Amateur

Amateur

Softcover
3.913

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Description

Shortlisted for the Baillie Gifford Prize for Non-Fiction
Shortlisted for the Wellcome Book Prize

In this groundbreaking new book, Thomas Page McBee, a trans man, trains to fight in a charity match at Madison Square Garden while struggling to untangle the vexed relationship between masculinity and violence.

Through his experience of boxing - learning to get hit, and to hit back; wrestling with the camaraderie of the gym; confronting the betrayals and strength of his own body - McBee examines the weight of male violence, the pervasiveness of gender stereotypes and the limitations of conventional masculinity. A wide-ranging exploration of gender in our society, Amateur is ultimately a story of hope, as McBee traces a way forward: a new masculinity, inside the ring and out of it.

A graceful and uncompromising exploration of living, fighting and healing, in Amateur we gain insight into the stereotypes and shifting realities of masculinity today through the eyes of a new man.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Autobiographies
Format
Softcover
Pages
204
Price
14.00 €

Posts

3
All
4

Ein wirklich schönes Buch über Männlichkeit und Gewalt. Viele kluge Beobachtungen und liebevolle Reflexionen. Ich habs wirklich gern gelesen und viel draus mitgenommen.

5

[Ein ARC dieses Buches wurde mir im Austausch gegen eine ehrliche Rezension von NetGalley zur Verfügung gestellt.] CNs: sexueller Missbrauch, Gewalt und Verletzungen beim Boxen, Queerfeindlichkeit, Tod eines Familienmitglieds Was mir gefallen hat: • Ich bin so glücklich, dass dieses tolle Buch ins Deutsche übersetzt wurde! • Das Buch ist so spannend geschrieben! Manchmal kam es mir vor, als würde ich einen Roman lesen und kein Memoir. • Obwohl ich mich vorher überhaupt nicht fürs Boxen interessiert habe, fand ich McBee‘s Geschichte extrem spannend, lehrreich und vor allem inspirierend. Vielleicht werde ich mich in nächster Zeit sogar noch mehr mit dem Thema Boxen auseinandersetzen. • Ich habe beim Lesen so viel über mich, die Männer in meinem Leben und Männlichkeit im Allgemeinen gelernt. Ehrlich gesagt wollte ich das Buch anfangs nur lesen, weil es von einem trans Mann geschrieben wurde, doch es hat mir so viel mehr gegeben, als ich erwartet hatte. • Ich hätte nicht gedacht, dass ein Non-Fiction Buch so emotional sein kann! Es gab so viele berührende, wunderschöne, aber auch traurige Szenen, und das Buch wird mir definitiv noch lange in Erinnerung bleiben. Was mir nicht gefallen hat: • Im Buch wird das Wort „trans“ richtig verwendet, im Klappentext aber nicht. „Trans“ ist ein Adjektiv, kein Präfix. Es heißt ja auch „blonder Mann“ und nicht „Blondmann“. • Wenn es nach mir ginge, hätte das Buch ruhig länger sein können! Ich werde definitiv auch McBee’s anderes Buch lesen und hoffe, dass dieses ebenfalls ins Deutsche übersetzt wird. Eines meiner Lieblingsbücher des Jahres! Jeder Mann, egal ob trans oder cis, sollte dieses Buch lesen.

4

Inhalt: Mit Anfang 30 ist Thomas Page McBee endlich am Ziel – er ist körperlich und vor dem Gesetz ein Mann und kann endlich das Leben führen, von dem er immer geträumt hat. Doch damit ist er nicht am Ziel angekommen, vielmehr steht er ganz am Anfang seines neuen Lebens. Um zu klären, was Männlichkeit überhaupt bedeutet, wagt er ein ungewöhnliches Experiment – er taucht in eine Welt ein, die wie keine andere für Männlichkeit, Testosteron und Stereotype steht: das Boxen. Mit dem Ziel als erster Transmann im Madison Square Garden zu boxen, erkundet er während des Trainings im und außerhalb des Rings, was es heutzutage gesellschaftlich bedeutet, ein Mann zu sein. Eigene Meinung: Mit der Autobiografie „Amateur“ präsentiert Thomas Page McBee eine der wenigen Transgender Biografien, in denen es nicht um den Weg zum Mann und die Transition geht, sondern vielmehr um das Leben danach und die Hürden, die es im Anschluss zu überwinden geht – im Fall des Autors die Suche nach einer Definition für Männlichkeit innerhalb der Gesellschaft, um sich selbst besser zu verstehen und für sich Wege zu finden, ein besserer Mensch zu sein. Das Buch erschien 2020 im Blumenbar Verlag. Thomas Page McBee will dem Mythos Männlichkeit auf den Grund gehen und entscheidet sich daher für ein ungewöhnliches Experiment – er beschließt Amateurboxer zu werden und für einen Charity-Wettkampf zu trainieren. Der Leser ist von Anfang an dabei und begleitet den Autoren auf seinem Weg durch testosterongeprägte Boxhallen und Gyms, erfährt aber auch mehr über Thomas Page McBees Vergangenheit als Frau und mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund, spricht offen über seine Erfahrungen als Frau, den sexuellen Missbrauch und die Ängste, die er in seinem Leben erfahren hat. Er zeichnet ein teils erschreckendes Bild einer Gesellschaft, in der Frauen trotz allen Fortschritts selten auf derselben Stufe mit einem Mann stehen und welche feinen Unterschiede es zwischen den Geschlechtern gibt. Genau diesen Punkt erforscht er auf seiner Suche nach Antworten, denn seitdem er für die Gesellschaft zu einem Mann geworden ist, hat sich seine berufliche und gesellschaftliche Position stark gewandelt. Es ist ein eindringliches, sehr persönliches Bild, das Thomas Page McBee liefert. Dabei spart er weder mit Kritik noch ignoriert er bei seinen messerscharfen Analysen seine eigene Schwächen – er analysiert sich und andere Männer und regt mit seiner Offenheit zum Nachdenken über das gewohnte Verständnis der Geschlechter an. Sehr eindringlich und ausführlich wird dabei die Welt des Boxens beschrieben und welche ungeschriebenen Regeln dort gelten. Als Leser*in erfährt man in diesen Passagen am meisten über den Autoren, aber auch die Gesellschaft, wenn es um die Beschreibung von Männlichkeit, aber auch um die seltsame Mischung von Aggression und Gewalttätigkeit, Freundschaft und Gefühlen. Es ist ein gewagtes Experiment, das unheimlich viel offenlegt – Thomas Page McBee gibt Einblicke in eine Welt, die man nur schwer nachvollziehen kann und die doch so viel mehr aufzuzeigen hat, als rohe Gewalt und Aggressivität. Es lohnt sich, tiefer zu gehen und zusammen mit dem Autoren die Hintergründe zu erkunden. Sprachlich gibt s nichts zu bemängeln – Thomas Page McBee hat einen angenehm lesbaren Stil, der nicht zu trocken und sachlich gehalten ist. Zwar kommen auch verschiedene Psycholog*innen und Wissenschaftler*innen zu Wort, doch die kurzen Einschübe dominieren nicht den Text und dienen lediglich als Untermalung. Der Autor bleibt vorwiegend bei seiner persönlichen Perspektive und ergründet die Thematik mit eigenen Beispielen und Erfahrungswerten – was „Amateur“ zu einem sehr persönlichen Werk macht. Fazit: „Amateur“ ist eine gelungene, nachdenklich stimmende Autobiografie, die den Leser*innen eine Menge über das Thema Männlichkeit offenbart und fast noch mehr über Thomas Page McBee und sein Leben verrät. Es ist eindringlich und informativ geschrieben, ohne zu wissenschaftlich daher zu kommen, regt zum Nachdenken an und berührt auf vielen Ebenen. Ein gelungenes Werk zum Thema Männlichkeit und die ungeschriebenen Gesetze der Gesellschaft. Zu empfehlen.

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