Cooks letzte Reise
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Description
Book Information
Author Description
Hampton Sides, geboren 1962 in Memphis, Tennessee, lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in Santa Fe, New Mexico. Er studierte Geschichtswissenschaft an der Yale University, ist mehrfach ausgezeichneter Autor und Journalist und schreibt für Outside, The National Geographic Magazine, The New Yorker u.a.m. Bei mare erschien von ihm 2017 sowie in einer Erfolgsausgabe 2019 »Die Polarfahrt«.
Posts
Sternebewertung fiktiv
Ein ziemlicher Wälzer und genau so ein Buch, das man heute viel zu selten in die Hand nimmt. Wir leben in einer Zeit, in der man historische Ereignisse schnell googelt, kurz überfliegt und wieder vergisst. Aber sich wirklich hinzusetzen, sich Zeit zu nehmen und in eine Geschichte einzutauchen, das macht man selten. Und genau dafür ist dieses Buch gemacht. Ich habe solche Bücher immer gerne gelesen, weil sie nicht „mal eben nebenbei“ funktionieren. Man liest sie nicht am Stück, sondern kapitelweise. Mit Ruhe, mit Fokus, fast wie eine Mischung aus Biografie und Roman. Wir befinden uns auf der letzten Reise von James Cook, die von 1776 bis 1779 stattfindet und schließlich auf Hawaii endet und zwar mit seinem Tod. War mir nicht bekannt. Eine Reise, die nicht nur historisch bedeutend ist, sondern auch unglaublich viel über den Menschen Cook erzählt. Denn hier geht es nicht nur um den großen Entdecker. Es geht auch um seine Widersprüche. Cook wird oft als einer der bedeutendsten Seefahrer Europas gesehen und gleichzeitig aber auch kritisch betrachtet, als jemand, der den Weg für die britische Kolonialisierung geebnet hat. Genau diese Ambivalenz macht das Buch so spannend. Es ist kein trockenes Sachbuch. Hampton Sides erzählt diese Geschichte unglaublich bildhaft und zugänglich. Viel basiert auf Tagebüchern und Logbüchern, aber es liest sich fast wie ein Roman. Teilweise erleben wir die Ereignisse aus Cooks Perspektive, teilweise auch aus der Sicht anderer, zum Beispiel eines polynesischen Adligen. Ein zentraler Punkt ist die Mission, diesen polynesischen Adligen zurückzubringen, was Cook auch gelingt. Doch auf der Rückreise kommt es zu einem Zwischenstopp auf Hawaii. Zunächst wird Cook fast wie ein Gott empfangen. Doch dann eskaliert die Situation: Ein gestohlenes Beiboot, ein Kontrollverlust, eine falsche Entscheidung und plötzlich endet alles in Gewalt. Cook versucht, einen Häuptling als Geisel zu nehmen, die Lage gerät außer Kontrolle und er wird am Strand erstochen und einige Crew Mitglieder auch. Was ich zusätzlich spannend fand. Der Autor selbst hat 2022 die Gedenkstätte auf Hawaii besucht und bringt dadurch nochmal eine ganz eigene Perspektive mit rein. Ein erzählendes Sachbuch, das Geschichte lebendig macht. Anspruchsvoll, aber sehr zugänglich geschrieben. Für mich eine klare Empfehlung, vor allem für alle, die historische Themen mögen, aber keine trockenen Sachtexte lesen wollen. Wenn ihr Bücher wie „Der Untergang der Wager“ mochtet, dann solltet ihr hier definitiv zugreifen.
Der nächste große Wurf von Hampton Sides!
Mit Cooks letzte Reise konnte mich Hampton Sides von Anfang an in seinen Bann ziehen. Das Buch ist ähnlich aufgebaut wie der Untergang der Wager von David Grann. Anhand von Tagebucheinträgen wird von einer spannenden Reise berichtet. Dabei verhält sich der Autor neutral, weder glorifiziert, noch kritisiert er Cook. Ich hatte immer das Gefühl, einen Abenteuerroman zu lesen. Interessant ist auch: William Bligh, unter Cook noch Navigator wird gar nicht so unsympathisch und tyrannisch beschrieben. 7 Jahre später als Kapitän der Bounty sollen wir ihn ganz anders kennenlernen. Cooks Schicksal auf Hawaii ist schlimm, war aber zu erwarten. An mehreren Stellen vorher dachte ich schon: Irgendwann wird das mal schiefgehen mit den Ureinwohnern. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für James Cook, die Seefahrt oder allgemein für spannende Abenteuer interessiert.
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Hampton Sides, geboren 1962 in Memphis, Tennessee, lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in Santa Fe, New Mexico. Er studierte Geschichtswissenschaft an der Yale University, ist mehrfach ausgezeichneter Autor und Journalist und schreibt für Outside, The National Geographic Magazine, The New Yorker u.a.m. Bei mare erschien von ihm 2017 sowie in einer Erfolgsausgabe 2019 »Die Polarfahrt«.
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Sternebewertung fiktiv
Ein ziemlicher Wälzer und genau so ein Buch, das man heute viel zu selten in die Hand nimmt. Wir leben in einer Zeit, in der man historische Ereignisse schnell googelt, kurz überfliegt und wieder vergisst. Aber sich wirklich hinzusetzen, sich Zeit zu nehmen und in eine Geschichte einzutauchen, das macht man selten. Und genau dafür ist dieses Buch gemacht. Ich habe solche Bücher immer gerne gelesen, weil sie nicht „mal eben nebenbei“ funktionieren. Man liest sie nicht am Stück, sondern kapitelweise. Mit Ruhe, mit Fokus, fast wie eine Mischung aus Biografie und Roman. Wir befinden uns auf der letzten Reise von James Cook, die von 1776 bis 1779 stattfindet und schließlich auf Hawaii endet und zwar mit seinem Tod. War mir nicht bekannt. Eine Reise, die nicht nur historisch bedeutend ist, sondern auch unglaublich viel über den Menschen Cook erzählt. Denn hier geht es nicht nur um den großen Entdecker. Es geht auch um seine Widersprüche. Cook wird oft als einer der bedeutendsten Seefahrer Europas gesehen und gleichzeitig aber auch kritisch betrachtet, als jemand, der den Weg für die britische Kolonialisierung geebnet hat. Genau diese Ambivalenz macht das Buch so spannend. Es ist kein trockenes Sachbuch. Hampton Sides erzählt diese Geschichte unglaublich bildhaft und zugänglich. Viel basiert auf Tagebüchern und Logbüchern, aber es liest sich fast wie ein Roman. Teilweise erleben wir die Ereignisse aus Cooks Perspektive, teilweise auch aus der Sicht anderer, zum Beispiel eines polynesischen Adligen. Ein zentraler Punkt ist die Mission, diesen polynesischen Adligen zurückzubringen, was Cook auch gelingt. Doch auf der Rückreise kommt es zu einem Zwischenstopp auf Hawaii. Zunächst wird Cook fast wie ein Gott empfangen. Doch dann eskaliert die Situation: Ein gestohlenes Beiboot, ein Kontrollverlust, eine falsche Entscheidung und plötzlich endet alles in Gewalt. Cook versucht, einen Häuptling als Geisel zu nehmen, die Lage gerät außer Kontrolle und er wird am Strand erstochen und einige Crew Mitglieder auch. Was ich zusätzlich spannend fand. Der Autor selbst hat 2022 die Gedenkstätte auf Hawaii besucht und bringt dadurch nochmal eine ganz eigene Perspektive mit rein. Ein erzählendes Sachbuch, das Geschichte lebendig macht. Anspruchsvoll, aber sehr zugänglich geschrieben. Für mich eine klare Empfehlung, vor allem für alle, die historische Themen mögen, aber keine trockenen Sachtexte lesen wollen. Wenn ihr Bücher wie „Der Untergang der Wager“ mochtet, dann solltet ihr hier definitiv zugreifen.
Der nächste große Wurf von Hampton Sides!
Mit Cooks letzte Reise konnte mich Hampton Sides von Anfang an in seinen Bann ziehen. Das Buch ist ähnlich aufgebaut wie der Untergang der Wager von David Grann. Anhand von Tagebucheinträgen wird von einer spannenden Reise berichtet. Dabei verhält sich der Autor neutral, weder glorifiziert, noch kritisiert er Cook. Ich hatte immer das Gefühl, einen Abenteuerroman zu lesen. Interessant ist auch: William Bligh, unter Cook noch Navigator wird gar nicht so unsympathisch und tyrannisch beschrieben. 7 Jahre später als Kapitän der Bounty sollen wir ihn ganz anders kennenlernen. Cooks Schicksal auf Hawaii ist schlimm, war aber zu erwarten. An mehreren Stellen vorher dachte ich schon: Irgendwann wird das mal schiefgehen mit den Ureinwohnern. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für James Cook, die Seefahrt oder allgemein für spannende Abenteuer interessiert.





