Ashes, Ashes
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Description
Book Information
Posts
Meine letzte gelesene Dystopie ist schon ein Weilchen her, aber allein schon die Umschlaggestaltung hat mir bei "Ashes, Ashes" so gut gefallen, dass ich das Buch sehr gerne lesen wollte. Für mich eine weitere Autorenpremiere und natürlich erhofft man sich, dass der Schreibstil fesselnd ist und die Geschichte packend. Der Klappentext konnte mich überzeugen. Das Buch selbst so leider gar nicht. Der Einstieg ist richtig dystopien-like. Nichts wird beschönigt und die sechszehnjährige Hauptprotagonistin Lucy steht alleine in mitten in der zerstörten Stadt New York City, wo nur das Überleben zählt. In Jo Treggiari's Welt herrscht die meiste Zeit Regenwetter und die Umweltkatastrophen waren nur ein Teil der schlimmen Vorboten. Die ausgebrochene Epidemie hat die Weltbevölkerung auf weniger als einen Prozent ausgelöscht. Lucy ist eine Überlebende und erinnert sich an die ganzen medizinischen Tests in der Schule und wie ihre Eltern gestorben sind. Auch ihre Geschwister Rob und Madie sind gestorben. Und auch wenn sie sich nie wirklich als vollständigen Teil der Familie gesehen hat, vermisst sie jeden gemeinsamen Moment - egal wie gemein sie manchmal zu ihr waren. Ihr Einzelgängerdasein in der Schule hilft ihr nun aber, denn sie ist von niemandem abhängig und es schlichtweg gewohnt allein zu sein. Was Lucy den Leser über die übrig gebliebenen Menschen verrät ist zunächst sehr dürftig und weitere Informationshappen bekommt man über das ganze Buch verteilt. Sie sind Wilde, Plünderer, Sweeper oder S'ans. Lucy weiß auch nur das, was man aus den Nachrichten kennt und was sie selbst glaubt beobachtet zu haben. Die S'ans sind die infizierten, bei denen man sich anstecken kann und die Sweeper - wo Lucy eine Weile gelebt hat - scheinen sehr merkwürdige Ärzte zu sein. Ich muss gestehen es ist verwirrend, weil Lucy ja selbst nicht weiß, was richtig ist. Da sie aber über eine gute Intuition verfügt, kann man sich schon auf ihre eigene Meinung verlassen. Die Beschreibungen der eingefallenen und zerbombten Stadt haben mir gut gefallen und der Schreibstil der Autorin war vom ersten Moment an sehr fließend, weshalb ich in ziemlich gutem Tempo durch die Geschichte gekommen bin. Aber das war's auch schon. Es passiert einfach so gar nichts - dieser erste Band ist eine enorme Einleitung für eine immer noch nicht erschienene Fortsetzung und nach vier Jahren glaube ich auch nicht, dass es nochmal eine geben wird. Natürlich darf in so einer Welt auch der nette Junge von nebenan nicht fehlen. Diesen Platz nimmt der siebzehnjährige Aidan ein, der Lucy vor einer wilden Horde Hunde rettet. Da Lucy bisher immer nur alleine war, misstraut sie ihm natürlich, aber er lächelt ununterbrochen. Für mich war dieses aufeinandertreffen deutlich zu perfekt. Sie friert, ihre Klamotten sind nass und natürlich riecht sie stark, aber er sitzt völlig entspannt und mit bloßem Oberkörper auf diesem Baum und grinst! Ja ne... Is klar?! Auch die Entwicklung dieser Beziehung geschieht so drastisch und schnell, dass ich nichts mit ihr anfangen konnte. Aidan selbst, als Person, hat mir schon gut gefallen. Er hat nach außen hin eine lockere Art, aber innen drin wühlt es ziemlich. Es ist mir schwer gefallen ihn zu durchschauen. Treggiari peppt ihre Geschichte mit weiteren Nebencharakteren auf, die mir nur bedingt gefallen haben. Das gute ist, dass sie in so eine Dystopie reinpassen. Direktes Mundwerk, irgendwie herausfordernd und erst im schlimmsten Moment wirklich einsichtig. Die komplette Geschichte gibt nicht wirklich viel an Aktionen her. Mir kamen fast alle Handlungen, in denen die Protagonisten unterwegs waren, eher so vor, als würde man eine spannungsvolle Melodie in einem Film hören, wo man automatisch denkt, dass gleich was schlimmes passiert, und sich die Leute dann doch nur vor ihrem eigenen Schatten erschrecken. Und als dann etwas passiert, wurde die Szene so kurz wie möglich gefasst und von Sie wollen uns was böses - Oder doch nicht?! Gedanken abgewechselt. Mir kam das sehr vorhersehbar rüber. Es gab absolut null Überraschungen. Der Leser weiß gleich zu Beginn der Geschichte, dass Lucy anders ist. Fazit: Mich persönlich konnte "Ashes, Ashes" überhaupt nicht überzeugen. Vorhersehbare Handlungen, kaum Aktionen, zu schnelle Beziehungsentwicklungen (vorallem wenn man an Lucys selbstständigen Charakter denkt) und die große Überraschung - der Wendepunkt der Geschichte - wurde auch ziemlich früh und offensichtlich erzählt. Das einzig positive an diesem Buch ist der Erzählstil. Die Autorin schreibt sehr fließend und so gleitet man zügig durch die Seiten. Ich habe kaum gemerkt, dass sich eigentlich gar nichts tut - erst am Ende. Das erste Kapitel mit all seinen zerstörerischen Beschreibungen war für mich das Highlight des Buches.
Lucy hat ihre gesamte Familie verloren und ist ganz auf sich allein gestellt. In einer Welt, die von einem Virus regelrecht ausgerottet wurde, versucht sie sich allein durch zu schlagen. In einem kleinen Lager, das sie sich aufgeraut hat. Sie hat durch Bücher lesen gelernt, wie sie in der Wildnis zurecht kommen kann und versucht das ganze umzusetzen. Eine harte Erfahrung für eine 16 jährige. Und doch schafft sie es irgendwie. Bei einem kleinem Zwischenfall trifft sie auf den 17 jährigen Jungen Aidan. Der hilft ihr aus der Patsche und verrät ihr, wo er sich mit ein paar anderen Überlebenden aufhält. Als ein Tsunami Lucys Lagerplatz zu zerstören droht, macht sie sich auf den beschwerlichen Weg dorthin und muss bei der Ankunft schon mit erleben, wie die Leute, die die gesunden einsammeln, welche einkassieren. Sie bleibt in der Gruppe und arbeitet ab diesem Zeitpunkt mit und erhält dadurch auch einen gewissen Schutz. Die Nebencharaktere runden das ganze zwar nochmal ab, aber wirklich etwas neues erfährt man durch diese leider auch nicht. Ich finde auch, dass sie teilweise so wirken, als das jetzt einfach noch Personen mit eingebracht werden müssten. Egal wie, Hauptsache noch mehr überlebende. 384 Seiten ohne viel Action. Vieles hat sich für mich einfach nur dahin gezogen und ich habe auf das gewisse etwas einfach gewartet. Es fehlt, schlicht und einfach. Es gibt kaum Überraschungen und somit konnte Ashes, Ashes mich leider so gar nicht überzeugen.
"Ashes, Ashes" hat eine Ewigkeit auf meinem Sub gelegen und aktuell habe ich mal wieder richtig Lust auf Dystopien, daher habe ich mir das Buch spontan aus dem Regal gezogen. Das Buch hat ein klasse world-building, etwas was ich bei jüngeren Dystopien in letzter Zeit immer öfter vermisst habe. Die Autorin beschreibt richtig gut wie die Welt aktuell aussieht und was in der Vergangenheit passiert ist. Leider passiert darüber hinaus nicht allzu viel. Die Geschichte zieht sich sehr und auch der Spannungsbogen ist eher mäßig ausgeprägt. Daher bin ich insgesamt eher enttäuscht von der Geschichte und da konnte auch das super world-building nicht mehr allzu viel retten. Die Charaktere sind für meinen Geschmack sehr flach geblieben und auch die Liebesgeschichte wirkte zu erzwungen.
Kurzbeschreibung: Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen - die 16-jährige Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der wenigen Überlebenden eines tödlichen Virus versucht sie sich in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen. Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: Gefährliche Diebe und skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht Aidan auf - ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen, und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen. Aber auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas an ihr scheint anders zu sein...Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist? Zur Autorin: Jo Treggiari wurde in London geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Ottawa, Kanada. Mit dem Schreiben begann sie bereits im Alter von acht Jahren, als sie klassische Märchen modernisierte und neu erzählte. Später wohnte sie in New York City und San Francisco, wo sie als Boxerin trainierte, Artikel für Punk-Magazine schrieb und ein eigenes Plattenlabel betrieb. Jo lebt heute mit ihrem Mann und ihren Kindern in Neuschottland, Kanada. Sie liebt Hunde, Krähen und Oktopusse, bloggt gern und entspannt sich beim Kuchenbacken. Rezension: Nach mehreren Katastrophen ist die Menschheit zu 99 % dahingerafft. Die 16-jährige Lucy Holloway ist eine der wenigen Überlebenden und schlägt sich in den Ruinen des ehemaligen New York mehr schlecht als recht alleine durch, bis sie eines Tages den gleichaltrigen Aidan kennenlernt. Aidan hilft ihr auf der Flucht vor einer wildgewordenen Hundemeute und lädt Lucy ein, sich seiner Gruppe von Überlebenden, die am anderen Ende der ehemaligen Stadt eine kleine Siedlung errichtet haben, anzuschließen. Lucy zögert, denn sie ist an das Alleinsein gewöhnt und scheut den Kontakt zu anderen. Doch dann schlägt plötzlich eine Tsunamiwelle über ihre Behausung ein und es bleibt ihr keine andere Wahl, als sich zu Aidan und seinen Gefährten durchzuschlagen. Dort bekommen sie und die anderen Überlebenden es mit den "Sweepern" zu tun, die wahllos Personen in ihre weißen Vans einladen, von denen man nie wieder hört. Lucy und Aidan wollen ihre Mitbewohner retten und machen sich auf den Weg zu den "Sweepern" und Lucy muss dort erfahren, dass sie etwas Besonderes zu sein scheint, auf das eine gewisse Dr. Lessing es abgesehen hat... Da es sich bei "Ashes, Ashes" um eine Dystopie handelt, und ich mittlerweile großer Fan dieses Genres geworden bin, musste ich dieses Buch natürlich lesen. Zu anfangs erzählt die Autorin sehr ausführlich über den Tagesablauf von Lucy und wie die Welt zu dem werden konnte, was sie nun ist. Dies mag dem einen oder anderen Leser recht langweilig anmuten, doch ich fand diese doch recht detaillierten Ausführungen der Autorin interessant, denn so konnte ich mich auf Lucy und ihre Gedanken- und Gefühlswelt ganz und gar einlassen. Lucy wird trotz ihrer erst 16 Jahre als eine sehr starke und eigenständige Persönlichkeit geschildert, die sich, seitdem diese ganzen Katastrophen auf die Erde niederkamen, ganz alleine durch ihr Leben schlägt. Leider fehlte mir aber ein wenig mehr Wissen über ihre Vergangenheit. Es wird zwar knapp und bündig von Jo Treggiari geschildert, dass niemand aus Lucys Familie überlebt hat, aber ich hätte mir ein wenig mehr Rückblenden aus ihrem früheren Leben gewünscht und somit fehlt es ihr charakterlich etwas an Tiefe. Die Nebencharaktere wie Aidan, der ihr vor der Hundemeute das Leben rettet, die sehr biestige Del, die auf Lucy eifersüchtig ist, da sie Angst hat, Aidan zu teilen, in den sich Lucy zu verlieben beginnt und Sammy, Aidans Bruder, der die Epidemie überlebte, aber sein Leben lang davon gezeichnet bleiben wird, hätten auch mehr Farbe verdient. Keiner von ihnen erinnert oder trauert jemals den "alten" Zeiten nach, sie leben nur im Hier und Jetzt, so als ob sie bereits in diese zerrüttete und zerstörte Welt hineingeboren worden wären. Die "Sweeper", die die Autorin als die obligatorischen Bösewichte erdacht hat, blieben mir ein Rätsel. Sie benehmen sich wie eine Art Roboter ohne jegliche Gefühls- und Gedankenwelt und ihr Handeln war dadurch für mich nicht nachzuvollziehen. Was treibt Menschen dazu, auf Befehl einer einzelnen Person andere Unschuldige und Gesunde festzunehmen und verschwinden zu lassen? Dies fragte ich mich bis zum Ende des Buches hin. Leider wurde am Ende auch nicht klar, wie es mit Lucy und den anderen überlebenden Bewohnern weitergeht und wie ihr weiterer Weg in dieser apokalyptischen Umgebung aussieht. Jo Treggiari hat mit "Ashes, Ashes" eine Dystopie erschaffen, die vom Thema her sehr viel Potenzial hat, aber für mich leider nicht halten konnte, was es anfangs noch versprach. Die Charaktere blieben hinter meinen Erwartungen zurück, doch lässt es sich vom Schreibstil her sehr gut lesen, da die Autorin nicht mit unnötigen Worthülsen um sich wirft und schnell und direkt zur Sache kommt. Pluspunkt für mich ist auch, dass es sich nicht (wieder) um den Beginn einer Trilogie handelt, sondern "Ashes Ashes" ein Stand-Alone-Roman ist, dessen Ende allerdings in sich abgeschlossener hätte sein können. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover, komplett in Schwarz-Weiß-Tönen gehalten, zeigt die beiden Hauptcharaktere Lucy und Aidan (in Spotlackoptik hervorgehoben) inmitten von Trümmern und Ruinen, was perfekt zur Geschichte passt. Fazit: "Ashes, Ashes" ist eine durchschnittliche Dystopie, die leider zu wenig Augenmerk auf die Gefühls- und Gedankenwelt seiner Charaktere legt und somit leider sehr viel von seinem eigenen Potenzial verliert.
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Meine letzte gelesene Dystopie ist schon ein Weilchen her, aber allein schon die Umschlaggestaltung hat mir bei "Ashes, Ashes" so gut gefallen, dass ich das Buch sehr gerne lesen wollte. Für mich eine weitere Autorenpremiere und natürlich erhofft man sich, dass der Schreibstil fesselnd ist und die Geschichte packend. Der Klappentext konnte mich überzeugen. Das Buch selbst so leider gar nicht. Der Einstieg ist richtig dystopien-like. Nichts wird beschönigt und die sechszehnjährige Hauptprotagonistin Lucy steht alleine in mitten in der zerstörten Stadt New York City, wo nur das Überleben zählt. In Jo Treggiari's Welt herrscht die meiste Zeit Regenwetter und die Umweltkatastrophen waren nur ein Teil der schlimmen Vorboten. Die ausgebrochene Epidemie hat die Weltbevölkerung auf weniger als einen Prozent ausgelöscht. Lucy ist eine Überlebende und erinnert sich an die ganzen medizinischen Tests in der Schule und wie ihre Eltern gestorben sind. Auch ihre Geschwister Rob und Madie sind gestorben. Und auch wenn sie sich nie wirklich als vollständigen Teil der Familie gesehen hat, vermisst sie jeden gemeinsamen Moment - egal wie gemein sie manchmal zu ihr waren. Ihr Einzelgängerdasein in der Schule hilft ihr nun aber, denn sie ist von niemandem abhängig und es schlichtweg gewohnt allein zu sein. Was Lucy den Leser über die übrig gebliebenen Menschen verrät ist zunächst sehr dürftig und weitere Informationshappen bekommt man über das ganze Buch verteilt. Sie sind Wilde, Plünderer, Sweeper oder S'ans. Lucy weiß auch nur das, was man aus den Nachrichten kennt und was sie selbst glaubt beobachtet zu haben. Die S'ans sind die infizierten, bei denen man sich anstecken kann und die Sweeper - wo Lucy eine Weile gelebt hat - scheinen sehr merkwürdige Ärzte zu sein. Ich muss gestehen es ist verwirrend, weil Lucy ja selbst nicht weiß, was richtig ist. Da sie aber über eine gute Intuition verfügt, kann man sich schon auf ihre eigene Meinung verlassen. Die Beschreibungen der eingefallenen und zerbombten Stadt haben mir gut gefallen und der Schreibstil der Autorin war vom ersten Moment an sehr fließend, weshalb ich in ziemlich gutem Tempo durch die Geschichte gekommen bin. Aber das war's auch schon. Es passiert einfach so gar nichts - dieser erste Band ist eine enorme Einleitung für eine immer noch nicht erschienene Fortsetzung und nach vier Jahren glaube ich auch nicht, dass es nochmal eine geben wird. Natürlich darf in so einer Welt auch der nette Junge von nebenan nicht fehlen. Diesen Platz nimmt der siebzehnjährige Aidan ein, der Lucy vor einer wilden Horde Hunde rettet. Da Lucy bisher immer nur alleine war, misstraut sie ihm natürlich, aber er lächelt ununterbrochen. Für mich war dieses aufeinandertreffen deutlich zu perfekt. Sie friert, ihre Klamotten sind nass und natürlich riecht sie stark, aber er sitzt völlig entspannt und mit bloßem Oberkörper auf diesem Baum und grinst! Ja ne... Is klar?! Auch die Entwicklung dieser Beziehung geschieht so drastisch und schnell, dass ich nichts mit ihr anfangen konnte. Aidan selbst, als Person, hat mir schon gut gefallen. Er hat nach außen hin eine lockere Art, aber innen drin wühlt es ziemlich. Es ist mir schwer gefallen ihn zu durchschauen. Treggiari peppt ihre Geschichte mit weiteren Nebencharakteren auf, die mir nur bedingt gefallen haben. Das gute ist, dass sie in so eine Dystopie reinpassen. Direktes Mundwerk, irgendwie herausfordernd und erst im schlimmsten Moment wirklich einsichtig. Die komplette Geschichte gibt nicht wirklich viel an Aktionen her. Mir kamen fast alle Handlungen, in denen die Protagonisten unterwegs waren, eher so vor, als würde man eine spannungsvolle Melodie in einem Film hören, wo man automatisch denkt, dass gleich was schlimmes passiert, und sich die Leute dann doch nur vor ihrem eigenen Schatten erschrecken. Und als dann etwas passiert, wurde die Szene so kurz wie möglich gefasst und von Sie wollen uns was böses - Oder doch nicht?! Gedanken abgewechselt. Mir kam das sehr vorhersehbar rüber. Es gab absolut null Überraschungen. Der Leser weiß gleich zu Beginn der Geschichte, dass Lucy anders ist. Fazit: Mich persönlich konnte "Ashes, Ashes" überhaupt nicht überzeugen. Vorhersehbare Handlungen, kaum Aktionen, zu schnelle Beziehungsentwicklungen (vorallem wenn man an Lucys selbstständigen Charakter denkt) und die große Überraschung - der Wendepunkt der Geschichte - wurde auch ziemlich früh und offensichtlich erzählt. Das einzig positive an diesem Buch ist der Erzählstil. Die Autorin schreibt sehr fließend und so gleitet man zügig durch die Seiten. Ich habe kaum gemerkt, dass sich eigentlich gar nichts tut - erst am Ende. Das erste Kapitel mit all seinen zerstörerischen Beschreibungen war für mich das Highlight des Buches.
Lucy hat ihre gesamte Familie verloren und ist ganz auf sich allein gestellt. In einer Welt, die von einem Virus regelrecht ausgerottet wurde, versucht sie sich allein durch zu schlagen. In einem kleinen Lager, das sie sich aufgeraut hat. Sie hat durch Bücher lesen gelernt, wie sie in der Wildnis zurecht kommen kann und versucht das ganze umzusetzen. Eine harte Erfahrung für eine 16 jährige. Und doch schafft sie es irgendwie. Bei einem kleinem Zwischenfall trifft sie auf den 17 jährigen Jungen Aidan. Der hilft ihr aus der Patsche und verrät ihr, wo er sich mit ein paar anderen Überlebenden aufhält. Als ein Tsunami Lucys Lagerplatz zu zerstören droht, macht sie sich auf den beschwerlichen Weg dorthin und muss bei der Ankunft schon mit erleben, wie die Leute, die die gesunden einsammeln, welche einkassieren. Sie bleibt in der Gruppe und arbeitet ab diesem Zeitpunkt mit und erhält dadurch auch einen gewissen Schutz. Die Nebencharaktere runden das ganze zwar nochmal ab, aber wirklich etwas neues erfährt man durch diese leider auch nicht. Ich finde auch, dass sie teilweise so wirken, als das jetzt einfach noch Personen mit eingebracht werden müssten. Egal wie, Hauptsache noch mehr überlebende. 384 Seiten ohne viel Action. Vieles hat sich für mich einfach nur dahin gezogen und ich habe auf das gewisse etwas einfach gewartet. Es fehlt, schlicht und einfach. Es gibt kaum Überraschungen und somit konnte Ashes, Ashes mich leider so gar nicht überzeugen.
"Ashes, Ashes" hat eine Ewigkeit auf meinem Sub gelegen und aktuell habe ich mal wieder richtig Lust auf Dystopien, daher habe ich mir das Buch spontan aus dem Regal gezogen. Das Buch hat ein klasse world-building, etwas was ich bei jüngeren Dystopien in letzter Zeit immer öfter vermisst habe. Die Autorin beschreibt richtig gut wie die Welt aktuell aussieht und was in der Vergangenheit passiert ist. Leider passiert darüber hinaus nicht allzu viel. Die Geschichte zieht sich sehr und auch der Spannungsbogen ist eher mäßig ausgeprägt. Daher bin ich insgesamt eher enttäuscht von der Geschichte und da konnte auch das super world-building nicht mehr allzu viel retten. Die Charaktere sind für meinen Geschmack sehr flach geblieben und auch die Liebesgeschichte wirkte zu erzwungen.
Kurzbeschreibung: Tödliche Epidemien, Tsunamis und Klimakatastrophen - die 16-jährige Lucy hat das Ende der Welt kommen und gehen gesehen. Als eine der wenigen Überlebenden eines tödlichen Virus versucht sie sich in den zum Dschungel gewordenen Ruinen von New York durchzuschlagen. Doch Lucys Welt ist voller Bedrohungen: Gefährliche Diebe und skrupellose Plünderer streifen umher. Als eine Horde wilder Hunde sie jagt, gelangt sie ans Ende ihrer Kräfte. Doch wie aus dem Nichts taucht Aidan auf - ein Junge, der ihr hilft, der tödlichen Meute zu entkommen, und sie überredet, sich seiner Gruppe von Überlebenden anzuschließen. Aber auch diese kleine Gemeinschaft wird bedroht. Und langsam beginnt Lucy zu ahnen, dass sie selbst das Ziel der nächtlichen Überfälle ist. Etwas an ihr scheint anders zu sein...Doch was ist Lucys Geheimnis, das für die letzten überlebenden Menschen Bedrohung und Erlösung zugleich ist? Zur Autorin: Jo Treggiari wurde in London geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Ottawa, Kanada. Mit dem Schreiben begann sie bereits im Alter von acht Jahren, als sie klassische Märchen modernisierte und neu erzählte. Später wohnte sie in New York City und San Francisco, wo sie als Boxerin trainierte, Artikel für Punk-Magazine schrieb und ein eigenes Plattenlabel betrieb. Jo lebt heute mit ihrem Mann und ihren Kindern in Neuschottland, Kanada. Sie liebt Hunde, Krähen und Oktopusse, bloggt gern und entspannt sich beim Kuchenbacken. Rezension: Nach mehreren Katastrophen ist die Menschheit zu 99 % dahingerafft. Die 16-jährige Lucy Holloway ist eine der wenigen Überlebenden und schlägt sich in den Ruinen des ehemaligen New York mehr schlecht als recht alleine durch, bis sie eines Tages den gleichaltrigen Aidan kennenlernt. Aidan hilft ihr auf der Flucht vor einer wildgewordenen Hundemeute und lädt Lucy ein, sich seiner Gruppe von Überlebenden, die am anderen Ende der ehemaligen Stadt eine kleine Siedlung errichtet haben, anzuschließen. Lucy zögert, denn sie ist an das Alleinsein gewöhnt und scheut den Kontakt zu anderen. Doch dann schlägt plötzlich eine Tsunamiwelle über ihre Behausung ein und es bleibt ihr keine andere Wahl, als sich zu Aidan und seinen Gefährten durchzuschlagen. Dort bekommen sie und die anderen Überlebenden es mit den "Sweepern" zu tun, die wahllos Personen in ihre weißen Vans einladen, von denen man nie wieder hört. Lucy und Aidan wollen ihre Mitbewohner retten und machen sich auf den Weg zu den "Sweepern" und Lucy muss dort erfahren, dass sie etwas Besonderes zu sein scheint, auf das eine gewisse Dr. Lessing es abgesehen hat... Da es sich bei "Ashes, Ashes" um eine Dystopie handelt, und ich mittlerweile großer Fan dieses Genres geworden bin, musste ich dieses Buch natürlich lesen. Zu anfangs erzählt die Autorin sehr ausführlich über den Tagesablauf von Lucy und wie die Welt zu dem werden konnte, was sie nun ist. Dies mag dem einen oder anderen Leser recht langweilig anmuten, doch ich fand diese doch recht detaillierten Ausführungen der Autorin interessant, denn so konnte ich mich auf Lucy und ihre Gedanken- und Gefühlswelt ganz und gar einlassen. Lucy wird trotz ihrer erst 16 Jahre als eine sehr starke und eigenständige Persönlichkeit geschildert, die sich, seitdem diese ganzen Katastrophen auf die Erde niederkamen, ganz alleine durch ihr Leben schlägt. Leider fehlte mir aber ein wenig mehr Wissen über ihre Vergangenheit. Es wird zwar knapp und bündig von Jo Treggiari geschildert, dass niemand aus Lucys Familie überlebt hat, aber ich hätte mir ein wenig mehr Rückblenden aus ihrem früheren Leben gewünscht und somit fehlt es ihr charakterlich etwas an Tiefe. Die Nebencharaktere wie Aidan, der ihr vor der Hundemeute das Leben rettet, die sehr biestige Del, die auf Lucy eifersüchtig ist, da sie Angst hat, Aidan zu teilen, in den sich Lucy zu verlieben beginnt und Sammy, Aidans Bruder, der die Epidemie überlebte, aber sein Leben lang davon gezeichnet bleiben wird, hätten auch mehr Farbe verdient. Keiner von ihnen erinnert oder trauert jemals den "alten" Zeiten nach, sie leben nur im Hier und Jetzt, so als ob sie bereits in diese zerrüttete und zerstörte Welt hineingeboren worden wären. Die "Sweeper", die die Autorin als die obligatorischen Bösewichte erdacht hat, blieben mir ein Rätsel. Sie benehmen sich wie eine Art Roboter ohne jegliche Gefühls- und Gedankenwelt und ihr Handeln war dadurch für mich nicht nachzuvollziehen. Was treibt Menschen dazu, auf Befehl einer einzelnen Person andere Unschuldige und Gesunde festzunehmen und verschwinden zu lassen? Dies fragte ich mich bis zum Ende des Buches hin. Leider wurde am Ende auch nicht klar, wie es mit Lucy und den anderen überlebenden Bewohnern weitergeht und wie ihr weiterer Weg in dieser apokalyptischen Umgebung aussieht. Jo Treggiari hat mit "Ashes, Ashes" eine Dystopie erschaffen, die vom Thema her sehr viel Potenzial hat, aber für mich leider nicht halten konnte, was es anfangs noch versprach. Die Charaktere blieben hinter meinen Erwartungen zurück, doch lässt es sich vom Schreibstil her sehr gut lesen, da die Autorin nicht mit unnötigen Worthülsen um sich wirft und schnell und direkt zur Sache kommt. Pluspunkt für mich ist auch, dass es sich nicht (wieder) um den Beginn einer Trilogie handelt, sondern "Ashes Ashes" ein Stand-Alone-Roman ist, dessen Ende allerdings in sich abgeschlossener hätte sein können. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover, komplett in Schwarz-Weiß-Tönen gehalten, zeigt die beiden Hauptcharaktere Lucy und Aidan (in Spotlackoptik hervorgehoben) inmitten von Trümmern und Ruinen, was perfekt zur Geschichte passt. Fazit: "Ashes, Ashes" ist eine durchschnittliche Dystopie, die leider zu wenig Augenmerk auf die Gefühls- und Gedankenwelt seiner Charaktere legt und somit leider sehr viel von seinem eigenen Potenzial verliert.







