Bittere Brunnen
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Description
Eine Alternative zum Kapitalismus ist möglich, eine Welt ohne Krieg, Armut und Ausbeutung: davon ist die junge Jüdin Hertha Gordon, später Walcher, überzeugt, als sie sich in den 1910er-Jahren den Sozialisten anschließt und in den Kampf stürzt. Hautnah erlebt sie den großen Traum von der Revolution, aber auch das Scheitern und schmerzhafte Ende der Illusionen mit. Die Geschichte ihres Jahrhundertlebens ist das Panorama einer Epoche.
Mitreißend erzählt Regina Scheer von einer außergewöhnlichen Frau in unruhigen Zeitläuften, geprägt von existenziellen Auseinandersetzungen unter Gleichgesinnten in der Weimarer Demokratie, von Widerstand, Flucht und Exil sowie der Hoffnung auf den Aufbau eines anderen Deutschland nach dem Krieg.
Book Information
Author Description
Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972 bis 1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte, u.a. «Im Schatten der Sterne» (2004). Ihre ersten beiden Romane, «Machandel» (2014) und «Gott wohnt im Wedding» (2019), waren große Publikumserfolge. Ihr neuestes Buch, «Bittere Brunnen», wurde 2023 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
Posts
Vor der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse habe ich noch nie von Hertha Gordon-Walcher gehört. Gelesen habe ich es aufgrund der genannten Auszeichnung trotzdem und es entspann sich ein faszinierendes Frauenleben vor meinen Augen. Schon von früh auf glaubt Hertha an den Sozialismus und diesem wird sie schlussendlich ihr ganzes Leben widmen. Durch den Zweiten Weltkrieg hindurch, während der Nachkriegszeit, in der DDR. Regina Scheer, die Hertha von Klein auf gekannt hat, trägt in dieser umfangreichen Biographie ein ganzes Leben zusammen. Aus den Geschichten und Stückchen, die Regina immer wieder augeschnappt und sich notiert hat, hat sie Herthas Spuren nachverfolgt. So trifft man in diesem Buch auf viele grosse Namen aus Politik und Kultur (Willy Brandt, Bertold Brecht...) - Hertha war immer dabei. Drängte sich aber nie in den Vordergrund. Natürlich ist das Buch sehr politik-lastig und selbstverständlich vor allem auf Deutschland ausgerichtet. Dennoch haben auch diese Ereignisse das heutige Europa mitgeformt, sodass auch ich als Schweizerin von den berichteten Ereignissen betroffen bin. Dennoch empfehle ich dieses wirklich gut lesbare Buch eher Leuten, die sich vertieft für das Thema Sozialismus bzw. deutsche Geschichte interessieren. Ich habe aus der Lektüre einiges gelernt, aber es ist definitiv ein Buch, das sich an eine Leserschaft richtet, die sich im Bereich der deutschen Geschichte bereits gut auskennen. Ansonsten ist die lesende Person wahrscheinlich zu rasch im Gewirr der Namen und politischen Ausdrücke verloren. Für all jene, die sich für die Geschichte der Rolle der Frau in der Politik interessieren und sich auch dafür ereifern, was hinter den Vorhängen so vor sich gegangen ist, ist dieses Buch aus meiner Sicht eine gute Empfehlung.
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Eine Alternative zum Kapitalismus ist möglich, eine Welt ohne Krieg, Armut und Ausbeutung: davon ist die junge Jüdin Hertha Gordon, später Walcher, überzeugt, als sie sich in den 1910er-Jahren den Sozialisten anschließt und in den Kampf stürzt. Hautnah erlebt sie den großen Traum von der Revolution, aber auch das Scheitern und schmerzhafte Ende der Illusionen mit. Die Geschichte ihres Jahrhundertlebens ist das Panorama einer Epoche.
Mitreißend erzählt Regina Scheer von einer außergewöhnlichen Frau in unruhigen Zeitläuften, geprägt von existenziellen Auseinandersetzungen unter Gleichgesinnten in der Weimarer Demokratie, von Widerstand, Flucht und Exil sowie der Hoffnung auf den Aufbau eines anderen Deutschland nach dem Krieg.
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Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972 bis 1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte, u.a. «Im Schatten der Sterne» (2004). Ihre ersten beiden Romane, «Machandel» (2014) und «Gott wohnt im Wedding» (2019), waren große Publikumserfolge. Ihr neuestes Buch, «Bittere Brunnen», wurde 2023 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
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Vor der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse habe ich noch nie von Hertha Gordon-Walcher gehört. Gelesen habe ich es aufgrund der genannten Auszeichnung trotzdem und es entspann sich ein faszinierendes Frauenleben vor meinen Augen. Schon von früh auf glaubt Hertha an den Sozialismus und diesem wird sie schlussendlich ihr ganzes Leben widmen. Durch den Zweiten Weltkrieg hindurch, während der Nachkriegszeit, in der DDR. Regina Scheer, die Hertha von Klein auf gekannt hat, trägt in dieser umfangreichen Biographie ein ganzes Leben zusammen. Aus den Geschichten und Stückchen, die Regina immer wieder augeschnappt und sich notiert hat, hat sie Herthas Spuren nachverfolgt. So trifft man in diesem Buch auf viele grosse Namen aus Politik und Kultur (Willy Brandt, Bertold Brecht...) - Hertha war immer dabei. Drängte sich aber nie in den Vordergrund. Natürlich ist das Buch sehr politik-lastig und selbstverständlich vor allem auf Deutschland ausgerichtet. Dennoch haben auch diese Ereignisse das heutige Europa mitgeformt, sodass auch ich als Schweizerin von den berichteten Ereignissen betroffen bin. Dennoch empfehle ich dieses wirklich gut lesbare Buch eher Leuten, die sich vertieft für das Thema Sozialismus bzw. deutsche Geschichte interessieren. Ich habe aus der Lektüre einiges gelernt, aber es ist definitiv ein Buch, das sich an eine Leserschaft richtet, die sich im Bereich der deutschen Geschichte bereits gut auskennen. Ansonsten ist die lesende Person wahrscheinlich zu rasch im Gewirr der Namen und politischen Ausdrücke verloren. Für all jene, die sich für die Geschichte der Rolle der Frau in der Politik interessieren und sich auch dafür ereifern, was hinter den Vorhängen so vor sich gegangen ist, ist dieses Buch aus meiner Sicht eine gute Empfehlung.




