Der Buchhalter von Auschwitz
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Description
Oskar Gröning war der Buchhalter von Auschwitz. Obwohl Gröning von der Ermordung der Menschen wusste, rechtfertigte er seine Arbeit im Konzentrationslager damit, dass er nicht unmittelbar an den Tötungen beteiligt war. Im letzten großen Auschwitz-Prozess wurde Gröning wegen Beihilfe zum Mord an 300.000 Juden verurteilt. Reiner Engelmann hat sich mit Lebensstationen Grönings und dem Prozess beschäftigt – ein wichtiger Beitrag über eine verführte Jugend, versäumte Gewissensentscheidungen und ein Leben mit Schuld.
Book Information
Author Description
Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen. Für sein engagiertes Wirken in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit wurde Reiner Engelmann mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Posts
Nichts Neues Das Buch thematisiert nun das Leben des Oskar Grönings in der Zeit in Auschwitz. Er war hauptsächlich für die Verwaltung der Wertsachen der Häftlinge zuständig. Manchmal musste er auch zur Aufsicht der Ankunft der Transporte im Lager. Hierfür wurde er 2016 in den sogenannten „Auschwitzprozessen“ für schuldig gesprochen. An Beihilfe zum Mord an 300.000 Menschen. Auch dieser Prozess wird im Buch beleuchtet. Dieses Buch trägt ein schweres Thema. Und der Autor ist auch kein Unbekannter auf dem Gebiet. Ich habe den „Fotograf von Auschwitz“ nicht gelesen, kann daher keinen Vergleich stellen. Aber so wie dieses Buch geschrieben wurde, mag ich den Vorgänger nicht lesen wollen. Ich hatte das Gefühl, der Autor war fasziniert vom Prozess und hat in Konsequenz zum Vorgängerbuch dieses hier geschrieben. Und das wohl sehr schnell. Denn eine Recherche zu dem Leben von Herrn Gröning war kaum festzustellen. Er beschrieb Fakten, die wohl schon überall durch die Medien gingen. Natürlich muss man darauf hinweisen, dass Herr Gröning zu seinem Leben schwieg. Aber ohne viele Fakten wäre dann auch das Buch nicht nötig gewesen. Über Auschwitz an sich gibt es genügend Bücher (da kannte sich auch der Autor dann bestens aus). Der Schreibstil des Autors passt zu dem Untertitel des Buches: Die Schuld des Oskar Gröning. Denn man wurde das Gefühl nicht los, als würde der Autor den Angeklagten durch und durch hassen. Natürlich hatte Herr Gröning eine Schuld. Und wurde auch verurteilt. Der Autor schafft es aber, in jedem Satz das Schlechte hervorzuheben. Ich finde dies vor allem in einem Jugendbuch sehr bedenklich. Der Autor gibt nur seine Meinung preis. Kein Pro und Contra. Keine Begründungen. Kein Warum. Mit der fehlenden Recherche zu der Person kann da nur eine starre Meinung übrigbleiben. Im Buch wird nichts hinterfragt. Es ist nur eine Reihung von Ereignissen (die den Medien bekannt waren). Auch beschäftigt sich der Autor wenig mit der Zeit vor und nach Auschwitz des Oskar Grönings. Aber genau diese Lebensabschnitte hätten die Gründe und Fakten geben können, warum alles so kam, wie es kam. Weiterhin frage ich mich bis heute, was der Zwischenteil sollte. Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Am Anfang wird das Leben des Protagonisten erzählt, hauptsächlich in Auschwitz. Der letzte Teil erzählt vom Prozess. Der zweite Teil des Buches passt so gar nicht zum Rest. Hier wird nicht über Herrn Gröning erzählt, sondern über Éva Fahidi. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und kam dort an, als Oskar Gröning Dienst an der Rampe hatte. Beide haben sich nie persönlich getroffen, doch sie sagte im Prozess gegen ihn aus. Hier im Buch wird nun ihr Leben erzählt. So eine Person hat es nicht verdient, sein Leben in diesem Buch wiederzufinden. Ein eigenes Buch wäre durchaus sinnvoll gewesen, um dem Leben und Leiden von Frau Fahidi gerecht zu werden. Zusammenfassend ist es kein schönes Buch. In jeder Hinsicht. Man hätte so viel aus dem Stoff machen können. Aber hier schlägt nur eine Richtung durch. Es ist ein Buch, dass den Autor in den Vordergrund stellt und nicht die Thematik. Das ist so schade. Ich kann dieses Buch nur dann empfehlen, wenn man noch nichts über Oskar Gröning gehört hat und den Autor mag. https://commigratio.com/2018/05/16/reiner-engelmann-der-buchhalter-von-auschwitz/
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Oskar Gröning war der Buchhalter von Auschwitz. Obwohl Gröning von der Ermordung der Menschen wusste, rechtfertigte er seine Arbeit im Konzentrationslager damit, dass er nicht unmittelbar an den Tötungen beteiligt war. Im letzten großen Auschwitz-Prozess wurde Gröning wegen Beihilfe zum Mord an 300.000 Juden verurteilt. Reiner Engelmann hat sich mit Lebensstationen Grönings und dem Prozess beschäftigt – ein wichtiger Beitrag über eine verführte Jugend, versäumte Gewissensentscheidungen und ein Leben mit Schuld.
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Author Description
Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen. Für sein engagiertes Wirken in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit wurde Reiner Engelmann mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
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Nichts Neues Das Buch thematisiert nun das Leben des Oskar Grönings in der Zeit in Auschwitz. Er war hauptsächlich für die Verwaltung der Wertsachen der Häftlinge zuständig. Manchmal musste er auch zur Aufsicht der Ankunft der Transporte im Lager. Hierfür wurde er 2016 in den sogenannten „Auschwitzprozessen“ für schuldig gesprochen. An Beihilfe zum Mord an 300.000 Menschen. Auch dieser Prozess wird im Buch beleuchtet. Dieses Buch trägt ein schweres Thema. Und der Autor ist auch kein Unbekannter auf dem Gebiet. Ich habe den „Fotograf von Auschwitz“ nicht gelesen, kann daher keinen Vergleich stellen. Aber so wie dieses Buch geschrieben wurde, mag ich den Vorgänger nicht lesen wollen. Ich hatte das Gefühl, der Autor war fasziniert vom Prozess und hat in Konsequenz zum Vorgängerbuch dieses hier geschrieben. Und das wohl sehr schnell. Denn eine Recherche zu dem Leben von Herrn Gröning war kaum festzustellen. Er beschrieb Fakten, die wohl schon überall durch die Medien gingen. Natürlich muss man darauf hinweisen, dass Herr Gröning zu seinem Leben schwieg. Aber ohne viele Fakten wäre dann auch das Buch nicht nötig gewesen. Über Auschwitz an sich gibt es genügend Bücher (da kannte sich auch der Autor dann bestens aus). Der Schreibstil des Autors passt zu dem Untertitel des Buches: Die Schuld des Oskar Gröning. Denn man wurde das Gefühl nicht los, als würde der Autor den Angeklagten durch und durch hassen. Natürlich hatte Herr Gröning eine Schuld. Und wurde auch verurteilt. Der Autor schafft es aber, in jedem Satz das Schlechte hervorzuheben. Ich finde dies vor allem in einem Jugendbuch sehr bedenklich. Der Autor gibt nur seine Meinung preis. Kein Pro und Contra. Keine Begründungen. Kein Warum. Mit der fehlenden Recherche zu der Person kann da nur eine starre Meinung übrigbleiben. Im Buch wird nichts hinterfragt. Es ist nur eine Reihung von Ereignissen (die den Medien bekannt waren). Auch beschäftigt sich der Autor wenig mit der Zeit vor und nach Auschwitz des Oskar Grönings. Aber genau diese Lebensabschnitte hätten die Gründe und Fakten geben können, warum alles so kam, wie es kam. Weiterhin frage ich mich bis heute, was der Zwischenteil sollte. Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Am Anfang wird das Leben des Protagonisten erzählt, hauptsächlich in Auschwitz. Der letzte Teil erzählt vom Prozess. Der zweite Teil des Buches passt so gar nicht zum Rest. Hier wird nicht über Herrn Gröning erzählt, sondern über Éva Fahidi. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und kam dort an, als Oskar Gröning Dienst an der Rampe hatte. Beide haben sich nie persönlich getroffen, doch sie sagte im Prozess gegen ihn aus. Hier im Buch wird nun ihr Leben erzählt. So eine Person hat es nicht verdient, sein Leben in diesem Buch wiederzufinden. Ein eigenes Buch wäre durchaus sinnvoll gewesen, um dem Leben und Leiden von Frau Fahidi gerecht zu werden. Zusammenfassend ist es kein schönes Buch. In jeder Hinsicht. Man hätte so viel aus dem Stoff machen können. Aber hier schlägt nur eine Richtung durch. Es ist ein Buch, dass den Autor in den Vordergrund stellt und nicht die Thematik. Das ist so schade. Ich kann dieses Buch nur dann empfehlen, wenn man noch nichts über Oskar Gröning gehört hat und den Autor mag. https://commigratio.com/2018/05/16/reiner-engelmann-der-buchhalter-von-auschwitz/




