Der Argentinier

Der Argentinier

Softcover
3.46
GeheimnisLebensgeschichteDie ArgentinierHaymonverlag

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Als Lenas Großvater kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Schiff nach Argentinien besteigt, fährt er dem Abenteuer entgegen, auf der Suche nach einer neuen Welt. Aber ein hartnäckiger Heuschnupfen zwingt ihn schon bald, seinen Traum vom freien Leben als Gaucho zu begraben. Stattdessen begegnet er in Buenos Aires der Kunst des Tangos – und jener der Liebe. Zwei Jahre später kehrt er zurück in die Heimat und an die Seite von Amelie, die unbeirrt auf ihn gewartet hat. Die Erinnerung an seine Zeit in der Fremde, die ihn zum "Argentinier" gemacht hat, hütet er wie einen Schatz. Erst nach seinem Tod lüftet sich das Geheimnis.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
96
Price
9.20 €

Author Description

Klaus Merz, geboren 1945 in Aarau, lebt als Erzähler und Lyriker in Unterkulm/Schweiz. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Solothurner Literaturpreis 1996, den Hermann-Hesse-Literaturpreis 1997, den Prix littéraire Lipp 1999, den Gottfried-Keller-Preis 2004, den Aargauer Kulturpreis 2005, den Werkpreis der schweizerischen Schillerstiftung 2005 und zuletzt den Friedrich-Hölderlin-Preis 2012.

Posts

2
All
2

Klaus Merz hat den Schweizer Grand Prix Literatur 2024 erhalten und da ich meinen eigenen Vorurteilen in die Augen blicken möchte, habe ich mir eines der bekannteren Werke des Autoren aus der Bibliothek geholt. Zum Glück habe ich es mir nicht gekauft. Da mich der Träger des Schweizer Buchpreises 2023 einigermassen überzeugen konnte, gehe ich mal davon aus, dass es sich hier nur in geringem Masse um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt, aber... ... ich konnte mit dieser Novelle absolut nichts anfangen. Hauptsächlich, weil es auch nichts gibt, womit ich etwas hätte anfangen können. Das Ganze erinnert mich eher an ein Stammtischgespräch oder etwas, das bei Kaffee und Kuchen bequatscht wird. Also nichts, das mich grossartig interessiert. Die Enkelin erzählt von ihrem Grossvater, dem sogenannten "Argentinier". Dabei springt die Erzählerin mal dahin, mal dorthin. Einmal ist der Grossvater jung, dann sind wir bei seiner Beerdigung, dann plötzlich wieder in der Schule in der Schweiz. Wie das halt so geht, wenn wir miteinander reden, aber in Textform fehlte mir hier nicht nur der Inhalt (da die Figuren keinerlei Seele oder Charakter haben, fehlt dies auch der Geschichte), sondern auch die Form und die Leitung des Leseflusses. Manchmal war ich mir gar nicht mehr sicher, wessen Grossvater der Argentinier nun eigentlich ist. Ich denke mal, dass es eigentlich genug junge Schweizer Autorenpersonen gibt, die eine sie fördernde Auszeichnung auch verdient hätten, aber mich fragt ja niemand... Fügt hier noch ein Schulterzuck-Emoji ein, denn das fasst meine Leseerfahrung mit Klaus Merz sehr gut zusammen.

5

Ein richtiges Prosagedicht, kein Wort ist zufällig in diesem Buch, alles gut durchdacht komponiert. Der Anfang schon gehört in die Liste der besten Novellenanfänge: „ Im Lauf seiner schlimmsten Nacht auf hoher See biss Großvater ins Bild seiner Liebsten, die er in Europa zurückgelassen hatte, und erfuhr Linderung dadurch.“ Es ist auch ein Buch, das man mit Freude mehrmals lesen kann … wie ein Gedicht halt.

Create Post