Der Bezoar

Der Bezoar

Paperback
3.84

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Description

Prag am Ende des 16. Jahrhunderts: Matthias Gaiswinkler, ein junger Salinenbeamter aus Aussee, ist an den Hof Rudolfs II. gereist. Eines frühen Morgens findet er auf der Straße die Leiche eines unbekannten Mannes. Schnell steht fest: Er wurde Opfer eines Verbrechens. Vom Obersthofmeister des Kaisers mit der Lösung des Falls beauftragt, führt ihn die Spur durch die verwinkelten Gassen der Stadt bis zu den Alchemisten. Doch alle Verdächtigen hüllen sich in Schweigen.
Dann taucht ein Hinweis zu einer längst vergangenen Reise nach Konstantinopel auf: Alles hat mit dem Bezoar zu tun, einem geheimnisumwitterten, kostbaren Stein, der magische Kräfte haben soll. Bald darauf gerät auch Gaiswinkler in Gefahr und ein weiterer Mord geschieht.

In einer mitreißenden Geschichte erwecken Michaela und Karl Vocelka das historische Prag zum Leben. Die anerkannten Historiker schildern spannend, informativ und detailgetreu die Vorgänge rund um den kaiserlichen Hof und erzählen von den Menschen in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Umbrüche.

Klappentext

Der Kaiser nickte zustimmend. Dann wandte er sich an seine beiden Gesprächspartner, um die Unterhaltung zu beenden: „Alles, was wir an diesem Morgen hier besprochen haben, bleibt ein Geheimnis, daran erinnere ich nochmals. Es wäre wundervoll, den Bezoar samt den Schriften zu finden, doch der Weg dazu führt nicht am Mörder vorbei. Wie es scheint, ist dieser auch der Dieb des Steins. Gaiswinkler, bleib Er an der Sache dran. Wenn Unterstützung gebraucht wird, kann der Obersthofmeister über alles verfügen.“

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Paperback
Pages
280
Price
18.00 €

Author Description

Mag.a. Michaela Vocelka studierte Geschichte sowie Kunstgeschichte an der Universität Wien und war langjährige wissenschaftliche Leiterin des Simon Wiesenthal Archivs. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und Beiträge zur Kulturgeschichte Österreichs und auch als Kuratorin tätig.

Posts

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All
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Zwei Österreicher, die sich im November des Jahres 1594 ihrer Arbeit wegen in Prag aufhalten, werden in eine Mordermittlung verwickelt. Alles scheint sich um einen Bezoar, einen Stein mit besonderen Kräften, zu drehen. Hier trifft das Vertrauen in Alchemie auf wissenschaftliche Methoden, um den Täter zu enttarnen. „‚Welch ein Glück‘, dachte der junge Salzamtsgegenschreiber bei sich, ,dass es die Lingua Latina gibt, die alle Gebildeten lesen und sprechen, und die es einem, egal aus welchem Land Europas man kommt, ermöglicht, sich trotz verschiedener Muttersprachen ohne Dolmetscher miteinander zu unterhalten.‘“ Mein Hadern mit diesem Roman betrifft die Sprache. Die häufige Verwendung des Wortes „trotzdem“ als Konjunktion empfand ich als besonders störend. Zudem fehlten mir Erklärungen für spezifische Funktionsbezeichnungen der Figuren für das Verständnis ihrer Aufgaben. Gut gefallen hat mir hingegen, wie eine mystische Atmosphäre geschaffen wurde. Ich konnte mit der Hauptfigur mitfiebern, da sie sympathisch dargestellt wurde und nicht sicher sein konnte, wem zu trauen war. Die Auflösung des Kriminalfalls war noch dazu so komplex, dass es bis zum Ende spannend blieb.

4

Auf seiner Reise zum Hof Rudolf ll stößt der junge Salinenbeamte Matthias Gaiswinkler auf eine Leiche. Der Mann ist unbekannt und wurde Opfer eines Verbrechens. Bei der späteren Befragung macht Gaiswinkler ein paar schlaue Beobachtungen, sodass der Obersthofmeister des Kaiser beschließt, Gaiswinkler mit der Aufklärung des Mordes betraut zu machen. Die Spur führt ihn zu 3 Verdächtigen, darunter auch ein Alchemist, doch alle 3 schweigen oder bestreiten gar, das Opfer gekannt zu haben. Als Hinweise nach Konstantinopel führen und auf einen geheimnisvollen Bezoar aufmerksam machen, wendet sich das Blatt. Es kommt zu einem weiteren Mord. Der Prolog beginnt bereits mit dem Mord und liefert einen guten Einstieg in die Geschichte. Während anfangs nur wenig zur Leiche und zum Motiv bekannt ist, kommen mit jedem Abschnitt immer weitere Puzzleteile hinzu. Die Kombination aus Krimi und historischem Roman hat mir sehr gut gefallen und ich konnte interessantes Wissen über die Alchemie, Prag und das 16.Jahrhundert kennenlernen. Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig, die Sprache an das Zeitalter angepasst. Auf letzteres muss man sich ein wenig einstellen. Anfangs war das für mich noch etwas anstrengend, aber ich kam schnell rein und hatte keine Probleme mehr. Die Charaktere sind interessant, teils sehr gebildet und vielschichtig. Während der gesamten Geschichte habe ich mit Gaiswinkler versucht, den Täter ausfindig zumachen und wurde oft geschickt in die falsche Richtung gelenkt. Das Ende kam sehr überraschend und war im Nachhinein nachvollziehbar, für mich aber nicht ganz so zufriedenstellend. Dennoch ein gelungener Roman, der mich durchweg unterhalten und auf Spannung gehalten hat. Dass die Geschichte von 2 Autoren geschrieben wurde, ist mir beim Lesen nicht aufgefallen. Ein interessanter Krimi aus Fiktion und historischem Wissen. Am Ende gibt es noch ein Glossar sowie ein Nachwort, was man unbedingt lesen sollte.

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