Blautöne
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Description
Book Information
Author Description
Anne Cathrine Bomann, geboren 1983, arbeitet als Psychologin und lebt in Kopenhagen. Mit ihrem Debütroman Agathe (hanserblau 2019), gelang ihr ein weltweiter Erfolg.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Anders als erwartet, aber zum größten Teil doch gut. Zeitweise zog sich die Geschichte für mich. Es gab sehr viele unterschiedliche Sichtweisen, die einen waren spannender für mich als andere. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Trauer hatte ich anders erwartet. Trotzdem baute sich zum Ende nochmal die Spannung auf und brachte mich dazu das Buch doch noch recht motiviert zu beenden.
“Blautöne” von Anne Cathrine Bomann ist zweifellos ein Roman, der die Leser auf eine emotionale und reflektive Reise mitnimmt. Im Grunde ist es ein schwieriges Thema, dass die Autorin hier aufgreift. Trauer, Verlust und der Umgang damit. Bomann gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser dazu einlädt, tief in die Gedankenwelt der Charaktere einzutauchen und die Themen zugänglicher zu machen. Bomann zeichnet ihre Figuren mit großer Empathie und Detailgenauigkeit, wodurch sie authentisch und vielschichtig wirken. Die Forschungsleiterin als Hauptfigur bietet einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle einer Person, die Verlust erlebt hat und sich so verloren fühlt wie die zukünftigen Konsumenten des Medikaments. Allerdings lässt “Blautöne” in Bezug auf den Erzählfluss und Tempo einige Wünsche offen. Es braucht Zeit, die Autorin erzählt bedächtig die Ereignisse, wie den ganzen Verlauf des Medikaments von Forschung bis Zulassungsverfahren. Geduldig muss man sein. Die Handlung könnte an manchen Stellen straffer sein, um das Interesse des Lesers aufrechtzuerhalten und die Spannung zu steigern. Aber wenn man nun ein geduldiger Leser ist und viel Wert auf Sprache legt, wird man mit dem poetischen Stil, dem ruhigen Ton und dem Detailreichtum der Autorin sehr zufrieden sein. Insgesamt ist “Blautöne” von Anne Cathrine Bomann ein Roman, der eine beeindruckende Sensibilität und Tiefe aufweist. Die Charaktere sind mit Empathie gezeichnet, und die Handlung lädt ein, über die menschliche Psyche und die Nuancen des Lebens nachzudenken. Dennoch könnte der Erzählfluss an einigen Stellen straffer sein, um das Tempo beizubehalten. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt “Blautöne” eine lohnenswerte Lektüre für diejenigen, die sich auf eine emotionale und intellektuelle Reise einlassen möchten.
„𝘝𝘪𝘦𝘭 𝘻𝘶 𝘧𝘳𝘶̈𝘩, 𝘴𝘵𝘪𝘭𝘭 𝘶𝘯𝘥 𝘣𝘭𝘢𝘶 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘪𝘦 𝘞𝘦𝘭𝘵 𝘨𝘦𝘬𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦 𝘉𝘭𝘢𝘶𝘵𝘰̈𝘯𝘦 𝘵𝘢𝘶𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘪𝘯 𝘣𝘦𝘴𝘰𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵.“ (𝘚. 26) Elisabeth verliert ihrer lang ersehnten Sohn viel zu zeitig. Der kleine Vinter hat ein Herzleiden und verstirbt im Alter von 4 Jahren. Für Elisabeth bricht eine Welt zusammen. Gefangen in ihrer Trauer, entwickelt sie ein Medikament dagegen. Als Angestellte eines Pharmaunternehmens ist sie der Meinung, dass eine kleine Pille jegliche Leiden nehmen oder zumindest lindern kann. Jahre später, das Medikament steht kurz vor der Markteinführung, führt eine renommierte Universität eine Studie durch, die durchaus gute Ergebnisse liefert, aber einem Professor und zwei seiner Studentinnen kommen Zweifel an der Richtigkeit der Durchführung. - Anne Cathrine Bomann hat einen tollen Stil, der sich gut und flüssig lesen lässt. Die Idee eines Medikamentes gegen Trauer fand ich spannend, aber auch erschreckend und hab mir während des Lesens mehrfach die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, dieses wichtige Gefühl, was beim Verarbeiten eines Todes hilft, medikamentös abzuschwächen. Klar ist, dass Trauer kein schönes Gefühl ist, aber ich denke es hat seine Berechtigung und ein Niederdrücken würde mir dazu führen, dass es später wieder hervor bricht oder man im Umkehrschluß ein Leben lang die Pillen schluckt. Ich denke hier gehen die Meinungen auseinander und jede*r sollte sich eine eigene bilden. Neben dieser moralischen Frage, stellt sich als nächstes auch die, Nachbestellung Verantwortung von der Pharmaindustrie. Die hier beschriebene Lobbyarbeit, die Verschleiherung und das Fälschen von Studien ist erschreckend, aber wahrscheinlich gar nicht so weit von der Realität entfernt. Ich finde es gut, dass diese Monopol-Stellumg kritisch hinterfragt wird… mit dem Ende bin ich allerdings nicht glücklich. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, jede*r Protagonist*in hat eigene Probleme, die meisten sind sehr nahbar. Ausschließlich Elisabeth bleibt unsympathisch, wobei ich erstens sicher bin, dass genau dies das Ziel ist, auf der anderen Seite mich aber schwer tue damit, sie zu verurteilen. (Ich würde das gern weiter auseinander nehmen, aber das wäre gespoilert.) Ich hätte mir nach dem Klappentext etwas mehr Emotionen, etwas mehr Trauerarbeit, etwas mehr Tiefe gewünscht. Die Gefühle an sich bleiben aber größtenteils unter der Oberfläche, es wäre mehr Potenzial da gewesen, eventuell liegt es aber daran, das es genremäßig dann doch eher in die Richting Krimi ging, was ich so nicht erwartet hätte. - Trotz dieser Dinge war es ein gutes Buch, mit spannendem Thema und ich kann es euch guten Herzens empfehlen.
Interessantes Buch
Ein spannendes und interessantes Buch zum Thema Trauer, Umgang mit Trauer und aber auch die Entwicklung eines Medikamentes. Mir hat das Buch gut gefallen. Als die Wissenschaftlerin Elisabeth ihren Sohn verliert, stürzt sie sich in die Entwicklung eines Medikaments, das Trauer heilen soll. Dich kurz vor der Zulassung kommen zwei Studentinnen und ihrem Professor Zweifel. Ist der Preis, den wir für eine Linderung schmerzlicher Trauer zählen zu hoch?
Ich habe den ersten Roman von Anne Cathrine Bomann (Agathe) sehr geliebt und mir ihr zweites Buch deshalb direkt zur Veröffentlichung gekauft. Ich habe lange gebraucht, ehe mich das Buch gepackt hat, vielleicht auch weil ich persönlich wenig Bezug zum Thema Trauer habe, dass die Autorin sehr gelungen in all seinen Facetten abbildet. Auch wenn nie wirklich Spannung aufkommt (darum geht es hier auch nicht), nimmt die Handlung zum Ende hin ziemlich Fahrt auf. Die letzten 100 Seiten habe ich ohne Pause gelesen und wurde von einer Wendung überrascht und komplett abgeholt. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive einer der vier Protagonisten geschildert. Eine davon und ihre Charakterentwicklung werde ich definitiv vermissen. Ich kann dieses Buch empfehlen und werde mit Sicherheit auch das nächste Buch von Anne Cathrine Bomann lesen.
Nicht ganz, was ich erwartet habe
Ein Medikament gegen Trauer? Gibt es das? Sollte es so etwas überhaupt geben? Müssen wir immer gegen alles eine Pille schlucken? Ist Trauer nicht ein Prozess, der aktiv er-/durchlebt werden sollte? Elisabeth verliert ihren Sohn und daraufhin sich selbst in der Trauer um ihn. Ein Medikament soll ihre Trauer lindern und so stürzt sie sich in die Entwicklung eines solchen Mittels. Ihr Vorhaben glückt, doch hat ihr Medikament starke Nebenwirkungen: es lindert nicht nur die Trauer, sondern unterdrückt auch alle anderen Gefühle. Ein wenig hatte ich mir einen gefühlvollen, einen tiefen Roman über das Thema Trauer und Trauerbewältigung gewünscht, leider wurde ich dahingehend enttäuscht. In „Blautöne“ geht es vorrangig um den Entstehungsprozess eines Medikaments und um seine Zulassung. Wir erhalten weniger einen Einblick in die Gefühlswelt einer Trauernden, sondern mehr in die Medikamentenindustrie. Die Protagonistin Elisabeth tut alles in ihrer Macht stehende, um eine Mittel gegen die Trauer zu entwickeln und zur Zulassung zu bringen. Es geht mehr um pharmazeutische Fragestellungen, als um die Auseinandersetzung mit dem Thema, ob sich Trauer mit einem Medikament „heilen“ lässt. Elisabeth verliert augenscheinlich auf ihrem Weg zusehends den Blick auf das Emotionale, für sie scheint nur noch die Zulassung des Medikaments von Bedeutung, dass dabei entscheidende Emotionen auf der Strecke bleiben, ja sogar unterdrückt werden, nimmt sie in Kauf. Doch ist es das wert? Sprache, Schreibstil und die Grundidee von „Blautöne“ finde ich nach wie vor großartig. Dennoch hatte ich mir etwas anderes erhofft. Hatte mir eine Auseinandersetzung mit den o.g. Fragen gewünscht. 3/5*
Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht standgehalten.
Der Klappentext klang mega interessant, weshalb ich das Buch mitgenommen habe, aber leider hat mich das Buch nicht auf Trapp gehalten. Die ersten 150 Seiten ist nichts spannendes passiert, denn da lernt man erstmal die Protagonisten besser kennen und deren Umfeld. Das Buch hatte ein bis zwei Stellen gehabt, die unerwartet kamen, aber ansonsten fand ich es leider nicht interessant genug.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
Author Description
Anne Cathrine Bomann, geboren 1983, arbeitet als Psychologin und lebt in Kopenhagen. Mit ihrem Debütroman Agathe (hanserblau 2019), gelang ihr ein weltweiter Erfolg.
Posts
Anders als erwartet, aber zum größten Teil doch gut. Zeitweise zog sich die Geschichte für mich. Es gab sehr viele unterschiedliche Sichtweisen, die einen waren spannender für mich als andere. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Trauer hatte ich anders erwartet. Trotzdem baute sich zum Ende nochmal die Spannung auf und brachte mich dazu das Buch doch noch recht motiviert zu beenden.
“Blautöne” von Anne Cathrine Bomann ist zweifellos ein Roman, der die Leser auf eine emotionale und reflektive Reise mitnimmt. Im Grunde ist es ein schwieriges Thema, dass die Autorin hier aufgreift. Trauer, Verlust und der Umgang damit. Bomann gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser dazu einlädt, tief in die Gedankenwelt der Charaktere einzutauchen und die Themen zugänglicher zu machen. Bomann zeichnet ihre Figuren mit großer Empathie und Detailgenauigkeit, wodurch sie authentisch und vielschichtig wirken. Die Forschungsleiterin als Hauptfigur bietet einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle einer Person, die Verlust erlebt hat und sich so verloren fühlt wie die zukünftigen Konsumenten des Medikaments. Allerdings lässt “Blautöne” in Bezug auf den Erzählfluss und Tempo einige Wünsche offen. Es braucht Zeit, die Autorin erzählt bedächtig die Ereignisse, wie den ganzen Verlauf des Medikaments von Forschung bis Zulassungsverfahren. Geduldig muss man sein. Die Handlung könnte an manchen Stellen straffer sein, um das Interesse des Lesers aufrechtzuerhalten und die Spannung zu steigern. Aber wenn man nun ein geduldiger Leser ist und viel Wert auf Sprache legt, wird man mit dem poetischen Stil, dem ruhigen Ton und dem Detailreichtum der Autorin sehr zufrieden sein. Insgesamt ist “Blautöne” von Anne Cathrine Bomann ein Roman, der eine beeindruckende Sensibilität und Tiefe aufweist. Die Charaktere sind mit Empathie gezeichnet, und die Handlung lädt ein, über die menschliche Psyche und die Nuancen des Lebens nachzudenken. Dennoch könnte der Erzählfluss an einigen Stellen straffer sein, um das Tempo beizubehalten. Trotz dieser Kritikpunkte bleibt “Blautöne” eine lohnenswerte Lektüre für diejenigen, die sich auf eine emotionale und intellektuelle Reise einlassen möchten.
„𝘝𝘪𝘦𝘭 𝘻𝘶 𝘧𝘳𝘶̈𝘩, 𝘴𝘵𝘪𝘭𝘭 𝘶𝘯𝘥 𝘣𝘭𝘢𝘶 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘪𝘦 𝘞𝘦𝘭𝘵 𝘨𝘦𝘬𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦 𝘉𝘭𝘢𝘶𝘵𝘰̈𝘯𝘦 𝘵𝘢𝘶𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘪𝘯 𝘣𝘦𝘴𝘰𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵.“ (𝘚. 26) Elisabeth verliert ihrer lang ersehnten Sohn viel zu zeitig. Der kleine Vinter hat ein Herzleiden und verstirbt im Alter von 4 Jahren. Für Elisabeth bricht eine Welt zusammen. Gefangen in ihrer Trauer, entwickelt sie ein Medikament dagegen. Als Angestellte eines Pharmaunternehmens ist sie der Meinung, dass eine kleine Pille jegliche Leiden nehmen oder zumindest lindern kann. Jahre später, das Medikament steht kurz vor der Markteinführung, führt eine renommierte Universität eine Studie durch, die durchaus gute Ergebnisse liefert, aber einem Professor und zwei seiner Studentinnen kommen Zweifel an der Richtigkeit der Durchführung. - Anne Cathrine Bomann hat einen tollen Stil, der sich gut und flüssig lesen lässt. Die Idee eines Medikamentes gegen Trauer fand ich spannend, aber auch erschreckend und hab mir während des Lesens mehrfach die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, dieses wichtige Gefühl, was beim Verarbeiten eines Todes hilft, medikamentös abzuschwächen. Klar ist, dass Trauer kein schönes Gefühl ist, aber ich denke es hat seine Berechtigung und ein Niederdrücken würde mir dazu führen, dass es später wieder hervor bricht oder man im Umkehrschluß ein Leben lang die Pillen schluckt. Ich denke hier gehen die Meinungen auseinander und jede*r sollte sich eine eigene bilden. Neben dieser moralischen Frage, stellt sich als nächstes auch die, Nachbestellung Verantwortung von der Pharmaindustrie. Die hier beschriebene Lobbyarbeit, die Verschleiherung und das Fälschen von Studien ist erschreckend, aber wahrscheinlich gar nicht so weit von der Realität entfernt. Ich finde es gut, dass diese Monopol-Stellumg kritisch hinterfragt wird… mit dem Ende bin ich allerdings nicht glücklich. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, jede*r Protagonist*in hat eigene Probleme, die meisten sind sehr nahbar. Ausschließlich Elisabeth bleibt unsympathisch, wobei ich erstens sicher bin, dass genau dies das Ziel ist, auf der anderen Seite mich aber schwer tue damit, sie zu verurteilen. (Ich würde das gern weiter auseinander nehmen, aber das wäre gespoilert.) Ich hätte mir nach dem Klappentext etwas mehr Emotionen, etwas mehr Trauerarbeit, etwas mehr Tiefe gewünscht. Die Gefühle an sich bleiben aber größtenteils unter der Oberfläche, es wäre mehr Potenzial da gewesen, eventuell liegt es aber daran, das es genremäßig dann doch eher in die Richting Krimi ging, was ich so nicht erwartet hätte. - Trotz dieser Dinge war es ein gutes Buch, mit spannendem Thema und ich kann es euch guten Herzens empfehlen.
Interessantes Buch
Ein spannendes und interessantes Buch zum Thema Trauer, Umgang mit Trauer und aber auch die Entwicklung eines Medikamentes. Mir hat das Buch gut gefallen. Als die Wissenschaftlerin Elisabeth ihren Sohn verliert, stürzt sie sich in die Entwicklung eines Medikaments, das Trauer heilen soll. Dich kurz vor der Zulassung kommen zwei Studentinnen und ihrem Professor Zweifel. Ist der Preis, den wir für eine Linderung schmerzlicher Trauer zählen zu hoch?
Ich habe den ersten Roman von Anne Cathrine Bomann (Agathe) sehr geliebt und mir ihr zweites Buch deshalb direkt zur Veröffentlichung gekauft. Ich habe lange gebraucht, ehe mich das Buch gepackt hat, vielleicht auch weil ich persönlich wenig Bezug zum Thema Trauer habe, dass die Autorin sehr gelungen in all seinen Facetten abbildet. Auch wenn nie wirklich Spannung aufkommt (darum geht es hier auch nicht), nimmt die Handlung zum Ende hin ziemlich Fahrt auf. Die letzten 100 Seiten habe ich ohne Pause gelesen und wurde von einer Wendung überrascht und komplett abgeholt. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive einer der vier Protagonisten geschildert. Eine davon und ihre Charakterentwicklung werde ich definitiv vermissen. Ich kann dieses Buch empfehlen und werde mit Sicherheit auch das nächste Buch von Anne Cathrine Bomann lesen.
Nicht ganz, was ich erwartet habe
Ein Medikament gegen Trauer? Gibt es das? Sollte es so etwas überhaupt geben? Müssen wir immer gegen alles eine Pille schlucken? Ist Trauer nicht ein Prozess, der aktiv er-/durchlebt werden sollte? Elisabeth verliert ihren Sohn und daraufhin sich selbst in der Trauer um ihn. Ein Medikament soll ihre Trauer lindern und so stürzt sie sich in die Entwicklung eines solchen Mittels. Ihr Vorhaben glückt, doch hat ihr Medikament starke Nebenwirkungen: es lindert nicht nur die Trauer, sondern unterdrückt auch alle anderen Gefühle. Ein wenig hatte ich mir einen gefühlvollen, einen tiefen Roman über das Thema Trauer und Trauerbewältigung gewünscht, leider wurde ich dahingehend enttäuscht. In „Blautöne“ geht es vorrangig um den Entstehungsprozess eines Medikaments und um seine Zulassung. Wir erhalten weniger einen Einblick in die Gefühlswelt einer Trauernden, sondern mehr in die Medikamentenindustrie. Die Protagonistin Elisabeth tut alles in ihrer Macht stehende, um eine Mittel gegen die Trauer zu entwickeln und zur Zulassung zu bringen. Es geht mehr um pharmazeutische Fragestellungen, als um die Auseinandersetzung mit dem Thema, ob sich Trauer mit einem Medikament „heilen“ lässt. Elisabeth verliert augenscheinlich auf ihrem Weg zusehends den Blick auf das Emotionale, für sie scheint nur noch die Zulassung des Medikaments von Bedeutung, dass dabei entscheidende Emotionen auf der Strecke bleiben, ja sogar unterdrückt werden, nimmt sie in Kauf. Doch ist es das wert? Sprache, Schreibstil und die Grundidee von „Blautöne“ finde ich nach wie vor großartig. Dennoch hatte ich mir etwas anderes erhofft. Hatte mir eine Auseinandersetzung mit den o.g. Fragen gewünscht. 3/5*
Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht standgehalten.
Der Klappentext klang mega interessant, weshalb ich das Buch mitgenommen habe, aber leider hat mich das Buch nicht auf Trapp gehalten. Die ersten 150 Seiten ist nichts spannendes passiert, denn da lernt man erstmal die Protagonisten besser kennen und deren Umfeld. Das Buch hatte ein bis zwei Stellen gehabt, die unerwartet kamen, aber ansonsten fand ich es leider nicht interessant genug.















