Das Inselmädchen

Das Inselmädchen

by Sina Beerwald·Book 3 of 3
Softcover
4.45
Urlaubsromane Für FrauenHistorischer RomanTochterDie Sylt-Saga

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Description

Liebe gegen alle Widerstände auf Sylt:

»Das Inselmädchen« ist der 3. Band und Abschluss von Sina Beerwalds historischer Familiensaga »Die Sylt-Saga«, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf der traumhaft schönen Nordsee-Insel spielt.

1931 locken das mondäne Hotel »Strandvilla« und das Dünencafé seit vielen Jahren viele berühmte Gäste nach Sylt – trotzdem wird Moikens großer Erfolg von Traurigkeit überschattet: Ihre Ehe ist kaum mehr als eine Zweckgemeinschaft, aus der sie sich nicht zuletzt aus finanziellen Gründen nicht lösen kann. Zudem hat sich ihre mittlerweile 17-jährige Tochter Frieda – eigentlich Moikens Sonnenschein und Vorzeigetochter - in einen Mann verliebt, der für eine Hotelerbin undenkbar ist.
Doch kann Moiken ihrer Tochter denselben Schmerz zufügen, den sie einst mit ihrer großen Liebe erfahren musste? Während die Insel auf den Krieg zusteuert, steht Moiken vor der Frage, wie viel man für das eigene Glück zu tun bereit ist.

Die Sylt-Saga ist die perfekte Urlaubslektüre: dramatisch und voller nostalgischem Insel-Charme.

Die Familiensaga besteht aus den drei historischen Insel-Romanen »Die Strandvilla« (ab 1913), »Das Dünencafé« (20er Jahre) und »Das Inselmädchen« (ab 1931).

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Softcover
Pages
480
Price
10.30 €

Author Description

Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, hat sich bislang mit siebzehn erfolgreichen Romanen, darunter historische Romane und Sylt-Erlebnisführer, einen Namen gemacht. Sie ist Preisträgerin des NordMordAward und des Samiel Award. "Die Strandvilla" und "Das Dünencafé" waren auf der Shortlist beim LovelyBooks Leserpreis. 2008 wanderte sie mit zwei Koffern und vielen Ideen im Gepäck auf die Insel Sylt aus und lebt dort seither als freie Autorin.

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Ein großartiges Finale!

Turbulente Zeiten in der "Strandvilla" Sylt, 1931: Auf Sylt ist das Hotel "Strandvilla" immer noch sehr erfolgreich, hat aber in den letzten Jahren, ebenso wie viele andere Hotels, unter den hohen Arbeitslosenzahlen und damit einhergehenden wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Doch Moiken kämpft für ihr Hotel und hält auch deshalb an der Ehe zu Adam fest, der ihr in den letzten Jahren immer fremder geworden ist. Da Adam eine Aufgabe fehlt, die in vollkommen erfüllt und ihm Anerkennung Stolz einbringt, wendet er sich nun mit Freude der NSDAP zu, die ihn zu ihrem Ortvorsteher ernennen möchte. Moiken kann diese Entscheidung nicht gutheißen und fordert von ihrem Mann Neutralität, doch mit verschiedenen Mitteln setzt er sie unter Druck, sodass sie einknickt und sich nicht weiter in seine politischen Belange einmischt. Dennoch widersetzt sie sich ihm in den kleinen Dingen des Alltags und lässt sich nicht vollkommen unterdrücken. Aber Adam ist nicht Moikens einziges Problem, hat ihre siebzehnjährige Tochter Frieda doch fest vor, den viel älteren Matthis zu heiraten. Dabei braucht das Hotel gerade jetzt einen zahlungskräftigen Mann, der sie aus der finanziellen Misere rettet und das ist Matthias, der Portier ist mit Sicherheit nicht. Also verbietet sie Frieda die Beziehung zu ihm und hofft, dass diese sich an ihre Anweisung hält. Die leisen Zweifel, ob ihre Entscheidung wirklich gut für ihre Tochter ist, unterdrückt sie geflissentlich. Sina Beerwald lässt ihre Leser in diesem dritten Teil der Reihe nocheinmal in die "Strandvilla" auf Sylt zurückkehren. Da sie nahtlos an die beiden Vorgängerbände anschließt und keine ausufernden Wiederholungen der Geschehnisse aus den Büchern zuvor tätigt, gerät der Lesefluss zwischen den einzelnen Teilen kaum ins Stocken. Dieser letzte Band ist geprägt vom Nationalsozialismus und seinen Folgen für die Menschen und zeigt deutlich, wie begeisterungsfähig die Menschen für Hitler waren und wie arglos sie seine Gesetze, Regeln und das neue Gedankengut in ihren Alltag integriert haben. Dieser letzte Teil der Reihe hat mich von allen dreien bisher am allermeisten gefesselt und berührt. Denn diese Blindheit gegenüber den Nazis, der Hass auf Juden und die Hoffnung der Menschen ist immer wieder schockierend, aber irgendwie auch nachvollziehbar. Genau deshalb möchte ich nicht, dass sich dieses schlimme Kapitel der deutschen Geschichte nochmals wiederholt. Die Art, wie Sina Beerwald schreibt ist ebenso kurzweilig wie fesselnd und hat mich nur so durch die Handlung fliegen lassen. Da nun alle Handlungsstränge, auch aus den Bänden zuvor, zu einem Ende finden, ist das Buch sehr rund und gelungen.

Ein großartiges Finale!
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Sylt 1931. Die Wirtschaftskrise hat auch die Insel erreicht und für die Strandvilla wird es schwieriger genügend Gäste zu bekommen. Dazu macht Moiken sich Sorgen um ihre Tochter Frieda, die sich nicht standesgemäß verliebt hat. Die Ehe mit Adam von Baudessin ist unglücklich, aber der Wille die Standvilla am Leben zu erhalten hält Moiken aufrecht. In diesem Band der Sylt Saga begleiten wir Moiken und ihre Familie durch die Jahre 1931 bis zum Ende des Krieges. Die Zeiten sind schwer, erst die Wirtschaftskrise und dann der Nationalsozialismus, mit dem sich Moiken im Gegensatz zu Adam gar nicht anfreunden kann. Sowohl sie als auch ihre Töchter geraten immer wieder mit der Obrigkeit aneinander und müssen für ihre vermeintlichen Untaten büßen. Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen, auch wenn ich, wie auch schon in den beiden Büchern davor, Moiken wegen ihrer sturen Art gerne geschüttelt hätte. Manchmal steht sie sich damit selbst sehr im Weg und da ihre beiden Töchter auf ihre Art auch stur sein können, führt das gerne mal zu Konflikten. Gerade mit Emma dann auch gerne einmal zu sehr langen Zeiten, in denen Mutter und Tochter gar nicht miteinander sprechen. Glücklicherweise steht Boy aber immer bereit als starke Schulter, die auch in schwierigen Zeiten Halt bietet. Dieser letzte Band der Reihe hat mir fast am besten gefallen, endlich erkennt Moiken, was sie an ihrer Familie hat und wer gut für sie ist. Auch ihre Art mit den Nationalsozialisten vor Ort umzugehen hat mir imponiert. Immer hart an der Grenze, bei der sie mit Konsequenzen zu rechnen hat. Und doch geht nicht immer alles gut. Schön auch die Szenen, in denen die literarische Gesellschaft Sylts beleuchtet wird, besonders die Lesung von Carl Zuckmayer hat mir gut gefallen. Durch Friedas Lehre in der Druckerei kann sie viele Anekdoten über die Insel erzählen, das fand ich sehr schön, so bekam man auch einen etwas weiteren Einblick in die Inselgeschichte. Auch die Ereignisse im Reich haben ihren Platz in der Geschichte. Durch Emma, die immer noch in Berlin ein Atelier betreibt, erleben wir die Machtergreifung, den Reichstagsbrand, sowie die olympischen Spiele und auch die Reichsprogromnacht aus ihrer Sicht mit. Alles in allem ein gelungener Abschluss der Sylt-Saga. Wobei ich mich freuen würde, wenn Sina Beerwald ihre Andeutung im Nachwort wahr machen würde, dass sie eventuell noch einmal über Moiken, Frieda, Emma und Boy schreiben wird. Ich würde mich freuen auch die Nachkriegszeit noch einmal auf Sylt verbringen zu dürfen.

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