Das Haus der Geschichten

Das Haus der Geschichten

Book
4.112

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Description

Mit seinem Leihkater Poseidon lebt Marvin Heider in einer sanierungsbedürftigen Berliner Altbauwohnung. Dank eines unerwarteten Jobangebots findet er sich plötzlich als Gehilfe eines geheimnisvollen alten Buchhändlers wieder. Dieser betreibt im Keller seines Antiquariats die „narratorische Apotheke“ – er sammelt Geschichten, die den Leser auf ungewöhnliche Reisen mitnehmen, an Orte jenseits des Gewohnten. Schon bald kann auch Marvin sich der Faszination dieser Geschichten nicht mehr entziehen... Ein kreativer Roman mit einer überraschenden Reise zum Sinn des Lebens.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Religious
Format
Book
Pages
368
Price
7.20 €

Author Description

Thomas Franke ist Sozialpädagoge und bei einem Träger für Menschen mit Behinderung tätig. Als leidenschaftlicher Geschichtenschreiber ist er nebenberuflich Autor von Büchern. Er lebt mit seiner Familie in Berlin. www.thomasfranke.net Foto: © Studioline Erlangen

Posts

4
All
4

Dieser damalige Debütroman nimmt einen auf eine raffinierte und gleichzeitig interessante Entdeckungsreise mit, auf der man durch viele völlig verschiedene Kurzgeschichten in einer Rahmengeschichte den Fragen des Lebens auf den Grund geht. Inhalt: Der junge Marvin Heider, erhält eine Aushilfsstelle bei dem alten Buchhändler Rasmus-Salomo Eichdorff. Dieser Buchladen ist so völlig anders als erwartet, denn in den Kellerräumen gibt es ein umfangreiches Antiquariat und eine narratorische Apotheke. Hier werden viele verschiedene Geschichten gesammelt, die je nach Bedarf der Kunden und ihrer Lebenssituation hervorgeholt und vorgelesen werden. Schon bald erlebt Marvin, was die Geschichten sowohl bei ihm als auch bei den Zuhörern bewirken – werden sie doch gefordert, einiges auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, Dinge zu hinterfragen, sich auf Spurensuche zu begeben, um herauszufinden, ob es da doch etwas Höheres gibt, was an den Menschen interessiert ist. Dabei wird so manche eine unerwartete Reaktion bei den Kunden ausgelöst – mal wütend, mal traurig, nachdenklich, lustig, verwirrt, begeistert und befreiend. Aus der Lebenserfahrung des alten Mannes mit seiner verschmitzten, aber liebenswerten und geduldigen Art ergeben sich gerade zwischen ihm und dem bislang überzeugten Agnostiker Marvin viele interessante Gespräche, ohne aufdringlich zu sein oder die eigene Überzeugung aufzuzwängen. Die erzählerische Apotheke bietet so für jeden eine Kurzgeschichte zum Nachdenken, Leere füllen, sich selbst analysieren und auszuprobieren. Obwohl die Erzählungen eher offenbleiben und jede komplett anders ist, zum Teil fantasievoll, märchenhaft oder abenteuerlich, zeitweise auch etwas skurril wirken, so haben sie alle etwas gemeinsam: die Frage, ob Gott ein religiöses Konstrukt ist oder mehr dahintersteckt und wie sich das auf Menschen auswirkt, die sich auf der Suche befinden. Die Entwicklung der Geschichte finde ich faszinierend, ungewöhnlich und sehr geschickt- denn der Autor hat durch diese bunt gemischten Erzählungen eine Möglichkeit geschaffen, zum Nachdenken anzuregen. Ein Anriss von Möglichkeiten ohne Patentrezept, da ja jeder Mensch einen eigenen Willen hat und somit auch eigene Entscheidungen trifft. Das Prinzip des Was-wäre-wenn gefiel mir gut und hat durch Marvin gezeigt, wie er sich selbst in den Geschichten wiedergefunden hat. Unaufdringlich, erfrischend anders und zum Teil auch sehr nachdenklich stimmend ist hier ein besonderer Roman entstanden, den ich in dieser Art noch nie gelesen habe. Sowohl die Hauptgeschichte als auch die eingearbeiteten Erzählungen fügen sich zu einem großen Ganzen, ohne das Gefühl zu haben, überrumpelt zu werden. Christliche Werte werden auf dezente Art und Weise vermittelt und geben dem Leser Raum, über Fragen des Lebens nachzudenken und sich selbst spiegeln zu können.

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4

Ein Roman voller ganz besonderer Momente!

Marvin lebt mit Leihkater Poseidon in einer kleinen Wohnung in Berlin. Er braucht dringend einen Job und so kommt er unerwartet als Aushilfe in das Antiquariat von Rasmus. Im Keller des Antiquariats befindet sich die „narratorische Apotheke“ und obwohl Marvin diese befremdlich findet, kann er sich der Faszination dieser Geschichten einfach nicht entziehen… Mich hat der Klappentext von „Das Haus der Geschichten“ von Thomas Franke so neugierig gemacht und das war Grund genug den Roman zu kaufen. Diese Story hat mich von Anfang an gefesselt. Der Roman erzählt viel über Marvin und Rasmus, was durchaus interessant und spannend ist. Was diesen Roman allerdings so richtig besonders macht, das sind die Geschichten in der Geschichte - die, die Teil der narratorischen Apotheke sind. Sie erinnern an die Gleichnisse der Bibel und ich vermute, das sie das auch sollen. Jede von ihnen hat mich bewegt, gefesselt und sehr berührt und ich fand sie großartig und faszinierend. Marvin, der durch Rasmus erkennt, dass er aufgehört hat nach der Wahrheit zu suchen, macht sich auf den Weg sie zu finden. Und so nach und nach verändert sich sein Leben. Er begegnet Gott auf vielfältige Weise und es ist spannend ihn zu begleiten. Mir hat dieser Roman unglaublich viel gegeben und ich habe ihn kaum aus der Hand gelegt, auch wenn ich nicht mit allem komplett übereinstimme. Diese Geschichte ist geheimnisvoll, ehrlich, leicht und zugleich schwer, spannend, unerwartet und emotional. Mir hat sie ausgesprochen gut gefallen. Das Ende kam mir etwas zu abrupt und ich hätte gerne noch ein wenig mehr erfahren, aber letztendlich weiß ich genug um nicht „in der Luft zu hängen“ und deswegen ist es letztlich okay so. Spannung, Glaube, Liebe (zu Menschen und Büchern) und ganz besondere Momente machen diesen Roman zu einem fabelhaften Werk! Hier gibt es von mir 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

5

Marvin ist 30, mit einem Job hat es bisher nicht so richtig geklappt, am liebsten würde er nur Geschichten schreiben, aber davon kann man nicht leben. Ein erneuter Gang zum Arbeitsamt offenbart ihm aber ein unerwartetes und sonderbares Jobangebot: Ein Antiquariat mit "narratorische Apotheke" sucht einen Mitarbeiter. Neugierig geworden macht sich der etwas chaotische Marvin auf den Weg dorthin. Er lernt den betagten Besitzer Rasmus kennen und seine Enkelin Linnéa, lernt, dass es sich bei der "narratorischen Apotheke" um eine Geschichtensammlung hält, die Menschen in Not Anreize zum Nachdenken gibt und dadurch zum Überdenken der eigenen Situation. Immer wieder werden in die eigentliche Geschichte solche Geschichten integriert. Der Hauptprotagonist ist Marvin, aus seiner Sicht wird in der 3. Person erzählt. MIt ihm machen wir uns auf in zu diesem interessanten Antiquariat, erleben durch ihn auch diese kleineren Geschichten mit, lernen durch ihn die anderen Protagonisten kennen. Thomas Franke spart in diesem Erzählstrang auch nicht mit Humor. Wir erleben den Wandel von Marvin mit, der nicht nur Arbeit findet, sondern sich auch auf die Suche nach Gott begibt. Die Highlights des Romans sind die fantasievollen Geschichten in der Geschichte. Jede anders als die vorherige, alle mit "doppeltem Boden" - mit einer Botschaft - für den Zuhörer im Roman und dem Leser des Buches. Dabei schafft es der Autor die Geschichten so in den eigentlichen Erzählstrang zu verweben, dass sie zusammen ein wunderbares Buch, einen abwechslungsreichen, wunderbaren, christlichen Roman ergeben. Ich jedenfalls habe dadurch nicht nur kurzweilige, spannende, interessante und humorvolle Lesestunden verbracht, sondern auch selbst genug Stoff zum Nachdenken erhalten. Dieses Buch stärkt den christlichen Glauben und ich kann es allen, die christliche Literatur mögen, von ganzem Herzen empfehlen.

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