Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat

Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat

Hardback
4.310
AutofiktionPhotographieTodSchwule Literatur

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Description

In erschütternder Klarheit schildert »Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat« die Erfahrung einer Aids-Diagnose in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Wir folgen dem Erzähler von einem Arzttermin zum nächsten. Wir erfahren vom Fortschreiten der Krankheit, den Reaktionen der Freunde und Freundinnen und immer wieder von den Versprechen auf Heilung, an die sich der Erzähler klammert, wie von der tiefen Verzweiflung, in die ihn ihre Enttäuschung stürzt. Das Buch, 1990 bei Gallimard erschienen, löste in Frankreich einen Skandal aus. Schnell wurde Michel Foucault als der im Buch beschriebene Freund des Erzählers identifiziert, von dessen letzten Monaten der Roman parallel berichtet. Binnen kürzester Zeit wurde das Buch ein Bestseller. Guibert setzte seine Dokumentation des Lebens mit der damals sicher tödlich verlaufenden Krankheit in zahlreichen Texten fort, die vielfach erst nach seinem Tod 1991 veröffentlicht wurden. Es ist der intime, zugleich kühle wie zärtliche Ton, der bei aller ungeschönten Brutalität die besondere Qualität dieser Texte ausmacht: Wie wenige andere Autor*innen rang Guibert mit den Möglichkeiten der Sprache, um der ganzen Spannweite des Krankseins Ausdruck zu verleihen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
271
Price
20.60 €

Author Description

Hervé Guibert, 1955 in Saint Cloud bei Paris geboren, war ein Fotograf und Schriftsteller. Er verfasste zahlreiche Bücher und Theaterstücke. 1988 wurde bei ihm eine Aidserkrankung diagnostiziert. Die daraufhin entstandenen Bücher und Filme sind wichtige künstlerische Dokumente der Auseinandersetzung mit der Krankheit. Berühmtheit erlangte er auch international mit dem Roman »Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat«. Beinahe erblindet, versuchte er, sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1991 das Leben zu nehmen, und verstarb zwei Wochen später.

Posts

2
All
4

Bill du Arschloch

Zerrissen Fragmente Ambivalent Ernüchternd Erdrückend Dieser Schreibstil ist Kampf und Liebe zugleich Vor über 30 Jahren geschrieben

5

In seiner Brutalität der tausendfachen Verbildlichung des Todes stets so unfassbar lyrisch zu bleiben, hat mich an dieses letzte Buch Guiberts gefesselt. Wegen der teilweise seitenlangen Sätze hat es etwas Zeit gebraucht, doch habe ich mich einmal an die Kommata gewöhnt, die einen Punkt imitierten, konnte ich durchstarten. Ich werde dieses Buch niemals vergessen.

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