Das Haus der Mina in São Luiz de Maranhão
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Description
In den drei Bänden über die afroamerikanischen Religionen, ›Xango‹, ›Petersilie‹, ›Lazarus und die Waschmaschine‹, entwickelte Hubert Fichte eine poetische Ethnographie, die er mit ›Das Haus der Mina‹ vervollständigte.
Das Besondere seiner poetischen Ethnographie besteht in der Darstellungsweise. Für ›Das Haus der Mina‹ nimmt Fichte fast ausschließlich Aussagen der Vodunci, fügt sie zu einer Collage zusammen und erweitert sie nur an wenigen Stellen durch eigene Kommentare. Auf diese Weise gelingt es ihm, das Haus, die Götter, das Geheimnis, das Gesetz etc. dieses Kultes darzustellen und gleichzeitig die Geschichte seiner Erforschung zu erzählen. Durch die hohe Präzision in der sprachlichen Erfassung und Übersetzung der Aussagen der Informanten wie durch die klare Präsentation des Materials gelingt es Hubert Fichte, der Metasprache der herkömmlichen Ethnographie zu entgehen. Diese Darstellung von Ritenruinen, Überlebensreflexen und Vergessen, diese Offenlegung eines Schwundes nimmt eine zentrale Stelle in der ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ ein.
Book Information
Author Description
Hubert Fichte, 1935 in Perleberg geboren, wuchs in Hamburg auf, war Schauspieler, Schafhirte und Landwirtschaftslehrling. Seit 1963 lebte Fichte als freier Schriftsteller in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane ›Das Waisenhaus‹ (1965), ›Die Palette‹ (1968) und ›Versuch über die Pubertät‹ (1974), die ethnopoetischen Reiseberichte ›Xango‹ (1976) und ›Petersilie‹ (1980) sowie die mehrbändige ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ (ab 1987). Hubert Fichte starb am 8. März 1986 in Hamburg.
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In den drei Bänden über die afroamerikanischen Religionen, ›Xango‹, ›Petersilie‹, ›Lazarus und die Waschmaschine‹, entwickelte Hubert Fichte eine poetische Ethnographie, die er mit ›Das Haus der Mina‹ vervollständigte.
Das Besondere seiner poetischen Ethnographie besteht in der Darstellungsweise. Für ›Das Haus der Mina‹ nimmt Fichte fast ausschließlich Aussagen der Vodunci, fügt sie zu einer Collage zusammen und erweitert sie nur an wenigen Stellen durch eigene Kommentare. Auf diese Weise gelingt es ihm, das Haus, die Götter, das Geheimnis, das Gesetz etc. dieses Kultes darzustellen und gleichzeitig die Geschichte seiner Erforschung zu erzählen. Durch die hohe Präzision in der sprachlichen Erfassung und Übersetzung der Aussagen der Informanten wie durch die klare Präsentation des Materials gelingt es Hubert Fichte, der Metasprache der herkömmlichen Ethnographie zu entgehen. Diese Darstellung von Ritenruinen, Überlebensreflexen und Vergessen, diese Offenlegung eines Schwundes nimmt eine zentrale Stelle in der ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ ein.
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Hubert Fichte, 1935 in Perleberg geboren, wuchs in Hamburg auf, war Schauspieler, Schafhirte und Landwirtschaftslehrling. Seit 1963 lebte Fichte als freier Schriftsteller in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane ›Das Waisenhaus‹ (1965), ›Die Palette‹ (1968) und ›Versuch über die Pubertät‹ (1974), die ethnopoetischen Reiseberichte ›Xango‹ (1976) und ›Petersilie‹ (1980) sowie die mehrbändige ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ (ab 1987). Hubert Fichte starb am 8. März 1986 in Hamburg.



