Als Durante kam
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Description
Book Information
Author Description
Andrea De Carlo, geboren 1952 in Mailand, lebte nach einem Literaturstudium längere Zeit in den USA und in Australien. Er war Fotograf, Maler und Rockmusiker, bevor ihm 1981 mit seinem ersten Roman, ›Creamtrain‹, der Durchbruch gelang. Acht Jahre später legte er den Roman ›Zwei von zwei‹ vor, der zum Kultbuch einer ganzen Generation wurde. Andrea De Carlo lebt in Mailand und in Ligurien.
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Eine subtile, aber intensive Atmosphäre - zum Beispiel an einem abgelegenen Strand in der Nebensaison, wenn die Sonne tief steht und der Wind die Wellen unaufgeregt, aber beständig an den Sand trägt. Alternativ ein kleines italienisches Café in einer Seitenstraße einer Altstadt, mit einem Cappuccino in der Hand, umgeben vom leichten Stimmengewirr und dem Duft von Espresso. Genau hier liest sich "Als Durante kam" von Andrea de Carlo am besten: Ein stiller, aber fesselnder Roman, der sich durch seine subtile Spannung und präzise Charakterzeichnung auszeichnet. Trotz eines unaufgeregten Erzählstils entwickelt das Buch eine Sogwirkung, die es schwer macht, es aus der Hand zu legen. Dies liegt nicht zuletzt an De Carlos ökonomischer Sprache. Ähnlich wie bei Hemingway oder Camus entsteht die Intensität des Textes nicht durch dramatische Ereignisse, sondern durch das unausgesprochene Ringen der Figuren mit ihren eigenen Gefühlen und Erwartungen. Im Zentrum steht Durante, eine moderne Variation des l’homme fatal, der als charismatischer Freigeist alle Frauen um ihn herum in seinen Bann zieht. Wie literarische Vorbilder von Don Juan bis zum flâneur des 19. Jahrhunderts bewegt er sich außerhalb gesellschaftlicher Konventionen – faszinierend, aber unerreichbar. Die Frauen lieben das Außergewöhnliche an ihm, doch in dem Moment, in dem sie versuchen, ihn festzuhalten, entzieht er sich ihnen. Hier zeigt sich das zentrale Motiv des Romans: Das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Besitzdenken in Beziehungen. De Carlo wirft damit eine zeitlose, aber zugleich hochaktuelle Frage auf. Können wir das, was uns an einem Menschen fasziniert, wirklich akzeptieren – oder wollen wir es in eine für uns bequemere Form zwingen? Die Ambivalenz, mit der die Frauen Durante begehren und gleichzeitig in ein konventionelles Beziehungsmodell pressen wollen, macht die Dynamik des Romans so spannend. De Carlo arbeitet mit klassischen Motivkonstellationen und transformiert sie in eine moderne Erzählung über Sehnsucht und die Unmöglichkeit, einen Menschen zu besitzen, ohne ihn zu verlieren. Die unaufgeregte Erzählweise verstärkt diesen Effekt, indem sie die Emotionen nicht plakativ ausstellt, sondern in den Zwischentönen erfahrbar macht. Als Durante kam ist damit nicht nur ein eindrucksvoller Roman über Liebe und Freiheit, sondern auch eine raffinierte Reflexion über die Widersprüche menschlicher Beziehungen – verankert in großen Erzähltraditionen, aber ganz in der Gegenwart verortet.

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Andrea De Carlo, geboren 1952 in Mailand, lebte nach einem Literaturstudium längere Zeit in den USA und in Australien. Er war Fotograf, Maler und Rockmusiker, bevor ihm 1981 mit seinem ersten Roman, ›Creamtrain‹, der Durchbruch gelang. Acht Jahre später legte er den Roman ›Zwei von zwei‹ vor, der zum Kultbuch einer ganzen Generation wurde. Andrea De Carlo lebt in Mailand und in Ligurien.
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Eine subtile, aber intensive Atmosphäre - zum Beispiel an einem abgelegenen Strand in der Nebensaison, wenn die Sonne tief steht und der Wind die Wellen unaufgeregt, aber beständig an den Sand trägt. Alternativ ein kleines italienisches Café in einer Seitenstraße einer Altstadt, mit einem Cappuccino in der Hand, umgeben vom leichten Stimmengewirr und dem Duft von Espresso. Genau hier liest sich "Als Durante kam" von Andrea de Carlo am besten: Ein stiller, aber fesselnder Roman, der sich durch seine subtile Spannung und präzise Charakterzeichnung auszeichnet. Trotz eines unaufgeregten Erzählstils entwickelt das Buch eine Sogwirkung, die es schwer macht, es aus der Hand zu legen. Dies liegt nicht zuletzt an De Carlos ökonomischer Sprache. Ähnlich wie bei Hemingway oder Camus entsteht die Intensität des Textes nicht durch dramatische Ereignisse, sondern durch das unausgesprochene Ringen der Figuren mit ihren eigenen Gefühlen und Erwartungen. Im Zentrum steht Durante, eine moderne Variation des l’homme fatal, der als charismatischer Freigeist alle Frauen um ihn herum in seinen Bann zieht. Wie literarische Vorbilder von Don Juan bis zum flâneur des 19. Jahrhunderts bewegt er sich außerhalb gesellschaftlicher Konventionen – faszinierend, aber unerreichbar. Die Frauen lieben das Außergewöhnliche an ihm, doch in dem Moment, in dem sie versuchen, ihn festzuhalten, entzieht er sich ihnen. Hier zeigt sich das zentrale Motiv des Romans: Das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Besitzdenken in Beziehungen. De Carlo wirft damit eine zeitlose, aber zugleich hochaktuelle Frage auf. Können wir das, was uns an einem Menschen fasziniert, wirklich akzeptieren – oder wollen wir es in eine für uns bequemere Form zwingen? Die Ambivalenz, mit der die Frauen Durante begehren und gleichzeitig in ein konventionelles Beziehungsmodell pressen wollen, macht die Dynamik des Romans so spannend. De Carlo arbeitet mit klassischen Motivkonstellationen und transformiert sie in eine moderne Erzählung über Sehnsucht und die Unmöglichkeit, einen Menschen zu besitzen, ohne ihn zu verlieren. Die unaufgeregte Erzählweise verstärkt diesen Effekt, indem sie die Emotionen nicht plakativ ausstellt, sondern in den Zwischentönen erfahrbar macht. Als Durante kam ist damit nicht nur ein eindrucksvoller Roman über Liebe und Freiheit, sondern auch eine raffinierte Reflexion über die Widersprüche menschlicher Beziehungen – verankert in großen Erzähltraditionen, aber ganz in der Gegenwart verortet.





