Das Ende der Demokratie

Das Ende der Demokratie

Hardback
3.51

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Description

Ende 1931 traf die bekannte amerikanische Journalistin Dorothy Thompson (1893–1961) Adolf Hitler in Berlin zum Inter­view. Ihr aus dieser Begegnung hervorgegangenes Buch "I Saw Hitler!" (1932), in dem sie den zukünftigen Diktator Deutschlands als eine Karikatur des 'Kleinen Mannes' beschreibt, führte nach der Machtergreifung dazu, dass die Autorin spektakulär aus Deutschland ausgewiesen wurde. Im Anschluss an die deutsche Erstausgabe "Ich traf Hitler!", die 2023 bei im Verlag Das vergessene Buch erschien, versammelt der Band "Das Ende der Demokratie" die Reportagen aus den Jahren 1931 und 1932, in denen Dorothy Thompson hellsichtig und verblüffend aktuell anmutend zugleich den Untergang der Weimarer Republik und die Durchsetzung der NS-Diktatur beschreibt. Ihre Texte erschienen als illustrierte Serie in der auflagen­starken amerikanischen Zeitschrift "Saturday Evening Post" und werden hier erstmals seit ihrem Erscheinen wieder zugänglich gemacht. „Erneut und in hohem Tempo aber vollzieht sich die Demontage einer Demokratie, und wir erleben sie mit, so wie Dorothy Thompson den Untergang Weimars – live, in 3D und Farbe.“ – Christian Staas, DIE ZEIT „Man kann in diesen Texten dem Untergang der Weimarer Republik gewissermaßen live zuschauen, kann die Dynamik mitverfolgen, an deren Ende sich die Demokratie selbst abschafft.“ – Harald Staun, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG „Sie gehörte zu den einflussreichsten Frauen Amerikas, zählte Sigmund Freud und Bertolt Brecht zu ihren Bekannten: Die große Journalistin und Exzentrikerin Dorothy Thompson wird wiederentdeckt.“ – Wolfgang Paterno, PROFIL „Sie bietet einen Einblick in das, was Ernst Bloch das ‚Dunkel des gelebten Augenblicks‘ nannte.“ – Felix Stephan, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
432
Price
27.00 €

Author Description

Dorothy Thompson (1893–1961) war eine Pionierin des US-amerikanischen Journalismus. Mit 26 Jahren ging sie nach Europa, um als Reporterin von der zionistischen Bewegung und vom irischen Unabhängigkeitskampf zu berichten. Sie interviewte Leo Trotzki, Kemal Atatürk und Sigmund Freud. Als erste Frau wurde sie Korrespondentin in Wien und anschließend in Berlin. Dort gelang es ihr, einen Termin mit Adolf Hitler zu bekommen, von dem sie in ihrem Buch »Ich traf Hitler!« (1932) berichtet. Hier portraitiert sie den künftigen Diktator, und sie analysiert die Sozialpsychologie seiner Anhänger. Wegen ihrer kritischen Berichterstattung wurde sie 1934 spektakulär aus Deutschland ausgewiesen. In den USA avancierte Thompson zur Star-Kolumnistin, die eindringlich vor der Gefahr des Faschismus warnte. Während des Krieges wandte sie sich im Radio an Hörer in Deutschland. Das Time Magazine erklärte Thompson zur einflussreichsten Frau in den USA – neben der Gattin des Präsidenten. In dem Film »Woman of the Year« (1942) verkörpert Katharine Hepburn eine Figur nach ihrem Vorbild. Verheiratet war Dorothy Thompson mit Sinclair Lewis, dem ersten US-amerikanischen Nobelpreisträger für Literatur.

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In „Das Ende der Demokratie“ warnt die amerikanische Journalistin Dorothy Thompson – eine der frühesten und schärfsten Kritikerinnen des Nationalsozialismus – eindringlich davor, dass demokratische Gesellschaften nicht primär durch externe Feinde, sondern durch interne Erosion gefährdet sind. Sie analysiert, wie Demokratien sukzessive untergraben werden können: - durch politische Apathie, - durch den Verlust gemeinsamer gesellschaftlicher Werte, - durch ökonomische Instabilität, - und durch die Akzeptanz autoritärer Lösungsansätze seitens der Bürger, sofern diese Stabilität versprechen. Thompson hebt hervor, dass Diktaturen nicht abrupt entstehen, sondern sich aus einer Kumulation kleiner Zugeständnisse entwickeln. Das Ende der Demokratie manifestiert sich nicht in einem singulären, dramatischen Ereignis, sondern in einer Vielzahl von inkrementellen Schritten, die oft unterschätzt werden. Ihr Werk stellt weniger eine rein historische Analyse dar, als vielmehr einen leidenschaftlichen Aufruf zur Wahrnehmung demokratischer Verantwortung und zur anhaltenden Wachsamkeit gegenüber populistischen und autoritären Strömungen.

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