Das Weingut. In stürmischen Zeiten

Das Weingut. In stürmischen Zeiten

by Marie Lacrosse·Book 1 of 3
Softcover
4.167
FrauenromanHistorischer RomanWeingutGünstig

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Description

Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Waise Irene kommt als Dienstmädchen in das Herrenhaus des reichen Weinhändlers Wilhelm Gerban. Dessen Sohn Franz glaubt an die Ideale der französischen Revolution, wofür sein Vater wenig Verständnis hat. Als Irene auf Franz trifft, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Doch nicht nur Standesschranken und familiäre Intrigen stehen ihrer Beziehung im Wege. Auch am europäischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Ein furchtbarer Krieg bricht aus. Gegen alle Widerstände kämpfen die beiden jungen Leute um ihr Glück. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt ...

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
672
Price
13.40 €

Author Description

Marie Lacrosse hat in Psychologie promoviert und arbeitete viele Jahre hauptberuflich als selbstständige Beraterin überwiegend in der freien Wirtschaft. Ihre Autorentätigkeit begann sie unter ihrem wahren Namen Marita Spang und schrieb erfolgreich historische Romane. Heute konzentriert sie sich fast ausschließlich aufs Schreiben. Ihre mehrteiligen Sagas »Das Weingut«, »Das Kaffeehaus«, »KaDeWe« und »Montmartre« wurden alle zu SPIEGEL-Bestsellern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in einem beschaulichen Weinort. Weitere Romane von Marie Lacrosse sind bei Goldmann in Vorbereitung.

Posts

9
All
3

Irreführend

Es geht nicht wirklich um das Weingut, sondern vielmehr um die Querelen in einer deutsch-französischen Weinhändlerfamilie im Elsass, um Standesdünkel und in erster Linie um Hass, Krieg (Deutsch-Französischer-Krieg um 1870) und Grausamkeit. Alles etwas zu langatmig geschrieben. Der Handlungsbogen wird öfters durch den Wechsel der Örtlichkeiten und durch die doch sehr detaillierten Beschreibung der Schlachten, der Leichenbergung u.v.a.m. unterbrochen. Und zu der Geschichte - soviele unglückliche Zufälle gibs in keinen Leben. Der Schreibstil war gut. Ich persönlich habe mir erhofft, mehr von einem Weingut zu erfahren, wie es der Titel ja auch verspricht.

4

Nachdem uns die Reihe „Die Farben der Schönheit“ von Corina Bomann sehr gut gefallen hat, wollten madl_books86 und ich gerne eine weitere Familiensaga / historische Reihe lesen. Dabei fiel die Wahl auf „Das Weingut“ von Marie Lacrosse, auf die wir beide sehr neugierig waren. Den Start machten wir natürlich mit dem Auftakt „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“. Der Einstieg und weiteres Material Der Einstieg in die Reihe gefiel mehr sehr gut. Was mir besonders gefallen hat: Vor dem Prolog gibt es Karten, die die Gebiete zeigen, wo das Buch später spielen wird. Außerdem gibt es direkt ein kleines Personenverzeichnis, indem man immer wieder nachschauen kann, wenn irgendein Name nicht mehr klar ist. Das machte es einfacher, die Personen kennenzulernen und man konnte sich die Strecken zwischen den Orten besser vorstellen. Unabhängig davon hat mich aber der Prolog schon direkt abgeholt. Wir bekommen einen kleinen Einblick in Irenes Vergangenheit und bzw. in die ihrer Familie. Da hier keine Namen genannt werden, bleibt es natürlich die ganze Zeit spannend, wie sich alles später aufklären wird. Also ein sehr gut gewählter Einstieg. Verschiedene Sichtweisen und ein tolles Extra Im weiteren Verlauf springen wir sozusagen in die Gegenwart der Charaktere. Die ersten Kapitel spielen noch vier Jahre vor der eigentlichen Zeit, sodass die Personen in Ruhe vorgestellt werden können. Wir begleiten Irene auf ihrem Weg und bekommen mit ihr die Sicht vom Dienstpersonal. Durch Wilhelm Gerban und seinen Sohn Franz wird die andere Perspektive dargestellt, denn ihnen gehört das Haus. Zwischendurch gibt es auch ein paar Einblicke durch andere Personen, die die Geschichte insgesamt abrunden und die nötigen Informationen übermitteln. Was mir sehr gut gefallen hat und was ich bisher noch nicht oft in Büchern gesehen habe: Innerhalb der Kapitel werden die einzelnen Abschnitte immer mit Unterüberschriften begonnen. In ihnen wird kurz mitgeteilt, an welchem Ort die nächste Szene spielen wird und zu welcher Zeit. Und das ganze sehr genau, denn es steht immer das Datum und zu welcher Tageszeit ungefähr die Handlung stattfinden wird. Dadurch kommt man niemals durcheinander und kann sehr gut mitverfolgen, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist. Ein absoluter Pluspunkt. Sorge vor zu viel Handlung an der Front „In stürmischen Zeiten“ spielt größtenteils im Jahr 1870 und während des Krieges. Daher gibt es einige Szenen, die an der Front spielen und welche, die zum Beispiel im Lazarett stattfinden. Kurzzeitig hatte ich Sorge, dass das Buch zu viel Krieg thematisieren und es wie ein Bericht von der Front sein wird. Zum Glück wurden die Szenen aber nicht zu viel und das Buch konzentriert sich mehr auf alles andere drum herum. Marie Lacrosse hat jedoch alle Handlungsstränge – ob an der Front, im Lazarett oder sonst wo – sehr genau und bildlich beschrieben. Ich hatte die Szenen direkt vor dem Auge und das hat mich umso mehr mitgerissen. Im Nachwort erläutert sie, dass sie Augenzeugenberichte genutzt und ihre Geschichte schon deutlich verharmlost hat. Das hat mich echt umgehauen. Vielschichtige Charaktere Die Charaktere waren eine bunte Mischung. Einige waren mir sehr sympathisch, während andere genau das Gegenteil waren und ich gegen diese eine richtige Antipathie entwickelte. Das Hausmädchen Irene gehört zu ersteren. Sie ist ein toller Charakter, nicht auf den Mund gefallen und bringt einige tolle Aspekte in die Handlung. Ebenso verhält es sich mit Franz. Er zeigt direkt zu Beginn, was in ihm steckt und welch guter Mensch er eigentlich ist. Später hat er zwar zu kämpfen, aber das ist aufgrund seiner Lage vollkommen verständlich. Wilhelm und Mathilde (Franz‘ Vater und Schwester) hingegen sind zwei Personen, die wahnsinnig anstrengend waren. Nicht nur einmal wollte ich sie gerne schütteln oder habe laut geflucht. Sie machen die Handlung zwar erst zu dem, was sie ist und sind sehr notwendig. Trotzdem sind sie mir absolut unsympathisch und ich hoffe, dass die in der Reihe noch ihre „gerechte Strafe“ bekommen. Fazit Für mich war „In stürmischen Zeiten“ ein toller Auftakt der Reihe „Das Weingut“. Eine spannende Handlung bis zur letzten Seite. Interessante und vielseitige Charaktere runden das ganze insgesamt ab. Ich bin wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung und freue mich auch bereits auf die anderen Reihen von Marie Lacrosse.

4

Eigentlich kann man nicht aufhören zu lesen andererseits ist es auch etwas langweilig. Aber empfehlenswert!

5

"Das Weingut" ist eine Geschichte die mich mit jeder Seite mehr gefesselt hat. Erzählt von Marie Lacrosse wie ich sie kenne und ihre Art zu erzählen liebe. Ich freue mich schon darauf im zweiten Teil zu erfahren wie die Geschichte von Irene und Frabz weitergeht...

4

Marie Lacrosse erzählt in ihrem Roman „Das Weingut“ vom deutsch-französischen Krieg 1870/71 und den bürgerlichen Verhältnissen jener Zeit. Erschienen ist der Roman im Juli 2018 bei Goldmann. Weißenburg im Elsass, 1870: Die Waise Irene wird vom Weingutbesitzer Wilhelm Gerban als Dienstmagd in seinen Haushalt aufgenommen. Anfangs noch verwundert darüber, dass dieser ausgerechnet sie haben möchte, fügt sie sich schnell in ihre neue Rolle ein. Franz Gerban, der Sohn des Hauses, wurde als Strafe für einen Schulverweis zur Arbeit auf dem Hofe seines Onkels verpflichtet. Dort merkt er wie privilegiert sein Leben bisher verlaufen ist und kämpft für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Lohnarbeiter auf dem Gut seiner Familie. Bei seiner Rückkehr ins Elternhaus in Altenstadt verliebt er sich in Irene. Doch diese Liebe steht unter keinem guten Stern. Ein Krieg zieht herauf, der das Verhältnis von Deutschland und Frankreich maßgeblich beeinflussen soll. Ich muss zugeben, ich war skeptisch bei diesem Buch. Aufgrund des Klappentextes dachte ich, dass es sich hierbei um einen sehr kitschigen Roman vor historischem Hintergrund handelt. Auf der Buchmesse saß ich dann mit der Autorin und einigen Bloggern zusammen und mir wurde versprochen, dass dem nicht so ist. Über die Zeit 1870/71 weiß ich so gut wie nichts und da sich dass dann doch ziemlich interessant anhörte, habe ich mich an dieses Buch gewagt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Man kann sich alles gut vorstellen und fühlt sich direkt in die Zeit zurückversetzt. Es wurden einige für die Zeit typische Begriffe benutzt, insgesamt ist aber alles sehr verständlich gehalten. Gerade die sozialen Verhältnisse jener Zeit werden sehr anschaulich und ausführlich beschrieben. Selbst 150 Jahre früher war die Welt deutlich anders als heutzutage. Das rote Kreuz steckte noch in den Kinderschuhen, es gab Gebäranstalten, in denen ledige Frauen ihre Kinder gebären konnten. Als ledige Frau schwanger zu werden, war zu diesem Zeitpunkt keine sehr angesehene Sache. Das Verhältnis von armen und reichen Leuten war eher schwierig und die Klassen waren deutlich getrennt. Der deutsch-französische Krieg nimmt einen großen Raum in diesem Buch ein. Da ist auf der einen Seite die Verherrlichung des Soldatenlebens. In der Gesellschaft sind sie hochangesehen und prahlen gerne mit ihren Heldentaten. Es werden aber auch die grausamen Seiten des Krieges gezeigt, u.a. dass sinnlose Sterben ebenjener Soldaten oder auch wie die Bevölkerung unter den Schlachten leidet. Der Spannungsbogen wurde den gesamten Roman über gut gehalten. Den Plottwist habe ich schon ziemlich früh geahnt und im letzten Drittel des Buches gibt es eine Episode, die mir etwas zu lang gezogen und für meinen Geschmack mit ein bisschen zu viel Drama verbunden war. Mit den Personen im Roman habe ich mitgefiebert, insbesondere mit Irene, Franz und Pauline, aber auch Minna, die Irene eine gute Freundin wird, habe ich ins Herz geschlossen. Irene wurde in einer Gebäranstalt geboren und ist als Waise aufgewachsen. Mit diesen Vorraussetzungen hat sie eine schwere Stellung in der Gesellschaft und somit ist die Anstellung in einem Haushalt auf einem Weingut eine große Chance für sie. Franz ist der Sohn eines Weingutbesitzers und privilegiert aufgewachsen. Ihm hat es noch nie wirklich an etwas gemangelt und so ist er erschüttert als er merkt, dass es den Arbeitern auf dem Weingut seiner Familie so viel schlechter geht als ihm. Personen, die man eher nicht so gerne mag, gibt es auch einige. Gerade Mathilde ging mir teilweise richtig auf die Nerven mit ihrer unbegründeten Missgunst gegenüber anderen, aber auch ihr Vater war mir eher unsympathisch. Dieser Roman wurde von der Autorin hervorragend recherchiert, was das Nachwort nochmals deutlich unterstreicht. Es gab nur minimale Änderungen, die ich allerdings für vertretbar halte. Die fiktiven Personen wurden hervorragend mit dem historischen Hintergrund verbunden. Historische Personen waren eher rar gesät, die Art wie dieser Roman aufgebaut ist und erzählt wird, macht dennoch deutlich, dass es sich hierbei um einen historischen Roman handelt, der auch etwas von der Zeit vermitteln will und in dem das Historische nicht nur Beiwerk ist. Zusätzlich zum Nachwort gibt es am Anfang des Buches noch Kartenmaterial, dass ich ausführlich studiert habe, und ein Personenverzeichnis. Hinten findet man ein Glossar und eine Leseprobe aus dem zweiten Teil dieser Reihe. Fazit: Ein klasse recherchierter historischer Roman, der eindrucksvoll das Leben sowie alle Seiten des Krieges Ende des 19. Jahrhunderts zeigt und dabei trotz Liebesgeschichte nicht ins Kitschige abdriftet. Trotz teilweise etwas zu viel Drama und vorhersehbaren Plot, empfehlenswert für alle, die gerne in anderen Zeiten abtauchen und sich für die Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich interessieren.

4

Spannend und emotional. Nur die Szenen im krieg waren mir zu langatmig.

3

Eine Mischung aus man kann nicht aufhören zu lesen und irgendwie langweilig 😩😅

5

Mitreißend und bewegend Worum geht’s? Elsass Ende des 19. Jahrhunderts: Das Waisenkind Irene wird als Dienstmädchen auf dem Weingut der Gerbans aufgenommen. Dort lernt sie den Sohn Franz kennen und lieben, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Nicht nur, dass sie gegen alle Konventionen verstößt, nein, als der Krieg beginnt, muss Franz in die Schlacht ziehen und jeglicher Kontakt zwischen ihnen bricht ab. Meine Meinung: Mit „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ startet Marie Lacrosse in ihre Familiensaga um das Weingut Gerban. Vor den Kulissen des deutsch-französischen Krieges spinnt sie eine wunderbare Geschichte, basierend auf einer Mischung aus Fakten und Fiktion. Dabei beschwört sie mit Worten ein unglaublich reales Bild der damaligen Zeit herauf. Irene mag ich sehr gern, doch fast noch besser gefällt mir Pauline, die Mutter von Franz und die Gutsherrin. Sie wirkt ruhig und naiv, hat es aber faustdick hinter den Ohren! Ich hoffe sehr, dass sie vom Laudanum loskommt und wir sie in den nächsten Bänden wiedererleben dürfen. Irene ist so ein bisschen der typische Charakter, wie man ihn aus ähnlichen Sagas kennt, dennoch auch sie ein liebenswerter Mensch mit einem guten Herzen, die sich aber auch durchaus zur Wehr setzen weiß. Franz, der Sohn des Hauses, ist in diesem Buch fast noch ein bisschen ein Jungspund und grün hinter den Ohren. Er macht eine wirklich starke Entwicklung durch und ich bin schon sehr gespannt, wie er in den nächsten Bänden dargestellt werden wird. Auch die Diener gefallen mir gut, ebenso Mathilda, die fast schon ein bisschen wie eine böse Stiefschwester aus dem Märchen anmutet, mit Irene als Aschenputtel. Und Minna, Irenes ehemalige Kollegin, sowie Marianne, die sich um den verletzten Franz kümmert – absolut liebenswerte und herzensgute Charaktere! Die Erzählung selbst ist wirklich atemberaubend! Die Darstellung des Krieges, der Kampfszenen, der Verwundeten – das war wirklich sehr emotional. Ich konnte die Verletzten direkt vor mir sehen. Der Sturm mit der Fahne auf den Berg. Soviel sinnloser Mut und so viele sinnlose Opfer. Besonders schön fand ich, dass die Sanitäter sich um alle Verwundeten, egal ob Freund oder Feind, gleichermaßen gekümmert haben. Die Geschichte von Irene und Franz ging hinter dieser Szenerie fast ein bisschen unter, was mich aber gar nicht gestört hat, da die Darstellung der Kriegsschauplätze und der Krankenlager unglaublich beeindruckt hat. Dennoch ist auch die Geschichte von Franz und Irene interessant und die Autorin lässt uns fast ein bisschen hängen mit dem Cliffhanger am Ende! Werden Franz und Irene sich wiedersehen? Was weiß Pauline? Wird Franz es herausbekommen? Wird Wilhelm zur Verantwortung gezogen werden? Und Mathilda? Ich bin wirklich total neugierig auf die Fortsetzung! Fazit: Mit „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ startet Marie Lacrosse in ihre Weingut-Saga und es geht wirklich stürmisch zu. Die Kulisse des deutsch-französischen Krieges, teils basierend auf Fakten, teils fiktional, ist einfach nur atemberaubend! Die Kampfplätze, die Versorgung der Verwundeten, die Verzweiflung aber auch der Heldenmut sind total greifbar! Da ist die Geschichte von Irene und Franz fast ein bisschen Nebenschauplatz. Doch auch diese ist interessant und wirft so viele Fragen auf, dass ich am Liebsten direkt den nächsten Teil beginnen würde! Ein wirklich gelungenes, mitreißendes Buch, besonders die Darstellung des Krieges hat mich tief beeindruckt und der Cliffhanger am Schluss hat mich neugierig und mit vielen Fragen zurückgelassen. 5 Sterne für die beeindruckenden Szenerien, ich kann es nicht erwarten, den zweiten Teil zu lesen!

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