Auf verschlungenen Pfaden

Auf verschlungenen Pfaden

Softcover
3.89
SüdenglandFrauenliteraturKlassiker Englische LiteraturWessex-Romane

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Description

»Wie kommt es nur, daß Frauen schon aus der Ferne sehen können, was ein Mann nicht einmal von nahem sieht.«

Herz oder Verstand? Diese Frage bestimmt das Schicksal fünf junger Menschen im südenglischen Egdon Heath. Durch folgenschwere Entscheidungen aus Treuherzigkeit, Wankelmut und Selbstsucht verstricken diese sich immer mehr in einem Netz aus Irrwegen. Freud und Leid scheinen untrennbar miteinander verbunden ...

Der Roman erschien 1878 im englischen Original unter dem Titel The Return of the Native . Diese Neuausgabe in attraktiver Sonderausstattung bietet die zeitgemäße Übersetzung von Helga Schulz.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
560
Price
13.30 €

Author Description

Thomas Hardy, geboren am 2. Juni 1840, war Sohn eines Baumeisters. Er ging nach der Architektenlehre nach London und begann neben seiner Arbeit als Kirchenrestaurator zu schreiben. 1871 erschien der erste seiner berühmten ›Wessex‹-Romane, die alle in seiner heimatlichen Umgebung angesiedelt sind. Hardy hinterließ ein umfangreiches Werk, darunter 14 Romane und fast 1000 Gedichte. Er starb am 11. Januar 1928.

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Diese Neuauflage von Thomas Hardys Roman aus dem Jahre 1878 würdigt den Roman mit einer eher schlichten und zufriedenstellenden Taschenbuchausgabe. Im Original lautet der Titel "The Return of the native" (zu deutsch etwa: Die Rückkehr des Einheimischen), daher mag der hier verwendete Buchtitel etwas seltsam anmuten. Verschlungen oder vielmehr atmosphärisch dicht ist die Geschichte aber allemal. Meisterlich gelingt es Hardy mit der stilisierten Darstellung der südenglischen Heidelandschaft eine wichtige Rolle in diesem ansonsten höchst menschlichen Drama zu verankern. Auf dem Schauplatz der urwüchsigen Landschaft wird mit Leidenschaft agiert, aber es finden sich auf Tugenden wie selbstlose Liebe und beständige Treue zwischen Ginstergestrüpp und Heidekraut. Nicht nur die Landschaft, auch die Figuren seines Werkes hat Thomas Hardy wohl sehr bewusst stilisiert. Es ist klar die Welt des Autors und keine reales Bild, auch wenn die beschriebenen Emotionen und Dramen sehr lebensecht wirken. Gerade in der Überzeichnung und bewussten Inszenierung liegt die Kraft von Hardys intensiven Beschreibungen. Obwohl er sehr wohl auch gesellschaftliche Schranken und Missstände kritisieren möchte, welche die Gesellschaft seiner Tage prägen, geht es ihm offensichtlich um ganz andere Dinge. Es ist die Verbindung zwischen Mystik und Religion, zwischen Heidentum und Christenheit, die ihn fasziniert. So zelebriert er mit Genuss, wie sehr Eustacia einer griechischen Göttin des Olymp gleicht und zeigt auf, welche fatalen Folgen es hat, wenn religiöse Engstirnigkeit moralische Urteile die Natur der ungezähmten Schönheit zerstören. An der Person des Clym, den seine Mutter stolz einen Akademiker nennt, deckt er die Gefahren sogenannter Bildung auf das schlichte Gemüt auf. Der Naturbusche wird zum Denker mit ungewissen Folgen für seine Umwelt, denn statt nach weltlichen Tugenden wie Reichtum und Ruhm zu streben, hat es sich Mr. Yeobright zum Entsetzen seiner Mutter in den Kopf gesetzt, den schlichten Gemütern seiner Heimat die Vorzüge von Bildung zukommen zu lassen. Als Clym sich dann auch noch in die geistreiche und zauberhafte Eustacia verliebt, droht ein Orkan durch Mrs. Yeobrights Weltbild zu fegen. Ihr Augenstern und Sohn gerät auf einen gefährlichen Pfad und selbst eine liebende Mutter scheint den aufziehenden Sturm menschlicher Dramen nicht mehr aufhalten zu können. Interessant ist der Hinweis zu Ende des Romans, dass der Schluss der Geschichte vom Autor am Anfang anders geplant war, wie in der vorliegenden Version. Wie der Autor dazu anmerkt, "führten bestimmte Umstände bei der Veröffentlichung als Fortsetzungsroman zu einer Änderung dieser Absicht. Die Leser können also zwischen diesen beiden Schlüssen wählen, und diejenigen, die strenge künstlerische Maßstäbe anlegen, mögen den konsequenteren Schluss als den wahren betrachten". An dieser Anmerkung kann man bereits erkennen, wie sehr sich der Autor schon vom Diktat des viktorianischen Romangerüstes entfernte, auch wenn es ihm schwerfiel, seine Absichten tatsächlich umzusetzen. FAZIT Ein intensives Leseerlebnis in Thomas Hardys Welt! Das macht süchtig, auch wenn man am Ende ziemlich durchgeschüttelt zurück bleibt, von diesen Stürmen dramatischer Leidenschaften.

3

Thomas Hardy ist mir mal wieder zu melodramatisch. Aber die Leistung von Alan Rickman als Sprecher ist herausragend.

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