Brennnesseltage
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Description
Book Information
Author Description
Eva M. Bauer wuchs mit fünf Geschwistern in München auf, wo die Familie seit Generationen lebt. Sie studierte hier, wurde Lehrerin, ist heute als freie Journalistin tätig und schreibt Bücher. Ihr Debüt gab sie mit dem Fantasyroman 'Der magische Skarabäus', den sie unter dem Pseudonym Eva Marebu veröffentlichte. Ihr oman "Findekind - Geschichte einer Münchner Familie" erschien 2020 bei STROUX edition.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
"Später habe ich erkannt: Es war nicht nur die Geschichte zwischen Mutter und Sohn, die ihm so zusetzte. Es war die Geschichte eines alten Bauernhauses." Schon lange hat mich eine Geschichte nicht mehr derart berührt! Dieses alte Bauernhaus in den Bergen oberhalb vom Inn mit seinen BewohnerInnen und ihrem Leben. Sehr atmosphärisch und immer mal wieder mit der Sprachfärbung der Einheimischen, hat mich das Buch total in seinen Bann gezogen. Das einfache, harte Leben der Babett, die ihrem Vater nie gerecht werden konnte, der Bruder und Hoferbe im Krieg verschollen, Babett schwanger mit einem Kind dessen Vater sie nie bekannt geben wird. Und Babett selbst...sie muss hart arbeiten und als der Vater stirbt, hat sie auch niemanden mehr der in der Zeit auf den kleinen Simon aufpassen kann. Schweren Herzens gibt sie ihn der Kusine ins Tal. Ich mochte diese spröde, unzugänglich Frau so unheimlich gerne. Die, die auch die Menschen nicht an sich heranlässt, die es gut mit ihr meinen. "Sie hat die Zärtlichkeit einer Brennnessel, wenn er nicht aufpasst, bekommt er ihre Widerhaken zu spüren." Babett bekommt noch einen Sohn und die Beziehung, die die beiden Brüder zueinander haben wird so zärtlich geschildert, dass es einen zerreißt. Es ist ein Werk voller Poesie und Schicksalsschläge, aber auch so voller Leben und ich denke zu einem Leben gehört auch immer ein Haus, oder eine Wohnung als Schutzraum. Um einen solchen geht es auch hier. "Und nach und nach schälte sich ihre Geschichte heraus. Die Geschichte eines Hauses, die Geschichte eines Lebens. " Großes Herzens-Highlight und eine Empfehlung für alle, die "Die Schwarzgeherin " und "Bergland" von Jarka Kubsova mochten.
"Vielleicht müssen wir uns manchmal entfernen, um Dinge in einem neuen Licht zu sehen und Zusammenhänge klarer zu erkennen."
Babette lebt auf dem Petershof ein karges Leben. Gekonnt verteidigt sie ihr wildes Kraut, das so vielseitig einsetzbar ist. Genauso entschlossen verteidigt sie ihren Hof, besonders, als Simon schon geboren wurde. Irgendwann lebt sie dort ganz allein und man darf sie über ein ganzes Stück ihres Weges begleiten. Doch auch Simon bleibt nicht vergessen,- er erzählt bald seine eigene Geschichte. Und dann ist da auch noch die Luisa … Die Brennnessel schätzt Babette ganz besonders. Sie versorgt einen wirklich so gut, man glaubt es kaum. Wusstet ihr, dass die Brennnessel ein echtes Überlebenswunder ist? Sie ist so reich an Proteinen, Eisen und Vitaminen, dass sie in der Not als eine der wichtigsten Nährstoffquellen gilt. Man könnte wochenlang überleben, wenn man nur die Brennnessel zur Verfügung hätte. Für mich ist sie das ultimative heimische Superfood und völlig zu Recht mein liebstes Wildkraut! Beim Lesen dieses Buches habe ich viel über das Vergangene nachgedacht. Über das Altern und die Vergänglichkeit an sich. So tragen wir Tage in uns, Zeiten und ganze Jahrzehnte, die dann urplötzlich im Wind verwehen - so schnell wie die Zeit selbst, die sich viel zu oft nur wie Sekunden anfühlt. "Es beginnt, sein Lied zu summen und zu klagen. Es verstummt, beginnt von Neuem. Als würden abgelegte Erinnerungen wach: Vom Seufzen der Liebenden. Vom Schrei der Gebärenden. Vom Stöhnen der Kranken und ihrem letzten Seufzer beim Sterben." Eine Geschichte über die Freuden, den Kampf des Lebens, über Beziehungen und die Trauer. Es war für mich das erste Buch aus diesem Verlag und sicher nicht das letzte, es hat mir unglaublich gut gefallen. Eine wunderbare Dorfgeschichte, wie ich sie generell sehr gerne mag. Diese hier wird mir in ganz besonderer Erinnerung bleiben. 🌿🩷

Der Petererhof liegt in den Bergen über dem Inntal, abgelegen vom Dorf. Mit ihrem Vater lebt Babette hier. Den Vater plagt das Alter und Babette muss sich um Tiere, Hof und Haushalt irgendwann allein kümmern. Sie erwartet ein Kind, leichter macht es das nicht. Für das Neugeborene hat sie keine Zeit, einen Vater gibt es nicht. Später, als der Vater nicht mehr lebt, zieht wieder ein Mann auf den Hof um zu unterstützen. Die Bewohner und die Umstände ändern sich. Außer Babette, sie bleibt. Sie kämpft um ihren Hof, lebt ein raues, teilweise einsames Leben. Über ein paar Jahrzehnte dürfen wir den Petererhof begleiten. Die Sprache ist ganz klar, manchmal rau und doch auch poetisch. Die Einfachheit und Einsamkeit waren spürbar. Beschwerlich war das Leben auf dem Hof. Für die Städter kaum vorstellbar. Und doch auch eine zärtliche Liebeserklärung an dieses bescheidene Leben, an diesem besonderen Ort. Babette hatte es nicht leicht. Sie musste viele Verluste und Enttäuschungen erleben. Die Beziehung zu ihren Söhnen war nicht ganz einfach. Ein großes Thema hier ist Heimat und die Zugehörigkeit. Ist Heimat nur ein Ort? Wie wichtig sind unsere Wurzeln für uns? Atmosphärisch dicht, mit ganz viel Tiefgang hat der Roman einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Leise und eindringlich hallt er nach, bleibt im Kopf. Ich möchte euch diesen Roman ganz besonders ans Herz legen.
So ein zartes und farbenfrohes Cover und dann eine doch recht spröde Erzählung - auf dem ersten Blick jedenfalls. Babette ist Zeit ihres Lebens eine ziemliche Eigenbrötlerin. Erst lebt sie mir ihrem alten Vater alleine in den Bergen auf ihrem Hof, später mit ihrem zweitgeborenen Sohn. Den ersten, Simon, schickt sie ins Dorf zu Ihrer Cousine Fanny - ein Schritt der sie ihr Leben lang begleitet und dessen Konsequenzen sich wie ein leiser Schatten durch den Roman ziehen. Was Eva M. Bauer uns in ihrem Roman erzählt, ist keine laute oder dramatische Geschichte, sondern ein fein verwoben Porträt einer Frau, die versucht, ihren Platz zwischen Pflicht und Einsamkeit zu finden. Die Sprache wirkt kantig, beinahe spröde - aber gerade das passt zu Babette. Zu ihrem kargen Leben, zu den Hängen und der rauen Natur ihres Hofes. Zwischen den nüchternen Sätzen blitzt immer wieder etwas auf, das man zu leicht übersieht: Zartheit, Verletzlichkeit, und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und den wenigen Menschen, die sie an sich heran lässt. Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin es schafft, die innere Welt dieser wortkargen Frau spürbar zu machen, ohne es in Worte zu fassen. Viele ihrer Emotionen und Empfindungen bleiben unausgesprochen - und wirken dadurch umso stärker. Man liest vieles zwischen den Zeilen und lernt Babette so immer etwas mehr kennen. 'Brennesseltage' ist ein Buch das man langsam liest und welches sich einem dann immer mehr erschließt. Es ist eine stille und eindringliche Erzählung - und wer diese Art von Geschichte mag, wird mit einer rauen Lebensgeschichte mit innerer versteckter Wärme belohnt.

Die Geschichte einer Frau auf einem Bauernhof zu Zeiten, in denen Frauen wenig zu sagen hatten
Eine wunderbare Familiengeschichte, die dem Leser das Leben einer Frau auf einem Bauernhof in den Bergen über viele Jahre näher bringt. Babetts Leben war nie leicht. Die Mutter früh gestorben, der Bruder und eigentlicher Erbe des Hofes im Krieg verschollen, lebt sie mit ihrem Vater allein auf dem Hof und rackert sich ab. Sie wird ungewollt schwanger und gibt ihren kleinen Sohn schließlich zu ihrer Cousine. Die Autorin erzählt auf eindringliche Weise von Babetts Leben und auch dem Leben ihrer Söhne. Der Leser erhält einen Einblick in das arbeits- und entbehrungsreiche Leben auf einem Hof in den Bergen. Es geht um Schuld, um Wünsche und Hoffnungen, um Familie, um den oftmals beschwerlichen Weg zu sich selbst und zu einem Zuhause. Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Schnörkellos, aber präzise und emotional. Babett bleibt dem Leser immer etwas fern, was ihrem Charakter entspricht und genau richtig ist für die Geschichte. Die Beziehung zwischen Babett und ihren Söhnen wird gut beschrieben, der Leser kann sich gut einfühlen in die Handlungen, die Emotionen und Gedanken der einzelnen Figuren.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
Author Description
Eva M. Bauer wuchs mit fünf Geschwistern in München auf, wo die Familie seit Generationen lebt. Sie studierte hier, wurde Lehrerin, ist heute als freie Journalistin tätig und schreibt Bücher. Ihr Debüt gab sie mit dem Fantasyroman 'Der magische Skarabäus', den sie unter dem Pseudonym Eva Marebu veröffentlichte. Ihr oman "Findekind - Geschichte einer Münchner Familie" erschien 2020 bei STROUX edition.
Posts
"Später habe ich erkannt: Es war nicht nur die Geschichte zwischen Mutter und Sohn, die ihm so zusetzte. Es war die Geschichte eines alten Bauernhauses." Schon lange hat mich eine Geschichte nicht mehr derart berührt! Dieses alte Bauernhaus in den Bergen oberhalb vom Inn mit seinen BewohnerInnen und ihrem Leben. Sehr atmosphärisch und immer mal wieder mit der Sprachfärbung der Einheimischen, hat mich das Buch total in seinen Bann gezogen. Das einfache, harte Leben der Babett, die ihrem Vater nie gerecht werden konnte, der Bruder und Hoferbe im Krieg verschollen, Babett schwanger mit einem Kind dessen Vater sie nie bekannt geben wird. Und Babett selbst...sie muss hart arbeiten und als der Vater stirbt, hat sie auch niemanden mehr der in der Zeit auf den kleinen Simon aufpassen kann. Schweren Herzens gibt sie ihn der Kusine ins Tal. Ich mochte diese spröde, unzugänglich Frau so unheimlich gerne. Die, die auch die Menschen nicht an sich heranlässt, die es gut mit ihr meinen. "Sie hat die Zärtlichkeit einer Brennnessel, wenn er nicht aufpasst, bekommt er ihre Widerhaken zu spüren." Babett bekommt noch einen Sohn und die Beziehung, die die beiden Brüder zueinander haben wird so zärtlich geschildert, dass es einen zerreißt. Es ist ein Werk voller Poesie und Schicksalsschläge, aber auch so voller Leben und ich denke zu einem Leben gehört auch immer ein Haus, oder eine Wohnung als Schutzraum. Um einen solchen geht es auch hier. "Und nach und nach schälte sich ihre Geschichte heraus. Die Geschichte eines Hauses, die Geschichte eines Lebens. " Großes Herzens-Highlight und eine Empfehlung für alle, die "Die Schwarzgeherin " und "Bergland" von Jarka Kubsova mochten.
"Vielleicht müssen wir uns manchmal entfernen, um Dinge in einem neuen Licht zu sehen und Zusammenhänge klarer zu erkennen."
Babette lebt auf dem Petershof ein karges Leben. Gekonnt verteidigt sie ihr wildes Kraut, das so vielseitig einsetzbar ist. Genauso entschlossen verteidigt sie ihren Hof, besonders, als Simon schon geboren wurde. Irgendwann lebt sie dort ganz allein und man darf sie über ein ganzes Stück ihres Weges begleiten. Doch auch Simon bleibt nicht vergessen,- er erzählt bald seine eigene Geschichte. Und dann ist da auch noch die Luisa … Die Brennnessel schätzt Babette ganz besonders. Sie versorgt einen wirklich so gut, man glaubt es kaum. Wusstet ihr, dass die Brennnessel ein echtes Überlebenswunder ist? Sie ist so reich an Proteinen, Eisen und Vitaminen, dass sie in der Not als eine der wichtigsten Nährstoffquellen gilt. Man könnte wochenlang überleben, wenn man nur die Brennnessel zur Verfügung hätte. Für mich ist sie das ultimative heimische Superfood und völlig zu Recht mein liebstes Wildkraut! Beim Lesen dieses Buches habe ich viel über das Vergangene nachgedacht. Über das Altern und die Vergänglichkeit an sich. So tragen wir Tage in uns, Zeiten und ganze Jahrzehnte, die dann urplötzlich im Wind verwehen - so schnell wie die Zeit selbst, die sich viel zu oft nur wie Sekunden anfühlt. "Es beginnt, sein Lied zu summen und zu klagen. Es verstummt, beginnt von Neuem. Als würden abgelegte Erinnerungen wach: Vom Seufzen der Liebenden. Vom Schrei der Gebärenden. Vom Stöhnen der Kranken und ihrem letzten Seufzer beim Sterben." Eine Geschichte über die Freuden, den Kampf des Lebens, über Beziehungen und die Trauer. Es war für mich das erste Buch aus diesem Verlag und sicher nicht das letzte, es hat mir unglaublich gut gefallen. Eine wunderbare Dorfgeschichte, wie ich sie generell sehr gerne mag. Diese hier wird mir in ganz besonderer Erinnerung bleiben. 🌿🩷

Der Petererhof liegt in den Bergen über dem Inntal, abgelegen vom Dorf. Mit ihrem Vater lebt Babette hier. Den Vater plagt das Alter und Babette muss sich um Tiere, Hof und Haushalt irgendwann allein kümmern. Sie erwartet ein Kind, leichter macht es das nicht. Für das Neugeborene hat sie keine Zeit, einen Vater gibt es nicht. Später, als der Vater nicht mehr lebt, zieht wieder ein Mann auf den Hof um zu unterstützen. Die Bewohner und die Umstände ändern sich. Außer Babette, sie bleibt. Sie kämpft um ihren Hof, lebt ein raues, teilweise einsames Leben. Über ein paar Jahrzehnte dürfen wir den Petererhof begleiten. Die Sprache ist ganz klar, manchmal rau und doch auch poetisch. Die Einfachheit und Einsamkeit waren spürbar. Beschwerlich war das Leben auf dem Hof. Für die Städter kaum vorstellbar. Und doch auch eine zärtliche Liebeserklärung an dieses bescheidene Leben, an diesem besonderen Ort. Babette hatte es nicht leicht. Sie musste viele Verluste und Enttäuschungen erleben. Die Beziehung zu ihren Söhnen war nicht ganz einfach. Ein großes Thema hier ist Heimat und die Zugehörigkeit. Ist Heimat nur ein Ort? Wie wichtig sind unsere Wurzeln für uns? Atmosphärisch dicht, mit ganz viel Tiefgang hat der Roman einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Leise und eindringlich hallt er nach, bleibt im Kopf. Ich möchte euch diesen Roman ganz besonders ans Herz legen.
So ein zartes und farbenfrohes Cover und dann eine doch recht spröde Erzählung - auf dem ersten Blick jedenfalls. Babette ist Zeit ihres Lebens eine ziemliche Eigenbrötlerin. Erst lebt sie mir ihrem alten Vater alleine in den Bergen auf ihrem Hof, später mit ihrem zweitgeborenen Sohn. Den ersten, Simon, schickt sie ins Dorf zu Ihrer Cousine Fanny - ein Schritt der sie ihr Leben lang begleitet und dessen Konsequenzen sich wie ein leiser Schatten durch den Roman ziehen. Was Eva M. Bauer uns in ihrem Roman erzählt, ist keine laute oder dramatische Geschichte, sondern ein fein verwoben Porträt einer Frau, die versucht, ihren Platz zwischen Pflicht und Einsamkeit zu finden. Die Sprache wirkt kantig, beinahe spröde - aber gerade das passt zu Babette. Zu ihrem kargen Leben, zu den Hängen und der rauen Natur ihres Hofes. Zwischen den nüchternen Sätzen blitzt immer wieder etwas auf, das man zu leicht übersieht: Zartheit, Verletzlichkeit, und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und den wenigen Menschen, die sie an sich heran lässt. Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin es schafft, die innere Welt dieser wortkargen Frau spürbar zu machen, ohne es in Worte zu fassen. Viele ihrer Emotionen und Empfindungen bleiben unausgesprochen - und wirken dadurch umso stärker. Man liest vieles zwischen den Zeilen und lernt Babette so immer etwas mehr kennen. 'Brennesseltage' ist ein Buch das man langsam liest und welches sich einem dann immer mehr erschließt. Es ist eine stille und eindringliche Erzählung - und wer diese Art von Geschichte mag, wird mit einer rauen Lebensgeschichte mit innerer versteckter Wärme belohnt.

Die Geschichte einer Frau auf einem Bauernhof zu Zeiten, in denen Frauen wenig zu sagen hatten
Eine wunderbare Familiengeschichte, die dem Leser das Leben einer Frau auf einem Bauernhof in den Bergen über viele Jahre näher bringt. Babetts Leben war nie leicht. Die Mutter früh gestorben, der Bruder und eigentlicher Erbe des Hofes im Krieg verschollen, lebt sie mit ihrem Vater allein auf dem Hof und rackert sich ab. Sie wird ungewollt schwanger und gibt ihren kleinen Sohn schließlich zu ihrer Cousine. Die Autorin erzählt auf eindringliche Weise von Babetts Leben und auch dem Leben ihrer Söhne. Der Leser erhält einen Einblick in das arbeits- und entbehrungsreiche Leben auf einem Hof in den Bergen. Es geht um Schuld, um Wünsche und Hoffnungen, um Familie, um den oftmals beschwerlichen Weg zu sich selbst und zu einem Zuhause. Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Schnörkellos, aber präzise und emotional. Babett bleibt dem Leser immer etwas fern, was ihrem Charakter entspricht und genau richtig ist für die Geschichte. Die Beziehung zwischen Babett und ihren Söhnen wird gut beschrieben, der Leser kann sich gut einfühlen in die Handlungen, die Emotionen und Gedanken der einzelnen Figuren.









