Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen
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Description
Book Information
Author Description
Helen Jukes, geboren 1984, studierte Psychologie. Sie schreibt u.a. für BBC Wildlife, Junket und LITRO und arbeitet als Tutorin für das Creative-Writing-Programm der Universität Oxford. Zudem engagiert sie sich in gemeinnützigen Organisationen wie Free Word oder Crisis. Sie lebt in Wales und ist Mitbegründerin des Bee Friendly Trusts, einer Londoner Initiative, die sich für den Schutz der Bienen einsetzt. www.helenjukes.com
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Ich wollte dieses Buch unbedingt lieben - nicht nur ist es wunderschön gestaltet, es trifft auch mit Titel und Thema direkt in mein Herz. Helen Jukes ist Autorin und Protagonistin in "Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen". Dort begleiten wir die fiktive Helen nach einem weiteren Umzug in ihrem bislang unsteten Leben ein Jahr lang beim Projekt, in ihrem kleinen Reihenhausgarten ein Bienenvolk zu halten - von der Idee bis zum ersten Glas Honig. Natürlich habe ich keine Hochliteratur erwartet - dafür war der Klappentext zu eindeutig. Dennoch erhoffte ich mir ein unterhaltsames Buch, das mir die ein oder andere Erkenntnis bescheren und gewisse Erfahrungen meines eigenen, noch nicht sehr langen Lebens als Hobbyimker spiegeln würde. Leider war ich sehr schnell genervt, und das obwohl ich den ein oder anderen interessanten Faktenschnipsel rausziehen konnte, der meine Faszination für die Honigbiene noch weiter bestärkte. Erzählerisch fand ich das Buch regelrecht misslungen - die Hintergrundgeschichte wirkt flach und bedeutungslos und reibt sich immer wieder mit den sachlichen/historischen Beschreibungen, da diese kaum organisch eingebunden, sondern lieblos neben stumpfen Dialogen oder Alltagsbeschreibungen stehen. Die Intention ist schnell klar: Das Bienenvolk soll als Metapher dienen für den Wunsch der Protagonistin, irgendwo anzukommen und eine Heimat zu finden. Der Prozess, wie die Bienen sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen wird begleitet von neuen Erkenntnissen, die Helen auch auf ihr eigenes Leben anwendet. Sie wirkt dabei total verkopft und die gezogenen Parallelen driften nicht selten ins Kitschige und Romantisierende, um immer wieder mit vorhersehbaren, kalenderspruchartigen Überlegungen zu schließen. Auch die Wortklaubereien mit ihrer Freundin Ellie, die am Oxford Dictionary arbeitet, fand ich etwas zu erzwungen und pseudo-philosophisch. Nebenbei erscheint es mir - trotz der Hilfe einiger sachkundiger Imker - handwerklich fast schon dilettantisch und dabei möchte ich mich selbst keineswegs als Profi bezeichnen. Aber die Honigwabe mitsamt der Brut durch ein Sieb zu drücken ist nicht nur widerlich, sondern auch absolut unnötig. Gegen die Varroamilbe wird nicht behandelt mit der Begründung, ein gesundes Volk komme damit gut klar - schwierige Ansicht. Und dass die Umsiedlung der Bienen nicht einfach damit getan ist, die Rähmchen quer (!) in die neue Oberträgerbeute zu legen, hätte auch ihr Freund Luke voraussagen können. Ich kann das Buch daher leider weder in Bezug auf den Wissensgehalt noch hinsichtlich der erzählerischen Eigenheiten empfehlen. Wer zu Unterhaltungsliteratur greifen will, ist beispielsweise mit "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde besser bedient. Wer mehr über Bienen lernen will, sollte meiner Meinung nach lieber gleich zu einem gut recherchierten Sachbuch greifen. 2 Sterne, da doch ein paar nette historische und wissenschaftliche Fakten dabei sind, denen ich ein bisschen etwas abgewinnen konnte.
Ein sehr emotionaler Roman, der nicht nur das Halten eines Bienenstocks beschreibt, sondern dem Leser auch Brauchtümer und die Geschichte der Imkerei näher bringt. Dieses Buch hat mich in den Vorschauen direkt mit seinem Cover gelockt, auch wenn es mittlerweile gefühlt an jeder Ecke neue Romane über Bienen gibt. Dennoch könnte ich nicht behaupten, dass ich das nicht alles wahnsinnig interessant und spannend finde. Und somit zog das nunmehr dritte Bienenbuch bei mir ein. Nachdem ich letztes Jahr Maja Lundes „Geschichte der Bienen“ sowie Laline Paulls „Die Bienen“ (großartig!) las, tauchte ich mit Helen Jukes „Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen“ also erneut ab in den Bienenstock. Die Geschichte dreht sich um Helen, die sich in einem langweiligen Bürojob wiederfindet und sich nach einem Sinn sehnt, und ist sehr wahrscheinlich autobiographisch angehaucht. An ihrem vorigen Wohnort besuchte sie mit einem Freund die in der Stadt verteilten Bienenstöcke und lernte ein wenig über die Imkerei. In ihrer neuen Wohnung vermisst sie die Bienen schmerzlich und wünscht sich endlich einen eigenen Stock, traut sich das Ganze aber nicht so recht zu. Sie besucht einen öffentlich einsehbaren Bienenstock, verschlingt alle Bücher über Imkerei und Bienen, die sie finden kann, und das Sehnen wir immer stärker – allerdings auch ihre Zweifel, ob sie einen Bienenstock halten und sich um ein ganzes Volk kümmern kann. Als sie dann schließlich ein Bienenvolk geschenkt bekommt, wird sie ins kalte Wasser geworfen, muss sich eine Beute (Bienenkasten) zulegen und wartet angespannt auf den Frühling, wenn ihre Bienen endlich abholbereit sind. "All diese Leistungsziele, der Produktivitätsdruck, der Papierkram und die flachgetretenen Teppichhaare und die immer stärker standardisierten Abläufe; vielleicht hält uns das auf Kurs, aber es fühlt sich nicht sehr – ich biege um eine Ecke, suche nach dem Wort – menschlich an, finde ich." Helen Jukes nimmt uns mit „Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen“ und einer wahnsinnig sympathischen Protagonistin voller Selbstzweifel mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte der Bienenforschung, denn als Leser lesen wir quasi mit Helen alles über die Imkerei. Von den Strukturen innerhalb des Stocks, dem Aufbau der Bienengesellschaft über Mythen und alte Riten (Beispiel: Bugonie) bis hin zur perfekten Beute, um beste Lebensbedingungen für die Bienen zu schaffen (und natürlich Honig zu ernten) lernen wir als Leser sehr viel über die schwarz-gelben Insekten. Viele Informationen waren mir bereits aus Laline Paulls Roman bekannt, der aus der Hierarchie der Bienen eine Dystopie gezaubert hat und somit lange im Gedächtnis geblieben ist. Dennoch war einiges Neues für mich dabei und die Geschichte von Helen, die sich im neuen Job zurechtzufinden versucht und in ihrem Leben immer mehr Parallelen zum Lebenszyklus der Bienen sieht, war erfrischend und neu. Die Erzählsprache hat mir ausgesprochen gut gefallen, der Roman lies sich gut lesen und war sehr kurzweilig. Als ich dann noch gelesen habe, dass dies ihr Romandebüt ist, war ich völlig überrascht! Weiterlesen: https://killmonotony.de/rezension/noch-ein-bienenroman-ja-bitte
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Helen Jukes, geboren 1984, studierte Psychologie. Sie schreibt u.a. für BBC Wildlife, Junket und LITRO und arbeitet als Tutorin für das Creative-Writing-Programm der Universität Oxford. Zudem engagiert sie sich in gemeinnützigen Organisationen wie Free Word oder Crisis. Sie lebt in Wales und ist Mitbegründerin des Bee Friendly Trusts, einer Londoner Initiative, die sich für den Schutz der Bienen einsetzt. www.helenjukes.com
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Ich wollte dieses Buch unbedingt lieben - nicht nur ist es wunderschön gestaltet, es trifft auch mit Titel und Thema direkt in mein Herz. Helen Jukes ist Autorin und Protagonistin in "Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen". Dort begleiten wir die fiktive Helen nach einem weiteren Umzug in ihrem bislang unsteten Leben ein Jahr lang beim Projekt, in ihrem kleinen Reihenhausgarten ein Bienenvolk zu halten - von der Idee bis zum ersten Glas Honig. Natürlich habe ich keine Hochliteratur erwartet - dafür war der Klappentext zu eindeutig. Dennoch erhoffte ich mir ein unterhaltsames Buch, das mir die ein oder andere Erkenntnis bescheren und gewisse Erfahrungen meines eigenen, noch nicht sehr langen Lebens als Hobbyimker spiegeln würde. Leider war ich sehr schnell genervt, und das obwohl ich den ein oder anderen interessanten Faktenschnipsel rausziehen konnte, der meine Faszination für die Honigbiene noch weiter bestärkte. Erzählerisch fand ich das Buch regelrecht misslungen - die Hintergrundgeschichte wirkt flach und bedeutungslos und reibt sich immer wieder mit den sachlichen/historischen Beschreibungen, da diese kaum organisch eingebunden, sondern lieblos neben stumpfen Dialogen oder Alltagsbeschreibungen stehen. Die Intention ist schnell klar: Das Bienenvolk soll als Metapher dienen für den Wunsch der Protagonistin, irgendwo anzukommen und eine Heimat zu finden. Der Prozess, wie die Bienen sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen wird begleitet von neuen Erkenntnissen, die Helen auch auf ihr eigenes Leben anwendet. Sie wirkt dabei total verkopft und die gezogenen Parallelen driften nicht selten ins Kitschige und Romantisierende, um immer wieder mit vorhersehbaren, kalenderspruchartigen Überlegungen zu schließen. Auch die Wortklaubereien mit ihrer Freundin Ellie, die am Oxford Dictionary arbeitet, fand ich etwas zu erzwungen und pseudo-philosophisch. Nebenbei erscheint es mir - trotz der Hilfe einiger sachkundiger Imker - handwerklich fast schon dilettantisch und dabei möchte ich mich selbst keineswegs als Profi bezeichnen. Aber die Honigwabe mitsamt der Brut durch ein Sieb zu drücken ist nicht nur widerlich, sondern auch absolut unnötig. Gegen die Varroamilbe wird nicht behandelt mit der Begründung, ein gesundes Volk komme damit gut klar - schwierige Ansicht. Und dass die Umsiedlung der Bienen nicht einfach damit getan ist, die Rähmchen quer (!) in die neue Oberträgerbeute zu legen, hätte auch ihr Freund Luke voraussagen können. Ich kann das Buch daher leider weder in Bezug auf den Wissensgehalt noch hinsichtlich der erzählerischen Eigenheiten empfehlen. Wer zu Unterhaltungsliteratur greifen will, ist beispielsweise mit "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde besser bedient. Wer mehr über Bienen lernen will, sollte meiner Meinung nach lieber gleich zu einem gut recherchierten Sachbuch greifen. 2 Sterne, da doch ein paar nette historische und wissenschaftliche Fakten dabei sind, denen ich ein bisschen etwas abgewinnen konnte.
Ein sehr emotionaler Roman, der nicht nur das Halten eines Bienenstocks beschreibt, sondern dem Leser auch Brauchtümer und die Geschichte der Imkerei näher bringt. Dieses Buch hat mich in den Vorschauen direkt mit seinem Cover gelockt, auch wenn es mittlerweile gefühlt an jeder Ecke neue Romane über Bienen gibt. Dennoch könnte ich nicht behaupten, dass ich das nicht alles wahnsinnig interessant und spannend finde. Und somit zog das nunmehr dritte Bienenbuch bei mir ein. Nachdem ich letztes Jahr Maja Lundes „Geschichte der Bienen“ sowie Laline Paulls „Die Bienen“ (großartig!) las, tauchte ich mit Helen Jukes „Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen“ also erneut ab in den Bienenstock. Die Geschichte dreht sich um Helen, die sich in einem langweiligen Bürojob wiederfindet und sich nach einem Sinn sehnt, und ist sehr wahrscheinlich autobiographisch angehaucht. An ihrem vorigen Wohnort besuchte sie mit einem Freund die in der Stadt verteilten Bienenstöcke und lernte ein wenig über die Imkerei. In ihrer neuen Wohnung vermisst sie die Bienen schmerzlich und wünscht sich endlich einen eigenen Stock, traut sich das Ganze aber nicht so recht zu. Sie besucht einen öffentlich einsehbaren Bienenstock, verschlingt alle Bücher über Imkerei und Bienen, die sie finden kann, und das Sehnen wir immer stärker – allerdings auch ihre Zweifel, ob sie einen Bienenstock halten und sich um ein ganzes Volk kümmern kann. Als sie dann schließlich ein Bienenvolk geschenkt bekommt, wird sie ins kalte Wasser geworfen, muss sich eine Beute (Bienenkasten) zulegen und wartet angespannt auf den Frühling, wenn ihre Bienen endlich abholbereit sind. "All diese Leistungsziele, der Produktivitätsdruck, der Papierkram und die flachgetretenen Teppichhaare und die immer stärker standardisierten Abläufe; vielleicht hält uns das auf Kurs, aber es fühlt sich nicht sehr – ich biege um eine Ecke, suche nach dem Wort – menschlich an, finde ich." Helen Jukes nimmt uns mit „Das Herz einer Honigbiene hat fünf Öffnungen“ und einer wahnsinnig sympathischen Protagonistin voller Selbstzweifel mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte der Bienenforschung, denn als Leser lesen wir quasi mit Helen alles über die Imkerei. Von den Strukturen innerhalb des Stocks, dem Aufbau der Bienengesellschaft über Mythen und alte Riten (Beispiel: Bugonie) bis hin zur perfekten Beute, um beste Lebensbedingungen für die Bienen zu schaffen (und natürlich Honig zu ernten) lernen wir als Leser sehr viel über die schwarz-gelben Insekten. Viele Informationen waren mir bereits aus Laline Paulls Roman bekannt, der aus der Hierarchie der Bienen eine Dystopie gezaubert hat und somit lange im Gedächtnis geblieben ist. Dennoch war einiges Neues für mich dabei und die Geschichte von Helen, die sich im neuen Job zurechtzufinden versucht und in ihrem Leben immer mehr Parallelen zum Lebenszyklus der Bienen sieht, war erfrischend und neu. Die Erzählsprache hat mir ausgesprochen gut gefallen, der Roman lies sich gut lesen und war sehr kurzweilig. Als ich dann noch gelesen habe, dass dies ihr Romandebüt ist, war ich völlig überrascht! Weiterlesen: https://killmonotony.de/rezension/noch-ein-bienenroman-ja-bitte





