denken auszeichnet: der Blick des »wunderlichen Realisten« saugt sich gleichsam an den Sachen fest; apokryphe Phänomene, z. B. die banalen Topoi eines literarischen Genres, werden ihm zu geschichtsphilosophischen Allegorien, die Licht werfen auf die gesellschaftliche Wirklichkeit, als deren Ablagerung sie erscheinen.
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Siegfried Kracauer, geboren am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main, war Architekt, Soziologe, Filmkritiker und Geschichtsphilosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Feuilletonisten der Weimarer Republik und leitete von 1930 bis 1933 die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Zeitung. Mit Die Angestellten veröffentlichte Kracauer 1930 die erste empirisch-soziologische Studie in Deutschland. Er wird darüber hinaus zu den Begründern der Filmsoziologe gezählt. 1933 floh Kracauer mit seiner Frau nach Paris und 1941, nach Kriegsbeginn, nach New York. Am 26. November 1966 starb er dort an einer Lungenentzündung. Zu den wichtigsten Werken Kracauers zählen neben Die Angestellten u.a. die Theorie des Films, die Essaysammlung Von Caligari zu Hitler und der Roman Ginster.
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Schwer verständlich, nicht mehr aktuell und voraussetzungvoll.
Als jemand der mit „Colombo“ und dem „Film Noir“ großgeworden ist, habe ich gerade vom Filmtheoretiker Par excellence, wie es Siegfried Kracauer ist, einiges erwartet. Leider wurde ich enttäuscht. Der Essay ist 1925 entstanden, was viele Entwicklungen im Bereich des Krimis nicht mit einbeziehen kann, was zu einer reduzierte Betrachtung führt. Nimmt man nur Arthur Conan Doyles „Holmes“-Romane und ähnliche Werke ins Blickfeld, dann mag Kracauers Analyse zutreffen. Kracauers Schreibstil gleitet leider oft ins literarische und weniger argumentativ analytische ab, was die Lesbarkeit erschwert. Zusätzlich ist der Essay sehr voraussetzungsvoll für heutige Leser. Leider kaum empfehlenswert.




