Das Gen
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Description
Die Geschichte einer der mächtigsten und gefährlichsten Ideen der Menschheit
Mukherjee kreiert ein ambitioniertes und faszinierendes Panorama über den Versuch, das menschliche Genom zu entschlüsseln und in unser Erbgut einzugreifen. Es beginnt in einem augustinischen Kloster im Jahr 1856 und führt uns von Darwins Evolutionstheorie über die grausame Eugenik der Nationalsozialisten ins heute und darüber hinaus. Indem er seine eigene Familiengeschichte einwebt, die von tragischen psychischen Erkrankungen geprägt ist, führt Mukherjee uns vor Augen, dass die Forschungsergebnisse aus dem Labor einen immensen Einfluss auf unser echtes Leben haben, auf die Zukunft und die Identätit unserer Kinder.
Das Gen ist das ultimative Buch über die Geschichte der Genetik und ermöglicht uns einen ehrlichen und erhellenden Blick in die Vergangenheit und Zukunft der Menschheit.
»Mukherjee verpackt abstrakte, intellektuelle Ideen in emotionale Geschichten.« The Washington Post
»Leicht verständlich und unterhaltsam, aber ohne grobe Vereinfachungen verknüpft er geschickt große Ereignisse der Wissenschaft mit seiner eigenen Familiengeschichte.« Deutschlandfunk
Book Information
Author Description
Siddhartha Mukherjee ist Autor von Das Lied der Zelle, dem New-York-Times-Bestseller Das Gen – eine sehr persönliche Geschichte, dem mit dem Pulitzer-Preis prämierten Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biographie und dem Buch The Laws of Medicine. Des Weiteren ist er der Herausgeber von Best Science Writing 2013. Mukherjee ist ein außerordentlicher Professor für Medizin an der Columbia University; außerdem praktiziert und forscht er im Feld der Onkologie. Als Rhodes-Stipendiat hält er Abschlüsse von der Stanford University, University of Oxford und der Harvard Medical School. 2023 wurde er in die Academy of Medicine gewählt. Er hat zahlreiche Artikel veröffentlich, unter anderem in Nature, The New England Journal of Medicine, Cell, The New York Times Magazine und The New Yorker.
Posts
So muss Wissenschaftsprosa!
Mukherjee gelingt es, die Geschichte der Genetik mit persönlichen und historischen Anekdoten so anschaulich zu machen, dass man über die mehr als 700 Seiten bei der Stange bleibt, ohne sich zu langweilen. Von der Entdeckung der Vererbungslehre im Mendel’schen Erbsengarten über die Perversion nationalsozialistischer Eugenik, bis hin zu jüngsten Entwicklungen wie der CRSPR Technologie wird die Geschichte der Genetik detailliert und dennoch für Laien verständlich erklärt. Neben den wissenschaftlichen Fortschritten der Genforschung werden dabei stets die moralischen Implikationen berücksichtigt und verschiedene Seiten beleuchtet. Ein abwechslungs- und lehrreiches Werk, das ich jedem Empfehlen kann, der mehr über den Code des Lebens erfahren möchte.
Siddhartha Mukherjee hat hier einen Rundumschlag zum Thema Genetik geschrieben. Er geht chronologisch vor und fängt bei den Anfängen der Genetik, wie Darwin und Mendel an. Er hangelt sich weiter vor indem er alle bahnbrechenden Entdeckungen auf diesem Gebiet vorstellt, inklusive der Wissenschaftler die für diese Entdeckung verantwortlich waren. Das fängt wie erwähnt bei Mendel an und geht über Franklin, Watson und Crick bis zu Doudna und Charpentier. Gleichzeitig lässt er auch die dunklen Kapitel der Genetik, sprich die Eugenik nicht aus. Mukherjee geht weniger auf das fachliche ein als bspw. Doudna in "A Crack in Creation", dafür mehr auf soziologische und gesellschaftliche Auswirkungen der Genetik. Nicht nur der Missbrauch der Eugenik im dritten Reich wird aufgezeigt, sondern auch neuere, nicht minder schlimme Anwendungen wie die gezielte, pränatale Selektierung bzw. PND auf männliche Föten in Indien und China. Murkherjee geht außerdem auf die Vererbung von Intelligenz ein, inwieweit die Umwelt bestimmte genetische Eigenschaften beeinflusst, Stichwort Epigenetik. Wovon ein gewisser Herr Sarrazin wohl noch nie gehört hat. Aber auch die genetische Disposition für Homosexualität oder Transsexualität erhält ihr Kapitel und wird sachlich und wissenschaftlich erklärt. Oft wird ja behauptet, dass sich die Naturwissenschaft beim Thema Gender que(e)r stellt. Es gibt auch genug Biologen die in dieser Hinsicht sehr deterministisch sind, die Forschung sagt jedoch was anderes. Ein bestimmtes Gen das dafür verantwortlich ist, dass die Signale des geschlechtsbestimmenden Gens auch im Hirn ankommen. Ist dieses Gen mutiert, können die bzw. das geschlechtsbestimmende Hormon/e noch so aktiv sein, der Kopf verarbeitet die Information "Männlich" bzw. "Weiblich" nicht. Dieses Feld ist wie eigentlich alles komplex und nicht einfach abzutun. Obwohl ich mich auf dem Gebiet Genetik sehr gut auskenne, war hier einiges neu für mich. Faszinierend fand ich, dass ein einziges Gen auf dem Y-Chromosom für die Ausdifferenzierung des männlichen Geschlechts verantwortlich ist. Ist dieses Gen mutiert bzw. stillgelegt, haben wir anatomisch und physisch eine Frau (lediglich die Fruchtbarkeit ist beeinträchtigt), genetisch gesehen mit XY aber immer noch einen Mann. Personen mit dem sogenannten Swyer-Syndrom wissen oft gar nicht, dass sie genetisch gesehen Männer sind und fühlen sich in den allermeisten Fällen auch nicht als Mann. Dieses Beispiel zeigt wie komplex die Definition der Geschlechter ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der sich ein bisschen für diese Thematik interessiert. Meiner Einschätzung nach ist es auch für Laien gut geeignet, man sollte aber wahrscheinlich schon ein minimales Interesse und Faszination für dieses Thema mitbringen. Für welche die bereits etwas mehr in der Thematik sind, kann ich zur Ergänzung "A Crack in Creation" von Jennifer Doudna empfehlen, wobei dieses ausschließlich von der Genschere CRISPR/CAS 9 handelt.
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Die Geschichte einer der mächtigsten und gefährlichsten Ideen der Menschheit
Mukherjee kreiert ein ambitioniertes und faszinierendes Panorama über den Versuch, das menschliche Genom zu entschlüsseln und in unser Erbgut einzugreifen. Es beginnt in einem augustinischen Kloster im Jahr 1856 und führt uns von Darwins Evolutionstheorie über die grausame Eugenik der Nationalsozialisten ins heute und darüber hinaus. Indem er seine eigene Familiengeschichte einwebt, die von tragischen psychischen Erkrankungen geprägt ist, führt Mukherjee uns vor Augen, dass die Forschungsergebnisse aus dem Labor einen immensen Einfluss auf unser echtes Leben haben, auf die Zukunft und die Identätit unserer Kinder.
Das Gen ist das ultimative Buch über die Geschichte der Genetik und ermöglicht uns einen ehrlichen und erhellenden Blick in die Vergangenheit und Zukunft der Menschheit.
»Mukherjee verpackt abstrakte, intellektuelle Ideen in emotionale Geschichten.« The Washington Post
»Leicht verständlich und unterhaltsam, aber ohne grobe Vereinfachungen verknüpft er geschickt große Ereignisse der Wissenschaft mit seiner eigenen Familiengeschichte.« Deutschlandfunk
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Author Description
Siddhartha Mukherjee ist Autor von Das Lied der Zelle, dem New-York-Times-Bestseller Das Gen – eine sehr persönliche Geschichte, dem mit dem Pulitzer-Preis prämierten Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biographie und dem Buch The Laws of Medicine. Des Weiteren ist er der Herausgeber von Best Science Writing 2013. Mukherjee ist ein außerordentlicher Professor für Medizin an der Columbia University; außerdem praktiziert und forscht er im Feld der Onkologie. Als Rhodes-Stipendiat hält er Abschlüsse von der Stanford University, University of Oxford und der Harvard Medical School. 2023 wurde er in die Academy of Medicine gewählt. Er hat zahlreiche Artikel veröffentlich, unter anderem in Nature, The New England Journal of Medicine, Cell, The New York Times Magazine und The New Yorker.
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So muss Wissenschaftsprosa!
Mukherjee gelingt es, die Geschichte der Genetik mit persönlichen und historischen Anekdoten so anschaulich zu machen, dass man über die mehr als 700 Seiten bei der Stange bleibt, ohne sich zu langweilen. Von der Entdeckung der Vererbungslehre im Mendel’schen Erbsengarten über die Perversion nationalsozialistischer Eugenik, bis hin zu jüngsten Entwicklungen wie der CRSPR Technologie wird die Geschichte der Genetik detailliert und dennoch für Laien verständlich erklärt. Neben den wissenschaftlichen Fortschritten der Genforschung werden dabei stets die moralischen Implikationen berücksichtigt und verschiedene Seiten beleuchtet. Ein abwechslungs- und lehrreiches Werk, das ich jedem Empfehlen kann, der mehr über den Code des Lebens erfahren möchte.
Siddhartha Mukherjee hat hier einen Rundumschlag zum Thema Genetik geschrieben. Er geht chronologisch vor und fängt bei den Anfängen der Genetik, wie Darwin und Mendel an. Er hangelt sich weiter vor indem er alle bahnbrechenden Entdeckungen auf diesem Gebiet vorstellt, inklusive der Wissenschaftler die für diese Entdeckung verantwortlich waren. Das fängt wie erwähnt bei Mendel an und geht über Franklin, Watson und Crick bis zu Doudna und Charpentier. Gleichzeitig lässt er auch die dunklen Kapitel der Genetik, sprich die Eugenik nicht aus. Mukherjee geht weniger auf das fachliche ein als bspw. Doudna in "A Crack in Creation", dafür mehr auf soziologische und gesellschaftliche Auswirkungen der Genetik. Nicht nur der Missbrauch der Eugenik im dritten Reich wird aufgezeigt, sondern auch neuere, nicht minder schlimme Anwendungen wie die gezielte, pränatale Selektierung bzw. PND auf männliche Föten in Indien und China. Murkherjee geht außerdem auf die Vererbung von Intelligenz ein, inwieweit die Umwelt bestimmte genetische Eigenschaften beeinflusst, Stichwort Epigenetik. Wovon ein gewisser Herr Sarrazin wohl noch nie gehört hat. Aber auch die genetische Disposition für Homosexualität oder Transsexualität erhält ihr Kapitel und wird sachlich und wissenschaftlich erklärt. Oft wird ja behauptet, dass sich die Naturwissenschaft beim Thema Gender que(e)r stellt. Es gibt auch genug Biologen die in dieser Hinsicht sehr deterministisch sind, die Forschung sagt jedoch was anderes. Ein bestimmtes Gen das dafür verantwortlich ist, dass die Signale des geschlechtsbestimmenden Gens auch im Hirn ankommen. Ist dieses Gen mutiert, können die bzw. das geschlechtsbestimmende Hormon/e noch so aktiv sein, der Kopf verarbeitet die Information "Männlich" bzw. "Weiblich" nicht. Dieses Feld ist wie eigentlich alles komplex und nicht einfach abzutun. Obwohl ich mich auf dem Gebiet Genetik sehr gut auskenne, war hier einiges neu für mich. Faszinierend fand ich, dass ein einziges Gen auf dem Y-Chromosom für die Ausdifferenzierung des männlichen Geschlechts verantwortlich ist. Ist dieses Gen mutiert bzw. stillgelegt, haben wir anatomisch und physisch eine Frau (lediglich die Fruchtbarkeit ist beeinträchtigt), genetisch gesehen mit XY aber immer noch einen Mann. Personen mit dem sogenannten Swyer-Syndrom wissen oft gar nicht, dass sie genetisch gesehen Männer sind und fühlen sich in den allermeisten Fällen auch nicht als Mann. Dieses Beispiel zeigt wie komplex die Definition der Geschlechter ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen der sich ein bisschen für diese Thematik interessiert. Meiner Einschätzung nach ist es auch für Laien gut geeignet, man sollte aber wahrscheinlich schon ein minimales Interesse und Faszination für dieses Thema mitbringen. Für welche die bereits etwas mehr in der Thematik sind, kann ich zur Ergänzung "A Crack in Creation" von Jennifer Doudna empfehlen, wobei dieses ausschließlich von der Genschere CRISPR/CAS 9 handelt.






