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Leider nur wenig originell. Ich liebe Zeitreisegeschichten und habe mich dementsprechend sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider fiel mir der Einstieg nicht gerade leicht. Ich konnte keinen richtigen Zugang zur Protagonistin finden und hatte bis zum Ende Schwierigkeiten, mich in Rosalie einzufühlen bzw. mit ihr mitzufühlen, und das trotz Innensicht. Die Geschichte wird nämlich aus ihrer Sicht in der ersten Person Singular erzählt und doch habe ich mich ihr nur wenig nahe gefühlt. Abgesehen davon, dass mir Rosalie insgesamt etwas zu naiv und unbedarft war, blieb mir ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu blass, um diese Geschichte als aktiver Teil durch sie hindurch mitzuerleben. Thematisch hat mich dieses Buch wie gesagt sofort angesprochen, aber leider wurde das Worldbuilding hier teilweise sehr plump inszeniert, und vor allem bringt es nur wenige neue Ideen mit. Selbstverständlich ist es normal, dass sich im gleichen Genre und gleichen Themenkomplex immer wieder mal Elemente wiederholen, aber hier war es wirklich sehr stark ausgeprägt - Zu stark für meinen Geschmack. Dieses Buch ist wie eine Mischung aus "Rubinrot", "Zeitenzauber" und "Mitternachtsfarben" in einem, wobei es der Edelstein-Trilogie definitiv am nächsten ist, um nicht zu sagen diese abgekupfert hat. Man hat alles schon mal gesehen bzw. gelesen, und zwar leider ziemlich genauso. Ich hätte mir hier wirklich mehr Kreativität, Originalität und Eigenständigkeit gewünscht. Hinzu kommt, dass das hier beschriebene Worldbuilding für mich nicht auf eine einnehmende und aufrüttelnde Art und Weise greifbar war. Es hat nicht gelebt. Trotz detaillierter Beschreibungen konnte ich nicht fühlen, was ich gelesen habe. Die Erklärungen und Hintergründe zum Worldbuilding wurden nicht optimal in die Geschichte eingebunden, sondern sorgten vielmehr bloß für Längen, wobei es natürlich auch gut möglich ist, dass ich von den starken Parallelen zur Edelstein-Trilogie zusätzlich genervt war: Ein Geheimorden, die Bedeutung der Geburtsdaten, Zeitreise-Partner:innen, generell die Charaktere, Tierkreiszeichen statt Edelsteine,... Davon abgesehen ist die Storyline des Buches durchaus spannend und lässt trotz einiger ruhiger Passagen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Ich mochte vor allem, wie viele bekannte Persönlichkeiten hier eingebunden wurden und dass die historischen Fakten wunderbar mit Fiktion verschmolzen. Teilweise ist die Geschichte zwar auch vorhersehbar, aber im Gesamten konnte sie mich definitiv fesseln. Die Charaktere machten es mir aber leider wirklich bis zum Ende schwer, richtig mit ihnen mitzufiebern. Leopoldo ist quasi Gideon, nur weniger charismatisch und sympathisch. Außerdem konnte ich sein Verhalten, und damit auch seine Gefühlswelt, deutlich weniger nachvollziehen. Die Liebesgeschichte kam mir hier ebenfalls zu schnell und zu plötzlich daher. Ich konnte sie nicht greifen und nachempfinden, fand den Bruch im Übergang zwischen "Enemies to Lovers" zu hart. Ich hätte mehr emotionale Tiefe und Intensität gebraucht, um den Charakteren ihre Gefühle füreinander abzunehmen. Der ganze Beziehungsaufbau zwischen den beiden hat auf mich so gestellt und inszeniert gewirkt, und dass ich weder mit Rosalie noch mit Leopoldo so richtig warm wurde, hat dabei natürlich auch nicht geholfen. Zuletzt muss ich noch anmerken, dass es in diesem Buch wirklich viele Rechtschreib- und Tippfehler gab, die meinen Lesefluss störten. Alles in allem hatte ich mir sehr viel mehr von dieser Geschichte erhofft und werde die Reihe wohl auch nicht mehr weiterverfolgen. Ich hoffe, euch gefallen die Bücher besser als mir ✨ 2,5/ 5 Sterne ⭐️
Jun 21, 2024
Leider nur wenig originell. Ich liebe Zeitreisegeschichten und habe mich dementsprechend sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider fiel mir der Einstieg nicht gerade leicht. Ich konnte keinen richtigen Zugang zur Protagonistin finden und hatte bis zum Ende Schwierigkeiten, mich in Rosalie einzufühlen bzw. mit ihr mitzufühlen, und das trotz Innensicht. Die Geschichte wird nämlich aus ihrer Sicht in der ersten Person Singular erzählt und doch habe ich mich ihr nur wenig nahe gefühlt. Abgesehen davon, dass mir Rosalie insgesamt etwas zu naiv und unbedarft war, blieb mir ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu blass, um diese Geschichte als aktiver Teil durch sie hindurch mitzuerleben. Thematisch hat mich dieses Buch wie gesagt sofort angesprochen, aber leider wurde das Worldbuilding hier teilweise sehr plump inszeniert, und vor allem bringt es nur wenige neue Ideen mit. Selbstverständlich ist es normal, dass sich im gleichen Genre und gleichen Themenkomplex immer wieder mal Elemente wiederholen, aber hier war es wirklich sehr stark ausgeprägt - Zu stark für meinen Geschmack. Dieses Buch ist wie eine Mischung aus "Rubinrot", "Zeitenzauber" und "Mitternachtsfarben" in einem, wobei es der Edelstein-Trilogie definitiv am nächsten ist, um nicht zu sagen diese abgekupfert hat. Man hat alles schon mal gesehen bzw. gelesen, und zwar leider ziemlich genauso. Ich hätte mir hier wirklich mehr Kreativität, Originalität und Eigenständigkeit gewünscht. Hinzu kommt, dass das hier beschriebene Worldbuilding für mich nicht auf eine einnehmende und aufrüttelnde Art und Weise greifbar war. Es hat nicht gelebt. Trotz detaillierter Beschreibungen konnte ich nicht fühlen, was ich gelesen habe. Die Erklärungen und Hintergründe zum Worldbuilding wurden nicht optimal in die Geschichte eingebunden, sondern sorgten vielmehr bloß für Längen, wobei es natürlich auch gut möglich ist, dass ich von den starken Parallelen zur Edelstein-Trilogie zusätzlich genervt war: Ein Geheimorden, die Bedeutung der Geburtsdaten, Zeitreise-Partner:innen, generell die Charaktere, Tierkreiszeichen statt Edelsteine,... Davon abgesehen ist die Storyline des Buches durchaus spannend und lässt trotz einiger ruhiger Passagen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Ich mochte vor allem, wie viele bekannte Persönlichkeiten hier eingebunden wurden und dass die historischen Fakten wunderbar mit Fiktion verschmolzen. Teilweise ist die Geschichte zwar auch vorhersehbar, aber im Gesamten konnte sie mich definitiv fesseln. Die Charaktere machten es mir aber leider wirklich bis zum Ende schwer, richtig mit ihnen mitzufiebern. Leopoldo ist quasi Gideon, nur weniger charismatisch und sympathisch. Außerdem konnte ich sein Verhalten, und damit auch seine Gefühlswelt, deutlich weniger nachvollziehen. Die Liebesgeschichte kam mir hier ebenfalls zu schnell und zu plötzlich daher. Ich konnte sie nicht greifen und nachempfinden, fand den Bruch im Übergang zwischen "Enemies to Lovers" zu hart. Ich hätte mehr emotionale Tiefe und Intensität gebraucht, um den Charakteren ihre Gefühle füreinander abzunehmen. Der ganze Beziehungsaufbau zwischen den beiden hat auf mich so gestellt und inszeniert gewirkt, und dass ich weder mit Rosalie noch mit Leopoldo so richtig warm wurde, hat dabei natürlich auch nicht geholfen. Zuletzt muss ich noch anmerken, dass es in diesem Buch wirklich viele Rechtschreib- und Tippfehler gab, die meinen Lesefluss störten. Alles in allem hatte ich mir sehr viel mehr von dieser Geschichte erhofft und werde die Reihe wohl auch nicht mehr weiterverfolgen. Ich hoffe, euch gefallen die Bücher besser als mir ✨ 2,5/ 5 Sterne ⭐️
Jun 21, 2024






