Das fabelhafte Jahr der Anarchie
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Description
Wochen zwischen Glück und Ernüchterung – Der erste Roman über die schönste Anarchie unserer jüngeren Geschichte – und ein Buch über das wunderbare, ängstliche Glück, das jedem Anfang innewohnt.
April 1990, die DDR löst sich auf. Die Älteren sind voll Sorge, die Jungen aber leben die Liebe und die Freiheit, genießen den freundlichen Ausnahmezustand. Im März fiel die Entscheidung für die Wiedervereinigung, im Juli wird die Währungsreform kommen. Die Zukunft mit ihren bürgerlichen Kategorien ist in diesen Tagen weit entfernt. Ulrike und Andreas, ein junges Paar aus Potsdam, kehren der Stadt – enttäuscht vom Ausgang der ersten freien Wahlen – den Rücken und ziehen in die Niederlausitz, in die Gegend der verwaisten Dörfer und aufgegebenen Höfe. Sie wollen ein altes Bauernhaus renovieren und ihren Traum vom gemeinsamen Leben verwirklichen, verliebt, wie sie sind, prächtig gelaunt und radikal optimistisch. Nur Ulrikes Bruder Arnd bringt Nachrichten aus der Wirklichkeit der sich auflösenden DDR mit, wird immer zorniger, redet davon, die kapitalistischen Besatzer zu vertreiben. Da geht, gerade als er zu Besuch ist, die neu eröffnete Bankfiliale in Flammen auf …
Für seinen Roman «Nostalgia» ist André Kubiczek für den Deutschen Buchpreis 2024 nominiert.
Book Information
Author Description
André Kubiczek wurde 1969 als Sohn eines deutschen Vaters und einer laotischen Mutter in Potsdam geboren. 2002 erschien sein Debüt Junge Talente, auf das mehrere hochgelobte Romane folgten. Er wurde mit dem Candide-Preis ausgezeichnet, Skizze eines Sommers (2016) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, Nostalgia (2024) war ebenfalls nominiert. André Kubiczek lebt in Berlin. Die Berliner Zeitung schrieb über ihn: «Er baut eine atmosphärische Dichte und Intensität auf, das ist die besondere Kunst dieses Autors.»
Posts
Wenderoman
Der Plot Ulrike und Andreas ziehen in das geerbte Haus des Opas aufs Land. Währenddessen wird anderswo Geschichte geschrieben - DDR und BRD vereinen sich - während die beiden das Leben an dich vorbeiziehen lassen. Nur gelegentlich kommt der anarchistische Bruder Ulrikes, Arndt, vorbei. Meine Meinung Meine Hoffnung auf einen spannenden Roman waren groß und tatsächlich lässt sich das Buch gut lesen und man nimmt die ein oder andere Sache mit. Gerade das Lebensgefühl der Wendezeit wird gut beschrieben. Allerdings und das ist mein großer Kritikpunkt, geschieht das im Klappentext angekündigte Ereignis erst 10 Seiten vor Schluss. Die brennende Bankfiliale - Highlight des Klappentextes- spielt in diesem Buch quasi keine Rolle. Wirklich enttäuschend. So erhält man letztlich "nur" einen Roman über zwei Menschen in den Zwanzigern, die ein Haus auf dem Dorf renovieren und dabei mit ein, zwei Leuten auf dem Dorf Kontakt haben. Es geht nicht um Revolution und ist zwar gut geschrieben, aber in gewisser Weise belanglos. Schade, ich hatte mehr erhofft.
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Wochen zwischen Glück und Ernüchterung – Der erste Roman über die schönste Anarchie unserer jüngeren Geschichte – und ein Buch über das wunderbare, ängstliche Glück, das jedem Anfang innewohnt.
April 1990, die DDR löst sich auf. Die Älteren sind voll Sorge, die Jungen aber leben die Liebe und die Freiheit, genießen den freundlichen Ausnahmezustand. Im März fiel die Entscheidung für die Wiedervereinigung, im Juli wird die Währungsreform kommen. Die Zukunft mit ihren bürgerlichen Kategorien ist in diesen Tagen weit entfernt. Ulrike und Andreas, ein junges Paar aus Potsdam, kehren der Stadt – enttäuscht vom Ausgang der ersten freien Wahlen – den Rücken und ziehen in die Niederlausitz, in die Gegend der verwaisten Dörfer und aufgegebenen Höfe. Sie wollen ein altes Bauernhaus renovieren und ihren Traum vom gemeinsamen Leben verwirklichen, verliebt, wie sie sind, prächtig gelaunt und radikal optimistisch. Nur Ulrikes Bruder Arnd bringt Nachrichten aus der Wirklichkeit der sich auflösenden DDR mit, wird immer zorniger, redet davon, die kapitalistischen Besatzer zu vertreiben. Da geht, gerade als er zu Besuch ist, die neu eröffnete Bankfiliale in Flammen auf …
Für seinen Roman «Nostalgia» ist André Kubiczek für den Deutschen Buchpreis 2024 nominiert.
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André Kubiczek wurde 1969 als Sohn eines deutschen Vaters und einer laotischen Mutter in Potsdam geboren. 2002 erschien sein Debüt Junge Talente, auf das mehrere hochgelobte Romane folgten. Er wurde mit dem Candide-Preis ausgezeichnet, Skizze eines Sommers (2016) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, Nostalgia (2024) war ebenfalls nominiert. André Kubiczek lebt in Berlin. Die Berliner Zeitung schrieb über ihn: «Er baut eine atmosphärische Dichte und Intensität auf, das ist die besondere Kunst dieses Autors.»
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Wenderoman
Der Plot Ulrike und Andreas ziehen in das geerbte Haus des Opas aufs Land. Währenddessen wird anderswo Geschichte geschrieben - DDR und BRD vereinen sich - während die beiden das Leben an dich vorbeiziehen lassen. Nur gelegentlich kommt der anarchistische Bruder Ulrikes, Arndt, vorbei. Meine Meinung Meine Hoffnung auf einen spannenden Roman waren groß und tatsächlich lässt sich das Buch gut lesen und man nimmt die ein oder andere Sache mit. Gerade das Lebensgefühl der Wendezeit wird gut beschrieben. Allerdings und das ist mein großer Kritikpunkt, geschieht das im Klappentext angekündigte Ereignis erst 10 Seiten vor Schluss. Die brennende Bankfiliale - Highlight des Klappentextes- spielt in diesem Buch quasi keine Rolle. Wirklich enttäuschend. So erhält man letztlich "nur" einen Roman über zwei Menschen in den Zwanzigern, die ein Haus auf dem Dorf renovieren und dabei mit ein, zwei Leuten auf dem Dorf Kontakt haben. Es geht nicht um Revolution und ist zwar gut geschrieben, aber in gewisser Weise belanglos. Schade, ich hatte mehr erhofft.




