Autismus. Eine Bedienungsanleitung

Autismus. Eine Bedienungsanleitung

Softcover
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Description

Verdacht oder schon Diagnose Autismus - was für autistische Menschen selbst oft Erleichterung mit sich bringt, weil das Anders-Sein endlich einen Namen hat, wirft für Angehörige, Betreuende und Bezugspersonen oft Fragen auf: Wie erleben autistische Menschen die Welt - und wie kann ich das nachempfinden? Welchen Herausforderungen stellen sie sich tagtäglich, bei denen ich unterstützen kann? Die Autorin führt in liebevoll illustrierten Artikeln durch die Wahrnehmung und das Erleben von autistischen Menschen. Sie erklärt aus der Sicht einer Autistin die so anders wirkende Gedanken- und Gefühlswelt und gibt konkrete Handlungsvorschläge, die das Verstehen und den Umgang mit "Auties" erleichtern können. Nimmt die Fremdheit - gibt Verständnis. Brückenbau gelungen!

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
64
Price
8.30 €

Author Description

Eva Baumann ist spätdiagnostizierte Autistin und Autorin. Über ihren Debütroman und eine Fernsehserie ist sie auf den Autismus-Verdacht gekommen und wurde im Alter von 39 Jahren mit dem Asperger-Syndrom diagnostiziert. In Ratgebern, Vorträgen und auf Social Media klärt sie über Autismus auf und fördert gegenseitiges Verstehen und Akzeptanz von autistischen und nicht-autistischen Menschen.

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Die Autorin Eva Baumann ist selbst diagnostizierte Asperger Autistin. Was erst mal komisch klingt (Selbstdiagnose) hat ihr sehr geholfen. Endlich versteht sie, warum sie sich auch Jahre nach dem Teenageralter oft nicht zugehörig fühlt. Viele der Symptome von Autismus treffen auf sie zu. Laut eigener Aussage befindet sie sich jedoch am Rand des Spektrums, was ihr erlaubt ein relativ normales Leben zu führen. In „Autismus. Eine Bedienungsanleitung“ klärt sie unter anderem über wichtige Begrifflichkeiten auf, stellt Unterschiede zwischen verschiedenen Autismus-Formen heraus und räumt mit Vorurteilen sowie Klischees auf. Das Buch soll das Verständnis verbessern und Türen öffnen zwischen der Welt der Autisten und der Welt der „Normalen Menschen“. Dazu gibt sie Vorschläge und Hinweise wie man das Verstehen und den Umgang mit Autisten erleichtern kann. Meiner Meinung nach ist ihr das sehr gut gelungen. Für mich hatte das Buch einige „Ah ha“-Momente und hat mich dementsprechend sehr bereichert. Was ich aber, neben den wichtigen Informationen noch lobend erwähnen möchte, ist die absolut tolle Aufmachung, denn auch optisch ist dieses Buch ein Hingucker! Zeichnungen, Illustrationen, verschiedene Schriftarten, in liebevoller Kleinarbeit wurde jede Seite anders gestaltet und macht die Lektüre damit zu etwas ganz besonderem!

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Ich habe schon Fachartikel über Autismus gelesen, aber noch nie wirklich etwas aus der Sicht von Aspies selber. Daher war ich sehr neugierig, was Eva, eine selbst-diagnostizierte Aspie, uns Lesern zu sagen hat. "Selbstdiagnostiziert" war übrigens auch so eine Wort, bei dem ich das Buch erstmal aus der Hand legen musste und am PC recherchierte, wieso man sich selbst diagnostizieren sollte und nicht einfach einen offiziellen Test macht. Aber als ich gelesen habe, welche Nachteile durch eine solch offizielle Diagnose entstehen können, kann ich es nachvollziehen, dass man das nicht in seiner Krankenakte stehen haben möchte. Nun aber zum Inhalt des Buches. Als Leser darf hier nicht erwarten, dass alle Ausprägungen des Autismus in aller Ausführlichkeit erklärt und dargestellt werden. Die Autorin erzählt von sich und wie es sich bei ihr ausdrückt. Gleichzeitig wird durch das Wörtchen "wir" aber auch verallgemeinert. Dabei wird aber immer wieder betont, dass Autismus sich bei jedem anders ausdrücken kann. Ebenfalls wird uns NTs erklärt, wie wir am besten mit Autisten umgehen können bzw. was zu beachten ist. Klar, wenn man Autisten im Freundeskreis hat, lernt man darüber sicherlich, welche Reaktion für diese Person am besten ist, wenn da mal eine Reizüberflutung auftaucht und alles zu viel wird. Allerdings ist es hilfreich Tipps zu bekommen, wenn man einen Autisten eben nicht durch den Freundeskreis kennt, sondern vielleicht nur über die Arbeit. Nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, dass ich vieles, was ich durch Fachartikel kannte, hier wieder fand. Nur halt aus der persönliches Sicht, was viel eindrücklicher ist. Ich kann mir dieses Buch als sehr nützlich vorstellen, wenn man jemanden an den Autismus heranführen will. Weiß nicht, vielleicht Eltern, die darüber den Rest der Familie und den Freunden einen ersten Einblick geben wollen. Als "Bedienungsanleitung" würde ich das Buch aber nicht betiteln wollen. Eben weil es nur einen kleinen Einblick gibt und ich bei einem Ratschlag jetzt schon weiß, dass ich ihn nie umsetzen könnte und er mich total verwirrt hat.

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