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Bedrückend - toxisch - selbstzerstörerisch - patriarchalisch
Was habe ich da bloss gelesen? Nach diesem Buch muss ich erstmal Luft holen. Der Schreibstil ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig da, gerade im Zusammenhang mit diesem Text und der Geschichte, fast „zu einfach“. Alles zusammen bildet einen Sog, so dass man einfach weiterlesen will. Dabei wollte ich nach den ersten knapp 80 Seiten erstmal abbrechen doch dann - war ich drin. Im Sog. Und konnte nicht mehr aufhören… In diesem Buch geht es um M., J., O., F., deren „Jugendsünden“ und Lebensentscheidungen. Wir begegnen ihnen während ihrer Abiturzeit und im Erwachsenenalter. Anfangs sind sie nicht unbedingt befreundet, was sich aufgrund ihrer Jugendkrisen jedoch ändert. Denn in diesen haben sie sich, trotz sozial enormer „Klassen“- Unterschiede gefunden. Sie beginnen Drogen zu konsumieren und es kommt zu einem schrecklichen Vorfall, welcher als Mutprobe beginnt. Danach befinden sich alle in einer Art „Zweckgemeinschaft“. Sie versuchen zusammenzuhalten, jeder kämpft mit seinen eigenen Dämonen und seinem eigenen Gewissen und Lebensentscheidungen. Alle werden in die jeweils getroffene Entscheidung eines einzelnen reingezogen. Oft unfreiwillig, aber „zweckgemäss“. In diesem Buch geht es stark um soziale Klassenunterschiede, um Möglichkeiten, die aufgrund dessen für einen bereit stehen und denen der eigene Wille oder Unwille oft gegenübersteht. Es geht um die erste Liebe, Sexualität und wie man mit Frauen umgeht. In dieser Hinsicht ist dieses Buch furchtbar und wütend machend. Frauen wird das schlimmste angetan - durch alle verschwiegen und sich gegenseitig deckend. Man möchte jeden einzelnen packen und … Genau dann tut die Autorin jeweils etwas besonderes. Sie verurteilt nicht. Sie schildert. Fast sachlich zeigt sie den Gemütszustand jedes einzelnen auf und die Entwicklung der Freundschaft hierdurch. Es ist fast so, als solle man die M.,F., O., J. bemitleiden und nicht vorverurteilen. Das ist verrückt (!) und verlangt viel „Ethik“ von den Lesenden. Dieses Buch macht einen wütend, lässt einen verzweifeln, die Welt verfluchen. Es lies mich ständig jemand anderen verfluchen und ich hoffte abwechselnd, wer nun erwischt werden sollte und malte mir aus, was ihnen zusteht für ihre Lügen und Aktionen. Am Ende - entscheidet das Leben für jeden von ihnen. Auf seine ganze besondere, eigene Art und Weise. Ob dies zufriedenstellend ist, möchte ich offen lassen. Auch hier denkt jeder anders. Insgesamt ein furchtbares, aber wichtiges Buch. Ideal für eine kritische Diskussionsrunde zu den Themen Freundschaft, soziale Unterschiede, Moral, Ethik, Recht, Frauenfeindlichkeit, s**ualstraftaten und weiteren. Meine Gedanken zu diesem Buch sind jedenfalls noch nicht zu Ende sortiert. Ich weiss nicht, ob ich es behalten werde, verbrennen werde oder teilen und empfehlen werde. Ein riesiger Zwiespalt lässt mich zurück. Und Hass. Und Machtlosigkeit. Aber auch Mitleid.
Jan 2, 2026
Bedrückend - toxisch - selbstzerstörerisch - patriarchalisch
Was habe ich da bloss gelesen? Nach diesem Buch muss ich erstmal Luft holen. Der Schreibstil ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig da, gerade im Zusammenhang mit diesem Text und der Geschichte, fast „zu einfach“. Alles zusammen bildet einen Sog, so dass man einfach weiterlesen will. Dabei wollte ich nach den ersten knapp 80 Seiten erstmal abbrechen doch dann - war ich drin. Im Sog. Und konnte nicht mehr aufhören… In diesem Buch geht es um M., J., O., F., deren „Jugendsünden“ und Lebensentscheidungen. Wir begegnen ihnen während ihrer Abiturzeit und im Erwachsenenalter. Anfangs sind sie nicht unbedingt befreundet, was sich aufgrund ihrer Jugendkrisen jedoch ändert. Denn in diesen haben sie sich, trotz sozial enormer „Klassen“- Unterschiede gefunden. Sie beginnen Drogen zu konsumieren und es kommt zu einem schrecklichen Vorfall, welcher als Mutprobe beginnt. Danach befinden sich alle in einer Art „Zweckgemeinschaft“. Sie versuchen zusammenzuhalten, jeder kämpft mit seinen eigenen Dämonen und seinem eigenen Gewissen und Lebensentscheidungen. Alle werden in die jeweils getroffene Entscheidung eines einzelnen reingezogen. Oft unfreiwillig, aber „zweckgemäss“. In diesem Buch geht es stark um soziale Klassenunterschiede, um Möglichkeiten, die aufgrund dessen für einen bereit stehen und denen der eigene Wille oder Unwille oft gegenübersteht. Es geht um die erste Liebe, Sexualität und wie man mit Frauen umgeht. In dieser Hinsicht ist dieses Buch furchtbar und wütend machend. Frauen wird das schlimmste angetan - durch alle verschwiegen und sich gegenseitig deckend. Man möchte jeden einzelnen packen und … Genau dann tut die Autorin jeweils etwas besonderes. Sie verurteilt nicht. Sie schildert. Fast sachlich zeigt sie den Gemütszustand jedes einzelnen auf und die Entwicklung der Freundschaft hierdurch. Es ist fast so, als solle man die M.,F., O., J. bemitleiden und nicht vorverurteilen. Das ist verrückt (!) und verlangt viel „Ethik“ von den Lesenden. Dieses Buch macht einen wütend, lässt einen verzweifeln, die Welt verfluchen. Es lies mich ständig jemand anderen verfluchen und ich hoffte abwechselnd, wer nun erwischt werden sollte und malte mir aus, was ihnen zusteht für ihre Lügen und Aktionen. Am Ende - entscheidet das Leben für jeden von ihnen. Auf seine ganze besondere, eigene Art und Weise. Ob dies zufriedenstellend ist, möchte ich offen lassen. Auch hier denkt jeder anders. Insgesamt ein furchtbares, aber wichtiges Buch. Ideal für eine kritische Diskussionsrunde zu den Themen Freundschaft, soziale Unterschiede, Moral, Ethik, Recht, Frauenfeindlichkeit, s**ualstraftaten und weiteren. Meine Gedanken zu diesem Buch sind jedenfalls noch nicht zu Ende sortiert. Ich weiss nicht, ob ich es behalten werde, verbrennen werde oder teilen und empfehlen werde. Ein riesiger Zwiespalt lässt mich zurück. Und Hass. Und Machtlosigkeit. Aber auch Mitleid.
Jan 2, 2026






