Blauer Hunger
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Description
Nach dem Tod ihres Zwillingsbruders reist eine einsame junge Frau von Rom nach Shanghai. Dort träumte ihr Bruder, ein talentierter Koch, davon, ein Restaurant zu eröffnen. Sie beginnt als Italienischlehrerin zu arbeiten und lernt eine mysteriöse junge Frau namens Xu kennen, die ebenfalls vor einer turbulenten Vergangenheit davonläuft. In der Düsternis verlassener Textilfabriken und verfallener Schlachthöfe entdecken die beiden eine extreme und erfüllende Dimension des erotischen Rituals.
»Blauer Hunger« nimmt die Leser*innen mit auf eine fesselnde Reise in die Tiefen der Psyche und in eine Stadt voller bildgewaltiger Träume und Geschichten.
Book Information
Author Description
Viola Di Grado wurde 1987 in Catania geboren. Sie lebte in Kyoto, Leeds und London, wo sie Sinologie und Östliche Philosophie studierte. Ihr erster Roman »Siebzig Acryl, dreißig Wolle« (Luchterhand) erschien in 15 Ländern und wurde 2011 mit dem renommierten Campiello First Novel Award und dem Rapallo Opera Prima Award ausgezeichnet. Ihre Kurzgeschichten und Essays wurden in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht.
Posts
Die Geschichte ist nicht leicht zugänglich, dennoch baut sie einen Sog auf, der fesselt und fasziniert.
Melancholisch, düster und kalt. Toxische Beziehung der Protagonistinnen baut Spannung und Erwartungen auf, die zum Ende nicht ganz erfüllt werden. Skurrile Szenen und unappetitliche Orte. Sprachlich gut zu lesen und bildhaft geschrieben. Charaktere bleiben etwas oberflächlich und ich konnte keine Nähe aufbauen.
Manchmal liest man ein Buch und fragt sich danach nur: Warum?
Genau so ging es mir mit Blauer Hunger von Viola Di Grado. Episches Gedicht über die Welt? Hymne an kaputte Dinge? So preist die italienische Zeitung Il Manifesto dieses Buch an. Klingt spannend, oder? Ja, dachte ich auch. Aber dieses Buch ist düster, abstossend und die Geschichte zieht einem wirklich runter. Worum geht’s? Es dreht sich alles um eine Italienerin, deren Zwillingsbruder stirbt. Sein Traum: ein Restaurant in Shanghai eröffnen. Sie geht für ihn nach Shanghai, aber da sie nicht kochen kann, arbeitet sie als Italienischlehrerin. Klingt nach einem vielversprechenden Neuanfang? Nope. Stattdessen trifft sie die geheimnisvolle Xu, und die beiden verstricken sich in einer absolut toxischen Beziehung. Eine düstere Abhängigkeit, geprägt von Drogen, Schmerz und toxischer Nähe. Die Schauplätze? Verlassene Schlachthöfe und ähnliche trostlose Orte. Die Beschreibungen sind detailliert, aber alles andere als schön. Der düstere Charme der Hässlichkeit. "'Iss mich', sagte ich. Er entsprang mir, der erste Gedanke dieser Art. Ich war es, die meinen Körper zuerst als eine tumbe Frucht begriff. Iss mich: Lass mich dein werden, lass mich verschwinden." (Zitat) Der Schreibstil ist poetisch, das gebe ich zu. Aber die Wortwahl? Einfach nur abstossend. Selbst die Orte und das Essen in Shanghai, die eigentlich faszinierend sein könnten, wirken kalt und eklig. Dieses Buch ist düster, ohne Pause. Es zeigt kaputte Menschen, kaputte Orte, kaputte Beziehungen. Es gibt keine Hoffnung, keine Momente, die mich irgendwie mitgerissen hätten. Stattdessen fühlte ich mich immer unwohler, je weiter ich gelesen habe. Ich weiß nicht, was andere an diesem Buch finden. Für mich war es nichts. 1.5 Sterne, weil der Schreibstil technisch gut ist, aber die Geschichte ist so düster und widerlich, dass ich einfach keinen Zugang dazu finde. Ich bin ehrlich: Dieses Buch wird nicht in meinem Regal bleiben. Es landet im öffentlichen Bücherschrank – wer weiß, vielleicht findet ja jemand anderes etwas darin, das ich nicht gesehen habe. Inhalts-Warnung: Dieses Buch behandelt schwere Themen wie toxische Beziehungen, Drogen und Suizid. Lies es nur, wenn du wirklich bereit bist, dich damit auseinanderzusetzen
Irgendwie dunkel, düster, dicht und doch zu dünn. Ich mag, dass die Geschichte ausschließlich in Blautöne getunkt ist, nicht nur kalt und neon, sondern dass die Farbe Blau auch real ständig vorkommt. Ich mag, dass die Figuren irgendwie drüber, aber gleichzeitig ehrlich und echt wirken und dass auf eine ganz subtile Art dargestellt wird, dass Trauer in so vielen verschiedenen Formen und Farben kommt, dass Trauer manchmal bleibt, dass die Blautöne sich einfach nur verändern. Am Ende konnte ich mich nicht ganz identifizieren und anscheinend ist mir das wichtig beim Lesen, oder zumindest dass ich Entscheidungen nachvollziehen kann, auch die in der Trauer getroffenen.
Description
Nach dem Tod ihres Zwillingsbruders reist eine einsame junge Frau von Rom nach Shanghai. Dort träumte ihr Bruder, ein talentierter Koch, davon, ein Restaurant zu eröffnen. Sie beginnt als Italienischlehrerin zu arbeiten und lernt eine mysteriöse junge Frau namens Xu kennen, die ebenfalls vor einer turbulenten Vergangenheit davonläuft. In der Düsternis verlassener Textilfabriken und verfallener Schlachthöfe entdecken die beiden eine extreme und erfüllende Dimension des erotischen Rituals.
»Blauer Hunger« nimmt die Leser*innen mit auf eine fesselnde Reise in die Tiefen der Psyche und in eine Stadt voller bildgewaltiger Träume und Geschichten.
Book Information
Author Description
Viola Di Grado wurde 1987 in Catania geboren. Sie lebte in Kyoto, Leeds und London, wo sie Sinologie und Östliche Philosophie studierte. Ihr erster Roman »Siebzig Acryl, dreißig Wolle« (Luchterhand) erschien in 15 Ländern und wurde 2011 mit dem renommierten Campiello First Novel Award und dem Rapallo Opera Prima Award ausgezeichnet. Ihre Kurzgeschichten und Essays wurden in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht.
Posts
Die Geschichte ist nicht leicht zugänglich, dennoch baut sie einen Sog auf, der fesselt und fasziniert.
Melancholisch, düster und kalt. Toxische Beziehung der Protagonistinnen baut Spannung und Erwartungen auf, die zum Ende nicht ganz erfüllt werden. Skurrile Szenen und unappetitliche Orte. Sprachlich gut zu lesen und bildhaft geschrieben. Charaktere bleiben etwas oberflächlich und ich konnte keine Nähe aufbauen.
Manchmal liest man ein Buch und fragt sich danach nur: Warum?
Genau so ging es mir mit Blauer Hunger von Viola Di Grado. Episches Gedicht über die Welt? Hymne an kaputte Dinge? So preist die italienische Zeitung Il Manifesto dieses Buch an. Klingt spannend, oder? Ja, dachte ich auch. Aber dieses Buch ist düster, abstossend und die Geschichte zieht einem wirklich runter. Worum geht’s? Es dreht sich alles um eine Italienerin, deren Zwillingsbruder stirbt. Sein Traum: ein Restaurant in Shanghai eröffnen. Sie geht für ihn nach Shanghai, aber da sie nicht kochen kann, arbeitet sie als Italienischlehrerin. Klingt nach einem vielversprechenden Neuanfang? Nope. Stattdessen trifft sie die geheimnisvolle Xu, und die beiden verstricken sich in einer absolut toxischen Beziehung. Eine düstere Abhängigkeit, geprägt von Drogen, Schmerz und toxischer Nähe. Die Schauplätze? Verlassene Schlachthöfe und ähnliche trostlose Orte. Die Beschreibungen sind detailliert, aber alles andere als schön. Der düstere Charme der Hässlichkeit. "'Iss mich', sagte ich. Er entsprang mir, der erste Gedanke dieser Art. Ich war es, die meinen Körper zuerst als eine tumbe Frucht begriff. Iss mich: Lass mich dein werden, lass mich verschwinden." (Zitat) Der Schreibstil ist poetisch, das gebe ich zu. Aber die Wortwahl? Einfach nur abstossend. Selbst die Orte und das Essen in Shanghai, die eigentlich faszinierend sein könnten, wirken kalt und eklig. Dieses Buch ist düster, ohne Pause. Es zeigt kaputte Menschen, kaputte Orte, kaputte Beziehungen. Es gibt keine Hoffnung, keine Momente, die mich irgendwie mitgerissen hätten. Stattdessen fühlte ich mich immer unwohler, je weiter ich gelesen habe. Ich weiß nicht, was andere an diesem Buch finden. Für mich war es nichts. 1.5 Sterne, weil der Schreibstil technisch gut ist, aber die Geschichte ist so düster und widerlich, dass ich einfach keinen Zugang dazu finde. Ich bin ehrlich: Dieses Buch wird nicht in meinem Regal bleiben. Es landet im öffentlichen Bücherschrank – wer weiß, vielleicht findet ja jemand anderes etwas darin, das ich nicht gesehen habe. Inhalts-Warnung: Dieses Buch behandelt schwere Themen wie toxische Beziehungen, Drogen und Suizid. Lies es nur, wenn du wirklich bereit bist, dich damit auseinanderzusetzen
Irgendwie dunkel, düster, dicht und doch zu dünn. Ich mag, dass die Geschichte ausschließlich in Blautöne getunkt ist, nicht nur kalt und neon, sondern dass die Farbe Blau auch real ständig vorkommt. Ich mag, dass die Figuren irgendwie drüber, aber gleichzeitig ehrlich und echt wirken und dass auf eine ganz subtile Art dargestellt wird, dass Trauer in so vielen verschiedenen Formen und Farben kommt, dass Trauer manchmal bleibt, dass die Blautöne sich einfach nur verändern. Am Ende konnte ich mich nicht ganz identifizieren und anscheinend ist mir das wichtig beim Lesen, oder zumindest dass ich Entscheidungen nachvollziehen kann, auch die in der Trauer getroffenen.






