Angstmörder
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.
Posts
Das Buch hat sehr lange auf meinem SuB auf seinen Einsatz gewartet, keine Ahnung warum. Gerade warte ich ungeduldig darauf, dass Teil 2 als Hörbuch erscheint, weil ich unbedingt wieder mit Nicolaus und Nina ermitteln möchte. Die Story war spannend, der Plot hielt Unerwartetes bereit und das Ende hätte ich nie erraten
Der Auftakt dieser neuen Reihe hat mir gut gefallen. Ich mag es irgendwie immer gern, wenn ausnahmsweise mal nicht die polizeilichen Ermittler selbst im Fokus stehen, sondern eine andere Partei (hier ein bis dato relativ erfolgloser Rechtsanwalt und seine Referendarin). Ich freue mich, den zweiten Teil (hoffentlich auch bald) zu lesen.
Guter Einstieg in die Reihe
Nachdem ich die Bücher von Lorenz Stassen alias Marc Meller zum Großteil richtig gut fand, habe ich mich mal an seine Werke gewagt, die er unter seinem echten Namen veröffentlicht hat, beginnend mit dem ersten Teil der Nicholas Meller Reihe: Angstmörder. Die Handlung ist sehr klassisch, es gibt Mord und so weiter. Gefallen hat mir aber die Einzigartigkeit der Charaktere, das gibt dem Ganzen dann doch einen recht hohen Wiedererkennungswert. Neben dem positiven: Der Fall ist halt, wie man sich Thriller vorstellt, recht klassisch, keine unfassbaren Twists, aber das ist aus meiner Sicht nicht allzu kritisch zu betrachten, da das Ganze trotzdem sehr unterhaltsam ist. In jedem Fall einen Einblick wert, wenn man einen schnellen Thriller für zwischendurch sucht!

*Inhalt* "Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ..." (Quelle: Amazon) *Erster Satz des Buches* "Der Waldboden war feucht und kalt, und mit dem Bewusstsein kehrten die Schmerzen zurück." *Infos zum Buch* Seitenzahl: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag ISBN: 978-3453438798 Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book) *Infos zum Autor* "LORENZ STASSEN. So heiße ich wirklich, bin 48 Jahre alt und lebe dort, wo auch mein Buch spielt, in Köln. Meine Hauptfigur ist quasi mein Nachbar, dennoch handelt es sich beim "Angstmörder" nicht um einen Regionalkrimi, sondern um einen handfesten Thriller. In meinem "ersten Leben" habe ich Chemielaborant (bei BAYER) gelernt. Naturwissenschaften interessieren mich auch heute noch, aber ich wollte nicht mein ganzes Berufsleben im Labor stehen. Darum habe ich nach dem Zivildienst (so etwas gab es früher :-) in die Filmbranche gewechselt. Ich war zuerst als Produktionsassistent, dann als Aufnahmeleiter tätig. Parallel dazu habe ich das Schreiben angefangen und lebe seit über zwanzig Jahren davon, von Drehbüchern. Meine Filmografie ist bei: www.imdb.com zu finden. "Angstmörder" ist mein Debütroman. Weitere Bücher werden folgen.." (Quelle: Amazon) *Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Der Klappentext sagte mir spontan zu und machte mich neugierig, auf dieses Buch. Derzeit lese ich sehr gerne Thriller und bin über neue Autoren nicht nur dankbar, sondern auch sehr neugierig auf ebendiese! -> Cover: Das Cover macht neugierig und hat auch einen Bezug zur Geschichte. Auch wenn es eher schlicht gehalten ist, gefällt es mir dennoch sehr gut und die Farbgebung ist stimmig. -> Story + Charaktere: Manchmal sind Debüt-Romane gerade im Genre des Thrillers nicht ganz das, was man sich als Leser wünscht - mal ist der Plot nicht stimmig, manchmal ist das Buch vorhersehbar, manchmal passen die Charaktere einfach nicht richtig rein - doch bei Angstmörder war das definitiv nicht der Fall, ganz im Gegenteil! Mir gefiel nicht nur die Story richtig gut, da sie nicht nur sehr spannend war, sondern auch keinerlei Logikfehler oder sonstige Ungereimtheiten enthielt, auch die Charaktere hatten ihre Besonderheiten. Auch hält die Geschichte einige Überraschungen für den Leser bereit und nimmt die ein oder andere unerwartete Wendung. Nicholas Meller ist ein eher durchschnittlicher Strafverteidiger, mit schlechtem Examen, kleiner Kanzlei und wenigen Mandanten. Er schleppt sich von Monat zu Monat und hat noch nie einen Mordfall verteidigt - doch das ändert sich jetzt. Nicholas war mir vom ersten Moment an sympathisch, denn auch, wenn er an seiner Misere eigentlich selbst schuld ist, so lässt er sich doch nie unterkriegen und ist gerade dann zur Stelle, wenn es notwendig ist. Nina Vonhoegen bewirbt sich in Nicholas Kanzlei als Referendarin und verschweigt dabei bewusst ihre Behinderung: seit ihrer Geburt fehlt ihr der rechte Arm. Doch gerade wegen ihrer Behinderung ist Nina eine sehr starke Frau, eine absolut bewundernswerte Persönlichkeit, von der ich mir gerne eine Scheibe abschneiden würde. Auch die anderen auftretenden Charaktere (besonders die Staatsanwältin Franka) waren nicht nur sympathisch, sondern auch sehr gut konstruiert. Das Ende war absolut unvorhersehbar und konnte mich restlos überzeugen - Herr Stassen, wann dürfen wir mit neuem Stoff von Ihnen rechnen? -> Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen. Erzählt wird die Geschichte die meiste Zeit aus der Ich-Perspektive des Nicholas Meller, wechselt die Perspektive jedoch auf den Täter, so lesen wir aus der Erzählerperspektive. -> Gesamt: Mit seinem schlüssigen Plot, unglaublich tollen Charakteren und unglaublich viel Spannung konnte mich Lorenz Stassen nicht nur vom "Angstmörder" überzeugen, sondern von auch von sich selbst als Autor und ich bin fest davon überzeugt, dass dies nicht das letzte Buch sein wird, was ich von ihm lesen werde! Wertung: 5 von 5 Sterne!
Anwalt Nicholas Meller ist ein echter 'Underdog', also ein Typ, dem niemand große Heldentaten zutrauen würde. Dann stolpert er jedoch mitten hinein in die Ermittlungen eines Mordfalls, den die Polizei schon so gut wie geklärt wähnt, und muss über sich hinauswachsen, um die Wahrheit aufzudecken, die niemand sonst sehen will. Dazu kommen ein paar zwielichtige Freunde aus dem kriminellen Milieu, ein hochintelligenter Serienkiller und eine hübsche Frau, die Nicholas unterstützend zur Seite steht. Plus ein bisschen SM, häusliche Gewalt und die ein oder andere Szene, wo es verdammt knapp wird für unsere Helden. Konnte ich mir super um 20:15 im deutschen Fernsehen vorstellen! (Was durchaus seinen Grund hat, mehr dazu weiter unten.) Aber ist das auch originell? In meinen Augen: ja, denn die Mischung machts! Nicholas ist vielleicht ein Underdog, aber er ist darüber hinaus ein interessanter, authentischer Charakter. Sympathisch fand ich ihn am Anfang nicht – er ist nicht nur stinkfaul, sondern ein echter Chauvi. Das Buch beginnt damit, dass er eine Frau zum Vorstellungsgespräch für eine Praktikantenstelle bittet, weil sie auf ihrem Bewerbungsfoto attraktiv aussah, und irritiert ist, als sich herausstellt, dass sie nur einen Arm hat. Seine Gedanken sind da schonungslos ehrlich: nein, er hätte Nina wohl nicht eingeladen, wenn er das gewusst hätte. Nein, ausgehen würde er mit einer Frau mit ihr wahrscheinlich auch nicht. Er stellt sie ein, löchert sie mit persönlichen Fragen und reißt Witze darüber, dass sie die Quotenbehinderte ist. An dieser Stelle hätte ich ihm am liebsten eine gescheuert. Aber ja, er wächst im Verlaufe der Handlung an seinen Erlebnissen. Ein perfekter Mensch wird aus ihm nicht, aber einer, den man mögen kann. Nina dagegen ist von Anfang an eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Sie ist eine starke Frau, die sich von so einer Kleinigkeit wie einem fehlenden rechten Arm nicht aufhalten lässt und eher genervt reagiert, wenn Nicholas meint, ihr beim Packen von Päckchen helfen zu müssen. Definitiv keine Prinzessin in Nöten, bravo! Auch die anderen Charaktere fand ich gut und überzeugend geschrieben. Besonders interessant fand ich die, die irgendwo zwischen gut und böse angesiedelt sind. Sollte man einem Mann die Daumen drücken, der mitgeholfen hat, einen Mord zu vertuschen? Wahrscheinlich nicht, aber ich habe mich dabei ertappt. Die Liebesgeschichte hätte es für mein Empfinden nicht unbedingt gebraucht, aber gut, wenn sie schon mal da war... Sie entwickelte sich für meinen Geschmack ein wenig zu schnell, war dafür aber (meist) nicht so kitschig und drängte die eigentliche Handlung nicht zu sehr in den Hintergrund. Die meisten Pluspunkte im Bereich "Originalität" gab es von mir für die Konstruktion der Mordfälle. Die Kriterien, nach denen der Mörder seine Opfer auswählt, und die Planung seiner Taten waren wirklich interessant und mal was Neues! Allerdings war ich am Ende von der Auflösung etwas enttäuscht, denn da erklärt der Autor meines Erachtens den Mörder zu Tode. Das kam mir ein bisschen vor wie eine Checkliste: Vorgehensweise, Psychopathologie, Trauma, und sobald das abgehakt war, ging alles sehr schnell. Am Schluss setzt das Buch zwar noch einmal eine unerwartete Wendung drauf, aber die hat mich nicht hunderprozentig überzeugt, sondern kam mir etwas zu konstruiert vor. Das Schreiben ist Lorenz Stassen als langjährigem Drehbuchautor nicht fremd, und diesen Hintergrund merkt man auch: viele Passagen konnte ich mir gut als Filmszenen vorstellen. Gelegentlich fehlten mir nähere Erklärungen oder mir erschien nicht alles schlüssig – in einem Film sieht man darüber leichter hinweg. Ein paar Entwicklungen waren mir auch zu praktisch: unsere Helden sind zum Beispiel in einer Notlage, und prompt tauchen ein paar harte Kerle aus dem Nichts auf, um sie zu retten, und reiten dann in den Sonnenuntergang. (Oder so ähnlich.) Der Schreibstil war mir oft etwas zu einfach, mit kurzen Sätzen. Spannend und unterhaltsam fand ich das Buch jedoch durchweg, ich hatte es sehr schnell durch! Fazit: Lorenz Stassen liefert mit "Angstmörder" ein solides Thriller-Debüt ab, das mich trotz kleiner Schwächen und Kritikpunkte überzeugen konnte. Der größte Pluspunkt ist in meinen Augen, wie originell und interessant die Taten des Mörders konstruiert sind – das kann für mich auch ein leicht schwächelndes Ende ausgleichen! Ich werde den Autor definitiv im Auge behalten.
Insgesamt leider ziemlich enttäuschend..
Basierend auf dem Klappentext hatte ich hohe Erwartungen an das Buch, doch konnte der Inhalt diesen nicht gerechnet werden. Während des Lesens hatte ich mehr das Gefühl, dass versucht werden soll eine Beziehung zwischen Nina und Nicholas zu erzählen anstatt des Verbrechens. Für meinen Geschmack war die Handlung zu wenig ausgebaut, zu wirr und schwer nachzuvollziehen. Ewig treten sie auf der Stelle und auf einmal weiß er, wo er suchen muss? Was mich zuletzt überrascht hat war die Tatsache, dass der Vater des Täters einer derjenigen ist, der eigentlich als Täter dargestellt werden sollte. Das hat nochmal einen Funken Spannung reingebracht, wo für mein Empfinden keine da war. Was mich irgendwann genervt hat, war die Tatsache, dass Ninas Behinderung immer wieder in der Vordergrund gestellt wurde - auch an Stellen, an denen es vollkommen deplatziert wirkte. Gefühlt wurde dieser Umstand mindestens einmal pro Kapitel erwähnt. Was für mich das Fass zum Überlaufen gebracht hat - wo ich innerlich schon mit dem Buch abgeschlossen habe - war, als er ihre Behinderung an der Stelle einbrachte, wo die beiden miteinander intim geworden waren. Ebenfalls anstrengend empfand ich die Passagen, in denen Nicholas über Frauen spricht. Gefühlt hat er sie dort jedes Mal auf ihr Äußeres runtergebrochen (insbesondere Nina) und nicht wirklich den Menschen dahinter gesehen. Insgesamt fand ich keinen der Charaktere sonderlich sympathisch oder so geschrieben, dass ich mich in sie hineinversetzen konnte. Ninas Art fand ich anstrengend, Nicholas in meinen Augen ein egoistischer Mensch und die Nebencharaktere auch nicht besonders gut ausgebaut. Kein Charakter hatte wirklich Tiefe und eine Charakterentwicklung hat auch nicht stattgefunden. Eine Kleinigkeit, die mich trotzdem ziemlich genervt hat, war, dass sie den Täter immer als "Bogdan" benannt haben - besonders, als sie seinen richtigen Namen wussten. Insgesamt hätte man aus der Handlung mehr machen können, doch wurde dieses Potential nicht wirklich genutzt. Für mich war es eher eine Romance mit Thrilleranteil, nicht andersrum. Das erste und auch das letzte Buch, was ich von dem Autoren gelesen habe.
Kurzbeschreibung: Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt... *Quelle* Zum Autor: Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für Alarm für Cobra 11 und Soko Köln / Soko Stuttgart. Angstmörder ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln. Meinung: Das Thrillerdebüt von Lorenz Stassen konnte mich sehr gut unterhalten, auch wenn es eher einem Krimi gleicht, da nicht ganz so viel Spannung und Blutiges in Erscheinung tritt, wie man es bei einem Thriller gewohnt ist. Der Rechtsanwalt Nicholas Meller hält sich beruflich mehr schlecht als recht über Wasser und muss auch eher zwielichtige Personen verteidigen. Doch das ändert sich, als die Studentin Nina Vonhoegen in sein Leben tritt. Sie bewirbt sich als Referendarin bei ihm, da seine Kanzlei praktisch bei ihr um die Ecke liegt und sie sich in Ruhe auf ihr nächstes Examen vorbereiten will. Erst ist Nicholas aufgrund ihrer Behinderung (ihr fehlt der rechte Arm) irritiert, doch er stellt sie ein und die beiden werden schon bald in einen schwerwiegenden Fall verwickelt: Ein Serientäter hat verschiedene Frauen misshandelt und ermordet und wird schon bald auf Nina aufmerksam. Lorenz Stassen, der Autor, arbeitet auch als Drehbuchautor für einige TV-Krimi-Reihen, was man dem Roman deutlich anmerkt, denn er lässt den Leser kaum zu Atem kommen und man ist sofort im Geschehen. Mit Nicholas Meller, dem erfolglosen Rechtsanwalt, hat er einen sympathischen Protagonisten geschaffen, der zwar anfangs etwas arrogant daherkommt, sich aber ins positive Gegenteil wandelt. Durch seinen Beruf fühlte ich mich ein wenig an die Joachim Vernau-Reihe von Elisabeth Herrmann erinnert, in der ja auch ein Rechtsanwalt die Hauptrolle spielt. Seine neue Kollegin Nina Vonhoegen hat mir ebenfalls gefallen: Ihre Behinderung bremst sie keinesfalls aus, eher macht sie diese doch recht selbstbewusst und gegen Hänseleien oder Anfeindungen immun. Ebenfalls hat sie eine sehr gute Kombinationsgabe, die in dem Fall, in den die beiden hineingezogen werden, sehr hilfreich sein wird. Die Handlung wird aus der Sicht Nicholas Mellers erzählt, eingestreut werden auch kurze Kapitel, die aus der Sicht des Täters spielen, was ich bei Thrillern immer sehr begrüße, da man dadurch auch Einblick in die Seele und die Gedanken dieser Person erhält. Der Fall selbst gestaltet sich interessant und spannend. Am Ende erwartet den Leser noch ein Showdown, der aber keinesfalls plakativ wirkt und abrupt endet, sondern sich schlüssig auflöst und keine Fragen unbeantwortet lässt. Ob hier weitere Teile folgen, vermag ich nicht zu sagen, aber es wäre aus meiner Sicht schön, noch weitere Fälle für Nicholas Meller und Nina Vonhoegen zu lesen. Fazit: Zwar gleicht Angstmörder mehr einem Krimi als einem Thriller, doch konnte Lorenz Stassen mich mit seiner Story, dem Schreibstil und den beiden Protagonisten, Rechtsanwalt Nicholas Meller und seiner Referendarin Nina Vonhoegen, durchweg überzeugen und unterhalten. Von den beiden würde ich gerne mehr lesen.
Cover: Farblich gefällt es mir gut, den Zusammenhang zwischen Hochsitz und Titel kann man auf den ersten Blick nicht erkennen. Mein Interesse konnte es durch die Aufmachung wecken. Man spekuliert was es mit dem Hochsitz zu tun haben kann und wieso grade dieses Motiv gewählt wurde. Erster Eindruck zum Buch: Es fängt gleich schon gut an und man bekommt eine kleine Ahnung was da noch kommen könnte. Die Kapitellängen waren sehr angenehm und nicht zu lang. Der Schreibstil war leicht zu lesen und man stolpert nicht über die Beschreibungen der Szenen. Protagonisten: Auf die Charaktere will ich im Einzelnen nicht so detailliert eingehen, doch was man sagen kann, ist, das sie fernab jeglicher Klischees sind. Es sind Charaktere aus dem ganz normalen Leben, hinter deren Fassade mehr steckt. Alle Protagonisten sind gut ausgearbeitet und wirken logisch in ihrem Handeln. Oftmals haben sie anders reagiert als ich dachte. Meine Meinung: Von der ersten bis zur letzten Seite war es spannend. Es wirkte wie ein Katz-und Maus Spiel auf mich. Durchschaubar und vorhersehbar war die Geschichte keineswegs. Ich fand den Aufbau der Geschichte sehr gut konstruiert, da es immer diese unterschwellige Anspannung gab, was als nächstes passieren wird. Bis auf das Ende, hat mir alles soweit gut gefallen. Der Schluss war mir zu wenig ausgearbeitet, in Anbetracht wie detailliert der Rest des Buchs war, mit den Schauplätzen und Charakteren
Description
Book Information
Author Description
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.
Posts
Das Buch hat sehr lange auf meinem SuB auf seinen Einsatz gewartet, keine Ahnung warum. Gerade warte ich ungeduldig darauf, dass Teil 2 als Hörbuch erscheint, weil ich unbedingt wieder mit Nicolaus und Nina ermitteln möchte. Die Story war spannend, der Plot hielt Unerwartetes bereit und das Ende hätte ich nie erraten
Der Auftakt dieser neuen Reihe hat mir gut gefallen. Ich mag es irgendwie immer gern, wenn ausnahmsweise mal nicht die polizeilichen Ermittler selbst im Fokus stehen, sondern eine andere Partei (hier ein bis dato relativ erfolgloser Rechtsanwalt und seine Referendarin). Ich freue mich, den zweiten Teil (hoffentlich auch bald) zu lesen.
Guter Einstieg in die Reihe
Nachdem ich die Bücher von Lorenz Stassen alias Marc Meller zum Großteil richtig gut fand, habe ich mich mal an seine Werke gewagt, die er unter seinem echten Namen veröffentlicht hat, beginnend mit dem ersten Teil der Nicholas Meller Reihe: Angstmörder. Die Handlung ist sehr klassisch, es gibt Mord und so weiter. Gefallen hat mir aber die Einzigartigkeit der Charaktere, das gibt dem Ganzen dann doch einen recht hohen Wiedererkennungswert. Neben dem positiven: Der Fall ist halt, wie man sich Thriller vorstellt, recht klassisch, keine unfassbaren Twists, aber das ist aus meiner Sicht nicht allzu kritisch zu betrachten, da das Ganze trotzdem sehr unterhaltsam ist. In jedem Fall einen Einblick wert, wenn man einen schnellen Thriller für zwischendurch sucht!

*Inhalt* "Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ..." (Quelle: Amazon) *Erster Satz des Buches* "Der Waldboden war feucht und kalt, und mit dem Bewusstsein kehrten die Schmerzen zurück." *Infos zum Buch* Seitenzahl: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag ISBN: 978-3453438798 Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book) *Infos zum Autor* "LORENZ STASSEN. So heiße ich wirklich, bin 48 Jahre alt und lebe dort, wo auch mein Buch spielt, in Köln. Meine Hauptfigur ist quasi mein Nachbar, dennoch handelt es sich beim "Angstmörder" nicht um einen Regionalkrimi, sondern um einen handfesten Thriller. In meinem "ersten Leben" habe ich Chemielaborant (bei BAYER) gelernt. Naturwissenschaften interessieren mich auch heute noch, aber ich wollte nicht mein ganzes Berufsleben im Labor stehen. Darum habe ich nach dem Zivildienst (so etwas gab es früher :-) in die Filmbranche gewechselt. Ich war zuerst als Produktionsassistent, dann als Aufnahmeleiter tätig. Parallel dazu habe ich das Schreiben angefangen und lebe seit über zwanzig Jahren davon, von Drehbüchern. Meine Filmografie ist bei: www.imdb.com zu finden. "Angstmörder" ist mein Debütroman. Weitere Bücher werden folgen.." (Quelle: Amazon) *Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Der Klappentext sagte mir spontan zu und machte mich neugierig, auf dieses Buch. Derzeit lese ich sehr gerne Thriller und bin über neue Autoren nicht nur dankbar, sondern auch sehr neugierig auf ebendiese! -> Cover: Das Cover macht neugierig und hat auch einen Bezug zur Geschichte. Auch wenn es eher schlicht gehalten ist, gefällt es mir dennoch sehr gut und die Farbgebung ist stimmig. -> Story + Charaktere: Manchmal sind Debüt-Romane gerade im Genre des Thrillers nicht ganz das, was man sich als Leser wünscht - mal ist der Plot nicht stimmig, manchmal ist das Buch vorhersehbar, manchmal passen die Charaktere einfach nicht richtig rein - doch bei Angstmörder war das definitiv nicht der Fall, ganz im Gegenteil! Mir gefiel nicht nur die Story richtig gut, da sie nicht nur sehr spannend war, sondern auch keinerlei Logikfehler oder sonstige Ungereimtheiten enthielt, auch die Charaktere hatten ihre Besonderheiten. Auch hält die Geschichte einige Überraschungen für den Leser bereit und nimmt die ein oder andere unerwartete Wendung. Nicholas Meller ist ein eher durchschnittlicher Strafverteidiger, mit schlechtem Examen, kleiner Kanzlei und wenigen Mandanten. Er schleppt sich von Monat zu Monat und hat noch nie einen Mordfall verteidigt - doch das ändert sich jetzt. Nicholas war mir vom ersten Moment an sympathisch, denn auch, wenn er an seiner Misere eigentlich selbst schuld ist, so lässt er sich doch nie unterkriegen und ist gerade dann zur Stelle, wenn es notwendig ist. Nina Vonhoegen bewirbt sich in Nicholas Kanzlei als Referendarin und verschweigt dabei bewusst ihre Behinderung: seit ihrer Geburt fehlt ihr der rechte Arm. Doch gerade wegen ihrer Behinderung ist Nina eine sehr starke Frau, eine absolut bewundernswerte Persönlichkeit, von der ich mir gerne eine Scheibe abschneiden würde. Auch die anderen auftretenden Charaktere (besonders die Staatsanwältin Franka) waren nicht nur sympathisch, sondern auch sehr gut konstruiert. Das Ende war absolut unvorhersehbar und konnte mich restlos überzeugen - Herr Stassen, wann dürfen wir mit neuem Stoff von Ihnen rechnen? -> Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen. Erzählt wird die Geschichte die meiste Zeit aus der Ich-Perspektive des Nicholas Meller, wechselt die Perspektive jedoch auf den Täter, so lesen wir aus der Erzählerperspektive. -> Gesamt: Mit seinem schlüssigen Plot, unglaublich tollen Charakteren und unglaublich viel Spannung konnte mich Lorenz Stassen nicht nur vom "Angstmörder" überzeugen, sondern von auch von sich selbst als Autor und ich bin fest davon überzeugt, dass dies nicht das letzte Buch sein wird, was ich von ihm lesen werde! Wertung: 5 von 5 Sterne!
Anwalt Nicholas Meller ist ein echter 'Underdog', also ein Typ, dem niemand große Heldentaten zutrauen würde. Dann stolpert er jedoch mitten hinein in die Ermittlungen eines Mordfalls, den die Polizei schon so gut wie geklärt wähnt, und muss über sich hinauswachsen, um die Wahrheit aufzudecken, die niemand sonst sehen will. Dazu kommen ein paar zwielichtige Freunde aus dem kriminellen Milieu, ein hochintelligenter Serienkiller und eine hübsche Frau, die Nicholas unterstützend zur Seite steht. Plus ein bisschen SM, häusliche Gewalt und die ein oder andere Szene, wo es verdammt knapp wird für unsere Helden. Konnte ich mir super um 20:15 im deutschen Fernsehen vorstellen! (Was durchaus seinen Grund hat, mehr dazu weiter unten.) Aber ist das auch originell? In meinen Augen: ja, denn die Mischung machts! Nicholas ist vielleicht ein Underdog, aber er ist darüber hinaus ein interessanter, authentischer Charakter. Sympathisch fand ich ihn am Anfang nicht – er ist nicht nur stinkfaul, sondern ein echter Chauvi. Das Buch beginnt damit, dass er eine Frau zum Vorstellungsgespräch für eine Praktikantenstelle bittet, weil sie auf ihrem Bewerbungsfoto attraktiv aussah, und irritiert ist, als sich herausstellt, dass sie nur einen Arm hat. Seine Gedanken sind da schonungslos ehrlich: nein, er hätte Nina wohl nicht eingeladen, wenn er das gewusst hätte. Nein, ausgehen würde er mit einer Frau mit ihr wahrscheinlich auch nicht. Er stellt sie ein, löchert sie mit persönlichen Fragen und reißt Witze darüber, dass sie die Quotenbehinderte ist. An dieser Stelle hätte ich ihm am liebsten eine gescheuert. Aber ja, er wächst im Verlaufe der Handlung an seinen Erlebnissen. Ein perfekter Mensch wird aus ihm nicht, aber einer, den man mögen kann. Nina dagegen ist von Anfang an eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Sie ist eine starke Frau, die sich von so einer Kleinigkeit wie einem fehlenden rechten Arm nicht aufhalten lässt und eher genervt reagiert, wenn Nicholas meint, ihr beim Packen von Päckchen helfen zu müssen. Definitiv keine Prinzessin in Nöten, bravo! Auch die anderen Charaktere fand ich gut und überzeugend geschrieben. Besonders interessant fand ich die, die irgendwo zwischen gut und böse angesiedelt sind. Sollte man einem Mann die Daumen drücken, der mitgeholfen hat, einen Mord zu vertuschen? Wahrscheinlich nicht, aber ich habe mich dabei ertappt. Die Liebesgeschichte hätte es für mein Empfinden nicht unbedingt gebraucht, aber gut, wenn sie schon mal da war... Sie entwickelte sich für meinen Geschmack ein wenig zu schnell, war dafür aber (meist) nicht so kitschig und drängte die eigentliche Handlung nicht zu sehr in den Hintergrund. Die meisten Pluspunkte im Bereich "Originalität" gab es von mir für die Konstruktion der Mordfälle. Die Kriterien, nach denen der Mörder seine Opfer auswählt, und die Planung seiner Taten waren wirklich interessant und mal was Neues! Allerdings war ich am Ende von der Auflösung etwas enttäuscht, denn da erklärt der Autor meines Erachtens den Mörder zu Tode. Das kam mir ein bisschen vor wie eine Checkliste: Vorgehensweise, Psychopathologie, Trauma, und sobald das abgehakt war, ging alles sehr schnell. Am Schluss setzt das Buch zwar noch einmal eine unerwartete Wendung drauf, aber die hat mich nicht hunderprozentig überzeugt, sondern kam mir etwas zu konstruiert vor. Das Schreiben ist Lorenz Stassen als langjährigem Drehbuchautor nicht fremd, und diesen Hintergrund merkt man auch: viele Passagen konnte ich mir gut als Filmszenen vorstellen. Gelegentlich fehlten mir nähere Erklärungen oder mir erschien nicht alles schlüssig – in einem Film sieht man darüber leichter hinweg. Ein paar Entwicklungen waren mir auch zu praktisch: unsere Helden sind zum Beispiel in einer Notlage, und prompt tauchen ein paar harte Kerle aus dem Nichts auf, um sie zu retten, und reiten dann in den Sonnenuntergang. (Oder so ähnlich.) Der Schreibstil war mir oft etwas zu einfach, mit kurzen Sätzen. Spannend und unterhaltsam fand ich das Buch jedoch durchweg, ich hatte es sehr schnell durch! Fazit: Lorenz Stassen liefert mit "Angstmörder" ein solides Thriller-Debüt ab, das mich trotz kleiner Schwächen und Kritikpunkte überzeugen konnte. Der größte Pluspunkt ist in meinen Augen, wie originell und interessant die Taten des Mörders konstruiert sind – das kann für mich auch ein leicht schwächelndes Ende ausgleichen! Ich werde den Autor definitiv im Auge behalten.
Insgesamt leider ziemlich enttäuschend..
Basierend auf dem Klappentext hatte ich hohe Erwartungen an das Buch, doch konnte der Inhalt diesen nicht gerechnet werden. Während des Lesens hatte ich mehr das Gefühl, dass versucht werden soll eine Beziehung zwischen Nina und Nicholas zu erzählen anstatt des Verbrechens. Für meinen Geschmack war die Handlung zu wenig ausgebaut, zu wirr und schwer nachzuvollziehen. Ewig treten sie auf der Stelle und auf einmal weiß er, wo er suchen muss? Was mich zuletzt überrascht hat war die Tatsache, dass der Vater des Täters einer derjenigen ist, der eigentlich als Täter dargestellt werden sollte. Das hat nochmal einen Funken Spannung reingebracht, wo für mein Empfinden keine da war. Was mich irgendwann genervt hat, war die Tatsache, dass Ninas Behinderung immer wieder in der Vordergrund gestellt wurde - auch an Stellen, an denen es vollkommen deplatziert wirkte. Gefühlt wurde dieser Umstand mindestens einmal pro Kapitel erwähnt. Was für mich das Fass zum Überlaufen gebracht hat - wo ich innerlich schon mit dem Buch abgeschlossen habe - war, als er ihre Behinderung an der Stelle einbrachte, wo die beiden miteinander intim geworden waren. Ebenfalls anstrengend empfand ich die Passagen, in denen Nicholas über Frauen spricht. Gefühlt hat er sie dort jedes Mal auf ihr Äußeres runtergebrochen (insbesondere Nina) und nicht wirklich den Menschen dahinter gesehen. Insgesamt fand ich keinen der Charaktere sonderlich sympathisch oder so geschrieben, dass ich mich in sie hineinversetzen konnte. Ninas Art fand ich anstrengend, Nicholas in meinen Augen ein egoistischer Mensch und die Nebencharaktere auch nicht besonders gut ausgebaut. Kein Charakter hatte wirklich Tiefe und eine Charakterentwicklung hat auch nicht stattgefunden. Eine Kleinigkeit, die mich trotzdem ziemlich genervt hat, war, dass sie den Täter immer als "Bogdan" benannt haben - besonders, als sie seinen richtigen Namen wussten. Insgesamt hätte man aus der Handlung mehr machen können, doch wurde dieses Potential nicht wirklich genutzt. Für mich war es eher eine Romance mit Thrilleranteil, nicht andersrum. Das erste und auch das letzte Buch, was ich von dem Autoren gelesen habe.
Kurzbeschreibung: Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt... *Quelle* Zum Autor: Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für Alarm für Cobra 11 und Soko Köln / Soko Stuttgart. Angstmörder ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln. Meinung: Das Thrillerdebüt von Lorenz Stassen konnte mich sehr gut unterhalten, auch wenn es eher einem Krimi gleicht, da nicht ganz so viel Spannung und Blutiges in Erscheinung tritt, wie man es bei einem Thriller gewohnt ist. Der Rechtsanwalt Nicholas Meller hält sich beruflich mehr schlecht als recht über Wasser und muss auch eher zwielichtige Personen verteidigen. Doch das ändert sich, als die Studentin Nina Vonhoegen in sein Leben tritt. Sie bewirbt sich als Referendarin bei ihm, da seine Kanzlei praktisch bei ihr um die Ecke liegt und sie sich in Ruhe auf ihr nächstes Examen vorbereiten will. Erst ist Nicholas aufgrund ihrer Behinderung (ihr fehlt der rechte Arm) irritiert, doch er stellt sie ein und die beiden werden schon bald in einen schwerwiegenden Fall verwickelt: Ein Serientäter hat verschiedene Frauen misshandelt und ermordet und wird schon bald auf Nina aufmerksam. Lorenz Stassen, der Autor, arbeitet auch als Drehbuchautor für einige TV-Krimi-Reihen, was man dem Roman deutlich anmerkt, denn er lässt den Leser kaum zu Atem kommen und man ist sofort im Geschehen. Mit Nicholas Meller, dem erfolglosen Rechtsanwalt, hat er einen sympathischen Protagonisten geschaffen, der zwar anfangs etwas arrogant daherkommt, sich aber ins positive Gegenteil wandelt. Durch seinen Beruf fühlte ich mich ein wenig an die Joachim Vernau-Reihe von Elisabeth Herrmann erinnert, in der ja auch ein Rechtsanwalt die Hauptrolle spielt. Seine neue Kollegin Nina Vonhoegen hat mir ebenfalls gefallen: Ihre Behinderung bremst sie keinesfalls aus, eher macht sie diese doch recht selbstbewusst und gegen Hänseleien oder Anfeindungen immun. Ebenfalls hat sie eine sehr gute Kombinationsgabe, die in dem Fall, in den die beiden hineingezogen werden, sehr hilfreich sein wird. Die Handlung wird aus der Sicht Nicholas Mellers erzählt, eingestreut werden auch kurze Kapitel, die aus der Sicht des Täters spielen, was ich bei Thrillern immer sehr begrüße, da man dadurch auch Einblick in die Seele und die Gedanken dieser Person erhält. Der Fall selbst gestaltet sich interessant und spannend. Am Ende erwartet den Leser noch ein Showdown, der aber keinesfalls plakativ wirkt und abrupt endet, sondern sich schlüssig auflöst und keine Fragen unbeantwortet lässt. Ob hier weitere Teile folgen, vermag ich nicht zu sagen, aber es wäre aus meiner Sicht schön, noch weitere Fälle für Nicholas Meller und Nina Vonhoegen zu lesen. Fazit: Zwar gleicht Angstmörder mehr einem Krimi als einem Thriller, doch konnte Lorenz Stassen mich mit seiner Story, dem Schreibstil und den beiden Protagonisten, Rechtsanwalt Nicholas Meller und seiner Referendarin Nina Vonhoegen, durchweg überzeugen und unterhalten. Von den beiden würde ich gerne mehr lesen.
Cover: Farblich gefällt es mir gut, den Zusammenhang zwischen Hochsitz und Titel kann man auf den ersten Blick nicht erkennen. Mein Interesse konnte es durch die Aufmachung wecken. Man spekuliert was es mit dem Hochsitz zu tun haben kann und wieso grade dieses Motiv gewählt wurde. Erster Eindruck zum Buch: Es fängt gleich schon gut an und man bekommt eine kleine Ahnung was da noch kommen könnte. Die Kapitellängen waren sehr angenehm und nicht zu lang. Der Schreibstil war leicht zu lesen und man stolpert nicht über die Beschreibungen der Szenen. Protagonisten: Auf die Charaktere will ich im Einzelnen nicht so detailliert eingehen, doch was man sagen kann, ist, das sie fernab jeglicher Klischees sind. Es sind Charaktere aus dem ganz normalen Leben, hinter deren Fassade mehr steckt. Alle Protagonisten sind gut ausgearbeitet und wirken logisch in ihrem Handeln. Oftmals haben sie anders reagiert als ich dachte. Meine Meinung: Von der ersten bis zur letzten Seite war es spannend. Es wirkte wie ein Katz-und Maus Spiel auf mich. Durchschaubar und vorhersehbar war die Geschichte keineswegs. Ich fand den Aufbau der Geschichte sehr gut konstruiert, da es immer diese unterschwellige Anspannung gab, was als nächstes passieren wird. Bis auf das Ende, hat mir alles soweit gut gefallen. Der Schluss war mir zu wenig ausgearbeitet, in Anbetracht wie detailliert der Rest des Buchs war, mit den Schauplätzen und Charakteren












