Andere Sterne
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Book Information
Author Description
INGVILD H. RISHØI wurde mit Erzählungen und Kinderbüchern bekannt. Mit ›Winternovellen‹ gewann sie 2014 den Kritikerpreis für das beste norwegische Buch des Jahres und dazu den Brage-Preis. In Deutschland stand der Erzählband auf der Hotlist 2016. Auch für ihre Kinderbücher wurde Rishøi bereits mehrfach ausgezeichnet. Ingvild H. Rishøi lebt in Oslo.
Posts
Die Schwestern Ronja und Melissa sind meist auf sich alleine gestellt, ihr alkoholabhängiger Vater schafft es nicht auf Dauer einen Job zu behalten. Hoffnung keimt auf, als er mit Hilfe des Hausmeisters von Ronjas Schule einen Job als Weihnachtsbaumverkäufer findet. Er reißt sich zusammen, trinkt nicht und ist seinen Töchtern der Vater, den sie verdienen. Allerdings hält er es wieder nicht lange durch, beginnt erneut zu trinken und verliert die Stelle. Melissa springt für ihn ein, übernimmt seinen Job und sichert das Einkommen und die Aussicht auf Weihnachten mit einem Tannenbaum und Geschenken darunter. Aber manchmal kommt es anders, als man es sich erträumt... Dieses modern interpretierte Weihnachtsmärchen ist angelehnt an "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern". Allerdings bleibt offen, ob die Geschichte genauso endet. Sie ist tiefgründig, behandelt Themen wie Alkoholmissbrauch und Vernachlässigung von Kindern, zeigt aber auch, wie wichtig Zusammenhalt ist. Ich mochte diese atmosphärische Geschichte sehr gerne, sie ist leicht zu lesen und kommt ohne Kitsch aus.
Anders als erwartet, keine fröhliche Geschichte. Liest sich schnell und gut.
Eine Weihnachtsgeschichte, die ganz anders ist, als man es erwarten würde. Sie liest sich wunderbar flüssig und schnell. Durch die kurzen Kapitel und die knapp 150 Seiten fliegt man geradezu durch die Erzählung. Die Geschichte hat etwas von einem modernen Märchen, das entfernt an Das Mädchen mit den Schwefelhölzern erinnert. Die Stimmung ist überwiegend düster, aber dennoch gibt es immer wieder helle Momente der Hoffnung, die wie Lichtstrahlen in der Dunkelheit wirken. Auch die Charaktere sind außergewöhnlich und tragen zur Atmosphäre bei. Sie werden nur in kleinen Nuancen gezeichnet, was jedoch völlig ausreicht, um sie lebendig und greifbar zu machen. Gleichzeitig entziehen sie sich einer klaren Einordnung, was der Erzählung einen besonderen Charme verleiht und hervorragend zum Stil der Geschichte passt. Besonders gelungen ist die Perspektive aus der Sicht eines Kindes. Sie verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene von Unschuld und Zerbrechlichkeit, die berührt und zum Nachdenken anregt. Es ist kein fröhliches Buch im klassischen Sinne, aber dennoch geht der weihnachtliche Geist nicht verloren. Vielmehr zeigt die Geschichte auf, dass Weihnachten nicht immer und nicht für jeden eine Zeit des Glücks und der Freude ist.

Eine wertvolle Leseerfahrung. Bevor ich anfange, möchte ich darauf hinweisen, dass in diesem Buch Alkoholabhängigkeit und Kindeswohlgefährdung Themen sind, die ihren Raum haben und das Lesen der Geschichte für manche Menschen schwer erträglich bis unmöglich machen könnten. ‘Andere Sterne’ von Ingvild H. Rishøi (übersetzt von Daniela Syczek, erschienen im Dumont Verlag ) wollte ich unbedingt wegen des schönen Covers und der positiven Stimmen auf Bookstagram lesen. Ich wurde nicht enttäuscht! Wir erleben eine aufwühlende Weihnachtserzählung - von einem Märchen möchte ich, wie es andere tun, hier nicht spreche - über ein Schwesternpaar (Ronja, 10 Jahre und Melissa, 16 Jahre), das sich gemeinsam, einander liebevoll unterstützend, durch den Alltag kämpft, der durch die Alkoholkrankheit des Vaters eine besondere Herausforderung darstellt. Erzählt wird die Geschichte von der zehnjährigen Ronja, was uns Erwachsenen einen besonders wertvollen Blick auf die Welt bietet: Ehrlich, unverdorben, verträumt, fragend, schwärmerisch, naiv, hoffend. In einer als erwachsen, groß und überfordernd erscheinenden Welt wirft ‘Andere Sterne’ ein wärmendes Kerzenlicht auf die im Alltag leider zu oft unscheinbaren Menschen, die mit ihrer Güte und Herzlichkeit Stütze, Orientierung und Hoffnung vereinen. Uns Erwachsenen, entfremdet von einem Zuviel an Nützlichkeit, Abnutzung, Kampf und Durchhalten, fallen diese besonderen Menschen selten auf. Ronja bringt uns diese Personen, die nicht nur zur Weihnachtszeit unsere Aufmerksamkeit verdient haben, wieder näher. Die Geschichte macht zudem aufmerksam auf Menschen, für die Weihnachten - aus welchen Gründen auch immer - keine schöne Zeit ist. Lasst uns auch an diese denken. Ich möchte euch allen eine warme Empfehlung für das Buch aussprechen, sofern ihr mit den oben erwähnten Themen klarkommt und ein Happy End für euch kein Muss ist, denn das nicht eindeutige Ende kann auf verschiedene Weise gelesen werden.

Emotionsl, aufwühlend, besonders
Andere Sterne von Ingvild Rishøi Endlich ein Weihnachts- Winterroman für meine winterliche Deko ❄️ Dachte ich... Keine Ahnung was ich erwartet habe. Ich hätte den Klappentext lesen können / sollen 🤣🤷♀️ Bekommen habe ich? Ja, was eigentlich? Eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Geschrieben aus der Sicht der 10 jährigen Ronja. Ihr Vater schlägt sich mit Gelegenheitsjob durch, immer bis Sonja klingelt und fragt ob nicht auf einen Sprung mit in die nächste Bar möchte. Meist verliert er sich dabei, den Bezug zur Realität und seinen Job. So auch den letzten. Kurz vor Weihnachten. Da das Geld knapp ist und täglich neue Rechnungen rein flattern, muss die ältere Schwester handeln. Melissa, 16 Jahre, übernimmt den Job ihres Vaters als Weihnachtsbaumverkäufer. Hierbei wird sie gelegentlich von Ronja begleitet. Denn wo soll die Räubertochter sonst hin? Nach Hause zu ihrem Vater der dauerhaft betrunken ist? Der so merkwürdig nach Urin riecht? Eindrücklich und sehr emotional, bekommen wir hier das Leben zweier sehr starker Mädchen geschildert. Beklemmend, trotz oder gerade wegen des sehr einfachen Schreibstils. Inmitten der Gedankenwelt einer 10 jährigen. Bedrückend, wenn man sich überlegt dass diese Story nicht so abwegig ist. Diese 152 Seiten regen zum nachdenken an, zum kurz innehalten. Und vor allem es regt an Dankbar zu sein für das was wir haben. Für die Möglichkeit täglich warm zu essen, für die Chance nicht frieren zu müssen, für das Glück Menschen zu haben welche sich um einen Sorgen und Kümmern.

Ein ganz besonderes Weihnachtsbuch!
„Andere Sterne“ ein Roman von Ingvild H. Rishøi aus dem Dumont Buchverlag. Wurde aus dem Norwegischen von Daniela Syczek übersetzt. Durch das wunderbare Community-Projekt von @gemeinsam.mitlesen war es mir möglich gemeinsam mit dieser tollen Buchcommunity einen etwas anderen Weihnachtsroman zu lesen. Ganz lieben Dank auch an @dumontverlag für dieses Leseexemplar. Inhalt: Diese besondere Weihnachtsgeschichte wird aus der Sicht von Ronja erzählt, sie ist ein zehnjähriges Schulkind. Sie lebt mit ihrer sechzehnjährigen Schwester Melissa und ihrem alkoholkranken Vater in Tøyen einem Vorort von Oslo. Ronjas Vater gelingt mal wieder eine Arbeit zu bekommen. Als der Vater den Job an einem Weihnachtsbaum Verkauf wieder verliert, übernimmt Melissa seinen Job. Meine Meinung. Dieser Roman ließ mich nicht los. In diesem wunderschön roten Büchlein, das auch mit einem wunderschönen passenden roten Lesebändchen ausgestattet ist, steckt eine traurige aber auch bezaubernd märchenhafte Weihnachtsgeschichte. Die Geschichte regte mich sehr zum Nachdenken an. So konnte ich diesen Roman kaum aus der Hand legen. Fazit: Es sind 152 Seiten, voller wärme, Melancholie und Tiefgang. Ein besonderer Weihnachtsroman, den ich nicht vergessen werde. Ein absolut lesenswertes Buch! Frohe Weihnachten - god jul

Alte Geschichte im neuen Glanz.
"Manchmal gibt es einfach keinen Ausweg, und dann geschieht ein Wunder." Diese schmale Buch kommt ganz groß daher, ist es doch sprachlich und inhaltlich wirklich ein Schatz. Okay, wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist es die moderne Geschichte vom Schwefelholzmädchen, die mir sowieso bei jedem Lesen die Tränen in die Augen treibt. Aber was früher schon gut war, muss heute nicht schlecht sein. Ist es in diesem Fall auch nicht. Dank Ingvild H. Rishøi kommt die alte Geschichte modern daher und tut trotzdem dass, was sie tun soll. Aufrütteln, die Augen öffen und rührselig machen. Läuft.

„Aber dann kam der Nachmittag. Und die Welt ist eben nur die Welt, mit Bürgersteigen und Klettergerüsten und Eltern, die mit einer Box voller Lebkuchen ankommen. Es bringt nichts, das T-Shirt mit dem Lucia-Kostüm zu tauschen. Es bringt nichts, dass die Lehrerin rumläuft und Glitzerschlangen auf unsere Köpfe legt und sagt schön siehst du aus. Weil immer Hoffnung alles kaputt macht, und ich konnte diese bescheuerte Hoffnung einfach nicht aus meinem Kopf sperren. [ … ] Der Hausmeister zog das Seil. Der Bühnenvorhang öffnete sich. Und da stand ich und starrte. Von Gesicht zu Gesicht, und keines gehörte Papa, also wusste ich es nun sicher, aber es gelang mir trotzdem, weiter zu hoffen. Denn jeder kommt mal zu spät …“ (S. 85) ANDERE STERNE Ingvild H. Rishøi Die kleine 10-jährige Ronja lebt mit ihrem Vater und ihrer 16-jährigen Schwester in Tøyen, Oslo, einem Arbeiterviertel. Sie ernähren sich hauptsächlich von Cornflakes, denn der Vater trinkt und verliert regelmässig seine Jobs. Die Wohnung ist ungemütlich und alt. Weihnachten steht vor der Tür, die Chance auf einen heiß ersehnten Weihnachtsbaum ist klein. Doch dann scheint sich das Blatt zu wenden: Durch die Empfehlung des Hausmeisters aus Ronjas Schule bekommt ihr Vater einen Job als Tannenbaumverkäufer. Ihr Vater bleibt trocken und kauft sogar Lebensmittel ein. Doch diese Wende hält nicht lange an: Nachdem ihr Vater einen Vorschuss auf sein Gehalt erhalten hat, läuft er wieder in die Kneipe und kommt tagelang nicht nach Hause und wenn, dann liegt er komatös in der Küche. Kurzerhand beschliesst Melissa einzuspringen. Sie übernimmt in eisiger Kälte den Job ihres Vaters als Tannenbaumverkäuferin. Ronja versucht sie zu unterstützen, doch Melissas Chef ist streng und will keine Minderjährigen als Verkäuferin auf dem Grundstück haben und jagt sie davon. Doch es gibt auch Menschen, wie den Hausmeister und den netten Nachbarn mit Hund, die helfen möchten. Ob sie dies allerdings können, müsst ihr selber herausfinden. Diese besondere Weihnachtsgeschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ohne Kitsch kommt sie daher und geht tief unter die Haut. Viel zu oft gibt es diese Schicksale noch, wo zu viele Menschen einfach weggucken. Eine traurige Geschichte, die mich an das Mädchen mit den Schwefelhölzern erinnert. Der Schreibstil ist toll, ein wunderschönes schmales Buch mit Wucht, das ich nicht so schnell vergessen werde. Eine grosse Leseempfehlung von mir. Aus dem Norwegischen von Daniela Syczek

Ingvild H. Rishøi spinnt uns eine moderne Neuinterpretation eines klassischen Weihnachtsmärchens. Ronja und ihre große Schwester Melissa leben bei ihrem alkoholkranken Vater, der leider immer nur zeitweise sein Leben in den Griff bekommt. Auch den Job als Weihnachtsbaumverkäufer, den Ronja ihm durch den Hausmeister ihrer Schule besorgt, kann er nicht halten. Doch Ronja wünscht sich einen Weihnachtsbaum, sie brauchen Essen auf dem Tisch, also springt die große Schwester ein und kriegt den Job neben der Schule. Ob das ein Happy End für Ronja und ihre Schwester bedeutet, muss man selbst herausfinden. Die norwegische Autorin schreibt in einer äußerst eindringlichen Weise aus der Sichtweise der 10jährigen Ronja. Der Schreibstil ist dabei weniger flüssig und doch vollkommen passend für die Geschichte und die ganze eher bedrückende Atmosphäre darin. Es werden die verschiedene Eindrücke von Ronja, mit dem Geschehen um sie herum, aber auch mit Gefühlen, Erinnerungen und Fantasien verwoben und aneinandergereiht. Dies kann im ersten Moment vielleicht verwirrend oder sogar zusammenhanglos erscheinen, hat mich aber sehr eindrücklich in den Kopf des jungen Mädchen versetzt. Man erlebt in diesem Buch keine watteweiche Wohlfühl-Weihnachtsgeschichte, auch wenn Hoffnung die ganze Geschichte durchdringt. Die Geschichte und die Charaktere darin werden nicht in aller Tiefe erforscht, wie in Märchen üblich, und doch schafft es Rishøi einem das Leben von Ronja näherzubringen und mit ihr mitzufühlen. Dieses Buch wird sicher nicht für jeden Sein, da es doch eine sehr eigene Schwingung und Schreibweise an den Tag legt. Eventuell könnte es sogar für den Ein oder Anderen triggernd wirken (Thematik Alkoholismus und Kindesvernachlässigung). Die Erfahrung mit einem alkoholkranken Vater (und der wohl für diese Geschichte notwendige Abstand dazu) hat mir einen ganz eigenen Zugang zu dieser Geschichte ermöglicht. Ich bin sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit erhalten habe diesen Titel zu rezensieren, denn er hat sich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ergattert. Das Exemplar dazu gab es von NetGalley in Zusammenarbeit mit der DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, was meine Meinung nicht beeinflusst hat.
Das Ende hat mir die Geschichte leider kaputt gemacht
📔 Buchinfo Ronja, ihre große Schwester Melissa und ihr Vater leben in Tøyen, einem Arbeiterviertel in Oslo. Sie haben nicht viel, aber sie haben einander. Nun steht Weihnachten vor der Tür – und Ronja wünscht sich endlich einen eigenen Tannenbaum. Nur hat ihr Vater, der viel zu oft viel zu viel trinkt, leider gerade mal wieder seinen Job verloren. Ronja besorgt ihm mit Hilfe eines Freundes, dem Hausmeister, eine neue Anstellung auf dem Weihnachtsbaummarkt. Für ein paar Tage scheint sich alles zum Guten zu wenden: Ihr Vater bleibt nüchtern, es gibt anständiges Essen und vielleicht sogar Weihnachtsgeschenke. Doch als er wieder zu trinken beginnt, ist seine Arbeit – und damit das Einkommen der Familie – erneut in Gefahr. Melissa sieht keinen anderen Ausweg, als auf dem Weihnachtsbaummarkt einzuspringen. Ronja unterstützt ihre große Schwester nach Kräften. Die Arbeit ist hart, der Chef streng und das Wetter eisig. Aber da sind auch drei weise Männer, ein Stern und ein magischer Wald … (Quelle: Amazon) ➡️ Anfang Manchmal stelle ich mir Tøyen vor. Dann sehe ich es bildlich vor mir. 🙋🏻♀️ Meine Meinung Ronja und ihre ältere Schwester Melissa leben mit ihrem Vater in einem Arbeiterviertel in Oslo. Eine Muter gibt es nicht und da der Vater oft und viel trinkt, sind die beiden Mädchen auf sich allein gestellt. Doch so arg viel macht ihnen das gar nicht aus, denn sie haben bereits Übung darin. Kurz vor Weihnachten ist der Vater mal wieder trocken und hat sogar einen Job. Es gibt genug Essen im Haus und Ronja kann es sich erlauben, von einem Weihnachtsbaum zu träumen. Immerhin hat ihr Vater ihr dieses Jahr einen versprochen! Doch es kommt wie es kommen muss - die alten Freunde des Vaters schlagen wieder auf, er trinkt und verliert mal wieder seinen Job. Nun liegt es an Melissa die Familie durchzubringen. Sie erbettelt sich den verlorenen Job ihres Vaters (zu viel schlechteren Konditionen) und versucht ihrer Schwester ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. Dabei ist es das Schlimmste, wenn sich jemand kümmert. Das wusste ich schon immer. (Position 814) Ich muss gestehen, dass diese Geschichte nicht so richtig mein Geschmack war. Das Buch hat sich gut lesen lassen und ich kam auch erstaunlich gut voran, aber der Inhalt hat mir nicht wirklich zugesagt. Beworben wurde dieses Buch als "kitschfreie Weihnachtsgeschichte" - und das war es tatsächlich auch. Kitsch, weihnachtliche Romantik und Szenen, in denen einem beim Lesen warm ums Herz wird, sucht man hier vergebens. Stattdessen gibt es vernachlässigte Kinder und zerplatzende Träume. Das Ende fand ich ziemlich verwirrend und auch absolut unpassend. Im Endeffekt hat es mir die bis dahin "ganz gute Geschichte" dann eben doch zerstört. 🤔 Fazit Kein Buch für mich. Fand ich die Geschichte eigentlich ganz okay soweit, hat das Ende all das für mich zerstört. Ich habe aber auch Rezensionen gelesen, in denen die Lesenden das Buch feiern - ihr solltet euch also lieber selbst ein Bild davon machen!
In diesem Buch findet man eine moderne und zeitgemäße Variante der "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" Geschichte. Zumindest hat es mich beim Lesen immer wieder daran erinnert. Es geht um 2 Mädchen, 10 und 16 Jahre alt, die in sehr armen Verhältnissen leben. Ihr Vater ist Alkoholiker, das Geld ist mehr als knapp. Die Mädchen tragen die Verantwortung für sich mehr oder weniger selbst, auf den Vater ist kein Verlass. Als er vor Weihnachten einen Job als Tannenbaumverkäufer bekommt, hofft die jüngere Tochter, dass nun alles gut wird, doch sobald der Vater seinen ersten Vorschuss bekommen hat, verbringt er seine Zeit wieder in Kneipen. Kurzerhand übernimmt das große Mädchen seinen Job, und auch die Kleine arbeitet mit beim Verkauf von Tannengrün. Doch das geht nicht lange gut... Wer eine zuckersüße Weihnachtsgeschichte mit Friede, Freude, Eierkuchen erwartet, sollte dieses Buch besser nicht lesen, denn das ist es nicht. Es ist eine Darstellung von Armut aus Kindersicht. Das ist zwar gut gelungen, aber ich hatte mir als Weihnachtsgeschichte etwas anderes gewünscht.
Die Geschichte ist aus Ronjas Sicht geschrieben. Wir begleiten sie in der Weihnachtszeit und erfahren, wie es ihr mit der Situation um ihren alkoholkranken Vater geht. Es wird nicht viel ausgeschmückt und vieles nur kurz abgehandelt. Dennoch hat mich das Buch schnell abgeholt und emotional fand ich es erschütternd. Die Geschichte hat aber auch ihre witzigen Seiten. Gerade der Schlagabtausch mit dem Hausmeister hat mich zum Schmunzeln gebracht. Die Stärke des Buches sind die gelungenen Dialoge.
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INGVILD H. RISHØI wurde mit Erzählungen und Kinderbüchern bekannt. Mit ›Winternovellen‹ gewann sie 2014 den Kritikerpreis für das beste norwegische Buch des Jahres und dazu den Brage-Preis. In Deutschland stand der Erzählband auf der Hotlist 2016. Auch für ihre Kinderbücher wurde Rishøi bereits mehrfach ausgezeichnet. Ingvild H. Rishøi lebt in Oslo.
Posts
Die Schwestern Ronja und Melissa sind meist auf sich alleine gestellt, ihr alkoholabhängiger Vater schafft es nicht auf Dauer einen Job zu behalten. Hoffnung keimt auf, als er mit Hilfe des Hausmeisters von Ronjas Schule einen Job als Weihnachtsbaumverkäufer findet. Er reißt sich zusammen, trinkt nicht und ist seinen Töchtern der Vater, den sie verdienen. Allerdings hält er es wieder nicht lange durch, beginnt erneut zu trinken und verliert die Stelle. Melissa springt für ihn ein, übernimmt seinen Job und sichert das Einkommen und die Aussicht auf Weihnachten mit einem Tannenbaum und Geschenken darunter. Aber manchmal kommt es anders, als man es sich erträumt... Dieses modern interpretierte Weihnachtsmärchen ist angelehnt an "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern". Allerdings bleibt offen, ob die Geschichte genauso endet. Sie ist tiefgründig, behandelt Themen wie Alkoholmissbrauch und Vernachlässigung von Kindern, zeigt aber auch, wie wichtig Zusammenhalt ist. Ich mochte diese atmosphärische Geschichte sehr gerne, sie ist leicht zu lesen und kommt ohne Kitsch aus.
Anders als erwartet, keine fröhliche Geschichte. Liest sich schnell und gut.
Eine Weihnachtsgeschichte, die ganz anders ist, als man es erwarten würde. Sie liest sich wunderbar flüssig und schnell. Durch die kurzen Kapitel und die knapp 150 Seiten fliegt man geradezu durch die Erzählung. Die Geschichte hat etwas von einem modernen Märchen, das entfernt an Das Mädchen mit den Schwefelhölzern erinnert. Die Stimmung ist überwiegend düster, aber dennoch gibt es immer wieder helle Momente der Hoffnung, die wie Lichtstrahlen in der Dunkelheit wirken. Auch die Charaktere sind außergewöhnlich und tragen zur Atmosphäre bei. Sie werden nur in kleinen Nuancen gezeichnet, was jedoch völlig ausreicht, um sie lebendig und greifbar zu machen. Gleichzeitig entziehen sie sich einer klaren Einordnung, was der Erzählung einen besonderen Charme verleiht und hervorragend zum Stil der Geschichte passt. Besonders gelungen ist die Perspektive aus der Sicht eines Kindes. Sie verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene von Unschuld und Zerbrechlichkeit, die berührt und zum Nachdenken anregt. Es ist kein fröhliches Buch im klassischen Sinne, aber dennoch geht der weihnachtliche Geist nicht verloren. Vielmehr zeigt die Geschichte auf, dass Weihnachten nicht immer und nicht für jeden eine Zeit des Glücks und der Freude ist.

Eine wertvolle Leseerfahrung. Bevor ich anfange, möchte ich darauf hinweisen, dass in diesem Buch Alkoholabhängigkeit und Kindeswohlgefährdung Themen sind, die ihren Raum haben und das Lesen der Geschichte für manche Menschen schwer erträglich bis unmöglich machen könnten. ‘Andere Sterne’ von Ingvild H. Rishøi (übersetzt von Daniela Syczek, erschienen im Dumont Verlag ) wollte ich unbedingt wegen des schönen Covers und der positiven Stimmen auf Bookstagram lesen. Ich wurde nicht enttäuscht! Wir erleben eine aufwühlende Weihnachtserzählung - von einem Märchen möchte ich, wie es andere tun, hier nicht spreche - über ein Schwesternpaar (Ronja, 10 Jahre und Melissa, 16 Jahre), das sich gemeinsam, einander liebevoll unterstützend, durch den Alltag kämpft, der durch die Alkoholkrankheit des Vaters eine besondere Herausforderung darstellt. Erzählt wird die Geschichte von der zehnjährigen Ronja, was uns Erwachsenen einen besonders wertvollen Blick auf die Welt bietet: Ehrlich, unverdorben, verträumt, fragend, schwärmerisch, naiv, hoffend. In einer als erwachsen, groß und überfordernd erscheinenden Welt wirft ‘Andere Sterne’ ein wärmendes Kerzenlicht auf die im Alltag leider zu oft unscheinbaren Menschen, die mit ihrer Güte und Herzlichkeit Stütze, Orientierung und Hoffnung vereinen. Uns Erwachsenen, entfremdet von einem Zuviel an Nützlichkeit, Abnutzung, Kampf und Durchhalten, fallen diese besonderen Menschen selten auf. Ronja bringt uns diese Personen, die nicht nur zur Weihnachtszeit unsere Aufmerksamkeit verdient haben, wieder näher. Die Geschichte macht zudem aufmerksam auf Menschen, für die Weihnachten - aus welchen Gründen auch immer - keine schöne Zeit ist. Lasst uns auch an diese denken. Ich möchte euch allen eine warme Empfehlung für das Buch aussprechen, sofern ihr mit den oben erwähnten Themen klarkommt und ein Happy End für euch kein Muss ist, denn das nicht eindeutige Ende kann auf verschiedene Weise gelesen werden.

Emotionsl, aufwühlend, besonders
Andere Sterne von Ingvild Rishøi Endlich ein Weihnachts- Winterroman für meine winterliche Deko ❄️ Dachte ich... Keine Ahnung was ich erwartet habe. Ich hätte den Klappentext lesen können / sollen 🤣🤷♀️ Bekommen habe ich? Ja, was eigentlich? Eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Geschrieben aus der Sicht der 10 jährigen Ronja. Ihr Vater schlägt sich mit Gelegenheitsjob durch, immer bis Sonja klingelt und fragt ob nicht auf einen Sprung mit in die nächste Bar möchte. Meist verliert er sich dabei, den Bezug zur Realität und seinen Job. So auch den letzten. Kurz vor Weihnachten. Da das Geld knapp ist und täglich neue Rechnungen rein flattern, muss die ältere Schwester handeln. Melissa, 16 Jahre, übernimmt den Job ihres Vaters als Weihnachtsbaumverkäufer. Hierbei wird sie gelegentlich von Ronja begleitet. Denn wo soll die Räubertochter sonst hin? Nach Hause zu ihrem Vater der dauerhaft betrunken ist? Der so merkwürdig nach Urin riecht? Eindrücklich und sehr emotional, bekommen wir hier das Leben zweier sehr starker Mädchen geschildert. Beklemmend, trotz oder gerade wegen des sehr einfachen Schreibstils. Inmitten der Gedankenwelt einer 10 jährigen. Bedrückend, wenn man sich überlegt dass diese Story nicht so abwegig ist. Diese 152 Seiten regen zum nachdenken an, zum kurz innehalten. Und vor allem es regt an Dankbar zu sein für das was wir haben. Für die Möglichkeit täglich warm zu essen, für die Chance nicht frieren zu müssen, für das Glück Menschen zu haben welche sich um einen Sorgen und Kümmern.

Ein ganz besonderes Weihnachtsbuch!
„Andere Sterne“ ein Roman von Ingvild H. Rishøi aus dem Dumont Buchverlag. Wurde aus dem Norwegischen von Daniela Syczek übersetzt. Durch das wunderbare Community-Projekt von @gemeinsam.mitlesen war es mir möglich gemeinsam mit dieser tollen Buchcommunity einen etwas anderen Weihnachtsroman zu lesen. Ganz lieben Dank auch an @dumontverlag für dieses Leseexemplar. Inhalt: Diese besondere Weihnachtsgeschichte wird aus der Sicht von Ronja erzählt, sie ist ein zehnjähriges Schulkind. Sie lebt mit ihrer sechzehnjährigen Schwester Melissa und ihrem alkoholkranken Vater in Tøyen einem Vorort von Oslo. Ronjas Vater gelingt mal wieder eine Arbeit zu bekommen. Als der Vater den Job an einem Weihnachtsbaum Verkauf wieder verliert, übernimmt Melissa seinen Job. Meine Meinung. Dieser Roman ließ mich nicht los. In diesem wunderschön roten Büchlein, das auch mit einem wunderschönen passenden roten Lesebändchen ausgestattet ist, steckt eine traurige aber auch bezaubernd märchenhafte Weihnachtsgeschichte. Die Geschichte regte mich sehr zum Nachdenken an. So konnte ich diesen Roman kaum aus der Hand legen. Fazit: Es sind 152 Seiten, voller wärme, Melancholie und Tiefgang. Ein besonderer Weihnachtsroman, den ich nicht vergessen werde. Ein absolut lesenswertes Buch! Frohe Weihnachten - god jul

Alte Geschichte im neuen Glanz.
"Manchmal gibt es einfach keinen Ausweg, und dann geschieht ein Wunder." Diese schmale Buch kommt ganz groß daher, ist es doch sprachlich und inhaltlich wirklich ein Schatz. Okay, wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist es die moderne Geschichte vom Schwefelholzmädchen, die mir sowieso bei jedem Lesen die Tränen in die Augen treibt. Aber was früher schon gut war, muss heute nicht schlecht sein. Ist es in diesem Fall auch nicht. Dank Ingvild H. Rishøi kommt die alte Geschichte modern daher und tut trotzdem dass, was sie tun soll. Aufrütteln, die Augen öffen und rührselig machen. Läuft.

„Aber dann kam der Nachmittag. Und die Welt ist eben nur die Welt, mit Bürgersteigen und Klettergerüsten und Eltern, die mit einer Box voller Lebkuchen ankommen. Es bringt nichts, das T-Shirt mit dem Lucia-Kostüm zu tauschen. Es bringt nichts, dass die Lehrerin rumläuft und Glitzerschlangen auf unsere Köpfe legt und sagt schön siehst du aus. Weil immer Hoffnung alles kaputt macht, und ich konnte diese bescheuerte Hoffnung einfach nicht aus meinem Kopf sperren. [ … ] Der Hausmeister zog das Seil. Der Bühnenvorhang öffnete sich. Und da stand ich und starrte. Von Gesicht zu Gesicht, und keines gehörte Papa, also wusste ich es nun sicher, aber es gelang mir trotzdem, weiter zu hoffen. Denn jeder kommt mal zu spät …“ (S. 85) ANDERE STERNE Ingvild H. Rishøi Die kleine 10-jährige Ronja lebt mit ihrem Vater und ihrer 16-jährigen Schwester in Tøyen, Oslo, einem Arbeiterviertel. Sie ernähren sich hauptsächlich von Cornflakes, denn der Vater trinkt und verliert regelmässig seine Jobs. Die Wohnung ist ungemütlich und alt. Weihnachten steht vor der Tür, die Chance auf einen heiß ersehnten Weihnachtsbaum ist klein. Doch dann scheint sich das Blatt zu wenden: Durch die Empfehlung des Hausmeisters aus Ronjas Schule bekommt ihr Vater einen Job als Tannenbaumverkäufer. Ihr Vater bleibt trocken und kauft sogar Lebensmittel ein. Doch diese Wende hält nicht lange an: Nachdem ihr Vater einen Vorschuss auf sein Gehalt erhalten hat, läuft er wieder in die Kneipe und kommt tagelang nicht nach Hause und wenn, dann liegt er komatös in der Küche. Kurzerhand beschliesst Melissa einzuspringen. Sie übernimmt in eisiger Kälte den Job ihres Vaters als Tannenbaumverkäuferin. Ronja versucht sie zu unterstützen, doch Melissas Chef ist streng und will keine Minderjährigen als Verkäuferin auf dem Grundstück haben und jagt sie davon. Doch es gibt auch Menschen, wie den Hausmeister und den netten Nachbarn mit Hund, die helfen möchten. Ob sie dies allerdings können, müsst ihr selber herausfinden. Diese besondere Weihnachtsgeschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ohne Kitsch kommt sie daher und geht tief unter die Haut. Viel zu oft gibt es diese Schicksale noch, wo zu viele Menschen einfach weggucken. Eine traurige Geschichte, die mich an das Mädchen mit den Schwefelhölzern erinnert. Der Schreibstil ist toll, ein wunderschönes schmales Buch mit Wucht, das ich nicht so schnell vergessen werde. Eine grosse Leseempfehlung von mir. Aus dem Norwegischen von Daniela Syczek

Ingvild H. Rishøi spinnt uns eine moderne Neuinterpretation eines klassischen Weihnachtsmärchens. Ronja und ihre große Schwester Melissa leben bei ihrem alkoholkranken Vater, der leider immer nur zeitweise sein Leben in den Griff bekommt. Auch den Job als Weihnachtsbaumverkäufer, den Ronja ihm durch den Hausmeister ihrer Schule besorgt, kann er nicht halten. Doch Ronja wünscht sich einen Weihnachtsbaum, sie brauchen Essen auf dem Tisch, also springt die große Schwester ein und kriegt den Job neben der Schule. Ob das ein Happy End für Ronja und ihre Schwester bedeutet, muss man selbst herausfinden. Die norwegische Autorin schreibt in einer äußerst eindringlichen Weise aus der Sichtweise der 10jährigen Ronja. Der Schreibstil ist dabei weniger flüssig und doch vollkommen passend für die Geschichte und die ganze eher bedrückende Atmosphäre darin. Es werden die verschiedene Eindrücke von Ronja, mit dem Geschehen um sie herum, aber auch mit Gefühlen, Erinnerungen und Fantasien verwoben und aneinandergereiht. Dies kann im ersten Moment vielleicht verwirrend oder sogar zusammenhanglos erscheinen, hat mich aber sehr eindrücklich in den Kopf des jungen Mädchen versetzt. Man erlebt in diesem Buch keine watteweiche Wohlfühl-Weihnachtsgeschichte, auch wenn Hoffnung die ganze Geschichte durchdringt. Die Geschichte und die Charaktere darin werden nicht in aller Tiefe erforscht, wie in Märchen üblich, und doch schafft es Rishøi einem das Leben von Ronja näherzubringen und mit ihr mitzufühlen. Dieses Buch wird sicher nicht für jeden Sein, da es doch eine sehr eigene Schwingung und Schreibweise an den Tag legt. Eventuell könnte es sogar für den Ein oder Anderen triggernd wirken (Thematik Alkoholismus und Kindesvernachlässigung). Die Erfahrung mit einem alkoholkranken Vater (und der wohl für diese Geschichte notwendige Abstand dazu) hat mir einen ganz eigenen Zugang zu dieser Geschichte ermöglicht. Ich bin sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit erhalten habe diesen Titel zu rezensieren, denn er hat sich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ergattert. Das Exemplar dazu gab es von NetGalley in Zusammenarbeit mit der DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, was meine Meinung nicht beeinflusst hat.
Das Ende hat mir die Geschichte leider kaputt gemacht
📔 Buchinfo Ronja, ihre große Schwester Melissa und ihr Vater leben in Tøyen, einem Arbeiterviertel in Oslo. Sie haben nicht viel, aber sie haben einander. Nun steht Weihnachten vor der Tür – und Ronja wünscht sich endlich einen eigenen Tannenbaum. Nur hat ihr Vater, der viel zu oft viel zu viel trinkt, leider gerade mal wieder seinen Job verloren. Ronja besorgt ihm mit Hilfe eines Freundes, dem Hausmeister, eine neue Anstellung auf dem Weihnachtsbaummarkt. Für ein paar Tage scheint sich alles zum Guten zu wenden: Ihr Vater bleibt nüchtern, es gibt anständiges Essen und vielleicht sogar Weihnachtsgeschenke. Doch als er wieder zu trinken beginnt, ist seine Arbeit – und damit das Einkommen der Familie – erneut in Gefahr. Melissa sieht keinen anderen Ausweg, als auf dem Weihnachtsbaummarkt einzuspringen. Ronja unterstützt ihre große Schwester nach Kräften. Die Arbeit ist hart, der Chef streng und das Wetter eisig. Aber da sind auch drei weise Männer, ein Stern und ein magischer Wald … (Quelle: Amazon) ➡️ Anfang Manchmal stelle ich mir Tøyen vor. Dann sehe ich es bildlich vor mir. 🙋🏻♀️ Meine Meinung Ronja und ihre ältere Schwester Melissa leben mit ihrem Vater in einem Arbeiterviertel in Oslo. Eine Muter gibt es nicht und da der Vater oft und viel trinkt, sind die beiden Mädchen auf sich allein gestellt. Doch so arg viel macht ihnen das gar nicht aus, denn sie haben bereits Übung darin. Kurz vor Weihnachten ist der Vater mal wieder trocken und hat sogar einen Job. Es gibt genug Essen im Haus und Ronja kann es sich erlauben, von einem Weihnachtsbaum zu träumen. Immerhin hat ihr Vater ihr dieses Jahr einen versprochen! Doch es kommt wie es kommen muss - die alten Freunde des Vaters schlagen wieder auf, er trinkt und verliert mal wieder seinen Job. Nun liegt es an Melissa die Familie durchzubringen. Sie erbettelt sich den verlorenen Job ihres Vaters (zu viel schlechteren Konditionen) und versucht ihrer Schwester ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. Dabei ist es das Schlimmste, wenn sich jemand kümmert. Das wusste ich schon immer. (Position 814) Ich muss gestehen, dass diese Geschichte nicht so richtig mein Geschmack war. Das Buch hat sich gut lesen lassen und ich kam auch erstaunlich gut voran, aber der Inhalt hat mir nicht wirklich zugesagt. Beworben wurde dieses Buch als "kitschfreie Weihnachtsgeschichte" - und das war es tatsächlich auch. Kitsch, weihnachtliche Romantik und Szenen, in denen einem beim Lesen warm ums Herz wird, sucht man hier vergebens. Stattdessen gibt es vernachlässigte Kinder und zerplatzende Träume. Das Ende fand ich ziemlich verwirrend und auch absolut unpassend. Im Endeffekt hat es mir die bis dahin "ganz gute Geschichte" dann eben doch zerstört. 🤔 Fazit Kein Buch für mich. Fand ich die Geschichte eigentlich ganz okay soweit, hat das Ende all das für mich zerstört. Ich habe aber auch Rezensionen gelesen, in denen die Lesenden das Buch feiern - ihr solltet euch also lieber selbst ein Bild davon machen!
In diesem Buch findet man eine moderne und zeitgemäße Variante der "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" Geschichte. Zumindest hat es mich beim Lesen immer wieder daran erinnert. Es geht um 2 Mädchen, 10 und 16 Jahre alt, die in sehr armen Verhältnissen leben. Ihr Vater ist Alkoholiker, das Geld ist mehr als knapp. Die Mädchen tragen die Verantwortung für sich mehr oder weniger selbst, auf den Vater ist kein Verlass. Als er vor Weihnachten einen Job als Tannenbaumverkäufer bekommt, hofft die jüngere Tochter, dass nun alles gut wird, doch sobald der Vater seinen ersten Vorschuss bekommen hat, verbringt er seine Zeit wieder in Kneipen. Kurzerhand übernimmt das große Mädchen seinen Job, und auch die Kleine arbeitet mit beim Verkauf von Tannengrün. Doch das geht nicht lange gut... Wer eine zuckersüße Weihnachtsgeschichte mit Friede, Freude, Eierkuchen erwartet, sollte dieses Buch besser nicht lesen, denn das ist es nicht. Es ist eine Darstellung von Armut aus Kindersicht. Das ist zwar gut gelungen, aber ich hatte mir als Weihnachtsgeschichte etwas anderes gewünscht.
Die Geschichte ist aus Ronjas Sicht geschrieben. Wir begleiten sie in der Weihnachtszeit und erfahren, wie es ihr mit der Situation um ihren alkoholkranken Vater geht. Es wird nicht viel ausgeschmückt und vieles nur kurz abgehandelt. Dennoch hat mich das Buch schnell abgeholt und emotional fand ich es erschütternd. Die Geschichte hat aber auch ihre witzigen Seiten. Gerade der Schlagabtausch mit dem Hausmeister hat mich zum Schmunzeln gebracht. Die Stärke des Buches sind die gelungenen Dialoge.




















