Cherryblossom 1
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Inhalt Unsere Protagonistin Hanna Cherryblossom ist 18 Jahre jung und lebt gemeinsam mit ihrem Onkel Henry in Hamburg. Dieser beherbergt Hanna schon seit ihrem fünften Lebensjahr, da ihre Mutter gestorben ist. Ihr Vater, Dominik Dawn, ist Geschäftsmann, lebt in Amerika und versucht von dort aus in Hannas Erziehung mitzumischen – zu Hannas Leidwesen. So hat Hanna für ihr Alter recht wenige Freiheiten und wird sehr „bemuttert“. Hanna befindet sich inmitten der Abiturprüfungen und einer „Beziehungskrise“. Als ihr Freund Mark mit ihr schlussmacht scheint Hanna das zwar nicht allzu viel auszumachen. Dennoch breitet sich Sehnsucht ihn ihr aus, als sie ihn wieder in der Schule trifft. BÄM – und schon war es passiert. Ohne es zu wollen „schwebt“ Hanna zu Mark hinüber und küsst ihn … und zwar so sehr, dass dieser in Ohnmacht fällt. Wie praktisch sowas doch ist, denkt sich Hannas Freundin Maike. Hanna ist hingegen ziemlich verwirrt über das Geschehene, geht aber ihrem normalen Alltag nach – denkt sie zumindest! Denn schon sucht das nächste Ereignis Hanna heim: Jahrelang hatte sie im Traum einen Jungen gesehen. Ein Junge mit dunklen Augen, bronzefarbenen Haar und einem aristokratischen Gesicht. Er beobachtete sie … immer wieder … Wie zum Teufel kann es nun sein, dass genau DIESER Typ gegenüber der Bushaltestelle lehnt und Hanna auf einmal wirklich beobachtet? Träumt Hanna schon wieder? Ist sie jetzt ganz verrückt geworden? Und dann dieser schreckliche Unfall im Park durch Wesen einer anderen Welt… Waren diese Wesen auch Realität oder nur ein Hirngespinst? Fragen über Fragen, die ihr euch unbedingt beim Lesen dieses Buches beantworten solltet, denn mehr kann und möchte ich nun nicht verraten ;-) Meine Meinung Dieses Buch ist in meinen Augen großartig… fantastisch… atemberaubend… wundervoll… köstlich…fesselnd… usw. Die richtigen Worte fehlen mir noch! Beginnen wir mal bei der Handlung und dessen Verlauf. Mir hat es äußert gut gefallen, dass das Buch mit einem durchgehend spannenden Handlungsverlauf überzeugt. Es gab meiner Meinung nach kein einziges Kapitel, in dem es langweilig war oder der Text sich wie Kaugummi hat ziehen lassen. Zeile für Zeile wollte man erfahren wie es weiter geht. Ich hatte jedes Mal ein schlechtes Gewissen, als ich dieses Buch weglegen musste, weil es schon bald Mitternacht war und der Wecker am nächsten Morgen um 5 Uhr klingelte. Der häufige Szenenwechsel brachte richtiges Leben in die Geschichte und man hat als Leser viele Eindrücke der Protagonistin sammeln können. Für einige wird dieser Szenenwechsel vielleicht etwas ungewohnt oder „schwierig zu verarbeiten“ sein, aber man kann sich daran wirklich fix gewöhnen! Überzeugen kann die Handlung auch aufgrund der überraschenden Wendungen. Kaum eine Situation ist voraussehbar – zu meiner Freude. Denn wer mag schon Bücher, wo man alles erahnt? Hanna war mir als Protagonistin von Beginn an und durchweg sympathisch. Ich konnte mich recht gut mit ihr identifizieren. In ihren Handlungen war sie aber sehr „abwechslungsreich“. So reagierte sie in recht vielen Situationen gefasst und war in der Lage nach Außen die „Starke“ zu mimen. In einigen Situationen hingegen war sie doch noch recht naiv, jugendlich und nicht so hinterfragend, wie sie es vielleicht hätte sein können. Das würde ich auf ihr Alter und die Erziehung zurückführen. Für mich wirkte Hanna dadurch authentischer! Ihr Sarkasmus ist übrigens auch spitze! Meiner Meinung nach hätte es nicht gepasst, wenn sie durchweg die starke, vernünftige und selbstbewusste Protagonistin gewesen wäre. Das hätte unmöglich zu dem Erziehungsstil gepasst und ich denke es ist auch nicht realitätsfern, wenn man mit 18 noch etwas naiv durch die Welt läuft . Hanna ist im Übrigen eine Zeitwandlerin, speziell eine Nymphe ^-^. Zeitwandler sind in der Lage die Zeit anzuhalten und sich in diesem Zustand mühelos zu bewegen. Es handelt sich bei diesen Wesen um Dämonen, die mit dem Mensch verschmolzen sind. Dazu erfährt man mehr in der Geschichte ;-). Onkel Henry ist ein undurchschaubarer Charakter. Mit der Zeit erfährt der Leser auch warum. Er bemuttert Hanna als wäre sie 10 Jahre alt und wirkt teils sehr zerstreu. Streckenweise zeigt er sich als guter Erklärer und fürsorglicher Onkel. Ich habe mir im Laufe des Geschehens keine richtige Meinung zu Henry bilden können. Ich fand seine Erziehung ein wenig übertrieben, vor allem dieses Bemutternde! Dennoch hatte er etwas Sympathisches an sich. Aber auch etwas Geheimnisvolles. Lennox … *schwärm* … Ja Lennox war und ist mir total sympathisch. Ich mochte dieses Geheimnisvolle und Dunkle an ihm. Man wusste nicht wer er war, woher er kommt und was er zu tun hat. Das lüftet sich im Laufe der Geschichte. Soviel sei gesagt: er ist auch ein Zeitwandler, ein Nachtalb, und kann in die Träume anderer Menschen eintauchen. Lennox verhält sich am Anfang recht kühl und distanziert – versucht sachlich und cool zu bleiben. Nach und nach taut er dann ein wenig auf und man kann in seine Gefühlswelt eintauchen und bemerkt, welche Gefühle er für Hanna entwickelt. Im Handlungsverlauf greift immer mal wieder sein Dämon durch und er reagiert forsch und herrisch. Das bessert sich meiner Meinung nach dem Ende zu ein klein wenig. Hannas Freundin Maike fand ich auch sehr sympathisch. Ich mochte ihre Art und Loyalität Hanna gegenüber. Leider erfährt man im Teil 1 nicht, was mit ihr passiert war und aus welchen Intensionen heraus sie handelte. Ben und Olivia, die im Laufe der Geschichte auftauchten, waren so „lala“ Charaktere. Olive war eher kühl, manchmal etwas frech und plump. Andererseits strahlte sie teilweise eine richtige Wärme aus, wodurch sie mir immer sympathischer wurde und etwas Pepp in die Geschichte brachte. Ben konnte ich bin zum Ende hin nicht einschätzen, aber koscher war er mir überhaupt nicht. Mich regte es förmlich auf, dass er Situationen ausnutzte und egoistisch rüber kam… Dominik Dawn letztendlich war auch einer dieser „Undurchschaubaren“. Für mich sah es so aus, als ob er nur darauf aus ist, seinen Gesetzen und Zielen nachzugehen. Diese väterlichen Handlungsweisen konnte ich irgendwie nicht richtig rauslesen, auch wenn stellenweise Ansätze dafür da waren. Mehr über ihn wird man erst im Teil 2 erfahren. Noch kurz etwas zum Schreibstil und Aufbau: Der Schreibstil hat mir super gefallen. Es war alles einfach, frisch und jugendlich gehalten. Man konnte den Text flüssig runterlesen und musste sich somit nicht anstrengen – eben einem Jugendbuch entsprechend. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es wurde aus Sicht von Hanna geschrieben. In den Momenten als sie schlief oder nicht Vorort war, wurde in der Erzählerperspektive berichtet. So war man umfassend informiert. Den Aufbau der Kapitel fand ich auch sehr schön. Sie waren zwar recht lang, aber innerhalb optisch durch einen Kirschblütenzweig getrennt. Daher waren die Kapitel etwas übersichtlicher und wirkten nicht überladen. Letztendlich kann man wirklich nur sagen, dass es sich bei „Cherrlyblossom – Die Zeitwandler“ um ein äußerst gelungenes Debüt von Mina Kamp handelt und Lust auf mehr macht. Das Buch hat mich verschlungen – nicht umgekehrt! Ich freue mich schon auf den zweiten Band. Von diesem erhoffe ich mir ebenfalls eine durchweg spannende Handlung im gewohnten Schreibstil von Mina!
Das Cover ist nach wie vor sehr hübsch. Es zeigt das selbe Mädchen wie auf dem ersten Teil dieser Reihe und auch sind wieder Kirschblüten zu sehen. Die Protagonistin ist Hanna. Sie ist nicht nur eine Nymphe sondern eben auch ein Dämon und wirkt somit hin und wieder wie eine zwie gespaltene Persönlichkeit, was ihren Charakter aber nur umso reizvoller macht. Man merkt den Fortschritt den ihre Charakterzüge in der Zeit gemacht haben. Noch immer ist sie etwas dickköpfig und eigensinnig, wofür ich sie als Figur einfach liebe. Doch sie wirkt auch deutlich reifer und klüger. Sie lässt sich nicht mehr so leicht verschrecken und wächst immer weiter an ihrem eigenen Mut. Ihre Gefühle hat sie meistens unter Kontrolle auch wenn sie sich ab und an mal von ihnen leiten lässt. Sie horcht mehr in sich selbst hinein und vertraut nicht mehr allem was man ihr vorsagt. Nach wie vor liebe ich Hanna Cherryblossom als Charakter, da man sich als Leser so unglaublich gut in sie hinein versetzen kann. In den Nebencharakteren finden wir neue wie auch alte Gesichter. Da wäre zum einen Ben, der gut aussehende Hexer der sehr eng zu Hanna steht. Er ist meistens sehr lieb und zuvorkommend, ein kleiner Gentleman eben. Aber ab und an lässt er auch so richtig den miesen Kerl heraus hängen, vor allem wenn es was mit Lennox zu tun hat. Lennox ist der attraktive Nachtalb der Hanna schon im ersten Teil den Kopf verdreht hat. Er ist klug und gewitzt, denkt zwar meistens erst nach bevor er handelt, aber manchmal handelt er eher nach seinen Emotionen. Er ist wie ein guter Schutzengel, immer bereit sich für eine ihm wichtige Person in die Bresche zu werfen und zu handeln. Hannas Vater Dominikus lernen wir in diesem Teil viel mehr kennen. Er ist allerdings eher verschlossen und wirkt sehr geheimnisvoll. Man weiß als Leser nie so recht ob man ihn nun zu den Guten oder Bösen zählen soll. Eben ein sehr verwirrender Charakter. Im Inneren jedoch ist er sehr ehrlich und fürsorglich. Louisa, die als Hannas Zofe ausgebildet werden soll, hat eine wichtige Rolle bei den Nebencharakteren. Zumeist wirkt sie schüchtern und zurückgezogen, liebe- und hingebungsvoll. Sie ist Hannas beste Freundin und somit immer an ihrer Seite. In ihrem Inneren ist Louisa immer für jede Schandtat bereit. Wir lernen Lucia kennen, eine Hexe die sehr eigensinnig ist. Neben ihrem losen Mundwerk, das immerzu sagt was es denkt, hat sie auch noch einen unglaublichen Dickkopf. Man könnte als Leser fast die Meinung bekommen das sie Ärger gerne anzieht. Und auch Lili, eine weitere Hexe ist neu dabei. Sie wirkt sehr arrogant und hochnäsig. Denkt von sich selbst sie wäre etwas besseres und wirkt von beginn an absolut unsympathisch auf den Leser. Natürlich gibt es noch viele viele weitere tolle Charakter, aber erstens wäre es zu viel auf alle einzugehen, und zweitens würde das so manche Überraschung kaputt machen. Mina Kamps Schreibstil gefällt mir immer noch sehr gut. Ihre Erzählungen scheinen einem direkt vor dem inneren Auge lebendig zu werden. Man kann sich als Leser genaustens in die Gefühle hineinversetzen. Viele Details lassen das Buch zum leben erwecken. Sie schreibt spannend und mitreißend, ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Story geht da weiter wo sie im vorherigen Teil aufgehört hat. So entsteht keine Verwirrung und man weiß sofort wieder worum es geht. Hat der erste Teil dieser Reihe noch in Deutschland gespielt, so befindet man sich in diesem Roman nun in England und Schottland. Daumen hoch, denn ich liebe England. Mina Kamp hat es auch in diesem Teil wieder geschafft alle Charaktere wunderbar zusammen zufügen. Immer wieder kann man etwas neues Entdecken. Es gibt nicht nur gut und böse, sondern auch besonders böse und zwar in allen Variationen. Die Streitigkeiten zwischen Ben und Lennox, die dem Leser schon im ersten Teil auffallen, fallen in diesem Teil nicht weg. Sie sind zwar nicht mehr so verhäuft und bitter, sondern wirken viel mehr wie geplante Tiefschläge in die Magengegend und direkt ins Herz. Ich konnte mir den ein oder anderen Schmunzler bei diesen Streitigkeiten einfach nicht verkneifen, wirkt doch sehr wie: "typisch Männer". Hannas Charakter macht eine wahnsinnige Wandlung durch, sowohl körperlich wie auch geistig. Sie wird reifer, älter und hübscher, eben eine wahre Nymphe. Der Fortgang ist sehr spannend und auf jeder neuen Seite erwartet man eine neue Überraschung, denn dieser Roman ist nur so mit diesen gespickt. "Du bist ein ganz schönes Luder, weißt du das?", hauchte er an meinem Ohr, küsste meien Wange und ließ seine Hand frech über meine Brust streichen. [...] Ich seufzte leise. "Ich bin nicht derjenige, der einem schüchternen Mädchen in die Umkleidekabine gefolgt ist, du Schuft." Zitat Position 3983 Mina Kamp hat sehr viel Situationskomik, und -romantik verwendet. Und die Art und Weise wie sie ihre Worte im Roman spielen lässt hat mich verzaubert. Perspektivwechsel machen den gesamten Roman umso spannender, da man viel mehr erfährt als nur Hannas Situation. So bekommt der Leser alles mit und kann alles verstehen und muss sich nicht an der ein oder anderen Stelle fragend am Kopf kratzen. Das Ende ist wirklich wirklich toll, es ist romantisch es ist schön, ... ich liebe es. Ich wünsche mir, dass das Buch noch weiter geht damit ich erfahren kann wie es weiter geht mit Hanna und all den anderen Charakteren. Fazit: Auch der zweite Teil von Mina Kamps "Cherryblossom-"Reihe hat mich überzeugt. Ich hatte sehr viel Spaß und Freude diesen Roman zu lesen. Er ist romantisch, witzig und spannend. Eine passende Mischung mit erstaunlichen Charakteren. Wem der erste Teil gefallen hat, dem wird der zweite auch gefallen.
"Cherryblossom - Die Zeitwandler" ist Mina Kamps Debütroman. Das Cover gefällt mir wirklich gut. Das abgebildete Mädchen ist wirklich hübsch und hat etwas faszinierendes und fesselndes an sich. Und die Kirschblüten passen perfekt dazu, genau wie die Farbe des Covers. Die Protagonistin Hanna ist eine absolute Sympathiefigur, mit der sich Mina Kamp wirklich große Mühe gegeben hat. Sie ist zum Einen ein sehr taffes und selbstständiges Mädchen, macht was sie will, zumindest so gut sie kann. Wie ein Dickkopf will sie ihren Willen durchsetzen. Anderer Seits lässt sie sich schnell einschüchtern und verwirren. Sie ist ein schreckhaftes Mädchen das auch einmal gerne ihren Gefühlen freien lauf lässt. Sie ist herrlich süß und hält zu ihren Freundin egal wie brenzlig die Situation auch einmal wird. Doch kommt es einmal richtig drauf an fühlt sie sich selbst etwas überrannt. Sie gibt sich den Situationen voll hin und nutzt sie so gut es geht voll und ganz aus. Sie ist ein einnehmender Charakter der so menschlich und sympatisch auf den Leser wirkt, das man sich ihr unweigerlich enger verbunden fühlt. Die Nebencharaktere sind auch sehr toll geworden. Ganz zu Beginn lernen wir Maike und Evi kennen, Sie sind Hannas beste Freundinnen. Sie scheinen immer zu Hanna zu halten, ganz egal was kommt. Sie sind süß, kichern zusammen und sind einfach typisch Mädchen. Doch schnell erfährt der Leser das sie auch ganz andere, unfreundliche Seiten haben. Kühl und berechnend. Dann wäre da Lennox. Er ist ein Nachtalb der auf sie aufpassen soll. Er ist meist eher kokett und flirtet etwas mit ihr. Die meiste Zeit hat er ein süffisantes Schmunzeln auf dem Gesicht. Er ist pflicht bewusst und lässt Hanna keine Chance das zu ändern. Wirkt er nach Außen entschlossen und kühl, so ist er im Inneren aufgewühlt und weiß nicht mit seinen Gefühlen um zu gehen. Henry ist Hannas Onkel. Sie lebt bei ihm und er sorgt für sie wie ein Vater. Jedoch gewährt er ihr keinen wirklichen Einblick in sein Leben. Er ist ein riesengroßes Geheimnis und gibt auch nichts preis - weder wo er hin geht oder woran er arbeitet. Wir lernen Olive kennen, eine bekannte von Lennox. Sie wirkt stets sarkastisch. Es scheint als labe sie sich an den Schmerzen von Empfindungen Anderer und amüsiere sich auf ihre kosten. Doch auch in ihr verbirgt sich eine andere Seite. Sie wirkt gelegentlich fürsorglich und mütterlich. Jedoch dringt diese Seite nur äußerst selten hervor. Ben können wir mit Olive in Zusammenhang bringen. Er ist ein Hexer. Er ist unglaublich süß und aufmerksam. Hilft Hanna so gut er kann und tut alles für sie. Er flirtet mit ihr. Doch genau dort zeigt er auch seine andere Seite. Die kalte, berechnende Seite die seinen Willen erreichen will - mit aller Macht. Wir lernen Dominik Dawn kennen - Hannas Vater. Er ist bestimmend und hält sich ansonsten die meiste Zeit aus ihrem Leben heraus. Mina Kamps Schreibstil finde ich wirklich fantastisch. Sie schreibt so schön lebendig und erzählend. Einfach verständlich und voller Emotionen. Man kann sich in die verschiedenen aufkommenden Gefühle genaustens hinein versetzen und direkt mitfühlen. Sie beschreibt Details und veranschaulicht so dem Leser alles. Vollkommen fesselnd und voller guter Spannung - ein wahnsinnig toller Mix. Die Story ist wirklich toll. Mit vollem Elan steigt man mitten ein - in einem eine völlig neue Welt. Mir hat die Thematik wirklich unglaublich gut gefallen, da ich persönlich noch kein Buch über Zeitwandler oder Ähnliches gelesen habe. Zugegeben, die erste Irritierung traf mich schon auf den ersten paar Seiten, als ich über eine Textstelle mit einer Angabe über Hannas Alter stolperte. Ich hab mich unwillkürlich gewundert und gefragt "Wieso steht auf dem Klappentext sie ist 17 und im Buch sie ist gerade 18?" Aber übergehen wir diesen kleinen Punkt einfach, weil er eigentlich nicht von all zu großer Relevanz ist. Mir gefallen die so unterschiedlichen Charaktere die sich so wunderbar zu einem Ganzen ergänzen. Auch sehr gut gefallen hat mir der Ort der Story - Hamburg. Juhu! Endlich mal eine Story die in Deutschland spielt!! Einerseits sind die Streitereien zwischen Lennox und Ben sehr abwechslungsreich, aber nach einer Zeit hätte man das ganze ja auch aufklären können - vor allem wo Hanna doch eigentlich ein kluges Köpfchen ist. Meine Meinung. Die Story umfängt viele verschiedene Gestalten, die dem Leser nicht gleich alle bekannt sind. Doch Mina Kamp hat das Problem sehr gut gelöst. Dem Leser werden langsam die einzelnen Gestalten nahe gebracht und es wird erläutert was sie sind und was sie können - eine super Lösung, denn so steht der Leser nicht mit gefährlichem Halbwissen auf der Kippe sich ausdenken zu müssen worum es sich handeln könnte. Auch gefallen tut mir die Tatsache das Hanna nicht nur in eine zweite Welt neben ihrer Reellen rutscht - sondern weiterhin ihre alltäglich Problemchen zu lösen hat. "Vorsicht, Cherryblossom", stieß er halb wütend, halb erheitert hervor. "Ich könnte dir deine Unschuld rauben und die Erinnerung daran gleich dazu. [...]" Zitat S. 67 Immer wieder ist auch genug Witz und Ironie vorhanden, so dass der Leser nicht nur von Problemen und Gefühlen erdrückt wird. Mina Kamp hat die perfekte Mischung gefunden. Mir gefielen auch die Perspektivwechsel. Haben wir im einen Moment noch alles durch Hanna erfahren haben wir im nächsten Moment den allwissenden Erzähler der uns über Alle aufklärt und erzählt oder nur Lennox und seine Gefühle in der "Er"-Erzählmethode in Augenschein nimmt. Es ist einfach abwechslungsreicher und man bekommt noch mehr Eindrücke mit als nur die von einem Charakter. Das Ende war doch schon überraschend und die Handlungen von Hanna standen doch etwas im Gegenzug zu ihrem vorherigem Verhalten. Der Cliffhanger ist spannend und der Leser will unbedingt wissen wie es weiter geht. Fazit: Mina Kamps Debütroman "Cherryblossom - Die Zeitwandler" ist wirklich lohnenswert. Er ist unglaublich spannend mit einer tollen Geschichte und genug Romantik. Einfach himmlisch fesselnd. Und ich kann an dieser Stelle das Buch auch nur weiter empfehlen. Es ist wirklich lesenswert, ein toller Auftakt.
Meine Meinung Mit „Cherryblossom – Die Zeitwandler“ setzte Mina Kamp die Messlatte sehr hoch. Der zweite Teil Nymphenherz erfüllte meine Erwartung zu 99 %! In Bezug auf die Handlung muss der Leser im zweiten Teil der Reihe kaum bis gar keine Abstriche machen. Der bekannte Szenenwechsel aus dem ersten Teil macht einer strukturierteren Erzählung mit überschaubaren Handlungsorten Platz. Auch wenn vielleicht einige Details aus dem ersten Band nicht mehr präsent sind, findet sich der Leser sofort wieder im Geschehen zurecht. Mina überzeugt wie gewohnt mit überraschenden Situationen, unerwarteten Wendepunkten und humorvollen sowie tiefgründigen Unterhaltungen der Figuren. Auch der Ideenreichtum von Mina Kamp ist sehr beeindruckend. Ihr gelingt es die einfachsten Dinge und Kindergeschichten neu zu verpacken, so dass der Leser immer wieder ins Staunen gerät. Langweilig wird dieser Schmöker also keineswegs! Leider muss ich bei der Handlung einen minimalen Minuspunkt anbringen, was den Höhepunkt der Geschichte betrifft. Einerseits war dieser Wendepunkt überraschend und andererseits aus meiner Sicht zu untypisch für den „bösen“ Zeitwandler. An dieser Stelle hätte man den Spannungsbogen noch etwas ausdehnen oder zumindest in einem Epilog den besagten Wendepunkt noch einmal aufgreifen können um einen Cliffhänger zu schaffen. Aus meiner Sicht heraus wurde das Ziel etwas zu schnell erreicht. Das Ende an sich ist ganz nach meinem Geschmack und herzzerreißend schön. Man wird das Buch mit einem zufriedenen Gefühl aus der Hand legen und einem weiteren Teil entgegenfiebern. Meine Sympathie gegenüber der Protagonistin Hanna Cherryblossom konnte im zweiten Teil keineswegs geschmälert werden. Nach wie vor gelingt es Hanna in vielen Situationen gefasst aufzutreten, doch ihr jugendlicher Leichtsinn geht dadurch nicht verloren. Ihrem Vater bietet sie gern die Stirn und reagiert manchmal sogar trotzig auf seine Anweisungen. Doch sie weiß, dass sie sich den Aufgaben, die der Rat ihr aufgetragen hat, nicht entziehen kann. Dennoch schmiedet sie ihre eigenen Pläne um sich aus der Situation zu befreien. Hanna reift durch die Wandlung zur Nymphe enorm. Man lernt ihre verführerische Seite kennen; eine Seite die nach der Energie von Männern verlangt und die den Leser fasst vergessen lässt, dass sie doch erst 18 Jahre alt ist. Facettenreichtum steht also an erster Stelle, der Hanna immer noch zu einer authentischen und sehr liebenswerten Protagonistin macht. Der neben Hanna wichtigste Charakter ist natürlich nach wie vor Lennox Merryweather. Schon im ersten Teil schwärmte ich für den smarten Nachtalb, der gern herrisch und forsch reagierte. Nun wandelt er sich, denn die Gefühle drängen an die Oberfläche. Lennox gelangt zu „neuer“ Menschlichkeit und zeigt sich in Bezug auf Hanna nicht nur besorgt, sondern auch extrem aufopferungsvoll. Er scheut vor Nichts zurück um sich sein Mädchen zurückzuholen und sie mit Leib und Seele zu beschützen. Dadurch wirkt er aber nicht verweichlicht oder soft! Der Schlagabtausch mit Ben ist unverwechselbar und die Begierde nach seiner Herzensdame ermöglicht einen Blick auf den leidenschaftlichen Lennox ;-) . Ben Wallner und Olivia bezeichnete ich im ersten Teil als „lala“-Charaktere. Ich konnte weder Sympathie noch Hass für die beiden entwickeln. Auch in diesem Punkt bringt Nymphenherz Klarheit – zumindest in Bezug auf Olivia. Diese ist mir nämlich mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Spätestens jetzt weiß man mit ihrer kühlen, plumpen Seite gut umzugehen, weil man erkennt, dass auch sie eine ganz andere Seite hat. Vor allem die Treue gegenüber Lennox und seinem Vorhaben macht sie zu einer wichtigen Figur, die immer wieder mit Witz und Humor für Auflockerung sorgt. Ben hingegen änderte sich nicht besonders. Weite Teile der Geschichte ist er immer noch nicht richtig durchschaubar. Seine Absichten bleiben zunächst im Dunkeln verborgen, bis Luca, eine weitere Hexe, in Erscheinung tritt. Trotz allem ist er eine wichtige Figur in Hannas Umfeld, die zu ihrer Sicherheit beiträgt. Ein weiterer Kandidat der Undurchschaubaren ist Hannas Vater, Dominik Dawn. Endlich lernen wir ihn besser kennen, doch das führt nicht zwangsläufig zur Sympathie. Er ist sehr auf seine Aufgabe und seine Ziele bedacht und wirkt die meiste Zeit kühl und abwesend. Erst im Laufe der Handlung steigt der Leser mit minimalen Schritten hinter seine Fassade. Die distanzierte Art bestätigt auf alle Fälle den Eindruck, den man im ersten Teil von ihm erhaschen konnte, so dass auch er zu den lebendigen und sehr authentischen Charakteren gehört. Louisa hat der Leser ebenfalls schon kennengelernt. Sie ist eine entmächtigte Zeitwandlerin, die bisher nicht gesprochen hat. Sie erhält in Nymphenherz eine entscheidende Rolle. Als engste Vertraute von Hanna spendet sie viel Trost, weckt aber auch den Beschützerinstinkt im Leser. Oft wirkt sie schüchtern und mittellos, doch nach und nach reift auch sie in ihren Charakterzügen und schleicht sich damit schnell ins Leserherz. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Luca. Sie ist eine Hexe mit besonderen Fähigkeiten. Von ihr erhoffen sich Lennox und Olivia Informationen zu bekommen. Nach anfänglichen zögern schließt sie sich den beiden an und stellt ihre Hilfe zur Verfügung. Charakterlich ist Luca zunächst auch schwer einzuschätzen. Man könnte vermuten, dass auch sie nur ihren eigenen Zielen hinterherjagt. Allerdings steckt auch hier mehr dahinter. Zuletzt noch einer der unsympathischen Charaktere: Abel von Wolf. Er ist einer der ältesten Zeitwandler überhaupt und ein hohes Tier im Zeitwandlerrat. Er besticht vor allem mit seiner skrupellosen Art und macht Hanna und ihren Freunden das Leben schwer. Alles in allem sind die Charaktere sehr vielschichtig gestaltet und nicht leicht zu durchschauen. Dadurch gewinnt die Geschichte immer wieder an Spannung und ermöglicht ungeahnte Wendepunkte. Sowohl an der Erzählperspektive als auch am Schreibstil gibt es bei Nymphenherz im Vergleich zum ersten Band nichts zu bemängeln. Ein lockerer, jugendlicher Schreibstil mit gut gewählten Metaphern leitet den Leser durch das Geschehen und bereitet ihm angenehme Lesestunden. Fazit Mit „Cherryblossom 2 – Nymphenherz“ gelingt es Mina Kamp erneut den Leser in die Welt der Zeitwandler und Hexen zu entführen. Das Buch überzeugt mit spannenden Wendepunkten, einem bemerkenswerten Ideenreichtum und facettenreichen Charakteren. Auch wenn es nicht zu 100 Prozent perfekt ist, bereitet es dem Leser wunderbare Lesestunden, die alle Gefühle zulassen: Von Freude, Wut, Angst bis hin zum Humor ist alles dabei. Auch die Lennox-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen und sich von seinem Wesen mitreißen lassen. Man kann nur hoffen, dass ein nächster Teil nicht lange auf sich warten lässt!
Auf der Suche nach einem passenden Frühlingsbuch für meine Jahreszeiten-Cover-Challenge bin ich schließlich auf Mina Kamp's Debütroman Cherryblossom Die Zeitwandler gestoßen. Das Cover hat mich gleich von Anfang an angesprochen; nicht nur, dass es perfekt zur Jahreszeit passt, ist es auch einfach nur wunderschön anzusehen; die hübschen Kirschblüten, die Farben - alles harmoniert perfekt miteinander. Ich habe mich gleich auf den ersten Blick in das Cover verliebt. Auch der Klappentext hat mich sehr zufrieden gestellt, weshalb dieses Buch zu einem meiner persönlichen Must-Haves wurde. Ich habe mich wirklich unendlich auf dieses Buch gefreut; war super gespannt auf die Geschichte, musste dann aber - nachdem ich es begonnen hatte zu lesen - feststellen, dass es längst nicht so toll und fesselnd war, wie ich anfangs vermutet bzw. gehofft hatte. Was ich recht störend fand ist die Tatsache, dass die Schrift relativ klein ist und die Seiten ziemlich voll geschrieben sind. Für gewöhnlich stört mich so etwas nicht so extrem, allerdings in Verbindung damit, dass ich das Buch als sehr langwierig empfand, habe ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis ich eine Seite gelesen hatte. Das Buch hat sich unheimlich gezogen und gerade am Anfang war doch alles ziemlich verwirrend. Mit der Zeit wurde es ein wenig besser. Nachdem ich dann endlich mal mehr oder weniger in die Geschichte rein gefunden hatte, war es auch wirklich spannend. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen; allesamt sind sie sehr gut ausgearbeitet und durchdacht. Jeder einzelne von ihnen ist sehr speziell, hat besondere Fähigkeiten und seine ganz eigenen Macken, wodurch jede einzelne Figur sehr interessant wird. Als ich mich dann in die Geschichte eingelesen und geglaubt hatte, jetzt richtig Anschluss gefunden zu haben um die Geschichte zu genießen, sind mir einige Parallelen zu den Büchern von Cassandra Clare, der Mortal Instruments Reihe, aufgefallen. Normalerweise vergleiche ich keine Bücher miteinander; gerade bei Jugendbüchern ist es unumgänglich, dass Ähnlichkeiten zu anderen Büchern bestehen. Es ist einfach so und dessen bin ich mir auch sehr wohl bewusst, doch bei diesem Buch kam mir das alles ein wenig zu extrem vor. Ich meine, es wurde sogar derselbe Name verwendet für ein sehr ähnliches Wesen mit einer ähnlichen Aufgabe. Das empfand ich doch als ein wenig ärgerlich. Die Lust am Lesen war mir ein wenig vergangen und ich hatte Schwierigkeiten, mich auf die Story zu konzentrieren. Hin und wieder gab es ein paar interessante und vor allen Dingen spannende Stellen, doch irgendwie konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie ich es vielleicht zu Anfang vermutet hätte. Das ist auch der Grund, weshalb dies bisher das einzige Buch ist, das ich im April gelesen habe. Es ist wirklich sehr schade, doch leider konnte ich mich weder mit dem Schreibstil, noch mit der Story an sich so richtig anfreunden. Der Schreibstil ist nicht schlecht, das auf keinen Fall; er ist sogar sehr gut; allerdings erschien er mir ein wenig holprig. Ständig wurde ich in meinem Lesefluss gestört. Alles in allem finde ich die Idee auch jetzt noch sehr gut und ansprechend. Nur an der Umsetzung hat es meiner Meinung nach ein wenig gehapert. Leider konnte mich das Buch nicht so besonders begeistert, weshalb ich auch nicht glaube, dass ich mir den zweiten Teil kaufen werde. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich meine Meinung ja noch und ich werde es doch irgendwann noch lesen.
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Inhalt Unsere Protagonistin Hanna Cherryblossom ist 18 Jahre jung und lebt gemeinsam mit ihrem Onkel Henry in Hamburg. Dieser beherbergt Hanna schon seit ihrem fünften Lebensjahr, da ihre Mutter gestorben ist. Ihr Vater, Dominik Dawn, ist Geschäftsmann, lebt in Amerika und versucht von dort aus in Hannas Erziehung mitzumischen – zu Hannas Leidwesen. So hat Hanna für ihr Alter recht wenige Freiheiten und wird sehr „bemuttert“. Hanna befindet sich inmitten der Abiturprüfungen und einer „Beziehungskrise“. Als ihr Freund Mark mit ihr schlussmacht scheint Hanna das zwar nicht allzu viel auszumachen. Dennoch breitet sich Sehnsucht ihn ihr aus, als sie ihn wieder in der Schule trifft. BÄM – und schon war es passiert. Ohne es zu wollen „schwebt“ Hanna zu Mark hinüber und küsst ihn … und zwar so sehr, dass dieser in Ohnmacht fällt. Wie praktisch sowas doch ist, denkt sich Hannas Freundin Maike. Hanna ist hingegen ziemlich verwirrt über das Geschehene, geht aber ihrem normalen Alltag nach – denkt sie zumindest! Denn schon sucht das nächste Ereignis Hanna heim: Jahrelang hatte sie im Traum einen Jungen gesehen. Ein Junge mit dunklen Augen, bronzefarbenen Haar und einem aristokratischen Gesicht. Er beobachtete sie … immer wieder … Wie zum Teufel kann es nun sein, dass genau DIESER Typ gegenüber der Bushaltestelle lehnt und Hanna auf einmal wirklich beobachtet? Träumt Hanna schon wieder? Ist sie jetzt ganz verrückt geworden? Und dann dieser schreckliche Unfall im Park durch Wesen einer anderen Welt… Waren diese Wesen auch Realität oder nur ein Hirngespinst? Fragen über Fragen, die ihr euch unbedingt beim Lesen dieses Buches beantworten solltet, denn mehr kann und möchte ich nun nicht verraten ;-) Meine Meinung Dieses Buch ist in meinen Augen großartig… fantastisch… atemberaubend… wundervoll… köstlich…fesselnd… usw. Die richtigen Worte fehlen mir noch! Beginnen wir mal bei der Handlung und dessen Verlauf. Mir hat es äußert gut gefallen, dass das Buch mit einem durchgehend spannenden Handlungsverlauf überzeugt. Es gab meiner Meinung nach kein einziges Kapitel, in dem es langweilig war oder der Text sich wie Kaugummi hat ziehen lassen. Zeile für Zeile wollte man erfahren wie es weiter geht. Ich hatte jedes Mal ein schlechtes Gewissen, als ich dieses Buch weglegen musste, weil es schon bald Mitternacht war und der Wecker am nächsten Morgen um 5 Uhr klingelte. Der häufige Szenenwechsel brachte richtiges Leben in die Geschichte und man hat als Leser viele Eindrücke der Protagonistin sammeln können. Für einige wird dieser Szenenwechsel vielleicht etwas ungewohnt oder „schwierig zu verarbeiten“ sein, aber man kann sich daran wirklich fix gewöhnen! Überzeugen kann die Handlung auch aufgrund der überraschenden Wendungen. Kaum eine Situation ist voraussehbar – zu meiner Freude. Denn wer mag schon Bücher, wo man alles erahnt? Hanna war mir als Protagonistin von Beginn an und durchweg sympathisch. Ich konnte mich recht gut mit ihr identifizieren. In ihren Handlungen war sie aber sehr „abwechslungsreich“. So reagierte sie in recht vielen Situationen gefasst und war in der Lage nach Außen die „Starke“ zu mimen. In einigen Situationen hingegen war sie doch noch recht naiv, jugendlich und nicht so hinterfragend, wie sie es vielleicht hätte sein können. Das würde ich auf ihr Alter und die Erziehung zurückführen. Für mich wirkte Hanna dadurch authentischer! Ihr Sarkasmus ist übrigens auch spitze! Meiner Meinung nach hätte es nicht gepasst, wenn sie durchweg die starke, vernünftige und selbstbewusste Protagonistin gewesen wäre. Das hätte unmöglich zu dem Erziehungsstil gepasst und ich denke es ist auch nicht realitätsfern, wenn man mit 18 noch etwas naiv durch die Welt läuft . Hanna ist im Übrigen eine Zeitwandlerin, speziell eine Nymphe ^-^. Zeitwandler sind in der Lage die Zeit anzuhalten und sich in diesem Zustand mühelos zu bewegen. Es handelt sich bei diesen Wesen um Dämonen, die mit dem Mensch verschmolzen sind. Dazu erfährt man mehr in der Geschichte ;-). Onkel Henry ist ein undurchschaubarer Charakter. Mit der Zeit erfährt der Leser auch warum. Er bemuttert Hanna als wäre sie 10 Jahre alt und wirkt teils sehr zerstreu. Streckenweise zeigt er sich als guter Erklärer und fürsorglicher Onkel. Ich habe mir im Laufe des Geschehens keine richtige Meinung zu Henry bilden können. Ich fand seine Erziehung ein wenig übertrieben, vor allem dieses Bemutternde! Dennoch hatte er etwas Sympathisches an sich. Aber auch etwas Geheimnisvolles. Lennox … *schwärm* … Ja Lennox war und ist mir total sympathisch. Ich mochte dieses Geheimnisvolle und Dunkle an ihm. Man wusste nicht wer er war, woher er kommt und was er zu tun hat. Das lüftet sich im Laufe der Geschichte. Soviel sei gesagt: er ist auch ein Zeitwandler, ein Nachtalb, und kann in die Träume anderer Menschen eintauchen. Lennox verhält sich am Anfang recht kühl und distanziert – versucht sachlich und cool zu bleiben. Nach und nach taut er dann ein wenig auf und man kann in seine Gefühlswelt eintauchen und bemerkt, welche Gefühle er für Hanna entwickelt. Im Handlungsverlauf greift immer mal wieder sein Dämon durch und er reagiert forsch und herrisch. Das bessert sich meiner Meinung nach dem Ende zu ein klein wenig. Hannas Freundin Maike fand ich auch sehr sympathisch. Ich mochte ihre Art und Loyalität Hanna gegenüber. Leider erfährt man im Teil 1 nicht, was mit ihr passiert war und aus welchen Intensionen heraus sie handelte. Ben und Olivia, die im Laufe der Geschichte auftauchten, waren so „lala“ Charaktere. Olive war eher kühl, manchmal etwas frech und plump. Andererseits strahlte sie teilweise eine richtige Wärme aus, wodurch sie mir immer sympathischer wurde und etwas Pepp in die Geschichte brachte. Ben konnte ich bin zum Ende hin nicht einschätzen, aber koscher war er mir überhaupt nicht. Mich regte es förmlich auf, dass er Situationen ausnutzte und egoistisch rüber kam… Dominik Dawn letztendlich war auch einer dieser „Undurchschaubaren“. Für mich sah es so aus, als ob er nur darauf aus ist, seinen Gesetzen und Zielen nachzugehen. Diese väterlichen Handlungsweisen konnte ich irgendwie nicht richtig rauslesen, auch wenn stellenweise Ansätze dafür da waren. Mehr über ihn wird man erst im Teil 2 erfahren. Noch kurz etwas zum Schreibstil und Aufbau: Der Schreibstil hat mir super gefallen. Es war alles einfach, frisch und jugendlich gehalten. Man konnte den Text flüssig runterlesen und musste sich somit nicht anstrengen – eben einem Jugendbuch entsprechend. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es wurde aus Sicht von Hanna geschrieben. In den Momenten als sie schlief oder nicht Vorort war, wurde in der Erzählerperspektive berichtet. So war man umfassend informiert. Den Aufbau der Kapitel fand ich auch sehr schön. Sie waren zwar recht lang, aber innerhalb optisch durch einen Kirschblütenzweig getrennt. Daher waren die Kapitel etwas übersichtlicher und wirkten nicht überladen. Letztendlich kann man wirklich nur sagen, dass es sich bei „Cherrlyblossom – Die Zeitwandler“ um ein äußerst gelungenes Debüt von Mina Kamp handelt und Lust auf mehr macht. Das Buch hat mich verschlungen – nicht umgekehrt! Ich freue mich schon auf den zweiten Band. Von diesem erhoffe ich mir ebenfalls eine durchweg spannende Handlung im gewohnten Schreibstil von Mina!
Das Cover ist nach wie vor sehr hübsch. Es zeigt das selbe Mädchen wie auf dem ersten Teil dieser Reihe und auch sind wieder Kirschblüten zu sehen. Die Protagonistin ist Hanna. Sie ist nicht nur eine Nymphe sondern eben auch ein Dämon und wirkt somit hin und wieder wie eine zwie gespaltene Persönlichkeit, was ihren Charakter aber nur umso reizvoller macht. Man merkt den Fortschritt den ihre Charakterzüge in der Zeit gemacht haben. Noch immer ist sie etwas dickköpfig und eigensinnig, wofür ich sie als Figur einfach liebe. Doch sie wirkt auch deutlich reifer und klüger. Sie lässt sich nicht mehr so leicht verschrecken und wächst immer weiter an ihrem eigenen Mut. Ihre Gefühle hat sie meistens unter Kontrolle auch wenn sie sich ab und an mal von ihnen leiten lässt. Sie horcht mehr in sich selbst hinein und vertraut nicht mehr allem was man ihr vorsagt. Nach wie vor liebe ich Hanna Cherryblossom als Charakter, da man sich als Leser so unglaublich gut in sie hinein versetzen kann. In den Nebencharakteren finden wir neue wie auch alte Gesichter. Da wäre zum einen Ben, der gut aussehende Hexer der sehr eng zu Hanna steht. Er ist meistens sehr lieb und zuvorkommend, ein kleiner Gentleman eben. Aber ab und an lässt er auch so richtig den miesen Kerl heraus hängen, vor allem wenn es was mit Lennox zu tun hat. Lennox ist der attraktive Nachtalb der Hanna schon im ersten Teil den Kopf verdreht hat. Er ist klug und gewitzt, denkt zwar meistens erst nach bevor er handelt, aber manchmal handelt er eher nach seinen Emotionen. Er ist wie ein guter Schutzengel, immer bereit sich für eine ihm wichtige Person in die Bresche zu werfen und zu handeln. Hannas Vater Dominikus lernen wir in diesem Teil viel mehr kennen. Er ist allerdings eher verschlossen und wirkt sehr geheimnisvoll. Man weiß als Leser nie so recht ob man ihn nun zu den Guten oder Bösen zählen soll. Eben ein sehr verwirrender Charakter. Im Inneren jedoch ist er sehr ehrlich und fürsorglich. Louisa, die als Hannas Zofe ausgebildet werden soll, hat eine wichtige Rolle bei den Nebencharakteren. Zumeist wirkt sie schüchtern und zurückgezogen, liebe- und hingebungsvoll. Sie ist Hannas beste Freundin und somit immer an ihrer Seite. In ihrem Inneren ist Louisa immer für jede Schandtat bereit. Wir lernen Lucia kennen, eine Hexe die sehr eigensinnig ist. Neben ihrem losen Mundwerk, das immerzu sagt was es denkt, hat sie auch noch einen unglaublichen Dickkopf. Man könnte als Leser fast die Meinung bekommen das sie Ärger gerne anzieht. Und auch Lili, eine weitere Hexe ist neu dabei. Sie wirkt sehr arrogant und hochnäsig. Denkt von sich selbst sie wäre etwas besseres und wirkt von beginn an absolut unsympathisch auf den Leser. Natürlich gibt es noch viele viele weitere tolle Charakter, aber erstens wäre es zu viel auf alle einzugehen, und zweitens würde das so manche Überraschung kaputt machen. Mina Kamps Schreibstil gefällt mir immer noch sehr gut. Ihre Erzählungen scheinen einem direkt vor dem inneren Auge lebendig zu werden. Man kann sich als Leser genaustens in die Gefühle hineinversetzen. Viele Details lassen das Buch zum leben erwecken. Sie schreibt spannend und mitreißend, ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Story geht da weiter wo sie im vorherigen Teil aufgehört hat. So entsteht keine Verwirrung und man weiß sofort wieder worum es geht. Hat der erste Teil dieser Reihe noch in Deutschland gespielt, so befindet man sich in diesem Roman nun in England und Schottland. Daumen hoch, denn ich liebe England. Mina Kamp hat es auch in diesem Teil wieder geschafft alle Charaktere wunderbar zusammen zufügen. Immer wieder kann man etwas neues Entdecken. Es gibt nicht nur gut und böse, sondern auch besonders böse und zwar in allen Variationen. Die Streitigkeiten zwischen Ben und Lennox, die dem Leser schon im ersten Teil auffallen, fallen in diesem Teil nicht weg. Sie sind zwar nicht mehr so verhäuft und bitter, sondern wirken viel mehr wie geplante Tiefschläge in die Magengegend und direkt ins Herz. Ich konnte mir den ein oder anderen Schmunzler bei diesen Streitigkeiten einfach nicht verkneifen, wirkt doch sehr wie: "typisch Männer". Hannas Charakter macht eine wahnsinnige Wandlung durch, sowohl körperlich wie auch geistig. Sie wird reifer, älter und hübscher, eben eine wahre Nymphe. Der Fortgang ist sehr spannend und auf jeder neuen Seite erwartet man eine neue Überraschung, denn dieser Roman ist nur so mit diesen gespickt. "Du bist ein ganz schönes Luder, weißt du das?", hauchte er an meinem Ohr, küsste meien Wange und ließ seine Hand frech über meine Brust streichen. [...] Ich seufzte leise. "Ich bin nicht derjenige, der einem schüchternen Mädchen in die Umkleidekabine gefolgt ist, du Schuft." Zitat Position 3983 Mina Kamp hat sehr viel Situationskomik, und -romantik verwendet. Und die Art und Weise wie sie ihre Worte im Roman spielen lässt hat mich verzaubert. Perspektivwechsel machen den gesamten Roman umso spannender, da man viel mehr erfährt als nur Hannas Situation. So bekommt der Leser alles mit und kann alles verstehen und muss sich nicht an der ein oder anderen Stelle fragend am Kopf kratzen. Das Ende ist wirklich wirklich toll, es ist romantisch es ist schön, ... ich liebe es. Ich wünsche mir, dass das Buch noch weiter geht damit ich erfahren kann wie es weiter geht mit Hanna und all den anderen Charakteren. Fazit: Auch der zweite Teil von Mina Kamps "Cherryblossom-"Reihe hat mich überzeugt. Ich hatte sehr viel Spaß und Freude diesen Roman zu lesen. Er ist romantisch, witzig und spannend. Eine passende Mischung mit erstaunlichen Charakteren. Wem der erste Teil gefallen hat, dem wird der zweite auch gefallen.
"Cherryblossom - Die Zeitwandler" ist Mina Kamps Debütroman. Das Cover gefällt mir wirklich gut. Das abgebildete Mädchen ist wirklich hübsch und hat etwas faszinierendes und fesselndes an sich. Und die Kirschblüten passen perfekt dazu, genau wie die Farbe des Covers. Die Protagonistin Hanna ist eine absolute Sympathiefigur, mit der sich Mina Kamp wirklich große Mühe gegeben hat. Sie ist zum Einen ein sehr taffes und selbstständiges Mädchen, macht was sie will, zumindest so gut sie kann. Wie ein Dickkopf will sie ihren Willen durchsetzen. Anderer Seits lässt sie sich schnell einschüchtern und verwirren. Sie ist ein schreckhaftes Mädchen das auch einmal gerne ihren Gefühlen freien lauf lässt. Sie ist herrlich süß und hält zu ihren Freundin egal wie brenzlig die Situation auch einmal wird. Doch kommt es einmal richtig drauf an fühlt sie sich selbst etwas überrannt. Sie gibt sich den Situationen voll hin und nutzt sie so gut es geht voll und ganz aus. Sie ist ein einnehmender Charakter der so menschlich und sympatisch auf den Leser wirkt, das man sich ihr unweigerlich enger verbunden fühlt. Die Nebencharaktere sind auch sehr toll geworden. Ganz zu Beginn lernen wir Maike und Evi kennen, Sie sind Hannas beste Freundinnen. Sie scheinen immer zu Hanna zu halten, ganz egal was kommt. Sie sind süß, kichern zusammen und sind einfach typisch Mädchen. Doch schnell erfährt der Leser das sie auch ganz andere, unfreundliche Seiten haben. Kühl und berechnend. Dann wäre da Lennox. Er ist ein Nachtalb der auf sie aufpassen soll. Er ist meist eher kokett und flirtet etwas mit ihr. Die meiste Zeit hat er ein süffisantes Schmunzeln auf dem Gesicht. Er ist pflicht bewusst und lässt Hanna keine Chance das zu ändern. Wirkt er nach Außen entschlossen und kühl, so ist er im Inneren aufgewühlt und weiß nicht mit seinen Gefühlen um zu gehen. Henry ist Hannas Onkel. Sie lebt bei ihm und er sorgt für sie wie ein Vater. Jedoch gewährt er ihr keinen wirklichen Einblick in sein Leben. Er ist ein riesengroßes Geheimnis und gibt auch nichts preis - weder wo er hin geht oder woran er arbeitet. Wir lernen Olive kennen, eine bekannte von Lennox. Sie wirkt stets sarkastisch. Es scheint als labe sie sich an den Schmerzen von Empfindungen Anderer und amüsiere sich auf ihre kosten. Doch auch in ihr verbirgt sich eine andere Seite. Sie wirkt gelegentlich fürsorglich und mütterlich. Jedoch dringt diese Seite nur äußerst selten hervor. Ben können wir mit Olive in Zusammenhang bringen. Er ist ein Hexer. Er ist unglaublich süß und aufmerksam. Hilft Hanna so gut er kann und tut alles für sie. Er flirtet mit ihr. Doch genau dort zeigt er auch seine andere Seite. Die kalte, berechnende Seite die seinen Willen erreichen will - mit aller Macht. Wir lernen Dominik Dawn kennen - Hannas Vater. Er ist bestimmend und hält sich ansonsten die meiste Zeit aus ihrem Leben heraus. Mina Kamps Schreibstil finde ich wirklich fantastisch. Sie schreibt so schön lebendig und erzählend. Einfach verständlich und voller Emotionen. Man kann sich in die verschiedenen aufkommenden Gefühle genaustens hinein versetzen und direkt mitfühlen. Sie beschreibt Details und veranschaulicht so dem Leser alles. Vollkommen fesselnd und voller guter Spannung - ein wahnsinnig toller Mix. Die Story ist wirklich toll. Mit vollem Elan steigt man mitten ein - in einem eine völlig neue Welt. Mir hat die Thematik wirklich unglaublich gut gefallen, da ich persönlich noch kein Buch über Zeitwandler oder Ähnliches gelesen habe. Zugegeben, die erste Irritierung traf mich schon auf den ersten paar Seiten, als ich über eine Textstelle mit einer Angabe über Hannas Alter stolperte. Ich hab mich unwillkürlich gewundert und gefragt "Wieso steht auf dem Klappentext sie ist 17 und im Buch sie ist gerade 18?" Aber übergehen wir diesen kleinen Punkt einfach, weil er eigentlich nicht von all zu großer Relevanz ist. Mir gefallen die so unterschiedlichen Charaktere die sich so wunderbar zu einem Ganzen ergänzen. Auch sehr gut gefallen hat mir der Ort der Story - Hamburg. Juhu! Endlich mal eine Story die in Deutschland spielt!! Einerseits sind die Streitereien zwischen Lennox und Ben sehr abwechslungsreich, aber nach einer Zeit hätte man das ganze ja auch aufklären können - vor allem wo Hanna doch eigentlich ein kluges Köpfchen ist. Meine Meinung. Die Story umfängt viele verschiedene Gestalten, die dem Leser nicht gleich alle bekannt sind. Doch Mina Kamp hat das Problem sehr gut gelöst. Dem Leser werden langsam die einzelnen Gestalten nahe gebracht und es wird erläutert was sie sind und was sie können - eine super Lösung, denn so steht der Leser nicht mit gefährlichem Halbwissen auf der Kippe sich ausdenken zu müssen worum es sich handeln könnte. Auch gefallen tut mir die Tatsache das Hanna nicht nur in eine zweite Welt neben ihrer Reellen rutscht - sondern weiterhin ihre alltäglich Problemchen zu lösen hat. "Vorsicht, Cherryblossom", stieß er halb wütend, halb erheitert hervor. "Ich könnte dir deine Unschuld rauben und die Erinnerung daran gleich dazu. [...]" Zitat S. 67 Immer wieder ist auch genug Witz und Ironie vorhanden, so dass der Leser nicht nur von Problemen und Gefühlen erdrückt wird. Mina Kamp hat die perfekte Mischung gefunden. Mir gefielen auch die Perspektivwechsel. Haben wir im einen Moment noch alles durch Hanna erfahren haben wir im nächsten Moment den allwissenden Erzähler der uns über Alle aufklärt und erzählt oder nur Lennox und seine Gefühle in der "Er"-Erzählmethode in Augenschein nimmt. Es ist einfach abwechslungsreicher und man bekommt noch mehr Eindrücke mit als nur die von einem Charakter. Das Ende war doch schon überraschend und die Handlungen von Hanna standen doch etwas im Gegenzug zu ihrem vorherigem Verhalten. Der Cliffhanger ist spannend und der Leser will unbedingt wissen wie es weiter geht. Fazit: Mina Kamps Debütroman "Cherryblossom - Die Zeitwandler" ist wirklich lohnenswert. Er ist unglaublich spannend mit einer tollen Geschichte und genug Romantik. Einfach himmlisch fesselnd. Und ich kann an dieser Stelle das Buch auch nur weiter empfehlen. Es ist wirklich lesenswert, ein toller Auftakt.
Meine Meinung Mit „Cherryblossom – Die Zeitwandler“ setzte Mina Kamp die Messlatte sehr hoch. Der zweite Teil Nymphenherz erfüllte meine Erwartung zu 99 %! In Bezug auf die Handlung muss der Leser im zweiten Teil der Reihe kaum bis gar keine Abstriche machen. Der bekannte Szenenwechsel aus dem ersten Teil macht einer strukturierteren Erzählung mit überschaubaren Handlungsorten Platz. Auch wenn vielleicht einige Details aus dem ersten Band nicht mehr präsent sind, findet sich der Leser sofort wieder im Geschehen zurecht. Mina überzeugt wie gewohnt mit überraschenden Situationen, unerwarteten Wendepunkten und humorvollen sowie tiefgründigen Unterhaltungen der Figuren. Auch der Ideenreichtum von Mina Kamp ist sehr beeindruckend. Ihr gelingt es die einfachsten Dinge und Kindergeschichten neu zu verpacken, so dass der Leser immer wieder ins Staunen gerät. Langweilig wird dieser Schmöker also keineswegs! Leider muss ich bei der Handlung einen minimalen Minuspunkt anbringen, was den Höhepunkt der Geschichte betrifft. Einerseits war dieser Wendepunkt überraschend und andererseits aus meiner Sicht zu untypisch für den „bösen“ Zeitwandler. An dieser Stelle hätte man den Spannungsbogen noch etwas ausdehnen oder zumindest in einem Epilog den besagten Wendepunkt noch einmal aufgreifen können um einen Cliffhänger zu schaffen. Aus meiner Sicht heraus wurde das Ziel etwas zu schnell erreicht. Das Ende an sich ist ganz nach meinem Geschmack und herzzerreißend schön. Man wird das Buch mit einem zufriedenen Gefühl aus der Hand legen und einem weiteren Teil entgegenfiebern. Meine Sympathie gegenüber der Protagonistin Hanna Cherryblossom konnte im zweiten Teil keineswegs geschmälert werden. Nach wie vor gelingt es Hanna in vielen Situationen gefasst aufzutreten, doch ihr jugendlicher Leichtsinn geht dadurch nicht verloren. Ihrem Vater bietet sie gern die Stirn und reagiert manchmal sogar trotzig auf seine Anweisungen. Doch sie weiß, dass sie sich den Aufgaben, die der Rat ihr aufgetragen hat, nicht entziehen kann. Dennoch schmiedet sie ihre eigenen Pläne um sich aus der Situation zu befreien. Hanna reift durch die Wandlung zur Nymphe enorm. Man lernt ihre verführerische Seite kennen; eine Seite die nach der Energie von Männern verlangt und die den Leser fasst vergessen lässt, dass sie doch erst 18 Jahre alt ist. Facettenreichtum steht also an erster Stelle, der Hanna immer noch zu einer authentischen und sehr liebenswerten Protagonistin macht. Der neben Hanna wichtigste Charakter ist natürlich nach wie vor Lennox Merryweather. Schon im ersten Teil schwärmte ich für den smarten Nachtalb, der gern herrisch und forsch reagierte. Nun wandelt er sich, denn die Gefühle drängen an die Oberfläche. Lennox gelangt zu „neuer“ Menschlichkeit und zeigt sich in Bezug auf Hanna nicht nur besorgt, sondern auch extrem aufopferungsvoll. Er scheut vor Nichts zurück um sich sein Mädchen zurückzuholen und sie mit Leib und Seele zu beschützen. Dadurch wirkt er aber nicht verweichlicht oder soft! Der Schlagabtausch mit Ben ist unverwechselbar und die Begierde nach seiner Herzensdame ermöglicht einen Blick auf den leidenschaftlichen Lennox ;-) . Ben Wallner und Olivia bezeichnete ich im ersten Teil als „lala“-Charaktere. Ich konnte weder Sympathie noch Hass für die beiden entwickeln. Auch in diesem Punkt bringt Nymphenherz Klarheit – zumindest in Bezug auf Olivia. Diese ist mir nämlich mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Spätestens jetzt weiß man mit ihrer kühlen, plumpen Seite gut umzugehen, weil man erkennt, dass auch sie eine ganz andere Seite hat. Vor allem die Treue gegenüber Lennox und seinem Vorhaben macht sie zu einer wichtigen Figur, die immer wieder mit Witz und Humor für Auflockerung sorgt. Ben hingegen änderte sich nicht besonders. Weite Teile der Geschichte ist er immer noch nicht richtig durchschaubar. Seine Absichten bleiben zunächst im Dunkeln verborgen, bis Luca, eine weitere Hexe, in Erscheinung tritt. Trotz allem ist er eine wichtige Figur in Hannas Umfeld, die zu ihrer Sicherheit beiträgt. Ein weiterer Kandidat der Undurchschaubaren ist Hannas Vater, Dominik Dawn. Endlich lernen wir ihn besser kennen, doch das führt nicht zwangsläufig zur Sympathie. Er ist sehr auf seine Aufgabe und seine Ziele bedacht und wirkt die meiste Zeit kühl und abwesend. Erst im Laufe der Handlung steigt der Leser mit minimalen Schritten hinter seine Fassade. Die distanzierte Art bestätigt auf alle Fälle den Eindruck, den man im ersten Teil von ihm erhaschen konnte, so dass auch er zu den lebendigen und sehr authentischen Charakteren gehört. Louisa hat der Leser ebenfalls schon kennengelernt. Sie ist eine entmächtigte Zeitwandlerin, die bisher nicht gesprochen hat. Sie erhält in Nymphenherz eine entscheidende Rolle. Als engste Vertraute von Hanna spendet sie viel Trost, weckt aber auch den Beschützerinstinkt im Leser. Oft wirkt sie schüchtern und mittellos, doch nach und nach reift auch sie in ihren Charakterzügen und schleicht sich damit schnell ins Leserherz. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Luca. Sie ist eine Hexe mit besonderen Fähigkeiten. Von ihr erhoffen sich Lennox und Olivia Informationen zu bekommen. Nach anfänglichen zögern schließt sie sich den beiden an und stellt ihre Hilfe zur Verfügung. Charakterlich ist Luca zunächst auch schwer einzuschätzen. Man könnte vermuten, dass auch sie nur ihren eigenen Zielen hinterherjagt. Allerdings steckt auch hier mehr dahinter. Zuletzt noch einer der unsympathischen Charaktere: Abel von Wolf. Er ist einer der ältesten Zeitwandler überhaupt und ein hohes Tier im Zeitwandlerrat. Er besticht vor allem mit seiner skrupellosen Art und macht Hanna und ihren Freunden das Leben schwer. Alles in allem sind die Charaktere sehr vielschichtig gestaltet und nicht leicht zu durchschauen. Dadurch gewinnt die Geschichte immer wieder an Spannung und ermöglicht ungeahnte Wendepunkte. Sowohl an der Erzählperspektive als auch am Schreibstil gibt es bei Nymphenherz im Vergleich zum ersten Band nichts zu bemängeln. Ein lockerer, jugendlicher Schreibstil mit gut gewählten Metaphern leitet den Leser durch das Geschehen und bereitet ihm angenehme Lesestunden. Fazit Mit „Cherryblossom 2 – Nymphenherz“ gelingt es Mina Kamp erneut den Leser in die Welt der Zeitwandler und Hexen zu entführen. Das Buch überzeugt mit spannenden Wendepunkten, einem bemerkenswerten Ideenreichtum und facettenreichen Charakteren. Auch wenn es nicht zu 100 Prozent perfekt ist, bereitet es dem Leser wunderbare Lesestunden, die alle Gefühle zulassen: Von Freude, Wut, Angst bis hin zum Humor ist alles dabei. Auch die Lennox-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen und sich von seinem Wesen mitreißen lassen. Man kann nur hoffen, dass ein nächster Teil nicht lange auf sich warten lässt!
Auf der Suche nach einem passenden Frühlingsbuch für meine Jahreszeiten-Cover-Challenge bin ich schließlich auf Mina Kamp's Debütroman Cherryblossom Die Zeitwandler gestoßen. Das Cover hat mich gleich von Anfang an angesprochen; nicht nur, dass es perfekt zur Jahreszeit passt, ist es auch einfach nur wunderschön anzusehen; die hübschen Kirschblüten, die Farben - alles harmoniert perfekt miteinander. Ich habe mich gleich auf den ersten Blick in das Cover verliebt. Auch der Klappentext hat mich sehr zufrieden gestellt, weshalb dieses Buch zu einem meiner persönlichen Must-Haves wurde. Ich habe mich wirklich unendlich auf dieses Buch gefreut; war super gespannt auf die Geschichte, musste dann aber - nachdem ich es begonnen hatte zu lesen - feststellen, dass es längst nicht so toll und fesselnd war, wie ich anfangs vermutet bzw. gehofft hatte. Was ich recht störend fand ist die Tatsache, dass die Schrift relativ klein ist und die Seiten ziemlich voll geschrieben sind. Für gewöhnlich stört mich so etwas nicht so extrem, allerdings in Verbindung damit, dass ich das Buch als sehr langwierig empfand, habe ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis ich eine Seite gelesen hatte. Das Buch hat sich unheimlich gezogen und gerade am Anfang war doch alles ziemlich verwirrend. Mit der Zeit wurde es ein wenig besser. Nachdem ich dann endlich mal mehr oder weniger in die Geschichte rein gefunden hatte, war es auch wirklich spannend. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen; allesamt sind sie sehr gut ausgearbeitet und durchdacht. Jeder einzelne von ihnen ist sehr speziell, hat besondere Fähigkeiten und seine ganz eigenen Macken, wodurch jede einzelne Figur sehr interessant wird. Als ich mich dann in die Geschichte eingelesen und geglaubt hatte, jetzt richtig Anschluss gefunden zu haben um die Geschichte zu genießen, sind mir einige Parallelen zu den Büchern von Cassandra Clare, der Mortal Instruments Reihe, aufgefallen. Normalerweise vergleiche ich keine Bücher miteinander; gerade bei Jugendbüchern ist es unumgänglich, dass Ähnlichkeiten zu anderen Büchern bestehen. Es ist einfach so und dessen bin ich mir auch sehr wohl bewusst, doch bei diesem Buch kam mir das alles ein wenig zu extrem vor. Ich meine, es wurde sogar derselbe Name verwendet für ein sehr ähnliches Wesen mit einer ähnlichen Aufgabe. Das empfand ich doch als ein wenig ärgerlich. Die Lust am Lesen war mir ein wenig vergangen und ich hatte Schwierigkeiten, mich auf die Story zu konzentrieren. Hin und wieder gab es ein paar interessante und vor allen Dingen spannende Stellen, doch irgendwie konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie ich es vielleicht zu Anfang vermutet hätte. Das ist auch der Grund, weshalb dies bisher das einzige Buch ist, das ich im April gelesen habe. Es ist wirklich sehr schade, doch leider konnte ich mich weder mit dem Schreibstil, noch mit der Story an sich so richtig anfreunden. Der Schreibstil ist nicht schlecht, das auf keinen Fall; er ist sogar sehr gut; allerdings erschien er mir ein wenig holprig. Ständig wurde ich in meinem Lesefluss gestört. Alles in allem finde ich die Idee auch jetzt noch sehr gut und ansprechend. Nur an der Umsetzung hat es meiner Meinung nach ein wenig gehapert. Leider konnte mich das Buch nicht so besonders begeistert, weshalb ich auch nicht glaube, dass ich mir den zweiten Teil kaufen werde. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich meine Meinung ja noch und ich werde es doch irgendwann noch lesen.






