Das rote Kleid
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Description
Book Information
Author Description
Guido Maria Kretschmer gehört zu den renommiertesten deutschen Modedesignern. Seit 2012 begeistert er ein Millionenpublikum in diversen TV-Sendungen, allen voran dem Kultformat »Shopping Queen«. Er wurde u.a. mit der »Goldenen Kamera«, dem »Deutschen Fernsehpreis« und dem österreichischen Film- und Fernsehpreis »Romy« ausgezeichnet. Aber auch als Autor ist Guido erfolgreich: Seine beiden Stilratgeber standen monatelang auf den obersten Rängen der SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt erschien 2018 der Roman »Das rote Kleid«. Nach mehreren Jahren in Berlin lebt Guido Maria Kretschmer heute in Hamburg.
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Das war für mich das zweite Buch von Guido Maria Kretschmer. Es war natürlich ganz anders, als das vorherige Buch, das ich von ihm gelesen hatte. Auf den ersten Blick und bei den ersten Seiten hört und liest es sich erstmal sehr langweilig, da es jain erster Linie "nur" um das rote Kleid und andere Kleidungsstücke geht. Allerdings war das Buch sehr lustig und zwischendurch auch spannend durch die "Entführung" einiger Kleidungsstücke. Als Fazit kann ich dazu sagen, das es mir sehr gut gefallen hat und ich es ohne Probleme empfehlen kann :) Vor allem für alle die Guido Maria Kretschmer und seine Mode genauso gerne mögen wie ich :)
In *Das rote Kleid* erzählt Guido Maria Kretschmar eine kleine, feine Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive: der eines roten Kleides. Dieses Kleid erblickt zu Beginn der Geschichte bei einer Schneiderin das Licht der Welt und wird von dort aus auf eine Reise geschickt, die es schließlich an ein Filmset führt. Schon diese Ausgangsidee ist herrlich verspielt und macht sofort klar, dass wir es hier nicht mit einem klassischen Roman zu tun haben, sondern mit einer märchenhaften Erzählung, die stark über Atmosphäre, Beobachtungen und Figuren – beziehungsweise Kleidungsstücke – funktioniert. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf den Kleidungsstücken selbst. Jedes von ihnen hat einen eigenen Charakter, der sehr passend zum jeweiligen Kleidungsstück angelegt ist. Das ist wirklich süß und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Besonders am Filmset wird diese Vielfalt deutlich, denn dort begegnet das rote Kleid einer ganzen Reihe weiterer Kleidungsstücke, die alle ihre eigenen Eigenheiten, Haltungen und Rollen mitbringen. Teilweise übernehmen einige von ihnen sogar eine Art Mentor-Rolle für das rote Kleid, was der Geschichte schöne, ruhige Momente verleiht. Allerdings wurde es mir spätestens am Filmset ein wenig zu viel. Die Anzahl der Protagonist*innen – also der unterschiedlichen Kleidungsstücke – ist recht hoch, und so charmant sie auch gezeichnet sind, blieb für mich kaum Raum, um zu ihnen wirklich eine tiefere Beziehung aufzubauen. Abgesehen vom roten Kleid als Hauptfigur und einzelnen wenigen Kleidungsstücken, die besonders hervorstechen, rauschten viele Charaktere eher an mir vorbei. Das ist kein großes Problem, fällt aber gerade deshalb auf, weil die Grundidee eigentlich viel emotionales Potenzial hätte. Was die Handlung am Filmset selbst betrifft, möchte ich gar nicht zu sehr ins Detail gehen, um nicht zu spoilern – zumal das Buch ohnehin nicht sehr lang ist. Tiefgründige, komplexe Storywendungen sollte man hier allerdings nicht erwarten. Die Geschichte bleibt insgesamt eher leicht und niedlich, ohne große dramatische Bögen. Der eigentliche Reiz liegt eindeutig weniger im Plot als vielmehr in der Art, wie die Kleidungsstücke miteinander interagieren und wie ihre Persönlichkeiten dargestellt werden. Besonders positiv hervorzuheben ist Guido Maria Kretschmars Erzählton. Er schreibt genauso empathisch und wertschätzend, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Diese warme, zugewandte Haltung zieht sich durch das gesamte Buch und macht das Lesen sehr angenehm. Man spürt deutlich seine Liebe zu Stoffen, Mode und den Geschichten, die Kleidung erzählen kann – und genau das verleiht dem Buch seinen Charme. Insgesamt ist *Das rote Kleid* eine süße, kleine Geschichte mit einer originellen Perspektive, viel Herzlichkeit und einem angenehmen Erzählstil. Für mich hätte sie etwas fokussierter sein dürfen, besonders was die Anzahl der Figuren betrifft, um emotional noch mehr Tiefe zu entwickeln. Trotzdem ist es ein liebevoll erzähltes Buch, das sich leicht lesen lässt und mit seiner besonderen Idee im Gedächtnis bleibt – solide 3,5 Sterne.
Ein süßes Buch für zwischendurch :-) ich habe etwas gebraucht, um in das Buch zu finden, aber nach ein paar Seiten ging es ganz gut. Es war schön die Geschichte von Anascha und den vielen verschiedenen Kleidungsstücken zu erleben. Es hat einen zwischendurch wirklich zum Schmunzeln gebracht und man nimmt seine Kleidung manchmal wirklich etwas anders wahr 😂 jetzt wird der Pullover manchmal auch ein wenig gestreichelt. Manchmal kam ich mit den verschieben Charakteren durcheinander, weil es wirklich viele waren. Aber sonst ein süßes Buch für zwischendurch 😊
Geboren durch die Hand einer russischen Schneiderin erblickt das rote Seidenkleid Anascha das Licht der Welt in einem Atelier und bevor es in dieselbe hinausgeht, gibt es noch so viel zu lernen. Anascha landet beim Film, dort hängt sie zusammen mit den anderen Kleidern in der Garderobe der weiblichen Hauptrolle. Gesellschaft leisten ihr der alte Mantel Eric, Lulu das Revuekleid und allerlei andere Textilchen. Nachthemdchen, die sich immer wieder von Bügeln stürzen, ein verloren geglaubter Tanga und ein wundervolles, aber eingebildetes Designerbrautkleid. Nachts raunen sie sich Geschichten über ihre Träger zu und reimen sich so manche Dinge zusammen, über die Menschenwelt. Dabei wollen alle Kleider nur eins, geliebt werden von einem Menschen und ein Lieblingskleidungsstück werden. Ich mag Gido Maria Kretschmar. Ich finde ihn so herrlich bodenständig und dennoch sehr kreativ, was er auch mit dieser Geschichte unter Beweis stellt. Ich wusste zunächst nicht was ich zu erwarten hatte, doch einmal auf die Story eingelassen, bekommt man einen völlig anderen Blick auf die Welt. Ja ich habe mich dabei ertappt, wie ich meine Lieblingsjeans ansah und mir die Unterhaltung mit meiner Regenjacke im Schrank vorstellte. Die Kleider haben alle so detailgetreue, niedliche Charaktere, dass es fast die Zeichnungen nicht bedurft hätte, damit ich mir ein Bild von ihnen machen konnte. Die Illustrationen waren dann nur noch das Sahnehäubchen auf meinem Lesegenuss. Aufgepeppt wird die Ganze Story durch einen Entführungsfall und es ist amüsant zu lesen, was sich die Textilien alles einfallen lassen um Anascha zurückzuholen. Ich achte heute noch darauf, dass kein Kleidungsstück nah an meinem Bett liegt, wer weiß was es mir sonst einflüstern würde. Am Ende war ich dann doch ganz glücklich, dass Anascha an dem Ort landete, an dem sie immer hingehören wollte. Sie war ein Lieblingskleid, zusammen mit all ihren Freunden und das hat mir das Herz gewärmt. Das rote Kleid mutet im ersten Moment etwas eigenartig an, aber einmal abgetaucht in die Welt der Kostüme, des Films und der Textilherstellung, bekommt man ein Leser neben einem vergnüglichen Leseabend noch eine völlig neue Sicht auf seine Sachen im Schrank.
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Guido Maria Kretschmer gehört zu den renommiertesten deutschen Modedesignern. Seit 2012 begeistert er ein Millionenpublikum in diversen TV-Sendungen, allen voran dem Kultformat »Shopping Queen«. Er wurde u.a. mit der »Goldenen Kamera«, dem »Deutschen Fernsehpreis« und dem österreichischen Film- und Fernsehpreis »Romy« ausgezeichnet. Aber auch als Autor ist Guido erfolgreich: Seine beiden Stilratgeber standen monatelang auf den obersten Rängen der SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt erschien 2018 der Roman »Das rote Kleid«. Nach mehreren Jahren in Berlin lebt Guido Maria Kretschmer heute in Hamburg.
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Das war für mich das zweite Buch von Guido Maria Kretschmer. Es war natürlich ganz anders, als das vorherige Buch, das ich von ihm gelesen hatte. Auf den ersten Blick und bei den ersten Seiten hört und liest es sich erstmal sehr langweilig, da es jain erster Linie "nur" um das rote Kleid und andere Kleidungsstücke geht. Allerdings war das Buch sehr lustig und zwischendurch auch spannend durch die "Entführung" einiger Kleidungsstücke. Als Fazit kann ich dazu sagen, das es mir sehr gut gefallen hat und ich es ohne Probleme empfehlen kann :) Vor allem für alle die Guido Maria Kretschmer und seine Mode genauso gerne mögen wie ich :)
In *Das rote Kleid* erzählt Guido Maria Kretschmar eine kleine, feine Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive: der eines roten Kleides. Dieses Kleid erblickt zu Beginn der Geschichte bei einer Schneiderin das Licht der Welt und wird von dort aus auf eine Reise geschickt, die es schließlich an ein Filmset führt. Schon diese Ausgangsidee ist herrlich verspielt und macht sofort klar, dass wir es hier nicht mit einem klassischen Roman zu tun haben, sondern mit einer märchenhaften Erzählung, die stark über Atmosphäre, Beobachtungen und Figuren – beziehungsweise Kleidungsstücke – funktioniert. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf den Kleidungsstücken selbst. Jedes von ihnen hat einen eigenen Charakter, der sehr passend zum jeweiligen Kleidungsstück angelegt ist. Das ist wirklich süß und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Besonders am Filmset wird diese Vielfalt deutlich, denn dort begegnet das rote Kleid einer ganzen Reihe weiterer Kleidungsstücke, die alle ihre eigenen Eigenheiten, Haltungen und Rollen mitbringen. Teilweise übernehmen einige von ihnen sogar eine Art Mentor-Rolle für das rote Kleid, was der Geschichte schöne, ruhige Momente verleiht. Allerdings wurde es mir spätestens am Filmset ein wenig zu viel. Die Anzahl der Protagonist*innen – also der unterschiedlichen Kleidungsstücke – ist recht hoch, und so charmant sie auch gezeichnet sind, blieb für mich kaum Raum, um zu ihnen wirklich eine tiefere Beziehung aufzubauen. Abgesehen vom roten Kleid als Hauptfigur und einzelnen wenigen Kleidungsstücken, die besonders hervorstechen, rauschten viele Charaktere eher an mir vorbei. Das ist kein großes Problem, fällt aber gerade deshalb auf, weil die Grundidee eigentlich viel emotionales Potenzial hätte. Was die Handlung am Filmset selbst betrifft, möchte ich gar nicht zu sehr ins Detail gehen, um nicht zu spoilern – zumal das Buch ohnehin nicht sehr lang ist. Tiefgründige, komplexe Storywendungen sollte man hier allerdings nicht erwarten. Die Geschichte bleibt insgesamt eher leicht und niedlich, ohne große dramatische Bögen. Der eigentliche Reiz liegt eindeutig weniger im Plot als vielmehr in der Art, wie die Kleidungsstücke miteinander interagieren und wie ihre Persönlichkeiten dargestellt werden. Besonders positiv hervorzuheben ist Guido Maria Kretschmars Erzählton. Er schreibt genauso empathisch und wertschätzend, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Diese warme, zugewandte Haltung zieht sich durch das gesamte Buch und macht das Lesen sehr angenehm. Man spürt deutlich seine Liebe zu Stoffen, Mode und den Geschichten, die Kleidung erzählen kann – und genau das verleiht dem Buch seinen Charme. Insgesamt ist *Das rote Kleid* eine süße, kleine Geschichte mit einer originellen Perspektive, viel Herzlichkeit und einem angenehmen Erzählstil. Für mich hätte sie etwas fokussierter sein dürfen, besonders was die Anzahl der Figuren betrifft, um emotional noch mehr Tiefe zu entwickeln. Trotzdem ist es ein liebevoll erzähltes Buch, das sich leicht lesen lässt und mit seiner besonderen Idee im Gedächtnis bleibt – solide 3,5 Sterne.
Ein süßes Buch für zwischendurch :-) ich habe etwas gebraucht, um in das Buch zu finden, aber nach ein paar Seiten ging es ganz gut. Es war schön die Geschichte von Anascha und den vielen verschiedenen Kleidungsstücken zu erleben. Es hat einen zwischendurch wirklich zum Schmunzeln gebracht und man nimmt seine Kleidung manchmal wirklich etwas anders wahr 😂 jetzt wird der Pullover manchmal auch ein wenig gestreichelt. Manchmal kam ich mit den verschieben Charakteren durcheinander, weil es wirklich viele waren. Aber sonst ein süßes Buch für zwischendurch 😊
Geboren durch die Hand einer russischen Schneiderin erblickt das rote Seidenkleid Anascha das Licht der Welt in einem Atelier und bevor es in dieselbe hinausgeht, gibt es noch so viel zu lernen. Anascha landet beim Film, dort hängt sie zusammen mit den anderen Kleidern in der Garderobe der weiblichen Hauptrolle. Gesellschaft leisten ihr der alte Mantel Eric, Lulu das Revuekleid und allerlei andere Textilchen. Nachthemdchen, die sich immer wieder von Bügeln stürzen, ein verloren geglaubter Tanga und ein wundervolles, aber eingebildetes Designerbrautkleid. Nachts raunen sie sich Geschichten über ihre Träger zu und reimen sich so manche Dinge zusammen, über die Menschenwelt. Dabei wollen alle Kleider nur eins, geliebt werden von einem Menschen und ein Lieblingskleidungsstück werden. Ich mag Gido Maria Kretschmar. Ich finde ihn so herrlich bodenständig und dennoch sehr kreativ, was er auch mit dieser Geschichte unter Beweis stellt. Ich wusste zunächst nicht was ich zu erwarten hatte, doch einmal auf die Story eingelassen, bekommt man einen völlig anderen Blick auf die Welt. Ja ich habe mich dabei ertappt, wie ich meine Lieblingsjeans ansah und mir die Unterhaltung mit meiner Regenjacke im Schrank vorstellte. Die Kleider haben alle so detailgetreue, niedliche Charaktere, dass es fast die Zeichnungen nicht bedurft hätte, damit ich mir ein Bild von ihnen machen konnte. Die Illustrationen waren dann nur noch das Sahnehäubchen auf meinem Lesegenuss. Aufgepeppt wird die Ganze Story durch einen Entführungsfall und es ist amüsant zu lesen, was sich die Textilien alles einfallen lassen um Anascha zurückzuholen. Ich achte heute noch darauf, dass kein Kleidungsstück nah an meinem Bett liegt, wer weiß was es mir sonst einflüstern würde. Am Ende war ich dann doch ganz glücklich, dass Anascha an dem Ort landete, an dem sie immer hingehören wollte. Sie war ein Lieblingskleid, zusammen mit all ihren Freunden und das hat mir das Herz gewärmt. Das rote Kleid mutet im ersten Moment etwas eigenartig an, aber einmal abgetaucht in die Welt der Kostüme, des Films und der Textilherstellung, bekommt man ein Leser neben einem vergnüglichen Leseabend noch eine völlig neue Sicht auf seine Sachen im Schrank.










