All the Way to the River

All the Way to the River

Hardback
4.159

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

»Ich schreibe für alle, die das Gefühl haben, dass es mehr im Leben geben muss. Dieses Buch erzählt davon, wie man auf der Suche nach Liebe und Glück verloren gehen kann. Und wie man aus dieser Verlorenheit wieder zurückfindet.« Elizabeth Gilbert

Im Jahr 2000 lernt Elizabeth Rayya kennen. Erst sind sie Freundinnen, dann Seelenverwandte. Die beiden werden ein Paar, leben ihre einzigartige Liebe. Aber sie sind auch zwei Süchtige auf Kollisionskurs in Richtung Katastrophe – und müssen nach einer verheerenden Diagnose den gemeinsamen Weg des Abschieds gehen.

»All the Way to the River« ist eine existenzielle Offenbarung, eine bahnbrechende Erzählung von Liebe, Sucht und unermesslichem Verlust – sowie von der unbedingten Sehnsucht nach Befreiung und Heilung. Wie in »Eat Pray Love« erzählt die Nr. 1-Spiegel-Bestseller-Autorin Elizabeth Gilbert zutiefst persönlich und dabei bewegend universell ihre vielleicht wichtigste Geschichte und davon, was im Leben wirklich zählt.

Was im Leben wirklich zählt – die Nr. 1-Spiegel-Bestseller-Autorin erzählt ihre wichtigste Geschichte Wie in »Eat Pray Love« erzählt Gilbert zutiefst persönlich und dabei bewegend universell

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
464
Price
25.70 €

Author Description

Elizabeth Gilbert, geboren 1969, wuchs auf einer Weihnachtsbaumfarm in Connecticut auf. Nach dem Studium in New York arbeitete sie u. a. als Journalistin für die »New York Times« und begann, Bücher zu schreiben. Das »Time Magazine« wählte sie unter die hundert einflussreichsten Menschen der Welt. Der internationale Durchbruch kam 2006 mit »Eat Pray Love«, einem Weltbestseller, in dem die Hauptfigur Elizabeth auf Weltreise geht und zu sich selbst findet: Dolce Vita in Italien, Meditation in Indien und das Glück auf Bali. 2010 wurde »Eat Pray Love« mit Julia Roberts in der Hauptrolle verfilmt. Nach »Big Magic« (2015) erschien 2019 ihr Roman »City of Girls«, der wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand. Im Herbst 2025 erscheint das Memoir »All the Way to the River«. Elizabeth Gilbert lebt in New Jersey.

Posts

15
All
3

erste Hälfte fand ich gut , danach wiederholt sich alles 200 Seiten weniger hätten es auch getan

4

Titel: All The Way To The River Autor:in: Elizabeth Gilbert Verlag: Fischer Genre: Autobiographie Reihe: Einzelband „Dieses Buch erzählt davon, wie man auf der Suche nach Liebe und Glück verlorengehen kann. Und wie man aus dieser Verlorenheit wieder zurückfindet.“ All The Way To The River ist ein autobiographischer Roman von Elizabeth Gilbert, der Autorin des Weltbestsellers „Eat, Pray, Love“ und behandelt die Themen Liebe, Abhängigkeit und Verlust. Cover: Das Buchcover ist mir direkt ins Auge gefallen. Die Gestaltung wirkt auf mich gleichzeitig zart und verwirrend-rauschhaft. Diese Empfindungen haben sich für mich auch beim Lesen durch das Buch gezogen und passen zur Suchterfahrung der Autorin. Inhalt: Gilbert erzählt von ihrem Lebensabschnitt mit ihrer Partnerin Rayya, der gemeinsamen Co-Abhängigkeit und der Zeit des Abschiednehmens aufgrund von Rayyas Krebserkrankung sowie ihr Weg der Selbstfindung danach. Es fällt mir schwer, eine inhaltliche Bewertung bei einem autobiographischen Roman abzugeben. Ich habe online einige Rezensionen gelesen, die das Buch sehr negativ bewerteten, da sie die Autorin unsympathisch und ihr Verhalten problematisch fanden. Ich sehe in dieser schonungslosen, teilweise brutalen Ehrlichkeit und Offenheit der Autorin jedoch eine große Stärke dieses Werks. Gilberts Schreibstil ist selbstreflektiert und poetisch. Man muss bedenken, dass dies die Lebensgeschichte von zwei Personen mit Suchterkrankung ist, deren Verhalten uns sehr befremdlich und unverständlich erscheinen mag. Gilberts Heilungsprozess dauert gerade einmal seit 5 Jahren an. Sie ist emotional noch mitten in der Aufarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen und das kann manchmal messy sein, was man diesem Buch auch anmerkt. Ich denke, hätte sie dieses Buch mit größerem zeitlichen Abstand geschrieben, etwa in 10 Jahren, hätte die Erzählweise ganz anders ausgesehen. Aber das hätte es eventuell auch beschönigt und eine Menge authentischer Emotionen wäre verloren gegangen. Ich persönlich finde es gut, dass sie ihre Geschichte genau jetzt genau so erzählt hat. Dennoch sind mir beim Lesen vor allem zwei Kritikpunkte aufgefallen: Zum einen habe ich mich unwohl gefühlt mit der Veröffentlichung von intimen Details zu Gilberts Partnerin Rayya. Ich weiß nicht, inwieweit dies vor ihrem Tod noch abgesprochen wurde. Trotzdem finde ich es schwierig, da wir ihre persönliche Sicht der Dinge nun nicht mehr erfahren können. Zum Anderen fand ich Gilberts Verhältnis zu Spiritualität als einzige Rettung fragwürdig. Ich verstehe, dass Spiritualität in schwierigen Lebensphasen Trost spenden kann. Dennoch empfand ich Ihre Spiritualität an manchen Stellen übersteigert und etwas naiv. Fazit: Wer bei diesem Roman eine queere Liebesgeschichte oder einen Fortsetzungsroman zu „Eat, Pray, Love“ erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Für Leser:innen, die tiefgründige und nachdenkliche Geschichten voller Schmerz und Hoffnung mögen, kann ich dieses Buch aber empfehlen!

3.5

Wichtiges Buch über Sucht, aber langwierig

Es handelt sich nicht um einen Roman, sondern um die Erzählung der Beziehung zwischen der Autorin und ihrer Freundin/ Geliebten. Dabei finden sich zwischendurch lose Texte wie Gedichte und Reflexionen. Außerdem viele Erklärungen zum Thema Sucht und Coabhängigkeit. Für mich haben sich einige Stellen in die Länge gezogen und manches wiederholt. Wahrscheinlich hätte man das Wesentliche auch in deutlich weniger Seiten erzählen können, aber die Autorin hat das Buch wahrscheinlich zur Verarbeitung gebraucht. Die letzten Kapitel haben mich nochmal mehr mitgenommen, weil sie die Heilungsgeschichte der Autorin beschreiben. Durch das zweite Drittel musste ich mich aber etwas quälen. Ich habe das Hörbuch und das Buch abwechselnd gelesen und dann erst gemerkt, dass auch einige Zeichnungen im Buch sind, die man beim Hörbuch natürlich verpasst. Ich würde das Buch empfehlen, auch wenn es seine Längen hat. Man sollte zum Thema Sucht und Tod aber einigermaßen gefestigt sein.

Faszinierend, berührend, schmerzend und inspirierend!

Ich habe nicht gewusst, was mich erwartet. Umso faszinierter war ich dann von dieser Memoir. Elizabeth Gilbert lernt Rayya Elias kennen - nach vielen Jahren unendlich guter - bester - Freundschaft, verlieben sie sich. Brauchen viele weitere Jahre, um sich dessen bewusst zu werden. Doch dann mag es fast zu spät sein. Denn Rayya bekommt die Diagnose Krebs. In diesem Buch geht es um so viel mehr als Liebe - eigentlich sucht man hier sogar eine klassische Liebesgeschichte vergebens. Hier geht es um die blanke Realität und wie schlimm Sucht ist. Nicht die Rayyas Drogensucht, sondern auch Gilberts Eingeständnis der Sex- und Liebessucht ist krass. Anders kann ich das gar nicht sagen. Es werden so viele Themen besprochen und erzählt. Es wird so viel erzählt, so viele Emotionen und Momente geteilt, dass ich das Gefühl hatte, ich kenne beide und ihre Geschichte seit Ewigkeiten. Als wären sie auch meine Freundinnen. So etwas ehrliches, echtes und berührendes habe ich noch nie gelesen. Es hat oft auch sehr wehgetan, zu lesen, was alles passiert ist. Gerade die detaillierte Beschreibung über Rayyas Tod, Sterbeprozess und auch die wiederkehrende Sucht, die die beiden fast für immer getrennt hätte, war sehr krass. Nichts für schwache Nerven und mit jeder Menge potentiellen Triggern. Für mich aber so wertvoll und würde es immer wieder empfehlen. Aus so vielen Dingen konnte ich für mich und mein Leben genug mitnehmen.

4

Gilbert hat durch ihren spirituellen Trip die Liebe und den Weg gefunden. Doch zeigt diese Buch, dass dieses Bestreben nicht immer ins Glück führt.

„All the Way to the River“ ist ein weiteres schonungslos ehrliches Werk aus der Feder der Autorin von „Eat, Pray, Love“. Beide Bücher sind zutiefst biografisch, und während mich ihr früheres Werk restlos begeisterte, ließ mich dieses nun sprach- und fassungslos zurück. Kennt ihr die Debatten darüber, ob es nach einem Happy End überhaupt eine Fortsetzung geben sollte? Oder ob man sie besser weglässt, weil niemand lesen will, was nach dem Glück kommt? Genau so erging es mir mit „All the Way to the River“ und meine „Eat, Pray, Love“-Blase ist dabei endgültig zerplatzt. Elizabeth Gilbert findet auf ihrer Reise zu sich selbst, schlägt einen spirituellen Weg ein und begegnet einem Mann, den sie aufrichtig liebt. Daran zweifle ich nicht. Doch Jahre später tritt eine Frau in ihr Leben, die alles verändert. Gilbert verdrängt lange ihre Gefühle, bis diese Frau – Rayya – an Krebs erkrankt. Erst dann wagt sie den Schritt aus ihrem sicheren Leben, und der wilde Ritt beginnt. Mehrmals überlegte ich, das Buch abzubrechen. Rayya, jahrzehntelang drogensüchtig und getrieben vom Moment, wirkt wie das Gegenstück zu Gilbert, die ihre Süchte in Anerkennung und körperlicher Nähe suchte. Das Buch zeigt eindrucksvoll die zwei Gesichter der Abhängigkeit – durch Substanzen und durch Menschen. So zärtlich Gilbert über ihre große Liebe schreibt, so erschütternd ist die Wirkung dieser Beziehung. Beide rasen unaufhaltsam auf einen Abgrund zu, und Rayya fällt mit ihrer Diagnose in alte Muster zurück. Was Sucht aus einem Menschen machen kann, wird hier beklemmend deutlich. Keine Seite las ich ohne Kopfschütteln. Der Begriff Spiritualität dehnt sich in diesem Buch ins Grenzenlose, manchmal bis ins Unbegreifliche. „All the Way to the River“ ist schwer zu fassen. Man muss sich darauf einlassen. Am Ende liest man die Geschichte zweier zutiefst verletzter Menschen, deren Botschaft für Gesunde kaum greifbar ist. Es öffnet den Blick in tiefe Abgründe – und bleibt doch dank Gilberts unverkennbar emotionalem Stil berührend.

„All the Way to the River“ erzählt von Selbstfindung und dem Mut, eigene Wege zu gehen. Der Roman schildert innere Konflikte und persönliche Entwicklung – eine Geschichte über Aufbruch und Identität.

5

Ein mutiges, tiefgründiges Buch, das mehr ist als ein Memoir – es ist eine Lebensbilanz, die schmerzt, inspiriert und lange nachhallt.

Elizabeth Gilbert zieht in All the Way to the River schonungslos Bilanz über ihr Leben – Sucht, Hoffnungen, Ängste, über ihre Liebesbeziehungen, ihre Abhängigkeiten, ihre Verluste und die Suche nach innerer Freiheit Roh. Ehrlich. Bewegend. Besonders beeindruckt hat mich ihre kompromisslose Ehrlichkeit. Gilbert beschönigt nichts, weder ihre eigenen Schwächen noch die Schattenseiten der Liebe. Gleichzeitig liegt in dieser Offenheit eine große Stärke, die den Text zugleich herausfordernd und bewegend macht. Nicht leicht zu lesen, aber ein Buch, das bleibt.

5

Ein Must-Read!

**** Mein Eindruck **** Bei diesem Buch ist mir vor allem die Sprache der Autorin aufgefallen. Die Wortwahl ist präzise, die Übergänge zwischen Dialogen und Erzählung fließend, immer wieder begleitet von warmen Worten – Momenten, die klein, aber umso besonderer wirken. Genau diese Sprache trägt die Geschichte: Das Leben ist besonders, wenn wir es besonders machen. Das Buch behandelt Themen wie Sucht, Co-Abhängigkeit und autobiografische Erfahrungen auf erschütternde, ehrliche und ausdrucksstarke Weise. Es zeigt die engsten Freundschaften und Beziehungsgeflechte, verschobene Grenzen und Pseudorealitäten. Es ist einfach: wow. Krass. Wow. Schockierend, schmerzhaft und gleichzeitig Augen öffnend. Es zwingt einen, zu erkennen, zu handeln – oder Teil der Dunkelheit zu sein. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt die dunkelsten, ehrlichsten Gedanken ungeschönt. Es geht um Liebe und Zerstörung, um Rohheit, Ungefiltertes und kraftvolle Emotionen. Zwischen Versteckspiel und Wahrheit verwebt das Buch zahlreiche Kontraste und schafft so eine Geschichte, die gleichermaßen erschüttert, berührt und nachhallt. **** Empfehlung? **** Für Leser*innen, die intensive, ehrliche und kraftvoll erzählte Geschichten schätzen. Wer sich auf rohe Gefühle, ungeschönte Realität und die Abgründe menschlicher Beziehungen einlassen möchte, findet hier ein Buch, das lange nachwirkt und beeindruckt.

3

Roh aber sehr spirituell

In diesen Memoiren der Autorin Elizbeth Gilbert geht es um ihr Leben vor, aber auch vor allem NACH Ihrem Welterfolg "Eat, Pray, Love" und ihrer Liebes- und Sexsucht. Sie selbst beschreibt sich immer wieder als abhängig von der Liebe und Bestätigung anderer Menschen. Zeitgleich spielt ihre Ehe zur Musikerin Rayya Elias eine tragende Rolle in dem Buch. Besonders die Co-Abhängigkeit der beiden zueinander, aber auch diese reine Form der Liebe (bis zur Selbstzerstörung) sind zentrales Thema für Gilbert. Allem voran auch die Drogen-Abhängigkeit von Rayya wird sehr stark besprochen und in Zusammenhang mit Gilberts eigener Liebes-Abhängigkeit und dem damit verbundenen Wunsch "andere zu retten" gebracht. Gilbert schafft es in dem Buch ungeschönt, rau und authentisch von ihrem Leben, ihrer Beziehung und all ihren Schwächen zu berichten. Es fühlte sich für mich an, als sei dieses Buch die vollendete Form des Lösens von "ich möchte von allen geliebt werden", denn besonders gut und sympathisch kommt die Autorin nicht wirklich weg in dem Buch. Ich denke aber auch, dass das bewusst so geschrieben wurde, um nichts zu beschönigen, sich von der Liebessucht und der Validierung anderer und vergangenen Dämonen loszusagen. Als Leserin nicht automatisch mit der Erzählerin (besonders bei Memoiren) mitfühlen zu können/wollen, ist auf jeden Fall eine neue Herangehensweise an das Genre. Ich denke nicht, dass Gilbert dieses Buch für uns als Lesende geschrieben hat, um nur auf die Gefahren von Drogen und Abhängigkeiten aufmerksam zu machen und Lösungsvorschläge zu bieten, sondern, dass dieses Buch in erster Linie auch für sie selbst existiert, um mit dieser Zeit in ihrem Leben abzuschließen und ein neues Kapitel - ein cleanes Kapitel aufzuschlagen. Das ist ihr in meinen Augen sehr gut gelungen und ich möchte sie zu dieser Aufarbeitung wirklich beglückwünschen. Gleichzeitig - und ja, diese Gefühle können koexistieren - habe ich zwei Aspekte, die mich an dem Buch gestört haben. Diese Punkte haben mich persönlich beim Lesen sehr irritiert und mich immer wieder etwas herausgerissen. Das waren zum einen die Art und Weise, wie Rayya - eine verstorbene Frau, die sich selbst nicht mehr zu den Geschehnissen äußern und ihre Perspektive dazu beifügen kann - immer wieder zum Hauptthema gemacht wurde. Es wurden sogar Teile von Rayyas privaten Tagebuch behandelt und eingeordnet und im Prinzip ihre "hässlichsten" Seiten öffentlich gemacht. Ich kann nicht beurteilen, wie sehr sich Gilbert vor Ableben ihrer Partnerin deren Einverständnis dazu eingeholt hat, aber eine Richtigstellung oder Reaktion Rayyas ist schlichtweg nicht möglich, was ich im Ausmaß dieser Darstellung schon schwierig finde. Es gab mir immer wieder das Gefühl von "Ja, ich bin eine schwierige Person und manipuliere Leute dahin, mich zu lieben, ABER GUCK WAS MEINE FRAU MIR ANGETAN HAT." Gilbert berichtet in dem Buch auch davon, dass sie ihrer Frau gegenüber Mordgedanken hatte, die Rayya bei späterer Aussprache als "cool" empfunden habe, weil Gilbert somit auch ihre "dunkle Seite" entdeckt hätte. Inwieweit das so war und Gilbert sich mit diesem Gespräch nur selbst reinwaschen und Absolution leisten möchte, kann natürlich nicht mehr beurteilt werden. Das macht diesen Aspekt so schwierig für mich. Es fühlte sich zwischenzeitlich wie ein Ausschlachten, der Drogen-Abhängigkeit ihrer verstorbenen Ehefrau an. Schwierig. Komme ich in dem Zusammenhang direkt zum zweiten Punkt: Die übersteigerte Spiritualität als Lösung für alles. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft Gilbert ihre Verbindung zu Gott als einzige Lösung / Begründung für richtige Entwicklungen und positive Entscheidungen in ihrem Leben erklärt hat. An diesem Punkt wurde das Buch auch immer wieder sehr repetitiv. Es gibt ein Problem? Ratet, womit ich dieses Problem überwunden habe! Ha, richtig! Gott hat einfach gesagt: "Lass los / Mach das nicht." Da ich selbst zu 0,0 % spirituell bin, konnte ich diese Passagen einfach nicht wirklich ernst nehmen. Ich freue mich, dass ihre (zum Glück noch harmlose) Gläubigkeit ihr so weitergeholfen hat und eine Stütze für sie ist/war. ABER, und das sehe ich als brandgefährlich an, sie ruft in ihrem Buch mehrfach dazu auf, dass die einzige Lösung von weltlichen Problemen, wie Süchten & Co in der Zuflucht der Spiritualität liegt. Das kann bei falschen/verklärten religiösen Gruppierungen zu einer Instrumentalisierung von vulnerablen Gruppen für die eigenen Zwecke entarten. Spiritualität als einzige Lösung der eigenen Probleme - praktisch als Zufluchtsort, um die eigenen Verantwortlichkeiten in eine "höhere Macht" zu geben, ist pauschal für alle Menschen gesprochen problematisch und (wie gesagt) gefährlich. Alles in allem bin ich bei dem Buch wirklich zwiegespalten. Es regt jedoch sehr zum Nachdenken an und ich bin froh es gelesen zu haben und schätze die rohen Einblicke in Elizabeth Gilberts leben sehr.

5

Mitten im Fluss der Gefühle – Elizabeth Gilbert in Höchstform

Wahnsinn, was für ein Brett von Buch! Elizabeth Gilbert wirft einen nicht nur ins kalte Wasser, sondern gleich mitten in den reißenden Fluss ihrer eigenen Geschichte. Man paddelt zwischen Hoffnung und Schmerz, zwischen Liebe und Abgrund – und irgendwie schafft sie es, dass man gleichzeitig lachen, schlucken und am liebsten kurz durchs Zimmer rennen möchte, um die Emotionen loszuwerden. Das ist keine leichte Kost, klar. Aber genau deshalb trifft es mitten ins Herz. Was mich komplett geflasht hat: Diese unverschämte Ehrlichkeit. Keine weichgespülte Hollywood-Romantik, sondern knallharte Realität. Eine Beziehung, die gleichzeitig Erlösung und Höllenritt ist. Zwei Menschen, die sich lieben, kämpfen, verlieren – und doch bleibt dieses Gefühl von Größe, weil Gilbert es schafft, das Dunkel nicht nur zu zeigen, sondern darin auch Licht zu finden. Respekt. Es ist nicht dieses „Eat Pray Love“-Glitzer-Reise-Abenteuer, das einem die perfekte Selfcare-Postkarte liefert. Nein, „All the Way to the River“ ist wie ein schiefer Cocktail: süß, bitter, ein bisschen brennend – aber gerade deshalb unvergesslich. Ein Buch, das dich beim Lesen anschaut, als würde es sagen: „Na, hast du dich schon mal so richtig verlaufen?“ Und ehe man’s merkt, nickt man. Am Ende bleibt eine Mischung aus Tränen, Dankbarkeit und dieser stillen Wucht, die einen verändert. Man klappt die letzte Seite zu, schaut kurz aus dem Fenster und denkt: Das hier, genau das, ist Leben. Chaotisch, schön, grausam, heilsam. Danke, Elizabeth Gilbert, für diesen wilden, ehrlichen Ritt. Und ja – volle fünf Sterne, weil weniger einfach lächerlich wäre.

Mitten im Fluss der Gefühle – Elizabeth Gilbert in Höchstform
5

Richtig gut

Großartiges Buch. Elisabeth Gilbert schreibt hier ungeschminkt über ihr leben nach dem Bestseller Eat Pray Love. (Ich hatte den Film mit meiner Frau geschaut). Über Liebe, Sucht, Krankheit, Verlust, Verarbeitung und Vergebung. Eben all das was im Leben passieren kann. Gelesen von Cathlen Gawlich. Sie ist eine fantastische Leserin. Ist auch eine großartige Synchronsprecherin in Filmen und Serien. War eine tolle Zeit dieses Buch zu hören.

5

Würde gern mehr als 5 Sterne geben. Hat mich so gefesselt. Habe geweint gelacht und die Protagonistinnen waren sehr nahbar. Krasses Buch!

3.5

In den Memoiren „All the Way to the River“ erzählt Elizabeth Gilbert von ihrer Verbundenheit zu ihrer Seelenverwandten Rayya Elias. Im Mittelpunkt steht eine Liebe, die zugleich hingebungsvoll und schwierig ist; unter anderem nicht zuletzt, weil beide Frauen mit Sucht zu kämpfen haben. Das Buch ist sehr persönlich geschrieben und setzt sich intensiv mit Themen wie Abhängigkeit, Verlust und Liebe auseinander, wodurch es einen stark berührt.

Gilbert schildert ihre gemeinsame Geschichte überwiegend chronologisch, sodass man der Erzählung mühelos folgen kann. Die thematischen Schwerpunkte sind klar gesetzt und werden sorgfältig ausgearbeitet. Durch ihre offene, intime Art zu erzählen, gelingt es Gilbert, ihre Gefühle und Gedanken so nahbar zu machen, dass man sie auch ohne eigene Erfahrung mit Sucht oder Trauer gut nachvollziehen kann. Einige Passagen zur Abhängigkeit wiederholen sich zwar, doch diese Wiederholungen empfinde ich kaum als störend. Besonders gelungen finde ich die Darstellung der Menschen, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Gilbert wirkt reflektiert und beschreibt sich selbst glaubwürdig. Noch eindrucksvoller ist jedoch die Beschreibung ihrer Partnerin Rayya. Auf jeder Seite spürt man, wie tief die Liebe zwischen den beiden ist. Obwohl Gilbert Rayyas Probleme nicht beschönigt, bleibt gleichzeitig deutlich, dass sie alles für sie tun würde, was sie im Verlauf der Handlung auch zeigt. Dadurch wird das Buch zum Ende hin zunehmend emotional, und bei manchen Kapiteln sind Tränen garantiert. Mein größter Kritikpunkt betrifft die Stellen, in denen die Erzählung für meinen Geschmack zu spirituell und teils sogar surreal wird. Natürlich verarbeitet jeder Mensch Trauer auf eigene Weise, doch die wiederkehrenden Begegnungen mit einem „Geist“, mit denen sogar Dialoge geführt werden, wirken in einer ansonsten an den Fakten gehaltenen Darstellung Fehl am Platz. Insgesamt ist „All the Way to the River“ dennoch ein sehr empfehlenswertes Buch, das eine authentische und zutiefst berührende Geschichte erzählt. Elizabeth und Rayya wachsen einem unweigerlich ans Herz, und Tränen bleiben kaum aus. Auch wenn die wiederholten spirituellen Elemente etwas von der Authentizität nehmen, bleibt das Werk lesenswert.

5

Jahreshighlight

Mein absolutes Jahreshighlight für 2025. Nicht unbedingt eine leichte Kost. Ich werde noch lange darüber nachdenken. Danke für diesen Roman.

4

Titel: All The Way To The River Autor:in: Elizabeth Gilbert Verlag: Fischer Genre: Autobiographie Reihe: Einzelband „Dieses Buch erzählt davon, wie man auf der Suche nach Liebe und Glück verlorengehen kann. Und wie man aus dieser Verlorenheit wieder zurückfindet.“ All The Way To The River ist ein autobiographischer Roman von Elizabeth Gilbert, der Autorin des Weltbestsellers „Eat, Pray, Love“ und behandelt die Themen Liebe, Abhängigkeit und Verlust. Cover: Das Buchcover ist mir direkt ins Auge gefallen. Die Gestaltung wirkt auf mich gleichzeitig zart und verwirrend-rauschhaft. Diese Empfindungen haben sich für mich auch beim Lesen durch das Buch gezogen und passen zur Suchterfahrung der Autorin. Inhalt: Gilbert erzählt von ihrem Lebensabschnitt mit ihrer Partnerin Rayya, der gemeinsamen Co-Abhängigkeit und der Zeit des Abschiednehmens aufgrund von Rayyas Krebserkrankung sowie ihr Weg der Selbstfindung danach. Es fällt mir schwer, eine inhaltliche Bewertung bei einem autobiographischen Roman abzugeben. Ich habe online einige Rezensionen gelesen, die das Buch sehr negativ bewerteten, da sie die Autorin unsympathisch und ihr Verhalten problematisch fanden. Ich sehe in dieser schonungslosen, teilweise brutalen Ehrlichkeit und Offenheit der Autorin jedoch eine große Stärke dieses Werks. Gilberts Schreibstil ist selbstreflektiert und poetisch. Man muss bedenken, dass dies die Lebensgeschichte von zwei Personen mit Suchterkrankung ist, deren Verhalten uns sehr befremdlich und unverständlich erscheinen mag. Gilberts Heilungsprozess dauert gerade einmal seit 5 Jahren an. Sie ist emotional noch mitten in der Aufarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen und das kann manchmal messy sein, was man diesem Buch auch anmerkt. Ich denke, hätte sie dieses Buch mit größerem zeitlichen Abstand geschrieben, etwa in 10 Jahren, hätte die Erzählweise ganz anders ausgesehen. Aber das hätte es eventuell auch beschönigt und eine Menge authentischer Emotionen wäre verloren gegangen. Ich persönlich finde es gut, dass sie ihre Geschichte genau jetzt genau so erzählt hat. Dennoch sind mir beim Lesen vor allem zwei Kritikpunkte aufgefallen: Zum einen habe ich mich unwohl gefühlt mit der Veröffentlichung von intimen Details zu Gilberts Partnerin Rayya. Ich weiß nicht, inwieweit dies vor ihrem Tod noch abgesprochen wurde. Trotzdem finde ich es schwierig, da wir ihre persönliche Sicht der Dinge nun nicht mehr erfahren können. Zum Anderen fand ich Gilberts Verhältnis zu Spiritualität als einzige Rettung fragwürdig. Ich verstehe, dass Spiritualität in schwierigen Lebensphasen Trost spenden kann. Dennoch empfand ich Ihre Spiritualität an manchen Stellen übersteigert und etwas naiv. Fazit: Wer bei diesem Roman eine queere Liebesgeschichte oder einen Fortsetzungsroman zu „Eat, Pray, Love“ erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Für Leser:innen, die tiefgründige und nachdenkliche Geschichten voller Schmerz und Hoffnung mögen, kann ich dieses Buch aber empfehlen!

Create Post