Deadwater High – Den Tod im Team
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Description
Ein Thriller, der einfühlsam über eine komplexe Schwesternbeziehung erzählt und dabei den Konkurrenzdruck an einer amerikanischen Highschool unter die Lupe nimmt.
Crosslaufen – mehr haben die Schwestern Stella und Ellie Steckler nicht gemeinsam. Denn im Gegensatz zur ehrgeizigen, in sich gekehrten Stella will Ellie neben dem Training auch einfach mal Spaß haben. Als die neue Mitschülerin Mila Keene auftaucht, sehen die Schwestern in ihr zunächst bloß eine sportliche Konkurrentin. Aber bald schon kann Ellie sich nicht gegen Milas warme, charmante Art wehren. Stella wiederum merkt, wie ähnlich Mila und sie sich sind. Mila ist klug und stark – eine, die Stella wirklich versteht. Dadurch macht Stella einen Fehler: Sie lässt sich ablenken. Dabei ist der Druck hoch, denn es stehen Wettkämpfe an. Für beide Schwestern geht es um alles. Auf keinen Fall dürfen sie das für eine Freundschaft aufs Spiel setzen. Genau da verschwindet Mila nach einem Morgenlauf plötzlich spurlos. Niemand weiß, was passiert ist, und alle Augen richten sich auf die Steckler-Schwestern.
Book Information
Author Description
Jessica Goodman ist Autorin und Journalistin und schrieb unter anderem für Entertainment Weekly sowie Hupost. Ihre ehemalige Kolumne bei Cosmopolitan wurde ausgezeichnet. "Deadwater High – Den Tod im Team" ist ihr zweiter Jugendthriller.
Posts
Erschreckende Nüchternheit
Was dieses Buch besonders macht, ist der sehr ruhige, unaufgeregte Schreibstil. Stellenweise recht nüchtern, aber punktgenau und kein Wort zu viel. Alles ist genau austangiert, jedes Wort sinnvoll gewählt und somit absolut klar. Es wird nichts ausgeschmückt, sondern mit einer extremen Präsens an Worten ausgedrückt. Dadurch werden stellenweise innere Gefühle besser transportiert, aber die Personen bekommen weniger Sympathie und bleiben recht unantastbar. Man muss sich absolut an diesen Schreibstil gewöhnen und oftmals war er so unaufgeregt, dass ich nur knapp 40 Seiten geschafft habe und dann eine Pause gebraucht habe. Dieses Buch wird aus den Sichtweisen von Stella und Ellie erzählt, wodurch wir Einblick in ihr Innerstes erhalten, auch wenn sie laufen. In ihre Gedanken und Gefühle… Demnach bleiben leider auch manche Protagonisten ein wenig auf der Strecke. Was nicht schlimm ist, denn dieses Buch lebt von etwas anderem, seiner Message zum Thema Leistungsdruck im Sport. Nicht zwingend von den Protagonisten. Zum einen haben wir Stella. Sie ist absolut ehrgeizig, eher nüchtern und wenig liebevoll, denn ihre Emotionen hält sie lieber zurück, bis sie sich sicher ist. Sie vertraut wahnsinnig schwer und ist lieber für sich. Im Laufen finde sie ihre absolute Erfüllung und ihre Ruhe. Das Laufen macht sie glücklich und zufrieden, sie ist bereit bis an ihre Grenzen zu gehen und weit darüber hinaus, um ihr Ziel ein Stipendium zu erreichen. Man merkt, wie glücklich und zufrieden sie ist, wenn sie läuft und welche Emotionen dies in ihr hervorruft. Stelle hat eine harte Zeit hinter sich, da sie im letzten Schuljahr beschuldigt wurde, eine andere Schülerin verletzt zu haben. Doch sie steht darüber, ist professionell und hat sich eine harte Schale zugelegt. Ellie ist dagegen etwas anders. Sie läuft, weil sie es mag, aber sie hat nicht den Ehrgeiz wie Stella. Ihr fehlt der Biss, obwohl sie genauso talentiert und erfolgreich ist. Doch Ellie lässt sich von ihren Gefühlen leiten, vertraut einem Jungen, von dem sie nicht loskommt und baut auf seine Worte. Sie braucht lange um sie begreifen, dass dieser Junge ein vermeintlich falsches Spiel steht. Eines, bei dem sie bloß der Spielball ist und nicht mehr. Das stoppt sie beim laufen und beeinträchtigt ihren Realitätssinn. Mila hingegen ist ein absoluter Sonnenschein. Sie sieht erst einmal das positive in allem, sieht das es mehr als laufen gibt und hat trotzdem ihre ganz eigene Einstellung dazu sich zu motivieren. Sie ist erfolgreich, weil sie anders an dieses Thema herangeht und sieht das laufen als ein Stück Freiheit an. Nicht als Zwang immer die Erste sein zu wollen und genau deswegen, ist sie so erfolgreich. Doch ihre Vergangenheit ist wenig rosig, da sich ihre Mutter gerade erst von ihrem Dad getrennt hat und sie dadurch ihre Heimat verlassen musste. Die anderen Protagonisten muss man im Verlauf des Buches kennenlernen. Muss sie selber versuchen zu begreifen und schnell wird man stummer Zuseher in einer Gruppe von Läufern, wo der eine, dem anderen nichts gönnt, vor allem keinen Erfolg. Ich mochte absolut die Story, denn sie ist recht authentisch und zeigt, was Menschen bereit sind zu Opfern, um in etwas erfolgreich zu sein. Das es nicht immer ohne Konkurrenz geht und dass der Druck oftmals von außen kommt, und nicht von einem selbst. Leistungsdruck im Sport ist etwas, was nicht ungefährlich ist, wo man selbst niedergemacht wird, man sich quält, man bereits ist seine Konkurrenz auszuschalten. Nur wer es schafft, sich selbst zu motivieren, sich aus dem Hamsterrad des Drucks zu befreien, kann erfolgreich sein. Auch dieser Läufer kann es an die Spitze schaffen. In diesem Buch wird aufgezeigt, was Sportler bereit sind für den Erfolg zu tun, was sie bereit sind, anderen anzutun und was sie auf sich nehmen. Egal, ob man den Sport liebt oder nicht!? Vieles wird hier aufgezeigt, angesprochen und ausgeführt. Jede Art der Qual, jede Art des Drucks, aber auch die innere Zerrissenheit ob man all dies wirklich will. Ob genau dieses Leben am Ende einen glücklich macht? Ob man nicht selbst daran zweifelt, das richtige zu tun? Am Ende ist der Sportler bereit seine Konkurrenz auszuschalten, der stetig im Schatten läuft und keinen anderen Ausweg mehr sieht. Dieser Einzelband ist in sich stimmig, bis auf eine kleine nicht wirklich gut ausgeführte Szene, die am Ende noch ein paar Fragen offen lässt. Ob dies bewusst gewählt wurde oder nicht, ist fraglich… Es regt zum nachdenken an, über Sportler, die erfolgreich sind und ihren oftmals steinigen Weg dahin. Ihr Leiden, ihre emotionale Belastung um am Ende doch nicht der Erste sein zu können… Meine Bewertung: 4 Sterne Ein Buch, welches den Leser mitnimmt auf eine Reise in den Leistungssport. Ein Buch mit tollen Sichtweisen und Perspektiven, mit einer absoluten Nüchternheit geschrieben, was den Fokus auf das wesentliche lenkt. Für mich an einer Stelle zu schwach, aber für Andere ausreichend. Oer bewusst gewählt… Wer ein Buch lesen will, was vor allem durch seinen Schreibstil besticht und einen deswegen packt, ist hier genau richtig.

Was eigentlich als Thriller angelegt ist, wird meiner Meinung nach durch ganz andere Aspekte als die Suche nach Schuldigen und die Frage nach dem Verbleib der Verschwundenen zu einer besonderen Geschichte.
Crosslaufen. Das ist alles, was für Stella und Ellie Steckler zählt. Im Kampf um ein Stipendium werden die Schwestern zu ihren jeweils härtesten Konkurrentinnen - bis Mila auftaucht, die den Anschein macht, als könne sie die Bestzeiten der beiden noch übertreffen. Als die neue Schülerin kurz darauf spurlos verschwindet, verdächtigen deshalb alle die Steckler-Schwestern. Doch wie weit würden die beiden für den Sieg gehen?🏃🏼♀️ Was eigentlich als Thriller angelegt ist, wird meiner Meinung nach durch ganz andere Aspekte als die Suche nach Schuldigen und die Frage nach dem Verbleib der Verschwundenen zu einer besonderen Geschichte. Vor allem das Erzählen einer komplexen Geschwisterbeziehung aus den Perspektiven beider Schwestern und das Hinterfragen von Leistungsdruck im Sport und in der Gesellschaft, besonders im Hinblick auf junge Frauen, sind klare Stärken von "Deadwater High - Den Tod im Team" von Jessica Goodman. Außerdem besticht das Jugendbuch durch die Thematisierung einer toxischen Beziehung und durch eine aufkeimende Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen.❤️🩹 Keines der vielen wichtigen Themen, die der Roman aufgreift, kommt dabei zu kurz. Wer eine spannende Handlung mit komplexen Rahmenbedingungen sucht, wird bei diesem Buch sicherlich fündig!

Ein relativ guter Jugend-Thriller über die Schwestern Stella und Ellie, die beide im Langstreckenlauf-Team der Schule sind als die darin sehr preisträchtige Mila in die Stadt zieht. Diese ist nicht nur verdammt schnell, sie eckt deswegen auch bei den ehrgeizigen Schwestern und besonders Stella an, da es dieser einzig ums Gewinnen geht. Doch dann lernen sich die Mädchen besser kennen und freunden sich an - bis Mila plötzlich verschwindet und Stella deswegen dank eines schrecklichen Vorfalls im letzten Jahr verdächtigt wird. Allerdings gibt es auch eine andere Spur, denn vor Jahren hat schonmal ein ungefasster Serienmörder Mädchen aus dem Langstreckenlauf-Team brutal getötet. Der Schreibstil ist angenehm einfach gehalten und erzählt dabei abwechselnd aus Stellas und Ellies Sicht, weshalb man angenehm durch die Geschichte kommt und sich gut in beide hinein versetzen kann. Denn obwohl die Charaktere in Thrillern etc. ja meistens eher Beiwerk sind, da sich mehr auf die Story fokussiert wird, sind die beiden relativ gut ausgearbeitet und auch dass es durch Stella einen LGBT-Protagonisten gibt, fällt positiv auf. Ansonsten ist auch die Story an sich ganz zufriedenstellend; zwar braucht sie etwas, um in Fahrt zu kommen, aber es passiert eigentlich immer etwas interessantes und auch die Auflösung ist nicht sehr offensichtlich, weshalb man sich doch ganz gut unterhalten fühlt. Insgesamt also ein nettes Buch für alle Fans des Genres, das sich locker liest, eine ganz erfrischende Story bietet und sich so durchaus lohnt, wenn es an einigen Ecken auch noch etwas spannender hätte sein können.
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Ein Thriller, der einfühlsam über eine komplexe Schwesternbeziehung erzählt und dabei den Konkurrenzdruck an einer amerikanischen Highschool unter die Lupe nimmt.
Crosslaufen – mehr haben die Schwestern Stella und Ellie Steckler nicht gemeinsam. Denn im Gegensatz zur ehrgeizigen, in sich gekehrten Stella will Ellie neben dem Training auch einfach mal Spaß haben. Als die neue Mitschülerin Mila Keene auftaucht, sehen die Schwestern in ihr zunächst bloß eine sportliche Konkurrentin. Aber bald schon kann Ellie sich nicht gegen Milas warme, charmante Art wehren. Stella wiederum merkt, wie ähnlich Mila und sie sich sind. Mila ist klug und stark – eine, die Stella wirklich versteht. Dadurch macht Stella einen Fehler: Sie lässt sich ablenken. Dabei ist der Druck hoch, denn es stehen Wettkämpfe an. Für beide Schwestern geht es um alles. Auf keinen Fall dürfen sie das für eine Freundschaft aufs Spiel setzen. Genau da verschwindet Mila nach einem Morgenlauf plötzlich spurlos. Niemand weiß, was passiert ist, und alle Augen richten sich auf die Steckler-Schwestern.
Book Information
Author Description
Jessica Goodman ist Autorin und Journalistin und schrieb unter anderem für Entertainment Weekly sowie Hupost. Ihre ehemalige Kolumne bei Cosmopolitan wurde ausgezeichnet. "Deadwater High – Den Tod im Team" ist ihr zweiter Jugendthriller.
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Erschreckende Nüchternheit
Was dieses Buch besonders macht, ist der sehr ruhige, unaufgeregte Schreibstil. Stellenweise recht nüchtern, aber punktgenau und kein Wort zu viel. Alles ist genau austangiert, jedes Wort sinnvoll gewählt und somit absolut klar. Es wird nichts ausgeschmückt, sondern mit einer extremen Präsens an Worten ausgedrückt. Dadurch werden stellenweise innere Gefühle besser transportiert, aber die Personen bekommen weniger Sympathie und bleiben recht unantastbar. Man muss sich absolut an diesen Schreibstil gewöhnen und oftmals war er so unaufgeregt, dass ich nur knapp 40 Seiten geschafft habe und dann eine Pause gebraucht habe. Dieses Buch wird aus den Sichtweisen von Stella und Ellie erzählt, wodurch wir Einblick in ihr Innerstes erhalten, auch wenn sie laufen. In ihre Gedanken und Gefühle… Demnach bleiben leider auch manche Protagonisten ein wenig auf der Strecke. Was nicht schlimm ist, denn dieses Buch lebt von etwas anderem, seiner Message zum Thema Leistungsdruck im Sport. Nicht zwingend von den Protagonisten. Zum einen haben wir Stella. Sie ist absolut ehrgeizig, eher nüchtern und wenig liebevoll, denn ihre Emotionen hält sie lieber zurück, bis sie sich sicher ist. Sie vertraut wahnsinnig schwer und ist lieber für sich. Im Laufen finde sie ihre absolute Erfüllung und ihre Ruhe. Das Laufen macht sie glücklich und zufrieden, sie ist bereit bis an ihre Grenzen zu gehen und weit darüber hinaus, um ihr Ziel ein Stipendium zu erreichen. Man merkt, wie glücklich und zufrieden sie ist, wenn sie läuft und welche Emotionen dies in ihr hervorruft. Stelle hat eine harte Zeit hinter sich, da sie im letzten Schuljahr beschuldigt wurde, eine andere Schülerin verletzt zu haben. Doch sie steht darüber, ist professionell und hat sich eine harte Schale zugelegt. Ellie ist dagegen etwas anders. Sie läuft, weil sie es mag, aber sie hat nicht den Ehrgeiz wie Stella. Ihr fehlt der Biss, obwohl sie genauso talentiert und erfolgreich ist. Doch Ellie lässt sich von ihren Gefühlen leiten, vertraut einem Jungen, von dem sie nicht loskommt und baut auf seine Worte. Sie braucht lange um sie begreifen, dass dieser Junge ein vermeintlich falsches Spiel steht. Eines, bei dem sie bloß der Spielball ist und nicht mehr. Das stoppt sie beim laufen und beeinträchtigt ihren Realitätssinn. Mila hingegen ist ein absoluter Sonnenschein. Sie sieht erst einmal das positive in allem, sieht das es mehr als laufen gibt und hat trotzdem ihre ganz eigene Einstellung dazu sich zu motivieren. Sie ist erfolgreich, weil sie anders an dieses Thema herangeht und sieht das laufen als ein Stück Freiheit an. Nicht als Zwang immer die Erste sein zu wollen und genau deswegen, ist sie so erfolgreich. Doch ihre Vergangenheit ist wenig rosig, da sich ihre Mutter gerade erst von ihrem Dad getrennt hat und sie dadurch ihre Heimat verlassen musste. Die anderen Protagonisten muss man im Verlauf des Buches kennenlernen. Muss sie selber versuchen zu begreifen und schnell wird man stummer Zuseher in einer Gruppe von Läufern, wo der eine, dem anderen nichts gönnt, vor allem keinen Erfolg. Ich mochte absolut die Story, denn sie ist recht authentisch und zeigt, was Menschen bereit sind zu Opfern, um in etwas erfolgreich zu sein. Das es nicht immer ohne Konkurrenz geht und dass der Druck oftmals von außen kommt, und nicht von einem selbst. Leistungsdruck im Sport ist etwas, was nicht ungefährlich ist, wo man selbst niedergemacht wird, man sich quält, man bereits ist seine Konkurrenz auszuschalten. Nur wer es schafft, sich selbst zu motivieren, sich aus dem Hamsterrad des Drucks zu befreien, kann erfolgreich sein. Auch dieser Läufer kann es an die Spitze schaffen. In diesem Buch wird aufgezeigt, was Sportler bereit sind für den Erfolg zu tun, was sie bereit sind, anderen anzutun und was sie auf sich nehmen. Egal, ob man den Sport liebt oder nicht!? Vieles wird hier aufgezeigt, angesprochen und ausgeführt. Jede Art der Qual, jede Art des Drucks, aber auch die innere Zerrissenheit ob man all dies wirklich will. Ob genau dieses Leben am Ende einen glücklich macht? Ob man nicht selbst daran zweifelt, das richtige zu tun? Am Ende ist der Sportler bereit seine Konkurrenz auszuschalten, der stetig im Schatten läuft und keinen anderen Ausweg mehr sieht. Dieser Einzelband ist in sich stimmig, bis auf eine kleine nicht wirklich gut ausgeführte Szene, die am Ende noch ein paar Fragen offen lässt. Ob dies bewusst gewählt wurde oder nicht, ist fraglich… Es regt zum nachdenken an, über Sportler, die erfolgreich sind und ihren oftmals steinigen Weg dahin. Ihr Leiden, ihre emotionale Belastung um am Ende doch nicht der Erste sein zu können… Meine Bewertung: 4 Sterne Ein Buch, welches den Leser mitnimmt auf eine Reise in den Leistungssport. Ein Buch mit tollen Sichtweisen und Perspektiven, mit einer absoluten Nüchternheit geschrieben, was den Fokus auf das wesentliche lenkt. Für mich an einer Stelle zu schwach, aber für Andere ausreichend. Oer bewusst gewählt… Wer ein Buch lesen will, was vor allem durch seinen Schreibstil besticht und einen deswegen packt, ist hier genau richtig.

Was eigentlich als Thriller angelegt ist, wird meiner Meinung nach durch ganz andere Aspekte als die Suche nach Schuldigen und die Frage nach dem Verbleib der Verschwundenen zu einer besonderen Geschichte.
Crosslaufen. Das ist alles, was für Stella und Ellie Steckler zählt. Im Kampf um ein Stipendium werden die Schwestern zu ihren jeweils härtesten Konkurrentinnen - bis Mila auftaucht, die den Anschein macht, als könne sie die Bestzeiten der beiden noch übertreffen. Als die neue Schülerin kurz darauf spurlos verschwindet, verdächtigen deshalb alle die Steckler-Schwestern. Doch wie weit würden die beiden für den Sieg gehen?🏃🏼♀️ Was eigentlich als Thriller angelegt ist, wird meiner Meinung nach durch ganz andere Aspekte als die Suche nach Schuldigen und die Frage nach dem Verbleib der Verschwundenen zu einer besonderen Geschichte. Vor allem das Erzählen einer komplexen Geschwisterbeziehung aus den Perspektiven beider Schwestern und das Hinterfragen von Leistungsdruck im Sport und in der Gesellschaft, besonders im Hinblick auf junge Frauen, sind klare Stärken von "Deadwater High - Den Tod im Team" von Jessica Goodman. Außerdem besticht das Jugendbuch durch die Thematisierung einer toxischen Beziehung und durch eine aufkeimende Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen.❤️🩹 Keines der vielen wichtigen Themen, die der Roman aufgreift, kommt dabei zu kurz. Wer eine spannende Handlung mit komplexen Rahmenbedingungen sucht, wird bei diesem Buch sicherlich fündig!

Ein relativ guter Jugend-Thriller über die Schwestern Stella und Ellie, die beide im Langstreckenlauf-Team der Schule sind als die darin sehr preisträchtige Mila in die Stadt zieht. Diese ist nicht nur verdammt schnell, sie eckt deswegen auch bei den ehrgeizigen Schwestern und besonders Stella an, da es dieser einzig ums Gewinnen geht. Doch dann lernen sich die Mädchen besser kennen und freunden sich an - bis Mila plötzlich verschwindet und Stella deswegen dank eines schrecklichen Vorfalls im letzten Jahr verdächtigt wird. Allerdings gibt es auch eine andere Spur, denn vor Jahren hat schonmal ein ungefasster Serienmörder Mädchen aus dem Langstreckenlauf-Team brutal getötet. Der Schreibstil ist angenehm einfach gehalten und erzählt dabei abwechselnd aus Stellas und Ellies Sicht, weshalb man angenehm durch die Geschichte kommt und sich gut in beide hinein versetzen kann. Denn obwohl die Charaktere in Thrillern etc. ja meistens eher Beiwerk sind, da sich mehr auf die Story fokussiert wird, sind die beiden relativ gut ausgearbeitet und auch dass es durch Stella einen LGBT-Protagonisten gibt, fällt positiv auf. Ansonsten ist auch die Story an sich ganz zufriedenstellend; zwar braucht sie etwas, um in Fahrt zu kommen, aber es passiert eigentlich immer etwas interessantes und auch die Auflösung ist nicht sehr offensichtlich, weshalb man sich doch ganz gut unterhalten fühlt. Insgesamt also ein nettes Buch für alle Fans des Genres, das sich locker liest, eine ganz erfrischende Story bietet und sich so durchaus lohnt, wenn es an einigen Ecken auch noch etwas spannender hätte sein können.










