Das Leuchten der Erinnerung
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Description
Ella macht sich nichts vor. Ihre eigenen Tage sind gezählt, und ihr Mann John ist zu senil, um gestern noch von heute und morgen zu unterscheiden. Ob es da eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch Ella ist die Hüterin der Straßenkarten und die Wächterin der Käse- und Tablettenrationen. Und sie wird sich dieser Reise stellen - auch wenn sie fürchtet, dass auch Liebe sich vergessen lässt.
"Ein Buch, das einen über die schwierigsten Zeiten lachen lässt."
Los Angeles Times
"Ergreifend … Eine authentische und witzige Liebesgeschichte"
Publishers Weekly
"Ella ist eine bemerkenswerte Figur. "The Leisure Seeker" ist ein Buch wie das Leben selbst: humorvoll, schmerzhaft, ergreifend, tragisch, rätselhaft - und man will es auf keinen Fall missen."
Booklist
"Eine bittersüße Geschichte über die besten Jahre des Lebens - und ein Trostpflaster für alle, die einen betagten Menschen kennen oder vorhaben, selbst alt zu werden." Kirkus Reviews
"Leidenschaftlich und voller Klarheit zeigt Michael Zadoorian ein Paar vom Pech verfolgter Senioren, die sich auf ihre eigene Art von der Welt verabschieden möchten."
BookPage
Book Information
Author Description
Michael Zadoorian wuchs in Detroit auf, wo er noch heute lebt. Seine preisgekrönten Romane wurden von der Kritik und Lesern begeistert aufgenommen. Sein Debütroman DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG wurde mit Helen Mirren und Donald Sutherland unter der Regie von Paolo Virzi verfilmt.
Posts
„The Leisure Seeker“, so der Originaltitel, war 2009 der zweite Roman Zadoorians. Ich habe dieses Buch letztes Jahr zufällig gekauft, als ich von der Verfilmung mit Helen Mirren und Donald Sutherland hörte und war wirklich gespannt. Wenn sich zwei so gute Schauspieler in einem Film treffen, muss das Buch herausragend sein. „Leisure Seeker“ ist die Marke ihres Oldtimer-Wohnmobils, mit dem sich die Eheleute Ella und John Robina auf ihre letzte Reise machen. Entlang der verfallenen Route 66 von Chicago nach Santa Monica - zusammen, gespickt mit Erinnerungen und Tabletten. Denn Ella ist unheilbar krank, Ehemann John leidet an Demenz. Gegen den Willen der Ärzte und ihrer zwei Kinder gehen beide auf eine letzte Reise. Das wird aber erst im Laufe des Buches klar. Am Anfang wundert man sich noch über die Pillchen, die Ella schluckt und schiebt ihre Perücke auf ihre Eitelkeit. Auf den Campingplätzen verschafft ihnen der mitgebrachte Dia-Projektor in der Nacht das „Leuchten der Erinnerung“, wenn die beiden Alten sich ihre „Greatest Hits der Robinas“ aus längst vergangener Zeit anschauen – einer Zeit, in der sie als junge Eltern mit kleinen Kindern noch gemeinsam unterwegs waren. Sie startet in die Reise „mit mehr Gesundheitsproblemen als ein Dritte-Welt-Land“. Doch gerade deshalb wagt die Todgeweihte trotzig diese Fahrt im vertrauten Wohnmobil: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Ärzte retten gern Menschen, sagt sie sich, „aber wenn es um jemanden geht, der 80 Jahre alt ist, was gibt es da noch zu retten?“ Die Einmischung ihrer Kinder, die sie regelrecht entmündigen wollen, ihnen ihren Verstand ob ihrer Krankheit absprechen wollen, hat mich am meisten erregt. Ein kranker Mensch verliert doch nicht den Verstand, nur weil er alt und krank ist. Sie hetzen sogar die Bundespolizei auf sie. Ella und John haben die Reise ihres Lebens, auch wenn es die letzte ist. Und sie beiben mündige Menschen - bis zum Schlussstrich den Ella zieht, als es keine weitere Möglichkeit mehr gibt. „Das Leuchten der Erinnerung“ ist keiner der netten Romane über lebensfrohe Senioren mit Hinweis auf ein selbstbestimmtes Leben alter Menschen. Es ist eine Abfolge von unbequemen Wahrheiten und Unbequemlichkeiten. Dennoch meistern Ella und John ihre letzten Tage mit Bravour und Lebensfreude. Und vor allen Dingen selbstbestimmt. Michael Zadoorians Buch ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich keinesfalls in sein Schicksal ergeben muss - egal, wie schlimm die Aussichten in der Zukunft sind.
Das Buch hat für mich ein bissle gebraucht, bis es Fahrt aufgenommen hat, dann hat es mir aber erstaunlich gut gefallen. Die Ich-Erzählerin hat Krebs im Endstadium, ihr etwa gleichaltriger Mann ist hochgradig dement. Trotzdem machen sich die beiden auf, mit ihrem Wohnmobil von Chicago nach Disneyland zu fahren, immer der alten Route 66 nach. Während der Reise berichtet die Erzählerin von früheren Camping-Trips mit den Kindern und Freunden. Abends werden öfter Dias von diesen früheren Reisen geschaut und dabei erzählt, was man so erlebt hat. Ich hatte ein wenig Sorge, dass mir das Buch zu düster wäre wegen des Themas, aber es gibt auch immer wieder Stellen, an denen man schmunzeln muss. Besonders lesenswert ist es sicher für Leute, die die Gegend, durch die gereist wird, selbst schon bereist haben und ein bissle mehr kennen als ich. Die Thematik Alt werden- Demenz-Krankheit und Tod kommt aber durchaus auch zur Sprache und hat mich schon zum Nachdenken gebracht, wie ich das für mich wohl einmal handhaben möchte . Oder wie meine Lieben das wohl gerne hätten, wenn es einmal soweit ist. Die Kinder des Ehepaares sind nämlich überhaupt nicht begeistert von dem Trip. Das Buch wurde übrigens mit Donald Sutherland und Helen Mirren verfilmt, und wenn die zwei auch sicher deutlich besser aussehen, als die Protagonisten im Buch beschrieben werden, so sind sie doch gute Schauspieler und ich könnte mir gut vorstellen, den Film einmal anzuschauen.
Als Hörbuch richtig schön
Nach etwa 50 Seiten war ich ein wenig frustriert. Irgendwie kam ich nicht so recht in den Lesefluss. Deshalb habe ich beschlossen, es mit dem Hörbuch zu probieren. Und was soll ich sagen: ich hab es sehr genossen, Ella und John auf ihrer Reise zu begleiten. Das etwas andere Liebesbuch. 🥰 hat wesentlich mehr mit ECHTER Liebe zu tun, wie viele andere Bücher. Sehr schön.
„The Leisure Seeker“, so der Originaltitel, war 2009 der zweite Roman Zadoorians. Ich habe dieses Buch letztes Jahr zufällig gekauft, als ich von der Verfilmung mit Helen Mirren und Donald Sutherland hörte und war wirklich gespannt. Wenn sich zwei so gute Schauspieler in einem Film treffen, muss das Buch herausragend sein. „Leisure Seeker“ ist die Marke ihres Oldtimer-Wohnmobils, mit dem sich die Eheleute Ella und John Robina auf ihre letzte Reise machen. Entlang der verfallenen Route 66 von Chicago nach Santa Monica - zusammen, gespickt mit Erinnerungen und Tabletten. Denn Ella ist unheilbar krank, Ehemann John leidet an Demenz. Gegen den Willen der Ärzte und ihrer zwei Kinder gehen beide auf eine letzte Reise. Das wird aber erst im Laufe des Buches klar. Am Anfang wundert man sich noch über die Pillchen, die Ella schluckt und schiebt ihre Perücke auf ihre Eitelkeit. Auf den Campingplätzen verschafft ihnen der mitgebrachte Dia-Projektor in der Nacht das „Leuchten der Erinnerung“, wenn die beiden Alten sich ihre „Greatest Hits der Robinas“ aus längst vergangener Zeit anschauen – einer Zeit, in der sie als junge Eltern mit kleinen Kindern noch gemeinsam unterwegs waren. Sie startet in die Reise „mit mehr Gesundheitsproblemen als ein Dritte-Welt-Land“. Doch gerade deshalb wagt die Todgeweihte trotzig diese Fahrt im vertrauten Wohnmobil: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Ärzte retten gern Menschen, sagt sie sich, „aber wenn es um jemanden geht, der 80 Jahre alt ist, was gibt es da noch zu retten?“ Die Einmischung ihrer Kinder, die sie regelrecht entmündigen wollen, ihnen ihren Verstand ob ihrer Krankheit absprechen wollen, hat mich am meisten erregt. Ein kranker Mensch verliert doch nicht den Verstand, nur weil er alt und krank ist. Sie hetzen sogar die Bundespolizei auf sie. Ella und John haben die Reise ihres Lebens, auch wenn es die letzte ist. Und sie beiben mündige Menschen - bis zum Schlussstrich den Ella zieht, als es keine weitere Möglichkeit mehr gibt. „Das Leuchten der Erinnerung“ ist keiner der netten Romane über lebensfrohe Senioren mit Hinweis auf ein selbstbestimmtes Leben alter Menschen. Es ist eine Abfolge von unbequemen Wahrheiten und Unbequemlichkeiten. Dennoch meistern Ella und John ihre letzten Tage mit Bravour und Lebensfreude. Und vor allen Dingen selbstbestimmt. Michael Zadoorians Buch ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich keinesfalls in sein Schicksal ergeben muss - egal, wie schlimm die Aussichten in der Zukunft sind.
Description
Ella macht sich nichts vor. Ihre eigenen Tage sind gezählt, und ihr Mann John ist zu senil, um gestern noch von heute und morgen zu unterscheiden. Ob es da eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch Ella ist die Hüterin der Straßenkarten und die Wächterin der Käse- und Tablettenrationen. Und sie wird sich dieser Reise stellen - auch wenn sie fürchtet, dass auch Liebe sich vergessen lässt.
"Ein Buch, das einen über die schwierigsten Zeiten lachen lässt."
Los Angeles Times
"Ergreifend … Eine authentische und witzige Liebesgeschichte"
Publishers Weekly
"Ella ist eine bemerkenswerte Figur. "The Leisure Seeker" ist ein Buch wie das Leben selbst: humorvoll, schmerzhaft, ergreifend, tragisch, rätselhaft - und man will es auf keinen Fall missen."
Booklist
"Eine bittersüße Geschichte über die besten Jahre des Lebens - und ein Trostpflaster für alle, die einen betagten Menschen kennen oder vorhaben, selbst alt zu werden." Kirkus Reviews
"Leidenschaftlich und voller Klarheit zeigt Michael Zadoorian ein Paar vom Pech verfolgter Senioren, die sich auf ihre eigene Art von der Welt verabschieden möchten."
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Book Information
Author Description
Michael Zadoorian wuchs in Detroit auf, wo er noch heute lebt. Seine preisgekrönten Romane wurden von der Kritik und Lesern begeistert aufgenommen. Sein Debütroman DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG wurde mit Helen Mirren und Donald Sutherland unter der Regie von Paolo Virzi verfilmt.
Posts
„The Leisure Seeker“, so der Originaltitel, war 2009 der zweite Roman Zadoorians. Ich habe dieses Buch letztes Jahr zufällig gekauft, als ich von der Verfilmung mit Helen Mirren und Donald Sutherland hörte und war wirklich gespannt. Wenn sich zwei so gute Schauspieler in einem Film treffen, muss das Buch herausragend sein. „Leisure Seeker“ ist die Marke ihres Oldtimer-Wohnmobils, mit dem sich die Eheleute Ella und John Robina auf ihre letzte Reise machen. Entlang der verfallenen Route 66 von Chicago nach Santa Monica - zusammen, gespickt mit Erinnerungen und Tabletten. Denn Ella ist unheilbar krank, Ehemann John leidet an Demenz. Gegen den Willen der Ärzte und ihrer zwei Kinder gehen beide auf eine letzte Reise. Das wird aber erst im Laufe des Buches klar. Am Anfang wundert man sich noch über die Pillchen, die Ella schluckt und schiebt ihre Perücke auf ihre Eitelkeit. Auf den Campingplätzen verschafft ihnen der mitgebrachte Dia-Projektor in der Nacht das „Leuchten der Erinnerung“, wenn die beiden Alten sich ihre „Greatest Hits der Robinas“ aus längst vergangener Zeit anschauen – einer Zeit, in der sie als junge Eltern mit kleinen Kindern noch gemeinsam unterwegs waren. Sie startet in die Reise „mit mehr Gesundheitsproblemen als ein Dritte-Welt-Land“. Doch gerade deshalb wagt die Todgeweihte trotzig diese Fahrt im vertrauten Wohnmobil: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Ärzte retten gern Menschen, sagt sie sich, „aber wenn es um jemanden geht, der 80 Jahre alt ist, was gibt es da noch zu retten?“ Die Einmischung ihrer Kinder, die sie regelrecht entmündigen wollen, ihnen ihren Verstand ob ihrer Krankheit absprechen wollen, hat mich am meisten erregt. Ein kranker Mensch verliert doch nicht den Verstand, nur weil er alt und krank ist. Sie hetzen sogar die Bundespolizei auf sie. Ella und John haben die Reise ihres Lebens, auch wenn es die letzte ist. Und sie beiben mündige Menschen - bis zum Schlussstrich den Ella zieht, als es keine weitere Möglichkeit mehr gibt. „Das Leuchten der Erinnerung“ ist keiner der netten Romane über lebensfrohe Senioren mit Hinweis auf ein selbstbestimmtes Leben alter Menschen. Es ist eine Abfolge von unbequemen Wahrheiten und Unbequemlichkeiten. Dennoch meistern Ella und John ihre letzten Tage mit Bravour und Lebensfreude. Und vor allen Dingen selbstbestimmt. Michael Zadoorians Buch ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich keinesfalls in sein Schicksal ergeben muss - egal, wie schlimm die Aussichten in der Zukunft sind.
Das Buch hat für mich ein bissle gebraucht, bis es Fahrt aufgenommen hat, dann hat es mir aber erstaunlich gut gefallen. Die Ich-Erzählerin hat Krebs im Endstadium, ihr etwa gleichaltriger Mann ist hochgradig dement. Trotzdem machen sich die beiden auf, mit ihrem Wohnmobil von Chicago nach Disneyland zu fahren, immer der alten Route 66 nach. Während der Reise berichtet die Erzählerin von früheren Camping-Trips mit den Kindern und Freunden. Abends werden öfter Dias von diesen früheren Reisen geschaut und dabei erzählt, was man so erlebt hat. Ich hatte ein wenig Sorge, dass mir das Buch zu düster wäre wegen des Themas, aber es gibt auch immer wieder Stellen, an denen man schmunzeln muss. Besonders lesenswert ist es sicher für Leute, die die Gegend, durch die gereist wird, selbst schon bereist haben und ein bissle mehr kennen als ich. Die Thematik Alt werden- Demenz-Krankheit und Tod kommt aber durchaus auch zur Sprache und hat mich schon zum Nachdenken gebracht, wie ich das für mich wohl einmal handhaben möchte . Oder wie meine Lieben das wohl gerne hätten, wenn es einmal soweit ist. Die Kinder des Ehepaares sind nämlich überhaupt nicht begeistert von dem Trip. Das Buch wurde übrigens mit Donald Sutherland und Helen Mirren verfilmt, und wenn die zwei auch sicher deutlich besser aussehen, als die Protagonisten im Buch beschrieben werden, so sind sie doch gute Schauspieler und ich könnte mir gut vorstellen, den Film einmal anzuschauen.
Als Hörbuch richtig schön
Nach etwa 50 Seiten war ich ein wenig frustriert. Irgendwie kam ich nicht so recht in den Lesefluss. Deshalb habe ich beschlossen, es mit dem Hörbuch zu probieren. Und was soll ich sagen: ich hab es sehr genossen, Ella und John auf ihrer Reise zu begleiten. Das etwas andere Liebesbuch. 🥰 hat wesentlich mehr mit ECHTER Liebe zu tun, wie viele andere Bücher. Sehr schön.
„The Leisure Seeker“, so der Originaltitel, war 2009 der zweite Roman Zadoorians. Ich habe dieses Buch letztes Jahr zufällig gekauft, als ich von der Verfilmung mit Helen Mirren und Donald Sutherland hörte und war wirklich gespannt. Wenn sich zwei so gute Schauspieler in einem Film treffen, muss das Buch herausragend sein. „Leisure Seeker“ ist die Marke ihres Oldtimer-Wohnmobils, mit dem sich die Eheleute Ella und John Robina auf ihre letzte Reise machen. Entlang der verfallenen Route 66 von Chicago nach Santa Monica - zusammen, gespickt mit Erinnerungen und Tabletten. Denn Ella ist unheilbar krank, Ehemann John leidet an Demenz. Gegen den Willen der Ärzte und ihrer zwei Kinder gehen beide auf eine letzte Reise. Das wird aber erst im Laufe des Buches klar. Am Anfang wundert man sich noch über die Pillchen, die Ella schluckt und schiebt ihre Perücke auf ihre Eitelkeit. Auf den Campingplätzen verschafft ihnen der mitgebrachte Dia-Projektor in der Nacht das „Leuchten der Erinnerung“, wenn die beiden Alten sich ihre „Greatest Hits der Robinas“ aus längst vergangener Zeit anschauen – einer Zeit, in der sie als junge Eltern mit kleinen Kindern noch gemeinsam unterwegs waren. Sie startet in die Reise „mit mehr Gesundheitsproblemen als ein Dritte-Welt-Land“. Doch gerade deshalb wagt die Todgeweihte trotzig diese Fahrt im vertrauten Wohnmobil: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Ärzte retten gern Menschen, sagt sie sich, „aber wenn es um jemanden geht, der 80 Jahre alt ist, was gibt es da noch zu retten?“ Die Einmischung ihrer Kinder, die sie regelrecht entmündigen wollen, ihnen ihren Verstand ob ihrer Krankheit absprechen wollen, hat mich am meisten erregt. Ein kranker Mensch verliert doch nicht den Verstand, nur weil er alt und krank ist. Sie hetzen sogar die Bundespolizei auf sie. Ella und John haben die Reise ihres Lebens, auch wenn es die letzte ist. Und sie beiben mündige Menschen - bis zum Schlussstrich den Ella zieht, als es keine weitere Möglichkeit mehr gibt. „Das Leuchten der Erinnerung“ ist keiner der netten Romane über lebensfrohe Senioren mit Hinweis auf ein selbstbestimmtes Leben alter Menschen. Es ist eine Abfolge von unbequemen Wahrheiten und Unbequemlichkeiten. Dennoch meistern Ella und John ihre letzten Tage mit Bravour und Lebensfreude. Und vor allen Dingen selbstbestimmt. Michael Zadoorians Buch ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich keinesfalls in sein Schicksal ergeben muss - egal, wie schlimm die Aussichten in der Zukunft sind.






