Das Amphora-Projekt
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Book Information
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Anfangs eine zähe, distanzierte Geschichte, die Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen und zu verraten, in welche Richtung es gehen soll, dann aber unterhaltsam und spannend wird, so dass ich insgesamt gute drei Sterne vergebe. Das Amphora Projekt ist ein geheimes Projekt des Konsortiums, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Nicht nur die Mitglieder des Konsortiums spielen dabei eine Rolle, sondern vor allem die von ihnen ernannte Ermittlerin, die Chefin des Geheimdienstes. Doch auch andere haben ein Auge darauf geworfen: der Pirat Jockey Oldcastle mit seinem Navigator, der Eidechse Lizardo, der Agrarwissenschaftler Adrian Link, der vom Roboter Upquark begleitet wird, und und und. Die Vielzahl an Personen macht es gerade anfangs schwierig, herauszufinden, um wen und was es gehen soll, vor allem, weil wir immer wieder springen, wer was denkt und will. Auch wenn es interessant ist, so hat es doch dazu geführt, mir den Einstieg zu erschweren, wie z.B. folgende Stelle: "Der Sub-Neurolator war verkatert, weil er die Naht mit einigen heißgelaufenen Fließbandrobotern verbracht hatte. Das waren robuste Maschinen, die für endlose mechanische Arbeiten gemacht waren, und sie hatten gewaltige Energiereserven; er selbst lief mit Batterien, die lediglich für Denkaktivitäten vorgesehen waren und nicht, um in Roboter-Salons herumzurennen. Deshalb fühlte er sich wie eine durchgebrannte Sicherung, als er an seinem Arbeitsplatz ankam. Er fummelte einen Augenblick an den Schaltern herum, seine Greifer zitterten." S. 47 So detailliert und mit nicht linearen Ausflügen zu allen möglichen Randfiguren, die kurz auf der Bildfläche auftauchen und dann wieder verschwinden, bleibt es. Selbst in den spannendsten Stellen: "Rasch stieg er durch die Öffnung, die in die Wand aus Schrott gebrannt war, und kam neben dem beschädigten Träger heraus, aber jetzt donnerte eine weitere Welle neben ihm herunter, und der Abfall mehrerer Welten versperrte ihm den Weg, wimmelte von mechanischen Köpfen und Händen, die unnütze Hilfe anboten. Ein Wald von Hightech-Duschvorhängen und programmiertem Bettzeug legte sich über ihn. Ein psychologisch versiertes Kissen murmelte: "Ich liebe und verstehe dich." Wütend feuerte Max Rat eine Salve darauf ab, und das Kissen flüsterte mit einem Sterbeseufzer: "Ich ... verstehe." S. 159 Hält man durch, nimmt ab diesen Seiten die Geschichte aber langsam Fahrt auf und widmet sich vermehrt dem Amphora Projekt und wie dieses schief läuft. Der Wunsch nach Unsterblichkeit ist verständlich und aus verschiedenen Perspektiven hier beleuchtet. Gleichzeitig hegt man gemeinsam mit der Ermittlerin Zweifel. "Sie sagte: "Ich habe das Konsortium nicht über meine Entscheidung informiert. Sie wollen immer noch unsterblich werden." Er nickte. "Und Sie, Ermittlerin? Was wollen Sie werden?" "Ich habe jemanden verloren, den ich sehr geschätzt habe. Seit er weg ist, nehme ich mein Leben anscheinend nicht mehr so wichtig. Das ist so etwas wie Freiheit, vermute ich." "Freiheit von dem Wunsch nach ewigem Leben?" "Weshalb sollte ich den Wunsch haben, meine Dummheiten endlos zu wiederholen?" S. 234 Die Auflösung finde ich clever gemacht, nicht nur, was Amphora wirklich ist und wieso (und ob) es so schrecklich schief läuft, wie es nach der Hälfte des Buches scheint, sondern auch, wie die verbliebenen Personen, die sich langsam als wichtig herauskristallisieren (haha, den Witz versteht nur, wer das Buch kennt xD ) das Problem lösen. Insgesamt hatte ich, vor allem nach der Mitte des Buches, also ein vergnügliches Abenteuer im All. Einiges hätte für mich anders gemacht sein sollen, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Wer Abenteuer im Weltall mag, in denen Charaktere nicht im Vordergrund stehen, kann am "Amphora Projekt" ebenfalls Spaß haben und sollte es lesen.
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Anfangs eine zähe, distanzierte Geschichte, die Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen und zu verraten, in welche Richtung es gehen soll, dann aber unterhaltsam und spannend wird, so dass ich insgesamt gute drei Sterne vergebe. Das Amphora Projekt ist ein geheimes Projekt des Konsortiums, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Nicht nur die Mitglieder des Konsortiums spielen dabei eine Rolle, sondern vor allem die von ihnen ernannte Ermittlerin, die Chefin des Geheimdienstes. Doch auch andere haben ein Auge darauf geworfen: der Pirat Jockey Oldcastle mit seinem Navigator, der Eidechse Lizardo, der Agrarwissenschaftler Adrian Link, der vom Roboter Upquark begleitet wird, und und und. Die Vielzahl an Personen macht es gerade anfangs schwierig, herauszufinden, um wen und was es gehen soll, vor allem, weil wir immer wieder springen, wer was denkt und will. Auch wenn es interessant ist, so hat es doch dazu geführt, mir den Einstieg zu erschweren, wie z.B. folgende Stelle: "Der Sub-Neurolator war verkatert, weil er die Naht mit einigen heißgelaufenen Fließbandrobotern verbracht hatte. Das waren robuste Maschinen, die für endlose mechanische Arbeiten gemacht waren, und sie hatten gewaltige Energiereserven; er selbst lief mit Batterien, die lediglich für Denkaktivitäten vorgesehen waren und nicht, um in Roboter-Salons herumzurennen. Deshalb fühlte er sich wie eine durchgebrannte Sicherung, als er an seinem Arbeitsplatz ankam. Er fummelte einen Augenblick an den Schaltern herum, seine Greifer zitterten." S. 47 So detailliert und mit nicht linearen Ausflügen zu allen möglichen Randfiguren, die kurz auf der Bildfläche auftauchen und dann wieder verschwinden, bleibt es. Selbst in den spannendsten Stellen: "Rasch stieg er durch die Öffnung, die in die Wand aus Schrott gebrannt war, und kam neben dem beschädigten Träger heraus, aber jetzt donnerte eine weitere Welle neben ihm herunter, und der Abfall mehrerer Welten versperrte ihm den Weg, wimmelte von mechanischen Köpfen und Händen, die unnütze Hilfe anboten. Ein Wald von Hightech-Duschvorhängen und programmiertem Bettzeug legte sich über ihn. Ein psychologisch versiertes Kissen murmelte: "Ich liebe und verstehe dich." Wütend feuerte Max Rat eine Salve darauf ab, und das Kissen flüsterte mit einem Sterbeseufzer: "Ich ... verstehe." S. 159 Hält man durch, nimmt ab diesen Seiten die Geschichte aber langsam Fahrt auf und widmet sich vermehrt dem Amphora Projekt und wie dieses schief läuft. Der Wunsch nach Unsterblichkeit ist verständlich und aus verschiedenen Perspektiven hier beleuchtet. Gleichzeitig hegt man gemeinsam mit der Ermittlerin Zweifel. "Sie sagte: "Ich habe das Konsortium nicht über meine Entscheidung informiert. Sie wollen immer noch unsterblich werden." Er nickte. "Und Sie, Ermittlerin? Was wollen Sie werden?" "Ich habe jemanden verloren, den ich sehr geschätzt habe. Seit er weg ist, nehme ich mein Leben anscheinend nicht mehr so wichtig. Das ist so etwas wie Freiheit, vermute ich." "Freiheit von dem Wunsch nach ewigem Leben?" "Weshalb sollte ich den Wunsch haben, meine Dummheiten endlos zu wiederholen?" S. 234 Die Auflösung finde ich clever gemacht, nicht nur, was Amphora wirklich ist und wieso (und ob) es so schrecklich schief läuft, wie es nach der Hälfte des Buches scheint, sondern auch, wie die verbliebenen Personen, die sich langsam als wichtig herauskristallisieren (haha, den Witz versteht nur, wer das Buch kennt xD ) das Problem lösen. Insgesamt hatte ich, vor allem nach der Mitte des Buches, also ein vergnügliches Abenteuer im All. Einiges hätte für mich anders gemacht sein sollen, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Wer Abenteuer im Weltall mag, in denen Charaktere nicht im Vordergrund stehen, kann am "Amphora Projekt" ebenfalls Spaß haben und sollte es lesen.




